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	<title>Richard Schmid - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Richard-Schmid-Preis */ Tippfehler entfernt</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Richard-Schmid-Preis: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Schmid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. März]] [[1899]] in [[Sulz am Neckar]]; † [[1. Januar]] [[1986]] in [[Stuttgart]]) war ein deutscher Jurist, [[Politiker]] ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]) und [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus]]. Er war von 1945 bis 1953 [[Generalstaatsanwalt]] des Landes [[Württemberg-Baden]] sowie von 1953 bis 1964 Präsident des [[Oberlandesgericht Stuttgart|Oberlandesgerichts Stuttgart]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Richard Schmid wurde als dritter von vier Brüdern in Sulz geboren. Die Eltern, Michael Schmid und Klara geb. Dolmetsch, waren dort Besitzer einer Mühle. Sein ältester Bruder war der Literat, Heimatdichter und [[Ehrenbürger]] von Sulz [[Paul Schmid (Schriftsteller)|Paul Schmid]]. Sein zweitältester Bruder Arthur fiel im Ersten Weltkrieg in der [[Schlacht an der Somme]] als 18-jähriger [[Kriegsfreiwilliger]]. Sein jüngster Bruder Walter studierte nach dem Krieg in Tübingen Jura und war [[Bürgermeister]] von Sulz. Schmid studierte nach dem Abitur und kurzer Kriegsteilnahme 1918 [[Rechtswissenschaft|Jura]] an den Universitäten [[Universität Tübingen|Tübingen]], [[Universität Freiburg im Breisgau|Freiburg]] und [[Universität München|München]] und wurde 1923 zum [[Dr. jur.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Nach einem [[Referendariat]] am Amtsgericht Stuttgart war er ab 1925 als Anwalt tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|„Machtübertragung“]] an die Nationalsozialisten kooperierte der vorher linksliberal orientierte Schmid mit verschiedenen sozialistischen Gruppen. Als Anwalt verteidigte er Mitglieder von [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] und [[Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (1931)|SAPD]] und unterhielt auch Kontakte zu den illegalen Organisationen von SPD, [[Internationaler Sozialistischer Kampfbund|ISK]] und [[Kommunistische Partei-Opposition|KPO]] im südwestdeutschen Raum. Ohne selbst formal Mitglied der Partei zu sein, reorganisierte er 1934 die nach ersten Repressionsmaßnahmen übriggebliebenen SAPD-Strukturen in Württemberg. Seine Geschäftsreisen zwischen 1933 und 1938 führten ihn vor allem in die Schweiz, aber auch nach Frankreich, Dänemark und in die Sowjetunion. Diese Auslandsaufenthalte nutzte der unter dem Decknamen &amp;#039;&amp;#039;Dr. Wägele&amp;#039;&amp;#039; reisende Schmid, um sich unter anderem mit den SAPD-Politikern [[Walter Fabian]] und [[Jacob Walcher]] und dem KPO-Vorsitzenden [[August Thalheimer]] zu treffen und Nachrichten zu überbringen. Im November 1938 wurde Schmid im Rahmen der Zerschlagung der südwestdeutschen SAPD-Strukturen verhaftet, saß lange in Untersuchungshaft und wurde 1940 vom [[Volksgerichtshof]] unter dem Vorwurf der [[Hochverrat|Vorbereitung zum Hochverrat]] zu drei Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt. Nach Ende seiner Haftzeit im Jahr 1941 war er als Landarbeiter tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] arbeitete Schmid am Aufbau der SPD in Württemberg mit. Beruflich war er von 1945 bis 1953 als Generalstaatsanwalt des Landes [[Württemberg-Baden]] tätig. Im Juli 1953 ernannte ihn [[Ministerpräsident]] [[Reinhold Maier]] zum [[Staatssekretär]] im Justizministerium, das Maier nach dem Rücktritt von Justizminister [[Viktor Renner]] selbst anführte. Schmid war somit zwar kein Minister, aber de facto Leiter des Ministeriums. Bereits im September verzichtete Schmid auf sein Amt, nachdem er Präsident des [[Oberlandesgericht Stuttgart|Oberlandesgerichts Stuttgart]] wurde und bis zu seinem Ruhestand 1964 blieb. 1968 trat Schmid nach der Verabschiedung der [[Deutsche Notstandsgesetze|Notstandsgesetze]] aus der SPD aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 wurde Schmid vom [[Liste der Justizminister von Baden-Württemberg|baden-württembergischen Justizminister]] [[Wolfgang Haußmann]] gemeinsam mit [[Hans Neidhard]] und [[Max Silberstein]] in eine Dreierkommission berufen, die Vorwürfe gegen Richter und Staatsanwälte untersuchte, die als Mitglieder von [[Sondergericht]]en oder in ähnlicher Funktion an [[Nationalsozialismus|NS]]-Unrecht mitgewirkt hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Marc von Miquel, &amp;#039;&amp;#039;Ahnden oder amnestieren ?&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2004, S. 71&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ns-akteure-in-tuebingen.de/biografien/polizei-justiz-ss/fritz-sperrhake-paul-bodenstein-und-ewald-schwarwiess |titel=Fritz Sperrhake, Paul Bodenstein und Ewald Scharwiess |werk=ns-akteure-in-tuebingen.de |abruf=2024-05-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kulturjoker.de/das-wirken-der-ns-justiz-in-freiburg-im-gespraech-mit-dr-thomas-kummle-praesident-des-amtsgerichts-a-d/ |titel=Das Wirken der NS-Justiz in Freiburg: Im Gespräch mit Dr. Thomas Kummle, Präsident des Amtsgerichts a.&amp;amp;nbsp;D. |werk=kulturjoker.de |datum=2024-02-24 |abruf=2024-05-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmid war seit 1942 verheiratet mit Trudel geb. Banholzer und hatte eine Tochter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schrieb zahlreiche Artikel und Abhandlungen über juristische Themen. Richard Schmid hat darauf hingewiesen, dass der Richter nur dann eine Chance zur Unabhängigkeit hat, wenn er sich seiner Abhängigkeit bewusst ist. Hat der Richter nicht seine wahre Abhängigkeit vom Volk, in dessen Namen er entscheidet, vor Augen, so wird er nachlässig und schließlich blind gegenüber seiner Abhängigkeit von der Politik. Für sein literarisches Werk zum Thema Freiheit und Terror erhielt er 1978 den [[Schubart-Literaturpreis]] der Stadt Aalen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richard-Schmid-Preis ==&lt;br /&gt;
