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	<title>Richard Wendler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Wendler&amp;diff=904345&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 30. November 2025 um 00:01 Uhr</title>
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		<updated>2025-11-30T00:01:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kundt, Fischer, Frank, Wächter, Zörner, Wendler.jpg|mini|rechts|Von links nach rechts: [[Ernst Kundt]], [[Ludwig Fischer (SA-Mitglied)|Ludwig Fischer]], [[Hans Frank]], [[Otto Wächter]], [[Ernst Zörner]], Richard Wendler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Wendler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Januar]] [[1898]] in [[Teisendorf|Oberndorf]]; † [[24. August]] [[1972]] in [[Prien am Chiemsee]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Jurist]], [[Schutzstaffel|SS]]-Führer und [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischer]] [[Politiker]]. Von 1933 bis 1941 war er [[Oberbürgermeister]] der Stadt [[Hof (Saale)]] und ab 1942 Generalleutnant der Polizei und [[SS-Gruppenführer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wendler war der Sohn eines Grenzoberaufsehers, der an der Grenze zu Österreich eingesetzt war. Er besuchte die Volksschule in [[Bad Reichenhall]] und das humanistische [[Ludwigsgymnasium (München)|Ludwigsgymnasium]] in [[München]]. Wendler war während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] von Oktober 1916 bis 1918 Soldat, zuletzt im Rang eines Unteroffiziers. Ab Frühjahr 1919 gehörte er mehreren [[Freikorps]] an und beteiligte sich 1919 am Kampf gegen die [[Münchner Räterepublik]] und 1920 an der Niederschlagung des [[Ruhraufstand]]es.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Himmler217&amp;quot;&amp;gt;Katrin Himmler: &amp;#039;&amp;#039;Die Brüder Himmler. Eine deutsche Familiengeschichte.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 2005, S. 217.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er studierte von 1919 bis 1922 [[Rechtswissenschaft|Rechts-]] und [[Staatswissenschaft]]en an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Universität München]], wo er auch zum [[Doktor der Rechtswissenschaften|Dr.&amp;amp;nbsp;jur.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]] wurde. Ab 1924 war er als Syndikus in Stuttgart tätig und beendete sein Studium mit dem zweiten Staatsexamen 1925. Danach arbeitete er als [[Rechtsanwalt]] in [[Deggendorf]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial398&amp;quot;&amp;gt;Bogdan Musial: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zivilverwaltung und Judenverfolgung im Generalgouvernement&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden 1999, S. 398.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wendler, der 1927 die [[NSDAP-Ortsgruppe]] in Deggendorf begründete, trat Anfang Juli 1928 der [[NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 93.116) und der [[Sturmabteilung|SA]] bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial398&amp;quot; /&amp;gt; Anfang April 1933 wechselte er als Sturmbannführer von der SA zur SS (SS-Nummer 36.050).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Diensttagebuch955&amp;quot;&amp;gt;Werner Präg, Wolfgang Jacobmeyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Diensttagebuch des deutschen Generalgouverneurs in Polen 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1975, S. 955.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch den [[Reichsführer SS]] folgte seine Berufung in die [[Bayerische Politische Polizei]] (BPP).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Himmler218&amp;quot;&amp;gt;Katrin Himmler: &amp;#039;&amp;#039;Die Brüder Himmler. Eine deutsche Familiengeschichte.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 2005, S. 218&amp;lt;/ref&amp;gt; Im April 1934 erfolgte seiner Ernennung zum SS-Obersturmbannführer, im April 1935 zum SS-Standartenführer und 1941 zum SS-Gruppenführer. Anfang August 1941 wurde er zum Generalmajor der Polizei und [[SS-Brigadeführer]] befördert. Am 21. Juli 1943 erhielt er die Ernennung zum SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Diensttagebuch955&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hofer Geschichtswege 20230904 HOF07996 RAW-Export, Judenpogrom.png|mini|Ansicht der Synagoge nach den Novemberpogromen in der Hallstraße]]&lt;br /&gt;
Ab Oktober 1933 war er Oberbürgermeister von Hof.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee668&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Fischer, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16048-0, S. 668.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wendler legte das Amt des Oberbürgermeisters 1941 nieder. In letztgenannter Funktion war er u.&amp;amp;thinsp;a. am Abriss der [[Synagoge]] in Hof während der [[Novemberpogrome 1938]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Schwester Mathilde (genannt &amp;#039;&amp;#039;Hilde&amp;#039;&amp;#039;) heiratete 1926 [[Gebhard Ludwig Himmler|Gebhard Himmler]], den älteren Bruder des Reichsführers SS, [[Heinrich Himmler]], den sie seit 1919 aus dem [[AGV München|Akademischen Gesangverein München]] kannte. Wendler und Himmler gehörten beide dieser [[Studentenverbindung]] im [[Sondershäuser Verband|SV]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;Sondershäuser Verband Deutscher Sängerverbindungen: &amp;#039;&amp;#039;A.H.-Anschriften-Buch. Mitglieder-Verzeichnisse sämtlicher A.H.-Verbände. Stand vom 15. April 1929.&amp;#039;&amp;#039; München 1929, S.&amp;amp;nbsp;115, 163.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem deutschen [[Überfall auf Polen]] wurde Wendler Stadtkommissar in der polnischen Stadt [[Kielce]] und ab Anfang November 1939 Stadthauptmann in [[Częstochowa|Tschenstochau]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial398&amp;quot; /&amp;gt; 1940 übernahm er die gleiche Funktion in [[Radom]] und befahl in dieser Funktion u.