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	<title>Richard Wittsack - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Wittsack&amp;diff=1618134&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;NonConfundar: Ergänzung der NS-Verstrickung, insb. betr. der Echtermeyer-Neuauflage. – Irritierend, dass jene bisher nur in einem mittleren Absatz zum &quot;Leben&quot; gestreift und in der Herausgebertätigkeit ganz übergangen wurde. Und dass sie in dem (redundanten) Kurzbeschrieb – &quot;war ein deutscher Sprechwissenschaftler. Er gründete das Institut für Sprechkunde an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und ist einer der Begründer der Sprechwissenschaft&quot; – gar nicht vorkam. Auffallende Lücke: 1938-1945…</title>
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		<updated>2026-02-12T23:36:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzung der NS-Verstrickung, insb. betr. der Echtermeyer-Neuauflage. – Irritierend, dass jene bisher nur in einem mittleren Absatz zum &amp;quot;Leben&amp;quot; gestreift und in der Herausgebertätigkeit ganz übergangen wurde. Und dass sie in dem (redundanten) Kurzbeschrieb – &amp;quot;war ein deutscher Sprechwissenschaftler. Er gründete das Institut für Sprechkunde an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und ist einer der Begründer der Sprechwissenschaft&amp;quot; – gar nicht vorkam. Auffallende Lücke: 1938-1945…&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Gustav Richard Wittsack&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. September]] [[1887]] in [[Köthen]], [[Anhalt]]; † [[6. März]] [[1952]] in [[Halle (Saale)]]) war ein deutscher [[Sprechwissenschaft]]ler, der zu den Begründern dieses Fachs zählt. Zur Zeit des [[Drittes Reich|Dritten Reiches]] war Wittsack in verschiedenen Funktionen für das [[NS-Staat|NS]]-Regime tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wittsack legte sein Abitur 1909 am [[Ludwigsgymnasium (Köthen)|Ludwigsgymnasium Köthen]] ab. Im Anschluss studierte er [[Theologie]], [[Philosophie]], [[Linguistik]], [[Germanistik]], [[Kunstgeschichte|Kunst-]] und [[Theatergeschichte]] an der [[Universität Halle-Wittenberg]], [[Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]] und [[Universität Greifswald]]. Im Jahr 1913 promovierte er mit einer theatergeschichtlichen Arbeit über den Dramaturgen [[Karl Leberecht Immermann]] (1796–1840) zum [[Dr. phil.]] Von 1913 bis 1915 studierte er in Berlin [[Rhetorik|Vortrags-]] und [[Sprechkunst]] bei [[Max Reinhardt]] am [[Deutsches Theater (Berlin)|Deutschen Theater]] und bei [[Emil Milan]] sowie [[Logopädie]] und [[Phoniatrie]] in der Abteilung für [[Phoniatrie|Stimm- und Sprachstörungen]] der [[Charité]] (u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[Hermann Gutzmann sen.|Hermann Gutzmann]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1915 bis 1916 arbeitete er als [[Hilfslehrer]] an einer Realschule. Ab 1916 war er Dozent am [[Viktoria-Studienhaus]] in [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]]. Wittsack wurde 1917 zum [[Landsturm]] eingezogen. Zunächst wurde er als Redner für den [[Vaterländischer Unterricht|Vaterländischen Unterricht]] eingesetzt, später diente er als Soldat der [[Fernmeldetruppe|Nachrichtentruppe]] an der Front.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Catalogus&amp;quot;&amp;gt;[https://www.catalogus-professorum-halensis.de/wittsackrichard.html Richard Wittsack], in Catalogus Professorum Halensis.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hüttner19_222&amp;quot;&amp;gt;André Hüttner: &amp;#039;&amp;#039;Zur Entwicklung der sprechwissenschaftlichen Phonetik an der Universität Halle (Saale) bis 1961.&amp;#039;&amp;#039; Frank &amp;amp; Timme, Berlin 2019, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Krieg wurde er [[Lektor (Universität)|Lektor]] für Sprechtechnik und Vortragskunst an der Universität Halle-Wittenberg. Im Jahr 1925 legte er eine sprechwissenschaftliche Sammlung an&amp;lt;ref name=&amp;quot;Institut&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sprechwiss.uni-halle.de/allgemeines/geschichte_des_instituts/ Geschichte des Instituts], Abteilung Sprechwissenschaft und Phonetik, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.&amp;lt;/ref&amp;gt; und trat dem &amp;#039;&amp;#039;Sozialistischen Lehrerbund&amp;#039;&amp;#039; bei, dem er bis zu dessen Auflösung angehörte. Wittsack bearbeitete 1928–1932 den Eintrag „Sprechkunde“ und Unterkategorien für die [[Der Große Brockhaus, 15. Auflage|15. Auflage des &amp;#039;&amp;#039;Großen Brockhaus&amp;#039;&amp;#039;]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hüttner19_223&amp;quot;&amp;gt;André Hüttner: &amp;#039;&amp;#039;Zur Entwicklung der sprechwissenschaftlichen Phonetik an der Universität Halle (Saale) bis 1961.