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	<title>Richard Zschille - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T04:58:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Zschille&amp;diff=2001966&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Komma ergänzt, Kleinkram</title>
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		<updated>2024-04-21T20:40:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Komma ergänzt, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Richard Zschille (Alter Fritz).jpg|mini|Porträt Richard Zschille]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Großenhain Zschille-Villa 2.JPG|mini|Zschille-Villa in Großenhain]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Louis Moritz Richard Zschille&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. März]] [[1847]] in [[Großenhain]]; † [[9. Juli]] [[1903]] in [[Klotzsche|Klotzsche bei Dresden]]) war ein deutscher Tuchfabrikant, Kunstsammler und [[Stifter]] in Großenhain.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Osterfenster.jpg|miniatur|hochkant|Stiftung der Familie Zschille, „Osterfenster“ mit Luther]]&lt;br /&gt;
Richard Zschille kam als Sohn des Großenhainer Tuchfabrikanten [[Ernst Moritz Louis Zschille]] (1815–1867) und dessen Frau Ernestine Luise, geb. Hellwig (1825–1908) zur Welt. Er wuchs als ältestes Kind zusammen mit seinen sechs Schwestern und seinem jüngeren Bruder in Großenhain auf. 1872 übernahm Richard Zschille zusammen mit seinem [[Verwandtschaftsbeziehung#Cousin und Cousine|Vetter]] die Geschäftsführung, des väterlichen Betriebes. Im selben Jahr heiratete Zschille Ida Hartmann (1850–1933), Tochter des Chemnitzer Maschinenfabrikanten und Eisenbahnpioniers [[Richard Hartmann (Maschinenfabrikant)|Richard Hartmann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unternehmer hatte schon früh eine große Leidenschaft für wertvolle Kunstwerke und historische Gegenstände. Seine [[Zschille-Villa|Villa („Zschille-Villa“)]] ließ er mit Kunstschätzen aus aller Welt ausstatten. Dabei wurden in die Villa zum Beispiel ein [[Gotik|gotisches]] Tor aus dem 15. Jahrhundert, ein [[Brunnen]] aus dem 16. Jahrhundert und eine Säule aus [[Pompeji]] verbaut. Seine Sammlung umfasste Möbel, Porzellan, Tausende von Waffen, Glas-, Keramik-, Elfenbein-, Metallstücke und Textilien. Seine [[Essbesteck|Bestecksammlung]] war seinerzeit die wichtigste derartige Kollektion in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard Zschille war in der Zeit von 1887 bis 1898 Mitglied des „Rates der Stadt Großenhain“. Er gestaltete 1898 das neue Großenhainer Stadtwappen und förderte verschiedene Publikationen. Mit dem Archäologen [[Richard Forrer]] veröffentlichte Richard Zschille Arbeiten über [[Steigbügel (Reiten)|Steigbügel]] und [[Sporn (Reiten)|Sporne]] und eine Chronik seiner Tuchfabrik. 1892 wurde er Mitglied im &amp;#039;&amp;#039;Königlich Sächsischen Alterthums-Verein der Kunstgeschichtlichen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Leibniz-Institut für Länderkunde und Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig: &amp;#039;&amp;#039;Großenhainer Pflege&amp;#039;&amp;#039;, aus &amp;#039;&amp;#039;Landschaften in Deutschland, Werte der Deutschen Heimat&amp;#039;&amp;#039;, Band 70, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien, 2008, S. 365 ISBN 978-3-412-09706-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des 400. Geburtstages [[Martin Luther]]s 1883 stiftete seine Familie das „Osterfenster“ für die [[Marienkirche (Großenhain)|Großenhainer Marienkirche]] und finanzierte auch die Restaurierungsarbeiten in der Kirche einige Jahre später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 stellte Zschille einen Teil seiner Sammlung auf der Weltausstellung in Chicago aus. Er war dort auch Mitglied der Preisjury für die Gruppe der sächsischen Tuchindustrie.&lt;br /&gt;
König [[Albert (Sachsen)|Albert von Sachsen]] verlieh Zschille das Ritterkreuz erster Klasse des [[Albrechtsorden]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1890er-Jahre verschlechterte sich die Ertragslage seiner Tuchfabrik, und Richard Zschille kam zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. Ab 1897 war er gezwungen Teile seiner Sammlung zu versteigern und 1900 wurde gar ein [[Insolvenz|Konkursverfahren]] über sein Vermögen eröffnet. Ein Jahr später war Richard Zschille gezwungen seine Villa zu verkaufen. Er zog nach Klotzsche bei Dresden, wo er sich als Illustrator betätigte. Seine Großenhainer Tuchfabrik „Gebrüder Zschille“ wurde in eine Aktiengesellschaft gewandelt, an der die Familie Zschille nicht mehr beteiligt war. Richard Zschille beendete sein Leben als finanziell völlig ruinierter und gebrochener Mann durch Selbstmord, offiziell wurde jedoch als Todesursache „Schlaganfall“ angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sammlung von Richard Zschille ist weitgehend aufgelöst, jedoch konnten einige bedeutende Teile von öffentlichen Museen erworben werden. So ist zum Beispiel die Sammlung der Bronzehelme im [[Museum für Vor- und Frühgeschichte (Berlin)|Museum für Vor- und Frühgeschichte in Berlin]] ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Säbi|Roman Töppel|102776199|Zschille, Louis Moritz Richard}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Frauke Hellwig: &amp;#039;&amp;#039;Richard Zschille (1847–1903) – Aufstieg und Fall eines Kunstsammlers&amp;#039;&amp;#039;, activ Verlag, 2006, ISBN 978-3-9811358-0-0&lt;br /&gt;
* Otto von Falke: &amp;#039;&amp;#039;Sammlung Richard Zschille: Katalog der italienischen Majoliken&amp;#039;&amp;#039;, Hiersemann, 1899&lt;br /&gt;
* [[Robert Forrer]], Richard Zschille: &amp;#039;&amp;#039;Die Waffensammlung des Herrn Stadtrath Richard Zschille in Grossenhain Sachsen&amp;#039;&amp;#039;, 236 Taf. in Lichtdruck mit Text von R. Forrer. (Bd. 1.2.), 1894&lt;br /&gt;
* Jens Schulze-Forster: &amp;quot;Keramik des Mittelalters und der Renaissance in der Sammlung Zschille, Großenhain&amp;quot;. In: R. Smolnik (Hrsg.),Keramik in Mitteldeutschland. Stand der Forschung und Perspektiven. 41. Internationales Hafnerei-Symposium des Arbeitskreises für Keramikforschung, Landesamt für Archäologie Dresden 2012, S. 289–298.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Richard Zschille}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Die Tuchfabrik von Gebr. Zschille in Großenhain}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Die Maschinenfabrik und Eisengießerei von Anton Zschille in Großenhain}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|102776199}}&lt;br /&gt;
* {{Säbi|Roman Töppel|102776199|Zschille, Louis Moritz Richard}}&lt;br /&gt;
* https://www.museen-grossenhain.de/glanz-der-gründerzeit-virtuelle-ausstellung.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=102776199|LCCN=n88224118|VIAF=89559319}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zschille, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Großenhain)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mäzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Albrechts-Ordens (Ritter 1. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1847]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zschille, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Zschille, Louis Moritz Richard&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Tuchfabrikant, Kunstsammler und Stifter in Großenhain&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. März 1847&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Großenhain]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Juli 1903&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Klotzsche]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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