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	<title>Richard Thurnwald - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Thurnwald&amp;diff=808217&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Shaun92: Literatur ergänzt</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Literatur ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Thurnwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. September]] [[1869]] in [[Wien]]; † [[19. Januar]] [[1954]] in [[Berlin]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee-625&amp;quot; /&amp;gt; war ein deutscher [[Ethnologe]] österreichischer Herkunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Richard Thurnwald studierte [[Rechtswissenschaft|Jura]] und spezialisierte sich auf [[Verfassungsrecht|Staatsrecht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1896 trat er in den Staatsdienst ein und wurde in die Landesregierung [[Bosnien]]s versetzt, das seit 1878 nach dem [[Okkupationsfeldzug in Bosnien]] unter [[Kondominium Bosnien und Herzegowina|österreichisch-ungarischer Verwaltung]] stand. Von seiner nächsten Stelle in der Handelskammer von [[Graz]], der Hauptstadt des österreichischen Bundeslandes [[Steiermark]], unternahm er Reisen nach [[Italien]] und [[Ägypten]]. 1901 zog Thurnwald nach [[Berlin]] und war dort bis 1906 als wissenschaftliche Hilfskraft am [[Ethnologisches Museum (Berlin)#Geschichte|Museum für Völkerkunde]] tätig. 1905 waren er und [[Alfred Ploetz]] Gründer der deutschen [[Gesellschaft für Rassenhygiene]] (weltweit die erste ihrer Art&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Medizin im Dritten Reich. Karrieren vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-10-039310-4, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee-625&amp;quot; /&amp;gt; Im Auftrag des Museums unternahm er von 1906 bis 1909 eine Forschungsreise, eine [[Ethnologie|ethnologische]] Feldforschungsarbeit auf [[Melanesien]], [[Palau]], [[Yap-Inseln|Yap]], [[Ponape]], dem [[Bismarck-Archipel]], auf den [[Salomonen]] und in Süd-[[Bougainville]]. Die Inseln waren allesamt von 1885 bis 1918 [[Deutsche Kolonien und Schutzgebiete|deutsche Kolonien]] im [[Pazifischer Ozean|Pazifischen Ozean]]. 1912 bekam Thurnwald vom Reichskolonialamt den Auftrag, das [[Sepik]]gebiet zu erforschen. Mit Unterstützung von [[Carl Stumpf]], [[William Stern]] und [[Otto Lipmann]] entwickelte er ein diagnostisches Manual für Forschungsreisende und Vertreter kolonialer Berufe zur Kategorisierung und Erforschung fremder Kulturen. Sein Leitfaden erschien 1912 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Vorschlag zur psychologischen Untersuchung primitiver Menschen&amp;#039;&amp;#039;. Ziel war es auch, mittels psychologischer Tests die Eignung der indigenen Völker für die koloniale Plantagenwirtschaft zu untersuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er auf dieser Forschungsreise 1914 vom Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] überrascht wurde, erlaubten ihm die [[Australien|australischen]] Truppen, die die Kolonie [[Deutsch-Neuguinea]] übernahmen, in die [[Vereinigte Staaten|USA]] auszureisen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Znoj&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1915 bis 1917 arbeitete Thurnwald in [[Berkeley (Kalifornien)|Berkeley]]. Beim [[Eintritt der Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg]] musste er 1917 nach Deutschland zurückkehren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Znoj&amp;quot; /&amp;gt; Er [[Habilitation|habilitierte]] sich in [[Halle (Saale)|Halle]] und nahm 1924 eine Lehrtätigkeit in [[Berlin]] an. 1925 gründete er die &amp;#039;&amp;#039;„Zeitschrift für Völkerpsychologie und Soziologie“&amp;#039;&amp;#039; (heute: &amp;#039;&amp;#039;„[[Sociologus]]“&amp;#039;&amp;#039;). 