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	<title>Richard Stahlmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Stahlmann&amp;diff=525873&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Koschi73: /* Weblinks */ Bezeichnung akt.</title>
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		<updated>2026-02-14T11:11:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Bezeichnung akt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Stahlmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Oktober]] [[1891]], als &amp;#039;&amp;#039;Artur Illner&amp;#039;&amp;#039;, in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]; † [[25. Dezember]] [[1974]] in [[Berlin]]) war ein Funktionär der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]/[[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] und stellvertretender Leiter des Auslandsnachrichtendienstes [[Institut für wirtschaftswissenschaftliche Forschung]] (IWF) der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der aus einer Handwerkerfamilie stammende Illner absolvierte eine Tischlerlehre. Nach Kriegsdienst und britischer Gefangenschaft war er 1919 Mitglied des Soldatenrats in Königsberg und wurde Mitglied der KPD. Er machte eine rasche Karriere als Parteifunktionär und im [[Militärpolitischer Apparat|militärpolitischen Apparat]] der Partei, seit 1923 im Militärischen Rat der KPD. 1924 emigrierte er in die [[Sowjetunion]], nahm dort die sowjetische Staatsbürgerschaft an und wurde Mitglied der [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|KPdSU]]. Nach weiterer militärpolitischer Ausbildung wurde er für einige Jahre als Agent der [[Kommunistische Internationale|Kommunistischen Internationale]] (Komintern) und als Mitarbeiter in der [[Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije|GRU]] eingesetzt. Damit verbunden waren Auslandseinsätze in Frankreich, England, China, den Niederlanden und in der Tschechoslowakei. 1931/1932 war er [[Kursant]] der [[Internationale Lenin-Schule|Internationalen Leninschule]] in Moskau und anschließend im illegalen Balkanbüro der Komintern in Berlin Sekretär von [[Georgi Dimitroff]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] kämpfte er als Bataillonskommandeur bei den [[Internationale Brigaden|Internationalen Brigaden]]. Seit dieser Zeit trug er den Kampfnamen &amp;#039;&amp;#039;Richard Stahlmann&amp;#039;&amp;#039;. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] leitete er von Schweden aus mit [[Herbert Wehner]] den kommunistischen Widerstand in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg übernahm er bei der SED militärpolitische und nachrichtendienstliche Aufgaben. Im Parteisekretariat baute er eine geheime Abteilung auf, die zunächst seinen Namen trug. Seit 1948 firmierte sie als Abteilung Verkehr VK. In der Parteiführung der SED gehörte die Abteilung VK zum Bereich von [[Hermann Matern]], Mitglied des Politbüros seit 1950. Mit dieser Abteilung organisierte Stahlmann unter anderem den illegalen Grenzverkehr zwischen SED und westdeutscher KPD einschließlich der Geldtransfers, organisierte bei Westreisen von [[Wilhelm Pieck]] und [[Otto Grotewohl]] deren Personenschutz. Im September 1952 wurde er als Nachfolger von [[Anton Ackermann]] für drei Monate amtierender Leiter des [[Institut für wirtschaftswissenschaftliche Forschung|Instituts für wirtschaftswissenschaftliche Forschung]] (IWF), des Vorläufers der [[Hauptverwaltung A]] des MfS. Ab Dezember 1952 war er unter [[Markus Wolf]] stellvertretender Leiter des Dienstes.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hauptverwaltung A (HV A). Aufgaben – Strukturen – Quellen&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;Anatomie der Staatssicherheit – MfS-Handbuch&amp;#039;&amp;#039;). Berlin 2013, S. 26. [https://web.archive.org/web/20210723144053/https://www.stasi-unterlagen-archiv.de/assets/bstu/de/Publikationen/HB_bstu_HV-A.pdf Online] (PDF; 3,2 MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1960 ging er als Oberst in den Ruhestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Friedrichsfelde Zentralfriedhof, Pergolenweg - Stahlmann, Richard 02.jpg|mini|Grabstein auf dem [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde]], Pergolenweg]]&lt;br /&gt;
Stahlmann wurde mit mehreren Orden ausgezeichnet, unter anderem 1954 mit dem [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] in Silber und 1966 mit dem [[Karl-Marx-Orden]]. Seine Urne wurde in der [[Gräberanlage Pergolenweg|Grabanlage &amp;#039;&amp;#039;Pergolenweg&amp;#039;&amp;#039;]] des Berliner [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde|Zentralfriedhofs Friedrichsfelde]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachleben ==&lt;br /&gt;
Stasiintern erschien 1986 in Leipzig die Schrift „Aus dem Leben eines Berufsrevolutionärs. Erinnerungen an Richard Stahlmann“, mit der Stahlmanns Verdienste um Partei und Staatssicherheitsdienst gewürdigt wurden. Mit dem Ende der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] wurde die Schrift öffentlich zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Peter Weiss]] gibt in der „[[Die Ästhetik des Widerstands|Ästhetik des Widerstands]]“ ein ausführliches Porträt Stahlmanns. [[Stefan Heym]] machte Richard Stahlmann zum Vorbild einer Figur seines in der DDR verbotenen Romans [[Collin (Roman)|Collin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ruth Seydewitz|Ruth]] und [[Max Seydewitz]] widmeten Stahlmann das Kapitel „Der Partisanen-Richard“ in ihrem 1984 erschienenen Buch &amp;#039;&amp;#039;Unvergessene Jahre&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruth und Max Sedyewitz: &amp;#039;&amp;#039;Unvergessene Jahre. Begegnungen.&amp;#039;&amp;#039; Buchverlag Der Morgen, Berlin 1984, S. 96–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Leben eines Berufsrevolutionärs. Erinnerungen an Richard Stahlmann.&amp;#039;&amp;#039; Offizin Andersen Nexö, Leipzig 1986.&lt;br /&gt;
