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	<title>Richard Swinburne - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hahnenkleer am 3. September 2025 um 11:50 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei: Richard Swinburne.jpg|mini|hochkant|Richard Swinburne (2009)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Swinburne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Dezember]] [[1934]]) ist ein [[Vereinigtes Königreich|britischer]] Religionsphilosoph und [[Emeritierung|emeritierter]] [[Professor]] für [[Religionsphilosophie]] an der [[Oxford University]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Swinburne studierte [[Philosophie]] und [[Theologie]] an der [[Oxford University]] und lehrte im Anschluss an den Universitäten von [[Oxford]], [[Leeds]], Hull und Keele. Von 1985 bis 2002 hatte er die Position des Nolloth Professor of the Philosophy of the Christian Religion der Oxford University inne. Ursprünglich [[Church of England|Anglikaner]], gehört er seit 1995 der [[Griechisch-orthodoxe Kirche|griechisch-orthodoxen]] Konfession an. 1992 wurde er zum Mitglied der [[British Academy]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.thebritishacademy.ac.uk/fellows/richard-swinburne-FBA/| titel=Fellows: Richard Swinburne| hrsg=British Academy| zugriff=2020-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
Seine wichtigsten Veröffentlichungen befassen sich mit Religionsphilosophie, einem Gebiet, in dem Swinburne als einer der bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts gilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Liste von Mehrteilern#Dreiteiler (Trilogie)|Trilogie]] &amp;#039;&amp;#039;The Coherence of Theism&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;The Existence of God&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Faith and Reason&amp;#039;&amp;#039; setzt er sich mit dem Problem der [[natürliche Theologie|natürlichen Theologie]] auseinander. Das erste Werk untersucht die Frage, ob die Aussage „[[Gott]] existiert“ widerspruchsfrei ist, das zweite, ob es Gründe gibt, sie für wahr zu halten, das dritte diskutiert die erkenntnistheoretische Stellung des [[Glaube (Religion)|Glaubens]] und dessen Verhältnis zur [[Vernunft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Liste von Mehrteilern#Vierteiler (Tetralogie)|Tetralogie]] aus &amp;#039;&amp;#039;The Evolution of the Soul&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Responsibility and Atonement&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Revelation&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;The Christian God&amp;#039;&amp;#039; argumentiert er für die Wahrheit der Inhalte der traditionellen [[Christentum|christlichen Religion]]; siehe dazu auch [[Apologetik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bei weitem bedeutendste seiner Werke ist &amp;#039;&amp;#039;The Existence of God&amp;#039;&amp;#039;. Swinburne wendet hier die Methode des induktiven Schließens auf die Frage der Existenz Gottes an. Dazu wird nicht mehr versucht zu [[Gottesbeweis|beweisen, dass Gott existiert]], sondern nur, dass seine [[Existenz]] wahrscheinlich sei. Laut Swinburne gibt es verschiedene [[Phänomen]]e in der Welt, die nach einer Erklärung verlangen (dass es [[Sein|eine]] [[Universum|Welt]] [[Urknall|gibt]], die [[Struktur des Kosmos|Ordnung]] der [[Feinabstimmung der Naturkonstanten|Welt]], [[Bewusstsein]] etc.), die aber nicht mit Methoden der (Natur-)[[Wissenschaft]] erklärt werden könnten. Stattdessen seien diese Phänomene besser erklärbar, wenn wir annehmen, dass sie auf Gott zurückgehen, denn Gott hätte jeweils gute Gründe, eine geordnete Welt und die diversen Phänomene zu erschaffen. Außerdem sei die Gottes-[[Hypothese]] sehr einfach, ein für Swinburne entscheidendes Kriterium für [[Wahrscheinlichkeit]]. Swinburne ist der Meinung, dass [[das Übel]] in der Welt zwar gegen die Existenz Gottes spreche (siehe auch [[Theodizee]]), aber nur in seinem Ausmaß, denn für Gott gebe es gute Gründe, Übel zuzulassen, z.&amp;amp;nbsp;B. dass nur so ein [[freier Wille]] möglich sei. Zusammengenommen machten diese Phänomene die Existenz deutlich wahrscheinlicher („significantly more probable“) als seine Nicht-Existenz.&amp;lt;ref&amp;gt;R. Swinburne: &amp;#039;&amp;#039;Is there a God?&amp;#039;&amp;#039;, 139.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu entwirft Swinburne ein [[Argument]] aus der religiösen Erfahrung, das besagt: Wenn wir von etwas eine Erfahrung haben, sollten wir annehmen, dass es existiert, solange keine Gründe dagegen sprechen und es nicht gänzlich unwahrscheinlich ist. Dass Gottes Existenz nicht gänzlich unwahrscheinlich sei, wurde gezeigt, also sollten wir unseren religiösen Erfahrungen trauen und annehmen, dass Gott existiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
An Swinburnes Vorgehen wurde vor allem kritisiert, dass es in vielen Fällen willkürlich sei, welche Wahrscheinlichkeiten wir für bestimmte Phänomene annehmen (etwa dass es ein [[Universum]] gibt, aber keinen Gott) und dass Einfachheit nicht mit Wahrscheinlichkeit gleichgesetzt werden sollte. Darüber hinaus setze Swinburne in seinem Werk an vielen Stellen moralische und ästhetische Annahmen als objektive Wahrheiten voraus (z.