2012 lobte das &amp;#039;&amp;#039;Forum Justizgeschichte&amp;#039;&amp;#039; erstmals den mit 3000 Euro dotierten Richard-Schmid-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der juristischen Zeitgeschichte aus. Die Preisverleihung erfolgt alle zwei Jahre. Die Preisträger 2012 waren Christoph Jahr für sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Antisemitismus vor Gericht&amp;#039;&amp;#039; und [[Hans-Christian Jasch]] für eine Studie über den NS-Juristen [[Wilhelm Stuckart]]. Der Preisträger 2014 ist Maximilian Becker für sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Mitstreiter im Volkstumskampf. Deutsche Justiz in den eingegliederten Ostgebieten 1939–1945&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.forumjustizgeschichte.de/Richard-Schmid.355.0.html |wayback=20120909015043 |text=&amp;#039;&amp;#039;Richard-Schmid-Preis&amp;#039;&amp;#039;}} beim Forum Justizgeschichte (Abgerufen am 13. November 2015).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2016 sind Wolfgang Form, [[Theo Schiller]] und Lothar Seitz für das von ihnen gemeinsam herausgegebene Buch &amp;#039;&amp;#039;NS-Justiz in Hessen. Verfolgung – Kontinuität – Erbe&amp;#039;&amp;#039; ausgezeichnet worden. 2018 erhielt [[Josef Foschepoth]] den Preis für sein Werk &amp;#039;&amp;#039;Verfassungswidrig! Das KPD-Verbot im Kalten Bürgerkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Dr. Katharina Stengel erhielt für ihr Buch &amp;#039;&amp;#039;Die Überlebenden vor Gericht. Auschwitz-Häftlinge als Zeugen in NS-Prozessen (1950–1976)&amp;#039;&amp;#039; den Richard-Schmid-Preis 2024.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.forumjustizgeschichte.de/verleihung-des-richard-schmid-preises/ |titel=Verleihung des Richard-Schmid-Preises, 15. September 2018, Villa ten Hompel, Münster |datum=2018-08-28 |abruf=2021-01-20 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Kein Beruf sollte so sehr wie der Richter sich vom standesgemäßen Denken lösen; von den Gruppeninteressen zwischen denen er häufig zu entscheiden hat, muß er innerlich unabhängig werden, und er darf die Fähigkeit nicht verlieren, sich in die Lage aller Menschen zu versetzen, mit denn er zu tun hat.&lt;br /&gt;
 |Autor=Richard Schmid&lt;br /&gt;
 |Quelle= In: &amp;#039;&amp;#039;Einwände&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Schmid: &amp;#039;&amp;#039;Einwände. Kritik an Gesetzen und Gerichten.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1965, S. 243.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einwände. Kritik an Gesetzen und Gerichten&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1965.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Streik und Aussperrung&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1965.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Justiz in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;. Pfullingen 1967.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unser aller Grundgesetz? Praxis u. Kritik&amp;#039;&amp;#039;. S. Fischer, Frankfurt am Main 1971, ISBN 3-10-070901-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aussperrung, Recht oder Unrecht?&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1972.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Unbehagen an der Justiz&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 1975, ISBN 3-406-04923-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Letzter Unwille&amp;#039;&amp;#039;. Edition Cordeliers, Stuttgart 1984, ISBN 3-922836-28-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans-Ernst Böttcher: &amp;#039;&amp;#039;Recht, Justiz, Kritik: Festschrift für Richard Schmid zum 85. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Nomos, Baden-Baden 1985, ISBN 3-7890-1092-8.&lt;br /&gt;
* ders.: &amp;#039;&amp;#039;Richard Schmid (1899-1986), Recht für die Menschen, nicht für den Staat&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;[[Kritische Justiz]]&amp;#039;&amp;#039; (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Streitbare Juristen. Eine andere Tradition.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, Baden-Baden 1988, ISBN 3-7890-1580-6, S. 487 ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{SUDOC|080602401}}&lt;br /&gt;
* Volker Friedrich Drecktrah: [https://www.forumjustizgeschichte.de/richard-schmid-preis/ueber-richard-schmid/ Über Richard Schmid] beim Forum Justizgeschichte&lt;br /&gt;
* Biografie von Richard Schmid auf leobw, Landeskundliches Informationssystem Baden-Württemberg: [http://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/kgl_biographien/118759582/biografie Biografie Richard Schmid]&lt;br /&gt;
* Online-Findbuch [[Landesarchiv Baden-Württemberg]], [[Hauptstaatsarchiv Stuttgart]], [http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-3067 Q 1/40 Richard Schmid]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118759582|LCCN=n/85/59198|VIAF=57410325}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schmid, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Justizminister (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident des Oberlandesgerichts Stuttgart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1986]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Sulz am Neckar)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schmid, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Dr. Wägele (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Politiker und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. März 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sulz am Neckar]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Januar 1986&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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