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	<title>Richard Seyfert - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T03:10:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Shaun92 am 21. Mai 2022 um 09:28 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:SeyfertRichard.jpg|mini|Richard Seyfert]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Richard Seyfert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. April]] [[1862]] in [[Dresden]]; † [[23. August]] [[1940]] ebenda) war ein deutscher Politiker ([[Nationalliberale Partei]], [[Deutsche Demokratische Partei|DDP]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nachdem er das [[Realgymnasium]] mit 14 Jahren verlassen hatte, besuchte Seyfert, der [[evangelisch]]en Glaubens war, ab 1876 das Lehrerseminar und wurde 1881 als Hilfslehrer eingestellt. 1884 wechselte er auf eine reguläre Lehrerstelle an die Knabenschule in [[Penig]] und wurde 1888 Schuldirektor in [[Zwickau]]. Von 1895 bis 1897 studierte er an der [[Universität Leipzig]] Philologie. Nach Abschluss des Studiums ging er wieder in den Schuldienst und wurde Schuldirektor in [[Oelsnitz/Vogtl.|Oelsnitz]] Neben seiner Lehrertätigkeit schrieb er eine Dissertation und wurde 1902 zum Doktor der Philosophie promoviert. 1903 wechselte er als Seminaroberlehrer nach [[Annaberg-Buchholz|Annaberg]], um schließlich 1908 Seminardirektor in [[Zschopau]] zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kaiserreich gehörte Seyfert der [[Nationalliberale Partei|Nationalliberalen Partei]] an. Im Gegensatz zu den meisten seiner Parteifreunde beteiligte er sich 1918 nicht an der Gründung der [[Deutsche Volkspartei|DVP]], sondern schloss sich der [[Deutsche Demokratische Partei|DDP]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seyfert war von 1908 bis 1918 [[Sächsischer Landtag (1831–1918)|Landtagsabgeordneter]] in [[Sachsen]]. 1918 war er kurzzeitig sächsischer Staatsminister. 1919/20 gehörte er der [[Weimarer Nationalversammlung]] an. Von 1920 bis 1929 war er erneut Landtagsabgeordneter in Sachsen. Im Juli 1919 war an den Verhandlungen zum [[Weimarer Schulkompromiss]] beteiligt. Vom 6. Oktober 1919 bis zum 13. Dezember 1920 war er unter den sozialdemokratischen Ministerpräsidenten [[Georg Gradnauer]] und [[Wilhelm Buck]] sächsischer Kultusminister. Er propagierte eine Angliederung der Volksschullehrerausbildung an die Universitäten. Er setzte sich als Vorsitzender des &amp;#039;&amp;#039;Vereins für werktätige Erziehung&amp;#039;&amp;#039; (ab 1922) für die Verbesserung des Werkunterrichts ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 bis zur Emeritierung 1930 wurde er Direktor des &amp;#039;&amp;#039;Pädagogischen Instituts&amp;#039;&amp;#039; der [[Technische Universität Dresden|Technischen Hochschule Dresden]], wo er seinen Plan einer akademischen Volksschul[[lehrerausbildung]] durchsetzen konnte. Sein Nachfolger wurde 1931 der zunächst parteilose, nach 1945 der FDP angehörige [[Paul Luchtenberg]]. Unmittelbar nach dem Machtantritt der [[Nationalsozialisten]] 1933 wurde Seyfert – genauso wie [[Victor Klemperer]], der am selben Institut lehrte – die Lehrbefugnis entzogen. Trotzdem stellte er am 9. Dezember 1933 den Antrag auf Aufnahme in die NSDAP.&amp;lt;ref&amp;gt;Keppeler-Schrimpf, Bildung ist nur möglich ..., S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seyfert galt als einer der führenden Theoretiker der [[Volksschule|Volksschulpädagogik]] des ausgehenden Kaiserreichs und der [[Weimarer Republik]], wobei er einen sozialintegrativen Ansatz vertrat. Nach ihm ist die &amp;#039;&amp;#039;Richard-Seyfert-Schule&amp;#039;&amp;#039; in [[Zwickau]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
1905 wurde Seyfert in die [[Freimaurerei|Freimaurerloge]] „Zum treuen Bruderherzen“ in Annaberg aufgenommen. 1922 wechselte er zur Dresdner Loge [[Zu den drei Schwertern und Asträa zur grünenden Raute|Zu den drei Schwertern]].&amp;lt;ref&amp;gt;Mitglieder-Verzeichnis der Loge Zu den Drei Schwertern und Asträa zur Grünenden Raute im Orient Dresden, 1927.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.schwerterloge.de/beruehmte-freimaurer/ &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schulpraxis. Methodik der Volksschule&amp;#039;&amp;#039;, [[G. J. Göschen’sche Verlagsbuchhandlung]], Leipzig 1900.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Naturbeobachtungen. Aufgabensammlung und Anweisung für planmäßige Naturbeobachtungen in der Volksschule&amp;#039;&amp;#039;, Ernst-Wunderlich-Verlag, Leipzig 1905.