1930 unterbrach er seine Lehrtätigkeit für eine Forschungsreise seiner Frau, [[Hilde Thurnwald]], die den Auftrag vom &amp;#039;&amp;#039;[[International Institute of African Languages and Cultures]]&amp;#039;&amp;#039; bekam, den [[Kulturwandel]] in den ehemals deutschen Kolonialgebieten, im [[Tanganjika]]gebiet zu erforschen. Das &amp;#039;&amp;#039;[[International African Institute]]&amp;#039;&amp;#039; wurde 1926 in [[London]] gegründet und sah u.&amp;amp;nbsp;a. seine Aufgabe in der Missionsarbeit. Von dort aus lud ihn die [[Yale-Universität]] zu einer Gastvorlesung ein und infolgedessen erhielt Thurnwald eine Gastprofessur in [[Harvard]]. 1932 bekam er vom &amp;#039;&amp;#039;Australian National Research Council&amp;#039;&amp;#039; den Auftrag, den Kulturwandel in [[Bougainville]] aufzuzeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens 1937 war er nach Deutschland zurückgekehrt, wo er eine außerordentliche Professur für Ethnologie, Völkerpsychologie und Soziologie&amp;lt;ref&amp;gt;Notation laut [[Otthein Rammstedt]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Soziologie 1933–1945. Die Normalitat einer Anpassung.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-518-28181-X, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]] erhielt. Er war 1943 Gutachter bei [[Eva Justin]]s Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Lebensschicksale artfremd erzogener Zigeunerkinder und ihrer Nachkommen&amp;#039;&amp;#039;, einem Beitrag zur [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] „[[Zigeuner]]forschung“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee-625&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg führte er von 1945 bis 1948 im Auftrag der amerikanischen Militärregierung das „Institut für Soziologie und Völkerpsychologie“ in Berlin. Das Institut wurde zwar von den Amerikanern finanziert, verfügte aber über keine eigenen Institutsräume, weshalb Thurnwald das Institut in seiner Privatwohnung betrieb. Dessen Hauptprojekte waren „zum einen die demographische Aufnahme großstädtischer Familien unter besonderer Berücksichtigung ihrer Lebensverhältnisse und zum anderen die Unterstützung der Probleme heranwachsender Jugendlicher infolge neuer Daseinsbedingungen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Inga Meiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Forschungshochschule (1947–1953)&amp;#039;&amp;#039;, S. 104&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterstützung des Instituts durch die Amerikaner endete 1948. Es wurde danach als einziges Institut, das vorher nicht zur [[Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften|Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft]] gehört hatte, in die [[Deutsche Forschungshochschule]] aufgenommen und in diesem Rahmen weiterfinanziert. Bereits mit dem Haushaltsjahr 1950/51 schied das Institut aber wieder aus „der Forschungshochschule aus und wurde der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität]] angeschlossen. Dies sei, so der Stiftungsrat, zweckmäßiger, da Thurnwald sein Gehalt von dort bezog und auch die von ihm behandelten Forschungsthemen eher in den Aufgabenbereich der Universität fielen“&amp;lt;ref&amp;gt;Inga Meiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Forschungshochschule (1947–1953)&amp;#039;&amp;#039;, S. 105. Thurnwald war Professor an der FU&amp;amp;nbsp;Berlin.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard Thurnwald starb am 19. Januar 1954 im Alter von 84&amp;amp;nbsp;Jahren in Berlin. Die Beisetzung erfolgte am 3.&amp;amp;nbsp;Februar 1954 auf dem [[Evangelischer Kirchhof Nikolassee|Evangelischen Kirchhof Nikolassee]].&amp;lt;ref&amp;gt;Marion Melk-Koch: &amp;#039;&amp;#039;Auf der Suche nach der menschlichen Gesellschaft: Richard Thurnwald.&amp;#039;&amp;#039; Reimer, Berlin 1989, ISBN 978-3-496-00376-2, S.&amp;amp;nbsp;284.