&amp;amp;nbsp;a. die Anlage des [[Ghetto Tschenstochau|Ghettos Tschenstochau]]. Vom 31. Januar 1942 bis 26. Mai 1943 war er Gouverneur des [[Distrikt Krakau|Distrikts Krakau]], danach bis zum 22. Juli 1944 Gouverneur des [[Distrikt Lublin|Distrikts Lublin]], danach flüchtete er vor der vorrückenden [[Rote Armee|Roten Armee]]. In dieser Zeit ließ er seinem Schwager Heinrich interne Informationen über den [[Generalgouvernement|Generalgouverneur]] [[Hans Frank]] und andere Verwaltungsbeamte zukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1945 geriet er in amerikanische [[Kriegsgefangenschaft]] und führte dort den Falschnamen &amp;#039;&amp;#039;Kummermehr&amp;#039;&amp;#039;. Aus diesem Grund wurde Wendler nicht nach Polen überstellt, sondern im September 1945 aus alliierter [[Internierung]] entlassen. Danach verdingte er sich als Bauarbeiter. Am 3. August 1948 wurde er inhaftiert und beim [[Spruchkammerverfahren]] am 22. Dezember 1948 als „Hauptschuldiger“ zu vier Jahren Arbeitslager verurteilt. Im April 1949 wurde das Urteil auf drei Jahre Haft reduziert. Wendler verneinte während des Verfahrens, etwas von dem Ziel der [[Deportation#Deportationen während des Nationalsozialismus|Deportationen]] der Juden gewusst zu haben. Am 12. September 1952 wurde er in die Gruppe der „Belasteten“ abgestuft. Durch [[Gnadenbefugnis|Gnadenentscheid]] des [[Bayerischer Ministerpräsident|bayerischen Ministerpräsidenten]] [[Wilhelm Hoegner]] wurde er am 28. Oktober 1955 als „Mitläufer“ eingestuft und konnte dadurch ab 1955 erneut seine Zulassung als Rechtsanwalt in München erhalten. Seit dem 1. Juli 1953 hatte er bei einem Rechtsanwalt für die Rechtsschutzstelle des [[Evangelisches Hilfswerk|Evangelischen Hilfswerks]] gearbeitet und setzte sich dort für deutsche gefangene [[Kriegsverbrecher]] in Polen ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musial398&amp;quot; /&amp;gt; Im Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hof wurde er 1951 außer Verfolgung gesetzt, das Verfahren der StA München wurde 1966, ein weiteres Ermittlungsverfahren am 5. Oktober 1970 eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roth510&amp;quot;&amp;gt;Kurzbiografie bei Markus Roth: &amp;#039;&amp;#039;Herrenmenschen.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2009, S. 510.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== NS-Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP]]&lt;br /&gt;
* [[SS-Ehrenring]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jörg Wurdack: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Richard Wendler; Oberbürgermeister Hofs und Mittäter bei der „Endlösung“ im besetzten Polen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Miscellanea curiensia.&amp;#039;&amp;#039; VII, Hof 2008, ISBN 978-3-928626-57-6, S. 99–133. (56. Bericht des Nordoberfränkischen Vereins für Natur-, Geschichts- und Landeskunde)&lt;br /&gt;
* [[Katrin Himmler]], &amp;#039;&amp;#039;Die Brüder Himmler. Eine deutsche Familiengeschichte.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16686-1.&lt;br /&gt;
* [[Bogdan Musial]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zivilverwaltung und Judenverfolgung im Generalgouvernement&amp;#039;&amp;#039;. Harrassowitz, Wiesbaden 1999, ISBN 3-447-04208-7. (2. unv. Aufl., Harrassowitz, 2004, ISBN 3-447-05063-2)&lt;br /&gt;
* Werner Präg, Wolfgang Jacobmeyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Diensttagebuch des deutschen Generalgouverneurs in Polen 1939–1945&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1975, ISBN 3-421-01700-X (Veröffentlichungen des [[Institut für Zeitgeschichte|Instituts für Zeitgeschichte]], Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte Band 20).&lt;br /&gt;
* [[Markus Roth (Historiker)|Markus Roth]]: &amp;#039;&amp;#039;Herrenmenschen. Die deutschen Kreishauptleute im besetzten Polen – Karrierewege, Herrschaftspraxis und Nachgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein Verlag, Göttingen 2009, ISBN 978-3-8353-0477-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|12351228X}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Waldemar Scypion Sadaj |url=http://www.dws.xip.pl/reich/biografie/36050.html |titel=Dr. jur. Richard Wendler: SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei |werk=Druga Wojna Światowa – Blog historyczno-militarny |datum=2006 |kommentar=Biografie |sprache=pl |archiv-url=https://web.archive.org/web/20080517130652/http://www.dws.xip.pl/reich/biografie/36050.html |archiv-datum=2008-05-17 |abruf=2020-11-13 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Oberbürgermeister der Stadt Hof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12351228X|LCCN=nr/99/30562|VIAF=98299245}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wendler, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Täter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Hof, Saale)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied (Heinrich Himmler)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS- und Polizeiführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im SV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wendler, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher nationalsozialistischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Januar 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Teisendorf|Oberndorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. August 1972&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Prien am Chiemsee]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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