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	<title>Richard Woldt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;NJ Giggie: Kategorien ergänzt</title>
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		<updated>2024-11-30T02:19:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorien ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Woldt-richard-in-trommsdorff-paul-der-lehrkoerper-der-TH-hannover-1831-1931-hannover-1931-s131.jpg|mini|Richard Woldt]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Woldt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. März]] [[1878]] in [[Berlin]]; † [[5. August]] [[1952]] in [[Dresden]]) war ein deutscher Hochschullehrer und sozialistischer Politiker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Richard Woldt arbeitete nach der Lehre und dem Studium als technischer Angestellter zwischen 1899 und 1905 bei [[Siemens#Geschichte des Konzerns|Siemens &amp;amp; Halske]] und bei [[Siemens-Schuckertwerke|Siemens-Schuckert]] in [[Nürnberg]]. Im Jahr 1901 trat er der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] bei. Ab 1905 lebte er als freier Schriftsteller und Mitarbeiter der Partei- und Gewerkschaftspresse in Berlin, nämlich als ständiger Autor im &amp;#039;&amp;#039;Correspondenzblatt&amp;#039;&amp;#039; der [[Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands|Generalkommission der Gewerkschaften]] und in der sozialdemokratischen Theoriezeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Die Neue Zeit (Revue)|Die Neue Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;. Außerdem hielt er gewerkschaftliche Bildungskurse ab und war als Wanderlehrer tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1914 und 1916 arbeitete Woldt als Betriebsleiter und Verwaltungsingenieur in der Rüstungsindustrie. Anschließend übernahm er eine Assistentenstelle am Lehrstuhl für Fabrikorganisation an der [[Technische Universität Berlin|TH Berlin]]. In den Jahren 1917/18 war er [[Redakteur]] der &amp;#039;&amp;#039;[[Freie Presse (Elberfeld)|Freien Presse]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Elberfeld]] und danach bis 1919 Redakteur der &amp;#039;&amp;#039;Niederrheinischen Volksstimme&amp;#039;&amp;#039; in [[Düsseldorf]]. Während der [[Novemberrevolution]] wurde er Mitglied des [[Arbeiter- und Soldatenrat]]es in Elberfeld und im Jahr 1919 dann Beirat für Gewerkschaftsfragen und Demobilmachung beim [[Regierungsbezirk Düsseldorf|Regierungspräsidium in Düsseldorf]]. Zwischen 1919 und 1921 gehörte er dem [[Preußische Landesversammlung|Verfassunggebenden Preußischen Landesversammlung]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1920 und 1932 war Woldt zunächst [[Referent (Behörde)|Referent]] für das Arbeiterbildungswesen, später [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]] und schließlich [[Ministerialrat]] im preußischen Kultusministerium. Nebenamtlich lehrte er zwischen 1919 und 1928 als [[Dozent]] und von 1928 bis 1933 als [[Honorarprofessor]] für Arbeiterfragen, [[Gewerkschaft]]swesen und soziale Betriebslehre an der [[Westfälische Wilhelms-Universität|Universität Münster]].&amp;lt;ref&amp;gt;Im Jahre 2000 veröffentlichte die Westfälische Wilhelms-Universität in Münster eine Erklärung, wonach die in den Jahren 1933 bis 1945 aus rassistischen und politischen Gründen erfolgten Entlassungen nichtig sind. [http://www.uni-muenster.de/Rektorat/jb00/JB00G.HTM Erklärung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zu Maßnahmen der Universität während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er leitete zusammen mit dem Sozial- und Caritaswissenschaftler [[Heinrich Weber (Caritaswissenschaftler)|Heinrich Weber]] das Seminar für Gewerkschaftswesen am Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Lehraufträge hatte Woldt auch an zahlreichen anderen Universitäten, so an der TH Berlin und der [[Deutsche Hochschule für Politik|Hochschule für Politik]] in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] wurde Richard Woldt aus politischen Gründen aus dem Staatsdienst sowie als Hochschullehrer entlassen, konnte jedoch noch bis 1940 seine Arbeiten zur [[Technokratie]]lehre von [[Howard Scott]], dessen Anhänger er war, veröffentlichen. Er betätigte sich im Widerstand und stand in Verbindung mit Emigranten wie [[Fritz Tarnow]]. In der Widerstandsgruppe um [[Wilhelm Leuschner]] soll Woldt eine wichtige Rolle gespielt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Susanne Meinl]]: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialisten gegen Hitler. Die nationalrevolutionäre Opposition um Friedrich Wilhelm Heinz.&amp;#039;&amp;#039; Siedler Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-88680-613-8, S. 277.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über einen längeren Zeitraum war er von Observationsmaßnahmen der [[Gestapo]] betroffen. Mehrfach wurde er festgenommen und verhört. Unter anderem wurde Woldt im Zuge der „[[Aktion Gitter]]“ 1944 inhaftiert. Sein Sohn [[Helmut Woldt]] war 1934/1935 in illegalen kommunistischen Strukturen in Berlin aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] erfolgte im Juli 1945 Woldts Ernennung zum Minister (Vizepräsident) für Arbeit, Wirtschaft und Verkehr in [[Sachsen]]. Das Amt hatte er bis September 1945 inne. Er musste es aufgeben, weil er von der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] als „rechter Sozialdemokrat und Einheitsgegner“ angesehen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Mike Schmeitzner, [[Michael Richter (Historiker)|Michael Richter]]: &amp;#039;&amp;#039;Einer von beiden muß so bald wie möglich entfernt werden. Der Tod des sächsischen Ministerpräsidenten Rudolf Friedrichs vor dem Hintergrund des Konflikts mit dem sächsischen Innenminister Kurt Fischer 1947.