&amp;#039;&amp;#039; Frank &amp;amp; Timme, Berlin 2019, S. 223.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1933 war er Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] (Mitgliedsnummer 1.881.771), 1934 der [[Nationalsozialistische Volkswohlfahrt|Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt]] und 1935 des [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|Nationalsozialistischen Deutschen Dozentenbunds]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eberle02_400&amp;quot;&amp;gt;Henrik Eberle: &amp;#039;&amp;#039;Die Martin-Luther-Universität in der Zeit des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Mdv, Halle 2002, ISBN 3-89812-150-X, S. 400.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er bekam 1937 die von [[Otto Bremer]] begründete &amp;#039;&amp;#039;Phonetische Sammlung&amp;#039;&amp;#039; zur weiteren wissenschaftlichen Betreuung übertragen und wurde zum [[Honorarprofessor]] ernannt. Im Jahr darauf gründete er das [[Institut für Sprechkunde]] an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das erste Institut seiner Art in Deutschland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Institut&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hüttner19_223&amp;quot; /&amp;gt; Daneben betätigte sich Wittsack als Herausgeber im Sinne der NS-Ideologie: Die von [[Ernst Theodor Echtermeyer|Theodor Echtermeyer]] begründeten [[Anthologie]] &amp;#039;&amp;#039;Auswahl deutscher Gedichte von den Anfängen bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039; „war 1936 unter Richard Wittsack zum Instrument nationalsozialistischer Literaturpolitik geworden“.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Häntzschel/Adrian Hummel/Jörg Zedler: Die fiktionale Buchkultur der 1950er Jahre – vom Produktions- zum Distributionsaspekt, in: dies. (Hrsg.), Deutschsprachige Buchkultur der 1950er Jahre. Fiktionale Literatur in Quellen, Analysen und Interpretationen. Mit einer Quellendatenbank auf CD-Rom, Wiesbaden 2010, S. 109–196, 161.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt Wittsack zunächst Lehrverbot. Er wurde 1945 Mitglied des [[Freier Deutscher Gewerkschaftsbund|FDGB]] und schulte Redner der [[KPD]], 1946 trat er der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Catalogus&amp;quot;/&amp;gt; Der Präsident der [[Provinz Sachsen]] ([[Erhard Hübener]]) bestätigte Wittsack im Januar 1946 als Institutsdirektor, das Lehrverbot wurde aufgehoben. Das sprechkundliche Institut fusionierte im Folgejahr mit der Phonetischen Sammlung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Institut&amp;quot;/&amp;gt; Wittsack wurde 1948 zum [[Professor]] mit Lehrauftrag, 1951 zum Professor mit vollem Lehrauftrag ernannt. Er starb 1952 in Halle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hüttner19_222&amp;quot;/&amp;gt; Wittsacks Schüler [[Hans Krech (Sprechwissenschaftler)|Hans Krech]] trat seine Nachfolge als Leiter des Institutes für Sprechkunde an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Institut&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wortkunstwerk und Schule.&amp;#039;&amp;#039; B. G. Teubner, Leipzig 1925.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lerne Reden! Ein Weg zum Erfolg. Praktische Redelehrer für Jedermann.&amp;#039;&amp;#039; Hesse &amp;amp; Becker, Leipzig 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117429007}}&lt;br /&gt;
* {{CPH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117429007|VIAF=160429796}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wittsack, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprechwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phonetiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anhalter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1952]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wittsack, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wittsack, Hermann Gustav Richard (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Sprechwissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. September 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Köthen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. März 1952&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Halle (Saale)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;NonConfundar</name></author>
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