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	<title>Richard von Garbe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T04:39:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_von_Garbe&amp;diff=1401002&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nico308: Studiendauer gemäß verlinkte Studierendenakte sowie Mitgliedschaft ergänzt</title>
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		<updated>2025-07-07T11:20:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Studiendauer gemäß verlinkte Studierendenakte sowie Mitgliedschaft ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Richard Garbe 1857-1927.jpg|mini|Richard Garbe in der [[Tübinger Professorengalerie]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Karl Garbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, seit 1909 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; von Garbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, (* [[9. März]] [[1857]] in [[Drzetowo|Bredow]] bei [[Stettin]]; † [[22. September]] [[1927]] in [[Tübingen]]) war ein deutscher [[Indologe]], der bedeutende Beiträge zur Erforschung von [[Samkhya]], [[Yoga]] und der [[Bhagavadgita]] leistete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Auf dem [[Marienstiftsgymnasium]] in [[Stettin]]  war der bekannte Mathematiker und spätere Indologe [[Hermann Graßmann]] einer seiner Lehrer. Garbe studierte von 1873 bis 1877 an der [[Universität Tübingen]] zunächst [[Mathematik]], anschließend [[Indologie]]. Von 1873 bis zu seinem Austritt 1903 war er Mitglied der [[Studentenverbindung]] &amp;#039;&amp;#039;Landmannschaft Ghibellinia Tübingen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Landsmannschaft Ghibellinia Tübingen (Hrsg.): Jubiläumsausgabe der Mitteilungen aus der Ghibellinia zum 120. Stiftungsfest, Stuttgart 1965, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Promotion forschte Garbe in [[London]] über Shrautasûtra-Manuskripte. 1878 habilitierte er sich und wirkte an der [[Albertus-Universität Königsberg|Universität Königsberg]] zunächst als Privatdozent, ab 1880 als [[Professor#Universitätsprofessoren|Extraordinarius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1885 bis 1887 reiste Garbe mit finanzieller Förderung des preußischen Staates nach [[Indien]], wo er unter der Anleitung indischer Gelehrter [[Samkhya]]-Texte studierte. In seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Indische Reiseskizzen&amp;#039;&amp;#039; berichtete er 1889 über seine vielen Exkursionen in Indien und [[Sri Lanka|Ceylon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 wurde er in Königsberg [[Lehrstuhl|ordentlicher Professor]] der Indologie. Doch bereits im folgenden Jahr wurde er an die [[Universität Tübingen]] als Nachfolger seines verstorbenen Lehrers [[Rudolf von Roth]] berufen. 1908/1909 war er Rektor der Universität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Garbe gab eine große Anzahl von [[Sanskrit]]-Texten heraus und übersetzte viele davon, darunter auch die &amp;#039;&amp;#039;Sâmkhya Sûtras&amp;#039;&amp;#039;. 1894 erschien sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Die Sâṃkhya-Philosophie&amp;#039;&amp;#039;, in dem er die Ursprünge und Quellen dieses indischen philosophischen Systems analysierte und u.&amp;amp;nbsp;a. zu dem Ergebnis kam, dass die hellenische Geisteswelt offenbar stark von Altindien her beeinflusst gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Garbe: &amp;#039;&amp;#039;Die Sâṃkhya-Philosophie. Eine Darstellung des indischen Rationalismus.&amp;#039;&amp;#039; Haessel, Leipzig 1894, Kapitel „Ueber den Zusammenhang der Samkhya-Lehre mit der griechischen Philosophie“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1905 folgte eine deutsche Übersetzung der [[Bhagavadgita]], bei der es Garbe primär um eine philologisch korrekte, nicht aber poetisch anspruchsvolle Wiedergabe des Originaltextes ging. Garbe vertrat die Auffassung, dass etwa siebzig Verse im Text (über das unpersönliche [[Brahman (Philosophie)|Brahman]]) spätere [[Interpolation (Literatur)|Interpolationen]] seien und markierte sie durch Kleindruck. Seine Auffassung wurde nicht von allen Indologen geteilt, doch fand er Unterstützung u. a. durch [[Moriz Winternitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Verlag Karl Baedeker|Karl Baedeker Verlag]] gewann Garbe zur Mitarbeit an seinem noch am Vorabend des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] erschienenen, prestigeträchtigen [[Baedeker-Reiseführer|Indien-Band]], für den er die ethnografische und kunstwissenschaftliche Einführung verfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard Garbe wurde im Jahre 1909 durch Verleihung des [[Orden der Württembergischen Krone|Ehrenkreuzes des Ordens der Württembergischen Krone]] in den württembergischen Personaladelsstand erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Garbe heiratete 1887 in [[Königsberg i. Pr.]] Anna Wichert (* 1865), Tochter des damaligen Königsberger Stadtrichters und Schriftstellers [[Ernst Wichert]]. Aus der Ehe gingen ein Sohn und zwei Töchter hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vaitāna Sūtra. Das Ritual des Atharvaveda.&amp;#039;&amp;#039; Trübner, Straßburg 1878.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die indischen Mineralien, ihre Namen und die ihnen zugeschriebenen Kräfte.&amp;#039;&amp;#039; Hirzel, Leipzig 1882.&lt;br /&gt;