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Grab ist nicht erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thurnwalds Nachlass befindet sich heute in der Universitätsbibliothek der [[Yale University]]. Seine Privatbibliothek bildet den Grundstock des ethnologischen Bestandes der Bibliothek für Sozialwissenschaften und Osteuropastudien an der &amp;#039;&amp;#039;Freien Universität Berlin&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsansatz und Resultate ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich ist der Forschungsansatz von Richard Thurnwald [[Sozialdarwinismus|sozialdarwinistisch]] orientiert, mit einem Fokus auf vermeintliche [[Rassismus|rassenbiologische Unterschiede]], besonders bei seinen Darstellungen der sozialen Beziehungen in „primitiven“ Gesellschaften. Diese Prädisposition erleichterte es ihm, die Nationalsozialisten bei der Säuberung der ethnologischen Lehrstühle von „nichtarischen Elementen“ zu unterstützen und seine Analysen in den Dienst kolonialer Bestrebungen zu stellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Znoj&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein klassischer Befund von Richard Thurnwald war die Beobachtung, dass ständig Mangel leidende Bevölkerungsgruppen wohl [[sparen]] – allerdings nicht, um das Ersparte später zu einer systematischen Verbesserung ihrer Lage zu benutzen (zu [[Investition|investieren]]), sondern um es für ausgiebige Feste auszugeben (zu [[konsum]]ieren). Dieses Verhalten bezeichnete Thurnwald als „Ventilsitte“, einen Begriff, der auf den deutschen Soziologen [[Alfred Vierkandt]] (1867–1953) zurückgeht und sich allgemein auf Feste bezieht, die offiziell zugelassen oder organisiert werden, um angestaute soziale Spannungen zu lösen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Academic-Ventilsitte&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lexikon-Ventilsitte&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wörterbuch-Ventilsitte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1932 wurde er Mitglied der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.leopoldina.org/mitgliederverzeichnis/mitglieder/member/Member/show/richard-thurnwald/ Richard Thurnwald], abgerufen am 2. März 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Seit 1951 war er korrespondierendes Mitglied der [[Heidelberger Akademie der Wissenschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt;Heidelberger Akademie der Wissenschaften: [https://www.hadw-bw.de/mitglieder?id=847 Mitglieder der HAdW seit ihrer Gründung im Jahr 1909: &amp;#039;&amp;#039;Richard Thurnwald&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 2. März 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Am Oberlauf des [[Sepik]]-Flusses in [[Papua-Neuguinea]] erinnert eine Gebirgskette, das [[Thurnwald-Gebirge]], an den Forschungsreisenden Richard Thurnwald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Beitrag in Alfred Ploetz u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv für Rassen- und Gesellschafts-Biologie]] einschließlich Rassen- und Gesellschafts-Hygiene. Zeitschrift für die Erforschung des Wesens von Rasse und Gesellschaft und ihres gegenseitigen Verhältnisses, für die biologischen Bedingungen ihrer Erhaltung und Entwicklung sowie für die grundlegenden Probleme der Entwicklungslehre.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 1904.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ethnographische Fragesammlung zur Erforschung des sozialen Lebens der Völker ausserhalb des modernen europäisch-amerikanischen Kulturkreises. Herausgegeben von der [[Internationale Vereinigung für Vergleichende Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre|Internationalen Vereinigung für vergleichende Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre]] in Berlin und in deren Auftrage entworfen von Dr. S. R. Steinmetz. Bearbeitet und erweitert von R. Thurnwald&amp;#039;&amp;#039;. Berlin: R. v. Decker 1906.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vorschlag zur psychologischen Untersuchung primitiver Menschen.