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	<title>Richard von Kaufmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_von_Kaufmann&amp;diff=457516&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ArthurMcGill: /* Leben */</title>
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		<updated>2026-03-22T10:30:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Franz Stanislaus Otto von Kaufmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. März]] [[1849]] in [[Köln]]; † [[11. März]] [[1908]] in [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]]) war ein deutsch-jüdischer [[Nationalökonomie|Nationalökonom]], [[Hochschullehrer]] und [[Politischer Beamter|Regierungsbeamter]] sowie Kunstsammler und [[Mäzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Richard von Kaufmann studierte in [[Bonn]], [[Heidelberg]] und [[Berlin]] [[Rechtswissenschaft|Rechts-]] und [[Staatswissenschaften]]. Er war Mitglied der [[Corps Guestphalia Bonn]] (1868) und [[Corps Guestphalia Heidelberg|Guestphalia Heidelberg]] (1869).&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Korps-Listen 1910, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;21&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 556; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;112&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 832; [[Martin Dossmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Bonner Corps in der Zeit zwischen den Karlsbader Beschlüssen und dem Ende der Weimarer Republik. Geschichte der Guestphalia Bonn 1820–1933&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2025, ISBN 978-3-8471-1871-8, S. 220–222, 227, 234, 238, 242, 256, 332, 469.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er siedelte 1871 nach Berlin über, wo er zuerst an einer Bank arbeitete, bevor er an der [[Humboldt-Universität zu Berlin#Friedrich-Wilhelms-Universität|Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]] zum Dr. jur. und Dr. phil. [[Promotion (Doktor)|promoviert]] wurde, sich [[Habilitation|habilitierte]] und ab 1879 als Lehrer für Nationalökonomie an der [[Landwirtschaftliche Hochschule Berlin|Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin]] tätig war. Noch im gleichen Jahr folgte er einer [[Berufung (Amt)|Berufung]] zum [[Professor]] der Nationalökonomie an die [[RWTH Aachen|Technische Hochschule Aachen]]. 1883 kehrte er nach Berlin zurück, wo er eine Anstellung beim preußischen [[Finanzministerium]] fand. Ab 1889 entschied er sich, seine Lehrtätigkeit an der [[Technische Universität Berlin#Geschichte|Technischen Hochschule Charlottenburg]] als Professor für Nationalökonomie wieder aufzunehmen. Er besaß zahlreiche [[Immobilien]], die ihm ein gutes Einkommen sicherten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Friedhof Berlin Grab Familie-von-Kaufmann.JPG|mini|hochkant|Inschriftentafel am Grab Richard von Kaufmanns]]&lt;br /&gt;
Richard von Kaufmann starb 1908 im Alter von fast 59&amp;amp;nbsp;Jahren in Charlottenburg. Beigesetzt wurde er in der Familiengruft im Untergeschoss der Friedhofskapelle auf dem [[Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Friedhof]] in [[Berlin-Westend|Westend]]. Später wurden hier auch seine Ehefrau Marie von Kaufmann geb. Eltzbacher (1860–1934) und zwei der gemeinsamen Kinder beigesetzt: Emilie Rintelen geb. von Kaufmann (1884–1970) und der Arzt und Filmproduzent [[Wilhelm von Kaufmann]] (1888–1959) mit dessen Ehefrau, der Schauspielerin [[Henny Porten]] (1890–1960). Nur eine einfache Inschriftentafel mit Ornamentrahmung  an der Südmauer der Friedhofskapelle erinnert an die Toten der Familie Kaufmann. In der Gruft selbst stehen die beiden großen Holzsärge des Ehepaars Kaufmann sowie auf einem Regal die Bronzekopie einer antiken Skulptur des Kopfes der [[Niobe (Mythologie)|Niobe]]. Richard von Kaufmann hatte die Gruft beim Bau der Kapelle im Jahr 1903 erworben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S.&amp;amp;nbsp;475–476, 479.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Sohn war der Diplomat [[Heinrich von Kaufmann-Asser]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin, Sammlung Richard von Kaufmann.jpg|mini|Sammlung Richard von Kaufmann, italienische Möblierung 16.–18. Jh., u.&amp;amp;nbsp;a. flämisches Altarretabel 16. Jh., in der Mitte Gemälde von [[Peter Vischer der Ältere|Peter Vischer d.&amp;amp;nbsp;Ä.]] oder [[Peter Vischer der Jüngere|d.&amp;amp;nbsp;J.]], rechts Gemälde von Lucas Cranach d.&amp;amp;nbsp;Ä.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Kunstsammler ==&lt;br /&gt;