* [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/garbe1889 &amp;#039;&amp;#039;Indische Reiseskizzen.&amp;#039;&amp;#039;] Paetel, Berlin 1889; 35 Jahre später hat der Autor für eine zweite Auflage laut eigener Aussage im Vorwort das Werk nur geringfügig verändert; neu ist ein Anhang mit zwei Texten, die er bereits anderswo veröffentlicht hatte: ein „Abriss der indischen Volkskunde, Kultur- und Kunstgeschichte“ sowie eine Kritik an einem Plagiator einer englischen Indienbeschreibung: Richard Garbe: Indische Reiseskizzen, München-Neubiberg: Oskar Schloß Verlag, 1925.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Sâṃkhya-Philosophie. Eine Darstellung des indischen Rationalismus.&amp;#039;&amp;#039; Haessel, Leipzig 1894.&lt;br /&gt;
* [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/garbe1896 &amp;#039;&amp;#039;Sāṃkhya und Yoga.&amp;#039;&amp;#039;] Trübner, Straßburg 1896.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verzeichniss der indischen Handschriften der königlichen Universitäts-Bibliothek (Zuwachs der Jahre 1865 - 1899)&amp;#039;&amp;#039;, Universitätsbibliothek Tübingen 1899.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur indischen Kulturgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Paetel, Berlin 1903.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bhagavadgita aus dem Sanskrit übersetzt. Mit einer Einleitung über ihre ursprüngliche Gestalt, ihre Lehren und ihr Alter.&amp;#039;&amp;#039; Haessel, Leipzig 1905.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kaiser Akbar von Indien. Ein Lebens- und Kulturbild aus dem sechzehnten Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Laupp, Tübingen 1909.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur indischen Volkskunde, Kultur- und Kunstgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Baedeker-Reiseführer|Baedeker]]’s Indien.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1914, S. XXXVI ff.&lt;br /&gt;
* [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/garbe1914 &amp;#039;&amp;#039;Indien und das Christentum.&amp;#039;&amp;#039;] Tübingen 1914; Reprint: VDM, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-2193-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The philosophy of ancient India&amp;#039;&amp;#039;, Ashutosh Prakashansansthan, Varanasi 1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|69|69|Garbe, Richard v|Helmut Hoffmann|116420073}}&lt;br /&gt;
* Angelika Malinar: &amp;#039;&amp;#039;„Ksatriya-Glaube“ und „Opferwesen“. Richard Garbe und die indischen Religionen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Indienforschung im Zeitenwandel. Analysen und Dokumente zur Indologie und Religionswissenschaft in Tübingen&amp;#039;&amp;#039;, hg. v. Heidrun Brückner et al., Attempto, Tübingen 2003, S. 121–144, ISBN 978-3-89308-345-9.&lt;br /&gt;
* Julius von Negelein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aus Indiens Kultur. Festgabe Richard von Garbe dem Forscher und Lehrer zu seinem 70. Geburtstag dargebracht von seinen Freunden, Verehrern und Schülern&amp;#039;&amp;#039;, Palm &amp;amp; Enke, Erlangen 1927 (Veröffentlichungen des Indogermanischen Seminars der Universität Erlangen, Band 3).&lt;br /&gt;
* Eckhard Wendt: &amp;#039;&amp;#039;Stettiner Lebensbilder&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der [[Historische Kommission für Pommern|Historischen Kommission für Pommern]].&amp;#039;&amp;#039; Reihe V, Band 40). Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2004, ISBN 3-412-09404-8, S. 166–167.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116420073}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Objekt|YISWPKLEVAS5T37JY7MUK7RWBAQ66UBN?|Studierendenakte von Richard Garbe im Universitätsarchiv Tübingen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116420073|LCCN=n/84/144973|VIAF=4980724}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Garbe, Richard von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Albertus-Universität Königsberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Eberhard Karls Universität Tübingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobilitierter (Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Württembergischen Krone (Ehrenkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landsmannschafter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1857]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1927]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Garbe, Richard von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Garbe, Richard &lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Indologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. März 1857&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Drzetowo|Bredow]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. September 1927&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tübingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nico308</name></author>
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