&amp;#039;&amp;#039; [[Johann Ambrosius Barth Verlag]], Leipzig 1912.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die menschliche Gesellschaft in ihren ethno-soziologischen Grundlagen.&amp;#039;&amp;#039; 5 Bände. De Gruyter, Berlin/Leipzig 1931–1934:&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Repräsentative Lebensbilder von [[Naturvolk|Naturvölkern]].&amp;#039;&amp;#039; 1931;&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Werden, Wandel und Gestaltung von Familie, [[Verwandtschaft]] und [[Bund (Soziologie)|Bünden]] im Lichte der Völkerforschung.&amp;#039;&amp;#039; 1932;&lt;br /&gt;
** Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Werden, Wandel und Gestaltung der [[Wirtschaftsethnologie|Wirtschaft]] im Lichte der Völkerforschung.&amp;#039;&amp;#039; 1932;&lt;br /&gt;
** Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Werden, Wandel und Gestaltung von Staat und Kultur im Lichte der Völkerforschung.&amp;#039;&amp;#039; 1935;&lt;br /&gt;
** Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Werden, Wandel und Gestaltung des [[Rechtsethnologie|Rechtes]] im Lichte der Völkerforschung.&amp;#039;&amp;#039; 1934.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Economics in Primitive Communities.&amp;#039;&amp;#039; [[International Institute of African Languaes and Cultures]]. Oxford University Press 1932 [https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.217192/page/n9/mode/2up Digitalisat]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Koloniale Gestaltung. Methoden und Probleme überseeischer Ausdehnung.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann &amp;amp; Campe, Hamburg 1939 ([[Europa-Bibliothek]])&lt;br /&gt;
* als Herausgeber: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Völkerkunde.&amp;#039;&amp;#039; 2., teilweise veränderte Auflage. Enke, Stuttgart 1939 (Erstauflage herausgegeben von [[Konrad Theodor Preuss]]; unter Mitwirkung von Fachgenossen).&lt;br /&gt;
* mit [[Hermann Baumann (Ethnologe)|Hermann Baumann]] und [[Diedrich Westermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Völkerkunde von Afrika. Mit besonderer Berücksichtigung der kolonialen Aufgabe.&amp;#039;&amp;#039; Essener Verlagsanstalt, Essen 1940.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aufbau und Sinn der Völkerwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Abhandlungen der [[Akademie der Wissenschaften der DDR|Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin]]. Philosophisch-Historische Klasse. Jahrgang 1947 Nr. 3. Akademie-Verlag Berlin 1948.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;in der Reihenfolge des Erscheinens&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Hermann Trimborn]]: &amp;#039;&amp;#039;Richard Thurnwald.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Ethnologie]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 79 (1954), S. 254–260.&lt;br /&gt;
* Klaus Timm: &amp;#039;&amp;#039;Richard Thurnwald: „Koloniale Gestaltung“ – ein „Apartheids-Projekt“ für die koloniale Expansion des deutschen Faschismus in Afrika&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ethnographisch-Archäologische Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 18 (1977), S. 617–649.&lt;br /&gt;
* Marion Melk-Koch: &amp;#039;&amp;#039;Auf der Suche nach der menschlichen Gesellschaft: Richard Thurnwald.&amp;#039;&amp;#039; Reimer, Berlin 1989.&lt;br /&gt;
* Inga Meiser: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Forschungshochschule (1947–1953)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen aus dem Archiv der Max-Planck-Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 23, Berlin 2013, ISBN 978-3-927579-27-9. (Die Studie ist die überarbeitete Fassung einer im Jahre 2010 eingereichten Dissertation: [https://edoc.hu-berlin.de/dissertationen/meiser-inga-2011-07-12/PDF/meiser.pdf online].)&lt;br /&gt;
