<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Richard_Seifert</id>
	<title>Richard Seifert - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Richard_Seifert"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Seifert&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T05:24:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Seifert&amp;diff=1183178&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Balticbuchonia: Begriffsklärungsverweis angepasst</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Seifert&amp;diff=1183178&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2022-08-03T08:08:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Begriffsklärungsverweis angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}[[Datei:Richard Seifert ca1907.jpg|mini|hochkant|Richard Seifert (um 1907)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bruno Richard Seifert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Oktober]] [[1861]] in [[Schmorkau]], Oberlausitz; † [[25. Juni]] [[1919]] in [[Neucoswig]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;DNN&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Schuhmann, Mathias Bäumel |Titel=Ein klitzekleiner Eintrag im Friedhofsbuch. Chemiker Richard Seifert starb nicht in Dresden, sondern in Coswig |Sammelwerk=Dresdner Neueste Nachrichten |Datum=2011-08-29 |Seiten=16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fälschlicherweise wird regelmäßig Dresden als Sterbeort angegeben.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Chemiker]] sowie ab 1907 [[Generaldirektor]] (entsprechend heute [[Vorstandsvorsitzender]]) der [[Chemische Fabrik v. Heyden|Chemischen Fabrik v. Heyden]]. Seine Zeitgenossen gaben ihm den Beinamen „Chemiker von Gottes Gnaden“. Neben zahllosen anderen Produkten stammt von ihm die Rezeptur zu einem [[Mundwasser]], das sein Freund [[Karl August Lingner]] als [[Odol]] erfolgreich vermarktete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Richard Seifert erhielt seine Ausbildung von 1880 bis 1885 bei [[Rudolf Schmitt (Chemiker)|Rudolf Schmitt]], dem Leiter der chemischen Abteilung des [[Technische Universität Dresden|Königlich-Sächsischen Polytechnikums]] in [[Dresden]], dessen bekanntester Schüler er wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|23|241|242|Schmitt, Rudolf|Bernhard Sorms|116809426}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Schmitts Assistent war er wesentlich an der Entwicklung der [[Salicylsäure]]-Synthese beteiligt, was ihm am 1.&amp;amp;nbsp;Juni 1885 die Anstellung in der &amp;#039;&amp;#039;Salicylsäurefabrik von Heyden&amp;#039;&amp;#039; in Radebeul ermöglichte. Seine bahnbrechenden Arbeiten dort brachten ihm den Beinamen „Chemiker von Gottes Gnaden“&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3938460059| Seite=181}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So führte er mit dem Ergebnis der Ausbeuteverdopplung die von Rudolf Schmitt entwickelte Salicylsäure-[[Synthese (Chemie)|Synthese]] unter CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; in die betriebliche Arbeit ein, was dem Werk die Erschließung neuer Anwendungsgebiete ermöglichte. Seine Erfahrungen mit &amp;#039;&amp;#039;[[Salicylsäurephenylester|Salol&amp;lt;sup&amp;gt;®&amp;lt;/sup&amp;gt;]]&amp;#039;&amp;#039; wurden unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Salol-Prinzip&amp;#039;&amp;#039; zu einer Leitlinie der Arzneimittelforschung, darüber hinaus wurde &amp;#039;&amp;#039;Salol&amp;lt;sup&amp;gt;®&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; zu einem der wesentlichen Bestandteile der Rezeptur eines Mundwasser-Antiseptikums, das er 1892 nach mehrjähriger Forschungsarbeit seinem Freund Karl August Lingner zur Vermarktung überließ (&amp;#039;&amp;#039;Odol&amp;#039;&amp;#039;). Die von Seifert synthetisierten [[Bismut]]-Verbindungen &amp;#039;&amp;#039;Xeroform&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Noviform&amp;#039;&amp;#039; halfen, das vorherrschende [[Jodoform]] zu verdrängen. Eine von ihm patentierte Synthese von [[Benzoesäuresulfimid]] führte zu den Süßstoffen &amp;#039;&amp;#039;Zuckerin&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Crystallose&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1899 war er, zusammen mit dem späteren [[Kommerzienrat]] Robert Vorländer, Direktor der in [[Chemische Fabrik v. Heyden]] umbenannten Arbeitsstätte, eine Entwicklung, die auf der technischen Seite großenteils Seifert zu verdanken ist. Darüber hinaus baute Seifert weitere Fabriken auf. 1905 wurde ihm wegen seiner Leistungen der Professorentitel verliehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DNN&amp;quot; /&amp;gt; 1907 übernahm er von dem scheidenden [[Carl Kolbe (Chemiker)|Carl Kolbe]] den Generaldirektorposten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Seiferts Ägide wurde für das Hauptprodukt, die [[Acetylsalicylsäure]], 1897 der Markenname &amp;#039;&amp;#039;Acetylin&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/172902/DE Markenregister DE 172902, Wort-Bildmarke „Acetylin“ vom 20. Januar 1913; Marke gelöscht] Stand: „heute“&amp;lt;!-- wann genau war heute???