* [[Jens Gieseke (Historiker)|Jens Gieseke]]: &amp;#039;&amp;#039;Richard Stahlmann.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Roger Engelmann]], [[Bernd Florath]], [[Helge Heidemeyer]], [[Daniela Münkel]], [[Arno Polzin]], [[Walter Süß (Historiker)|Walter Süß]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das MfS-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; 4. aktualisierte Auflage, Ch. Links, Berlin 2021, ISBN 978-3-96289-139-8, S. 317 f., [https://www.bundesarchiv.de/glossar/detail/stahlmann-richard-eigentlich-artur-illner/ Online-Version].&lt;br /&gt;
* [[Michael Kubina]]: &amp;#039;&amp;#039;„Was in dem einen Teil verwirklicht werden kann mit Hilfe der Roten Armee, wird im anderen Teil Kampffrage sein.“ Zum Aufbau des zentralen Westapparates der KPD/SED 1945–1959.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Manfred Wilke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Anatomie der Parteizentrale: Die KPD/SED auf dem Weg zur Macht.&amp;#039;&amp;#039; Akademie-Verlag, Berlin 1998, ISBN 978-3-05-003220-7.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Mensing (Jurist)|Wilhelm Mensing]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Ost und West – Kuriere und Schleuser im Dienst von KPD und SED.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat Ausgabe&amp;#039;&amp;#039;, 18/2005.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=richard-stahlmann|lemma=Stahlmann, Richard|autor=[[Michael F. Scholz]], Jens Gieseke|band=2|idNum=3356}}&lt;br /&gt;
* [[Matthias Uhl]]: &amp;#039;&amp;#039;Richard Stahlmann (1891–1974). Ein Handlanger der Weltrevolution im Geheimauftrag der SED.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dieter Krüger (Historiker)|Dieter Krüger]], [[Armin Wagner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Konspiration als Beruf. Deutsche Geheimdienstchefs im Kalten Krieg&amp;#039;&amp;#039;. Ch. Links, Berlin 2003, ISBN 3-86153-287-5, S, 84–110.&lt;br /&gt;
* [[Michael Uhl]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Internationalen Brigaden im Spiegel neuer Dokumente&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung|IWK]] Heft 4/1999, S. 486–518.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
|Hrsg=[[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]&lt;br /&gt;
| Titel=Deutsche Kommunisten&lt;br /&gt;
| TitelErg=Biographisches Handbuch 1918 bis 1945&lt;br /&gt;
| Auflage = Zweite, überarbeitete und stark erweiterte&lt;br /&gt;
| Verlag=[[Karl Dietz Verlag]]&lt;br /&gt;
| Ort=Berlin&lt;br /&gt;
| Datum=2008&lt;br /&gt;
| ISBN=978-3-320-02130-6&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* [[Markus Wolf]]: &amp;#039;&amp;#039;Spionagechef im geheimen Krieg: Erinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; Econ &amp;amp; List, München 1998, ISBN 3-612-26482-6.&lt;br /&gt;
* [[Erich Wollenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Apparat – Stalins fünfte Kolonne&amp;#039;&amp;#039; (Ost-Probleme, Nr. 19). Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen, Bonn, 12. Mai 1951 (mit Abbildungen von Albert Schreiner, Wilhelm Zaisser, Hans Kippenberger, &amp;#039;&amp;#039;Arthur Illner = Richard Stahlmann&amp;#039;&amp;#039;, Wilhelm Pieck, Walter Ulbrich, Richard Steimer, Franz Dahlem, General Vinzens Müller, Karl Maron, Heinz Hoffmann, Max Reimann, Ernst Wollweber, Karl Schirdewan, Erich Glückauf).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Markus Wolf |url=https://www.stasi-mediathek.de/medien/ansprache-von-markus-wolf-zur-premiere-eines-films-ueber-richard-stahlmann/ |titel=Ansprache zur Premiere eines Films über Richard Stahlmann |kommentar=mit Erinnerungen an Stahlmann und die Gründungszeit der HVA; auch als [https://media.stasi-mediathek.de/razuna/assets/2/FB10D5007F544826A3908C087434DA36/aud/430AC27AEDF24B14B10C080EC9232E9A/MfS_HVA_Tb_11_gruen.mp3 mp3-Datei], 38,3&amp;amp;nbsp;MB, 41:50 Minuten |werk=Stasi Mediathek des [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchivs]] – Stasi Unterlagen Archiv|datum=1981-10-14 |zugriff=2019-04-15 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12180366X|VIAF=64872654}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stahlmann, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberst des Ministeriums für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interbrigadist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Antimilitärischen Apparat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije, Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPdSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Karl-Marx-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Banners der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1974]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stahlmann, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Illner, Artur&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Funktionär der KPD/SED und stellvertretender Leiter des Außenpolitischen Nachrichtendienstes in der DDR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Oktober 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Dezember 1974&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Koschi73</name></author>
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