* {{NDB|26|235||Thurnwald, Richard|Marion Melk-Koch|118757431}}&lt;br /&gt;
* [[Stephan Moebius]]: &amp;#039;&amp;#039;Soziologie in der Zwischenkriegszeit in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. In: Karl Acham, Stephan Moebius (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Soziologie der Zwischenkriegszeit. Ihre Hauptströmungen und zentralen Themen im deutschen Sprachraum&amp;#039;&amp;#039;. Springer VS, Wiesbaden 2021, ISBN 978-3-658-31398-2, S. 31–176.&lt;br /&gt;
* Peter Rohrbacher: &amp;#039;&amp;#039;Das Ringen um die Kolonialexpertise: Richard Thurnwalds Mitarbeit an Kolonialhandbüchern zu Afrika im Zweiten Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039;. [https://www.academia.edu/91786874] In: cultura &amp;amp; psyché – Journal of Cultural Psychology, Bd. 3, 2022 (28. November 2022).&lt;br /&gt;
* Andre Gingrich: &amp;#039;&amp;#039;Richard Thurnwalds formative Phasen in Österreich und Bosnien. Ein kritischer Literaturbericht zu Grundlagen und Diskontinuitäten der Werkgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. [https://journals.ub.uni-frankfurt.de/paideuma/index.php/paideuma/article/view/113/123] In: Paideuma 68, 2022, S. 187–235.&lt;br /&gt;
* Andre Gingrich: &amp;#039;&amp;#039;Ein Sozialwissenschaftler, den die Ethnologie faszinierte – Frühe theoretische Prägungen im Werk von Richard Thurnwald&amp;#039;&amp;#039;. [https://doi.org/10.3790/soc.2024.1469102] In: Sociologus. Journal for Social Anthropology 74, 1, 2024, S. 15–38 (19.12.2025)&lt;br /&gt;
* Peter Rohrbacher: &amp;#039;&amp;#039;Richard Thurnwald’s Position in the Nazi Period: Some Methodological Considerations in the History of Anthropology&amp;#039;&amp;#039;. [https://www.academia.edu/115651879] In: History of Anthropology Review 48, 2024: https://histanthro.org/notes/richard-thurnwald/ (1. März 2024)&lt;br /&gt;
* Peter Rohrbacher: &amp;#039;&amp;#039;Politisches Chamäleon: Richard Thurnwald und seine kolonialethnologischen Ansätze in der NS-Zeit&amp;#039;&amp;#039;. [https://www.academia.edu/125701245] In: Zeitschrift für Ethnologie / Journal of Social and Cultural Anthropology 149, 2, 2024, S. 313–340 [[doi:10.60827/zfe/jsca.v149i2.1927]] (19.11.2024)&lt;br /&gt;
* Peter Rohrbacher: &amp;#039;&amp;#039;Thurnwalds Beitrag zu Theorien ethnischer Schichtung und Staatsbildung&amp;#039;&amp;#039;. [https://www.academia.edu/145492075] In: Sociologus. Journal for Social Anthropology 74, 1, 2024, S. 39–70 [[doi:10.3790/soc.2025.1469103]] (19.12.2025).&lt;br /&gt;
* [[Karl Rudolf Wernhart|Karl R. Wernhart]]: &amp;#039;&amp;#039;Richard Thurnwald (1869–1954), ein wissenschaftliches Leben zwischen Alt-Österreich und dem Deutschen Reich: ein bedeutender Ethnosoziologe und Erforscher der Südsee und Afrikas.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Die Wissenschaftsgeschichte der Ethnologie in Wien. Von der Orientalistik über Volks- und Völkerkunde zur Kultur- und Sozialanthropologie&amp;#039;&amp;#039;. Kment, Wien 2025, ISBN 978-3-903511-08-8, S. 56–60.&lt;br /&gt;
* Uwe Wolfradt; Lars Allolio-Näcke: Richard Thurnwalds Psychologie des primitiven Menschen aus 100 Jahren Abstand betrachtet. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Psychologische Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039;, 2024, 75 (1), S. 37–38.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118757431}}&lt;br /&gt;
* {{CPH}}&lt;br /&gt;
* [https://de.wikibooks.org/wiki/SoziologischeKlassiker/_Thurnwald,_Richard Soziologische Klassiker / Thurnwald, Richard]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee-625&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2., aktualisierte Auflage. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 625.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Znoj&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |abruf      = 2014-07-04&lt;br /&gt;
 |autor        = Heinzpeter Znoj&lt;br /&gt;