Richard von Kaufmann begann seine Sammeltätigkeit in den Jahren zwischen 1879 und 1883, indem er vor allem [[antike]] Kleinkunst und [[mittelalter]]liche Kunst erwarb. Doch erst nach seinem endgültigen Umzug nach Berlin begann er im großen Stil zu sammeln. Er erwarb nun Gemälde, Skulpturen und [[Kunsthandwerk]] der [[Frühe Neuzeit|frühen Neuzeit]]. Seine Vorliebe galt vor allem der [[cisalpin]]en Kunst, er sammelte aber, dem Zeitgeschmack entsprechend, auch italienische und zeitgenössische Werke. Unter anderem besaß er den „Apokalyptischen Reiter“ von [[Arnold Böcklin]]. Beim Ankauf und der Einrichtung seines Hauses in Charlottenburg ließ er sich von [[Wilhelm von Bode]] beraten. In seiner Eigenschaft als anerkannter [[Bildungsbürger]] und Sammler war er Mitbegründer des Orient-Komitees sowie Mitglied im [[Kaiser Friedrich-Museums-Verein]], in der [[Kunstgeschichtliche Gesellschaft|Kunstgeschichtlichen Gesellschaft]], im [[Verein der Freunde antiker Kunst]] sowie im [[Verein für deutsche Volkskunde]]. Darüber hinaus finanzierte er umfangreiche Ausgrabungsarbeiten in [[Samʼal|Sendschirli]] in der Türkei. Im März 1892 entdeckte er in Ägypten das sogenannte [[Grab der Aline]], in dem sich einige der heute bekanntesten [[Mumienporträt]]s fanden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutsches Archäologisches Institut]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Antike Denkmäler.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Berlin 1908. ([https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ad1908/0011/image Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Verbundenheit zu Wilhelm von Bode stiftete er den Berliner Museen ([[Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst|Abteilung der Bildwerke der christlichen Epoche]] [[Gemäldegalerie (Berlin)|Gemäldegalerie]]) eine Reihe von Kunstwerken, von denen besonders die „Madonna an der Rasenbank“ von [[Robert Campin]] zu nennen ist. Diese „Richard-von-Kaufmann-Stiftung“ musste 1938 aufgrund der jüdischen Abstammung ihres Stifters in „Stiftung zu Gunsten der Gemäldegalerie“ umbenannt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [http://www.smb.museum/fileadmin/website/Institute/Zentralarchiv/Die_Akten_des_KFM_Findbuch_Teil_2.pdf Die Akten des Kaiser-Friedrich-Museums, Berlin 2008]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seinem Tod schenkte seine Witwe den Museen weitere Werke, bevor die Sammlung 1918 versteigert wurde. Zu seiner imposanten Sammlung gehörten Werke von [[Pieter Bruegel der Ältere|Pieter Bruegel d. Ä.]] („Schlaraffenland“ – heute München, Alte Pinakothek), [[Lucas Cranach der Ältere|Lucas Cranach d. Ä.]], [[Gerard David]] („Der hl. Johannes d. T.“ – heute New York, Metropolitan Museum of Art), [[Giovanni di Paolo]], [[Jan Gossaert]] („Bildnis eines Mannes“ – heute New York, Metropolitan Museum of Art), [[Hans Suess von Kulmbach]] („Bildnis eines Mannes“ – heute Berlin, Gemäldegalerie), [[Zanobi Machiavelli]], [[Meister des Bartholomäus-Altars]] („Die Taufe Christi“ – heute Washington, National Gallery of Art), [[Pietro da Rimini]] und [[Peter Vischer der Ältere|Peter Vischer d. Ä.]] oder [[Peter Vischer der Jüngere|d. J.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Zuckerindustrie.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1878.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Vertretung der wirtschaftlichen Interessen Europas in den Staaten.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1879.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;association douanière de l&amp;#039;Europe centrale.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1880.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Finanzen Frankreichs.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1882. (ins Französische übersetzt: Paris 1884.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Reform der Handels- und Gewerbekammer.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1883.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sven Kuhrau: &amp;#039;&amp;#039;Der Kunstsammler im Kaiserreich. Kunst und Repräsentation in der Berliner Privatsammlerkultur.&amp;#039;&amp;#039; Ludwig, Kiel 2005, ISBN 3-937719-20-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116076879}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116076879|NDL=00766863|VIAF=120694291}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kaufmann, Richard von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonom (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (RWTH Aachen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstsammler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstmäzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimer Regierungsrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1849]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kaufmann, Richard von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kaufmann, Richard Franz Stanislaus Otto von; Kaufmann-Asser, Richard von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Nationalökonom, Kunstsammler und Mäzen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. März 1849&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. März 1908&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Charlottenburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ArthurMcGill</name></author>
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