&amp;amp;nbsp;B. dass es gut sei, einen freien Willen zu haben, auch wenn dies Leid mit sich bringe), obwohl sie zumindest strittig seien. Sein Argument aus der religiösen Erfahrung wird oft als auf einer letztlich naiven Erkenntnistheorie basierend verworfen. Auch wird ihm vorgeworfen, sein streng rationalistisches Gottesbild werde den existenziellen Dimensionen und der lebensweltlichen Bedeutung der christlichen Religion nicht gerecht. Im &amp;#039;&amp;#039;Insights Magazine&amp;#039;&amp;#039;, einem Sprachrohr des Nationalkonzils der vereinten Kirche Australiens, wurde Swinburnes „präzise, mathematische Sprache“ thematisiert. Diese sei dazu geeignet, „einige von der Gültigkeit seines Arguments für den [[Dualismus]]“ zu überzeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.insights.uca.org.au/what-is-the-soul/ |titel=What is the soul? |werk=Insights Magazine |hrsg=National Council of the Uniting Church in Australia |datum=2020-10-06 |abruf=2020-10-26 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swinburne geriet unter scharfen öffentlichen Beschuss, nachdem er während einer TV-Diskussion mit [[Richard Dawkins]] und [[Peter Atkins (Chemiker)|Peter Atkins]] versuchte, die historische Tatsache der [[Holocaust|Shoa]] mit seiner Vorstellung eines liebenden Gottes in Einklang zu bringen, indem er darin eine den [[Juden]] gegebene Chance vermutete, sich als tapfer und nobel zu erweisen, woraufhin Atkins den Satz „mögen Sie in der Hölle verrotten“ erwiderte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.york.ac.uk/news-and-events/events/public-lectures/autumn-term-2013/religion-irrational/ |titel=&amp;quot;Religion is irrational and today&amp;#039;s society would be better off without it&amp;quot; |werk= |hrsg=University of York |datum=2013-10-15 |abruf=2020-10-26 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin warf Dawkins Swinburne in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Der Gotteswahn]]&amp;#039;&amp;#039; vor, er habe mit seiner Aussage „den Holocaust gerechtfertigt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jim Holt |url=https://www.nytimes.com/2006/10/22/books/review/Holt.t.html |titel=Beyond Belief |werk=New York Times |hrsg= |datum=2006-10-22 |abruf=2020-10-26 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dagegen wird argumentiert, dass Swinburne gerade nicht das Böse (und schon gar nicht den Holocaust) rechtfertige, sondern die Möglichkeit Gottes, das Böse zuzulassen. Während der Mensch aufgerufen ist, so sehr wie nur möglich das Böse zu verhindern und zu bekämpfen, darf allenfalls Gott es geschehen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eric Reitan |url=https://place.asburyseminary.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=2442&amp;amp;context=faithandphilosophy |titel=A Deontological Theodicy? Swinburne&amp;#039;s Lapse and the Problem of Moral Evil, S. 187 ff. |hrsg=Faith and Philosophy: Journal of the Society of Christian Faith and Philosophy |datum=2014-04-01 |abruf=2024-06-02 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Space and Time&amp;#039;&amp;#039;. London 1968&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Concept of Miracle&amp;#039;&amp;#039;. London 1971&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;An Introduction to Confirmation Theory&amp;#039;&amp;#039;. London 1973&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Coherence of Theism&amp;#039;&amp;#039;. Clarendon Press, Oxford 1977 (zweite Auflage 2016)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Existence of God&amp;#039;&amp;#039;. Clarendon Press, Oxford 1979 (zweite, erweiterte Auflage 2004)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Faith and Reason&amp;#039;&amp;#039;. Clarendon Press, Oxford 1981 (zweite, überarbeitete Auflage 2005)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Evolution of the Soul&amp;#039;&amp;#039; Clarendon Press, Oxford, 1986&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Responsibility and Atonement&amp;#039;&amp;#039; Clarendon Press, Oxford, 1989&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Revelation&amp;#039;&amp;#039; Clarendon Press, Oxford, 1991&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Christian God&amp;#039;&amp;#039; Clarendon Press, Oxford, 1994&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Is there a God?&amp;#039;&amp;#039;. Clarendon Press, Oxford 1996&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Providence and the Problem of Evil&amp;#039;&amp;#039;, Clarendon Press, Oxford 1998&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Epistemic justification&amp;#039;&amp;#039;, 2001&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Resurrection of God Incarnate&amp;#039;&amp;#039;. Clarendon Press, Oxford 2003&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Revelation: From Metaphor to Analogy&amp;#039;&amp;#039;, Oxford University Press, Oxford, 2007&lt;br /&gt;
* Was Jesus God? Oxford University Press (USA), 2010&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Are We Bodies or Souls?&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Oxford, 2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsche Veröffentlichungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Existenz Gottes&amp;#039;&amp;#039;, P. Reclam, Stuttgart 1987&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gibt es einen Gott?&amp;#039;&amp;#039; Ontos Verlag, Heusenstamm 2006&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Glaube und Vernunft&amp;#039;&amp;#039;, Echter Verlag, Würzburg 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Autobiographie ===&lt;br /&gt;
* Richard Swinburne: &amp;#039;&amp;#039;Intellectual Autobiography&amp;#039;&amp;#039;. In: A. Padgett (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Reason and the Christian Religion. Essays in honour of Richard Swinburne&amp;#039;&amp;#039;. Oxford 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119213877}}&lt;br /&gt;
* [https://users.ox.ac.uk/~orie0087/ Homepage von Richard Swinburne an der Oxford University]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119213877|LCCN=n/79/151444|VIAF=73872591|NDL=00458196}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Swinburne, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionsphilosoph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of Oxford)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor (Theologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur (Theologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der British Academy]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brite]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Swinburne, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=britischer Religionsphilosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Dezember 1934&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hahnenkleer</name></author>
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