--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; angemeldet. [[Bayer AG|Bayer]] versuchte 1899 vergeblich, sein &amp;#039;&amp;#039;Aspirin&amp;#039;&amp;#039; bzw. das Verfahren zur Herstellung patentieren zu lassen, lediglich der Markenname Aspirin ließ sich schützen. In Zusammenarbeit mit dem Chirurgen [[Benno Credé]] entwickelte das Unternehmen ein [[Silberkolloid]] zur Wundbehandlung und Desinfektion, dem der 1894 dazugekommene von Hößle zahlreiche weitere Kolloide folgen ließ. Wichtig waren darunter das Silberkolloid &amp;#039;&amp;#039;Collargol&amp;#039;&amp;#039; sowie Kolloide aus Quecksilber, Schwefel und Eisen, kommerziell sehr erfolgreich wurden die &amp;#039;&amp;#039;Bobinen&amp;#039;&amp;#039; genannten Goldmundstücke für Zigaretten. Wichtige Produkte zur [[Röntgen]]technik waren die &amp;#039;&amp;#039;Ossalschirme&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Azuraschirme&amp;#039;&amp;#039; sowie die &amp;#039;&amp;#039;Heyden-Folie&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Heyden-Kassette&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1899, als Seifert den Direktorenposten übernahm, wuchs die Chemische Fabrik v. Heyden von 600 Beschäftigten auf 1.500 im Jahr 1914.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Ersten Weltkriegs wurden neben dem Desinfektionsmittel &amp;#039;&amp;#039;Kreosotinkresol&amp;#039;&amp;#039; die zur Kunstlederherstellung geeigneten Weichmacher [[Triphenylphosphat]], [[Trikresylphosphat]] und [[Dikresylphosphat]] entwickelt und produziert. Auf der Basis des Trikresylphosphats entstand das weltweit erste [[Kunstleder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts lebte Seifert im eigenen Haus in der heutigen Wichernstraße 6b (&amp;#039;&amp;#039;[[Villa Marianne]]&amp;#039;&amp;#039;) in [[Radebeul]], 1911 ließ er sich zusammen mit dem Kaufmann Otto Walther die &amp;#039;&amp;#039;[[Villa Tautzschgenhof]]&amp;#039;&amp;#039; im Graue-Presse-Weg 62 auf der Hangkante zwischen [[Wahnsdorf]] und [[Oberlößnitz]] errichten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9783867290043| Seite=130}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch während des Ersten Weltkriegs musste der überarbeitete Seifert wegen „akuter Erschöpfung“ die Leitung der Fabrik abgeben. Seifert starb am 25. Juni 1919 kinderlos in der &amp;#039;&amp;#039;Nervenheilanstalt Lindenhof&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sanitätsrat Dr. med. Reginald H. Pierson: Zum 100. Todestag einer Coswiger Persönlichkeit von überregionaler Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039; Teil 3: &amp;#039;&amp;#039;Die Heilanstalt „Lindenhof“ – Piersons Vermächtis.&amp;#039;&amp;#039; ({{Toter Link|url=http://www.coswig.de/stadtverwaltung/stadtarchiv/060921/stadtarchiv060921_2.htm|text=coswig.de}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; (heute &amp;#039;&amp;#039;Fachkrankenhaus Coswig&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.historisches-coswig.de/index.php?id=324 Fachkrankenhaus Coswig]&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Neucoswig]], welches heute zu [[Coswig (Sachsen)|Coswig]] gehört. Ursache war eine Darmentzündung. Seifert wurde im elterlichen Grab auf dem [[Alter Annenfriedhof|Alten Annenfriedhof]] in [[Dresden]] beerdigt. Das Grab ist seit längerem beräumt, lediglich ein Eintrag im Friedhofsbuch existiert noch zu Richard Seifert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DNN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel der GDCh am Hause Meißner Straße 35 in Radebeul.png|mini|hochkant|Gedenktafel der GDCh an der Chemischen Fabrik v. Heyden, Meißner Straße 35 in Radebeul]]&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Oktober 2012 ist die ehemalige Salicylsäurefabrik und spätere [[Chemische Fabrik v. Heyden|Chemische Fabrik Dr. F. von Heyden]] eine der [[Historische Stätten der Chemie|Historischen Stätten der Chemie]], ausgezeichnet durch die [[Gesellschaft Deutscher Chemiker]] (GDCh) im Rahmen eines Festakts mit einer Gedenktafel am Hauptgebäude in Radebeul. Diese erinnert an das Wirken von [[Friedrich von Heyden (Chemiker)|Jacob Friedrich von Heyden]], [[Hermann Kolbe|Adolf Wilhelm Hermann Kolbe]], [[Rudolf Schmitt (Chemiker)|Rudolf Wilhelm Schmitt]], Bruno Richard Seifert und [[Richard Müller (Chemiker)|Richard Gustav Müller]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3938460059}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Andreas Schuhmann, Bernhard Sorms |Hrsg=AWD.pharma GmbH &amp;amp; Co. KG |Titel=Geschichte des Arzneimittelwerkes Dresden |Ort=Dresden |Datum=2002}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://fotothek.slub-dresden.de/fotos/df/hauptkatalog/0025000/df_hauptkatalog_0025978.jpg Foto von Richard Seifert] bei der [[Deutsche Fotothek|Deutschen Fotothek]]&lt;br /&gt;
* [http://www.arevipharma.com/geschichte_chemische_fabrik_von_heyden_kapitel8.html Wirken von Richard Seifert in der Chemischen Fabrik von Heyden] bei Arevipharma, Nachfolger der [[Chemische Fabrik von Heyden|Chemischen Fabrik von Heyden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=143437909|VIAF=168231904}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Seifert, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manager]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenprofessor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1861]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Seifert, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Seifert, Bruno Richard (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chemiker und Unternehmensleiter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Oktober 1861&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schmorkau]], Oberlausitz&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Juni 1919&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Neucoswig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Balticbuchonia</name></author>
	</entry>
</feed>