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Menschenkunde und Gesundheitslehre. Präparationen&amp;#039;&amp;#039;, Ernst-Wunderlich-Verlag, Leipzig 1908.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Volkserziehung. Kritiken und Vorschläge&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1910.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Heimat und das Prinzip der Unmittelbarkeit im Unterrichte&amp;#039;&amp;#039;, in: Jahrbuch der Pädagogischen Zentrale des Deutschen Lehrervereins, 1913, Seite 1–36.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Unterrichtslektion als Kunstform – Ratschläge und Proben für die Alltagsarbeit und für Lehrproben&amp;#039;&amp;#039;, Ernst-Wunderlich-Verlag, Leipzig 1920.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schulpraxis – Lehre vom Unterricht der Volksschule&amp;#039;&amp;#039;, [[Verlag Walter de Gruyter]], Leipzig 1921.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine praktische Bildungslehre. Handbuch der deutschen Lehrerbildung&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bände, Oldenbourg-Verlag, München 1930.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Lehrerbildung&amp;#039;&amp;#039;, 1930 (Hrsg. zusammen mit [[Alfred Baeumler]] und Oskar Vogelhuber)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lebensbuch eines Lernenden. Lebenserinnerungen&amp;#039;&amp;#039;, Ernst-Wunderlich-Verlag, Leipzig 1935.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arbeitskunde als Bildungsmittel zu Arbeitssinn und Arbeitsgemeinschaft&amp;#039;&amp;#039;, Ernst-Wunderlich-Verlag, 1940.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Janosch Förster: &amp;#039;&amp;#039;„Demokratie ist der große Gedanke, der den Volksstaat überhaupt trägt.“ Richard Seyfert als Politiker.&amp;#039;&amp;#039; In: Sebastian Elsbach, Marcel Böhles, Andreas Braune (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Demokratische Persönlichkeiten in der Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; Steiner, Stuttgart 2020 (Weimarer Schriften zur Republik; 13), ISBN 3-515-12799-2, S. 119–134.&lt;br /&gt;
* Jutta Frotscher: &amp;#039;&amp;#039;Richard Seyfert (1862–1940) – Nestor der akademischen Volksschullehrerausbildung in Sachsen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Johannes Rohrbeck]], Hans-Ulrich Wöhler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auf dem Weg zur Universität. Kulturwissenschaften in Dresden 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Thelem, Dresden 2001, ISBN 3-933592-28-3, S. 183–195.&lt;br /&gt;
* Helga Keppeler-Schrimpf: &amp;#039;&amp;#039;Bildung ist nur möglich auf der Grundlage des Volkstums. Eine Untersuchung zu Richard Seyferts volkstümlicher Bildungstheorie als volksschuleigene Bildungskonzeption.&amp;#039;&amp;#039; Lit Verlag, Münster 2005, ISBN 3-8258-6537-1.&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|294|295|Seyfert, Hermann Richard|Helga Keppeler-Schrimpf|118764896}}&lt;br /&gt;
* Janosch Pastewka: &amp;#039;&amp;#039;Koalitionen statt Klassenkampf. Der sächsische Landtag in der Weimarer Republik 1918–1933.&amp;#039;&amp;#039; Thorbecke, Ostfildern 2018, ISBN 3-7995-8462-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118764896}}&lt;br /&gt;
* {{SächsBib|GND=118764896}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118764896}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|118764896}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kultusminister Sachsen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118764896|LCCN=nr/98/6785|VIAF=13103256}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Seyfert, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Weimarer Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesminister (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Zweiten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Sächsischen Landtags (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NLP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1862]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1940]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Seyfert, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Seyfert, Hermann Richard&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (Nationalliberale Partei, DDP)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. April 1862&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. August 1940&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Shaun92</name></author>
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