&amp;#039;&amp;#039; Expertise des Hannah-Arendt-Instituts im Auftrag der Sächsischen Staatskanzlei. Gustav Kiepenheuer Verlag, Leipzig 1999, ISBN 3-378-01021-5, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach lehrte er bis zu seiner [[Emeritierung]] 1948 als Professor für Soziale Arbeitswissenschaft an der [[Technische Universität Dresden|TH Dresden]]. Er beteiligte sich maßgeblich an der universitären Verankerung der [[Technikgeschichte]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/philosophische_fakultaet/ig/tge/seiten/technikgeschichte_dd |wayback=20090902103411 |text=Technikgeschichte an der TU Dresden}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Lehrtätigkeit veröffentlichte Woldt zahlreiche Schriften im Bereich von Technik und Wirtschaft. Von Bedeutung waren seine Arbeiten zur sozialen Betriebslehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im Reiche der Technik. Geschichten für Arbeiterkinder.&amp;#039;&amp;#039; Kaden &amp;amp; Comp., Dresden 1910.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der industrielle Großbetrieb. Eine Einführung in die Organisation moderner Fabrikbetriebe.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1911, [http://library.fes.de/pdf-files/dietz-kb/kb11-toc.html Digitalisierte Ausgabe der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Arbeitswelt der Technik.&amp;#039;&amp;#039; [[Der Bücherkreis]], Berlin 1926.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Lebenswelt des Industriearbeiters&amp;#039;&amp;#039; (= Münsterer wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Abhandlungen, hrsg. von Werner Friedrich Bruck, Friedrich Hoffmann und Heinrich Weber, H. 1) Quelle &amp;amp; Meyer, Leipzig 1926.&lt;br /&gt;
* Heinrich Weber und Richard Woldt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Arbeit und Sozialpolitik. Schriftenreihe des Seminars für Gewerkschaftswesen beim Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Münster i.W.&amp;#039;&amp;#039; 3 Bände. Quelle und Meyer, Leipzig 1930.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11761422X}}&lt;br /&gt;
* {{Biosop||250950}}&lt;br /&gt;
* [http://www.flurgespraeche.de/juridicum/richard-woldt/ &amp;#039;&amp;#039;Flurgespräche mit Richard Woldt&amp;#039;&amp;#039;] der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster auf flurgespräche.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Paul Trommsdorff]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Lehrkörper der Technischen Hochschule Hannover 1831–1931.&amp;#039;&amp;#039; Bibliothek der Technischen Hochschule, Hannover 1931, S. 131.&lt;br /&gt;
* Dietmar Haubfleisch: &amp;#039;&amp;#039;[[Schulfarm Insel Scharfenberg]]. Mikroanalyse der reformpädagogischen Unterrichts- und Erziehungsrealität einer demokratischen Versuchsschule im Berlin der Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Frankfurt am Main u. a. 2001, ISBN 3-631-34724-3 (&amp;#039;&amp;#039;Studien zur Bildungsreform&amp;#039;&amp;#039; 40), (Zugleich: Marburg, Univ., Diss., 1998), [Versteckte Biographie zu Richard Woldt, s. bes. Band 1, S. 338–340 und Band 2, S. 927, S. 1163 und S. 1331f.].&lt;br /&gt;
* Klaus Mauersberger: &amp;#039;&amp;#039;Der Sozialwissenschaftler Richard Woldt als Begründer der Technikgeschichte an der Technischen Hochschule Dresden.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Johannes Rohbeck]], Hans-Ulrich Wöhler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auf dem Weg zur Universität. Kulturwissenschaften in Dresden 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Thelem, Dresden 2001, ISBN 3-933592-28-3, S. 357–367.&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Mielke]] (Hrsg.) unter Mitarbeit von Marion Goers, [[Stefan Heinz]], Matthias Oden, Sebastian Bödecker: &amp;#039;&amp;#039;Einzigartig. Dozenten, Studierende und Repräsentanten der Deutschen Hochschule für Politik (1920–1933) im Widerstand gegen den Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Lukas-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-86732-032-0, S. 337–343.&lt;br /&gt;
* Andreas Thüsing (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Präsidium der Landesverwaltung Sachsen. Die Protokolle der Sitzungen vom 9. Juli 1945 bis 10. Dezember 1946&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2010, ISBN 978-3-525-36916-6, S. 548 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Person der Novemberrevolution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1952]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Woldt, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Hochschullehrer und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. März 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. August 1952&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;NJ Giggie</name></author>
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