 |titel        = Geschichte der Sozial- und Kulturanthropologie. 5. Vorlesung: Die deutsche Völker- und Rassenkunde während der Nazi-Herrschaft&lt;br /&gt;
 |url          = http://www.anthro.unibe.ch/unibe/philhist/anthro/content/e297/e1386/e3808/e3810/linkliste3815/handout-3-05_ger.pdf&lt;br /&gt;
 |hrsg         = Institut für Sozialanthropologie, Universität Bern&lt;br /&gt;
 |seiten       = 1&lt;br /&gt;
 |format       = PDF; 226&amp;amp;nbsp;kB&lt;br /&gt;
 |kommentar    = 4&amp;amp;nbsp;Seiten; Unterlagen zur Vorlesung&lt;br /&gt;
 |archiv-url   = https://web.archive.org/web/20150923172423/http://www.anthro.unibe.ch/unibe/philhist/anthro/content/e297/e1386/e3808/e3810/linkliste3815/handout-3-05_ger.pdf&lt;br /&gt;
 |archiv-datum = 2015-09-23&lt;br /&gt;
 |offline      = ja&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Academic-Ventilsitte&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 | abruf = 2014-07-04&lt;br /&gt;
 | autor   = Lexikoneintrag&lt;br /&gt;
 | titel   = Ventilsitte&lt;br /&gt;
 | url     = http://universal_lexikon.deacademic.com/314751/Ventilsitte&lt;br /&gt;
 | werk    = Universal-Lexikon&lt;br /&gt;
 | hrsg    = Academic, Russland&lt;br /&gt;
 | datum   = 2012&lt;br /&gt;
 |kommentar= &lt;br /&gt;
 | zitat   = Ventilsitte: Bezeichnung für soziale Regeln, die der Neutralisierung gesellschaftlicher beziehungsweise gruppeninterner Spannungen und Aggressionen dienen, indem sie diese in institutionalisierte und damit kontrollierte Bahnen lenken (z.&amp;amp;nbsp;B. Kampfspiele, Prostitution, heute auch Sportveranstaltungen und Talkshows); die Bezeichnung geht auf [[Alfred Vierkandt|A&amp;amp;#91;lfred&amp;amp;#93; Vierkandt]] zurück. Literatur: A. Vierkandt: Sittlichkeit, in: Hwb. der Soziologie, hg. v. A. Vierkandt: (1931, Nachdr. 1959)&lt;br /&gt;
}}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lexikon-Ventilsitte&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 | abruf = 2014-07-04&lt;br /&gt;
 | autor   = Karin Claessens, Dieter Claessens &lt;br /&gt;
 | titel   = Ventilsitten&lt;br /&gt;
 | url     = http://socioweb.leuphana.de/lexikon/lex_soz/s_z/ventilsi.htm&lt;br /&gt;
 | werk    = Gesellschaft. Lexikon der Grundbegriffe&lt;br /&gt;
 | hrsg    = Rowohlt Taschenbuch Verlag&lt;br /&gt;
 | datum   = 1999-07-05&lt;br /&gt;
 |kommentar= &lt;br /&gt;
 | zitat   = als Ventilsitten dienen offiziell zugelassene oder organisierte Feste, um angestaute soziale Spannungen zu lösen, die die gesellschaftliche Ordnung stören könnten. Indem man für bestimmte Zeiten »die Zügel schießen ließ«, sollte von problematischen Herrschaftszuständen abgelenkt werden. So hatte bei uns der [[Karneval]] vor etwa 150 Jahren auch den latenten Charakter einer politischen Protestveranstaltung.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wörterbuch-Ventilsitte&amp;quot;&amp;gt;Vergleiche auch Justin Stagl: &amp;#039;&amp;#039;Ventilsitte.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Walter Hirschberg]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neues Wörterbuch der Völkerkunde.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1988, ISBN 3-496-00875-X, S. 230.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118757431|LCCN=n81053364|VIAF=27149253}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Thurnwald, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Freie Universität Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1869]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1954]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Thurnwald, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichisch-deutscher Ethnologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. September 1869&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Januar 1954&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Shaun92</name></author>
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