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	<title>Richard Schirrmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T03:46:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Schirrmann&amp;diff=132538&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: Vorlagen-fix (Commonscat)</title>
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		<updated>2026-04-10T08:08:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlagen-fix (Commonscat)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Altena - Richard-Schirrmann-Denkmal 02 ies.jpg|mini|Richard-Schirrmann-Denkmal in [[Altena]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Ernst Otto Schirrmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Mai]] [[1874]] in [[Gronówko (Braniewo)|Grunenfeld]], [[Kreis Heiligenbeil]], [[Ostpreußen]]; † [[14. Dezember]] [[1961]] in [[Grävenwiesbach]]) war ein deutscher Pädagoge. Er begründete das [[Deutsches Jugendherbergswerk|Deutsche Jugendherbergswerk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Richard Schirrmann wurde als Sohn eines Lehrers geboren. 1895 bestand er sein Staatsexamen und wurde selbst Lehrer. Zunächst unterrichtete er an einer Volksschule in [[Gelsenkirchen]]. Wegen des schlechten Wohnumfeldes der Schüler in dieser Industriestadt unternahm er mit ihnen häufig Wanderungen. Dies führte zu Problemen mit der Schulaufsicht. Man warf ihm vor, den normalen Unterricht zu Gunsten der Wandertage zu vernachlässigen. Deshalb wurde er 1903 nach [[Altena]] im [[Sauerland]] versetzt, wo er Mitglied des [[Sauerländischer Gebirgsverein|Sauerländischen Gebirgsvereins]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugendherbergsinitiative ===&lt;br /&gt;
Ab 1900 war er im [[Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine|Verband Deutscher Touristenvereine]] maßgeblich an der Schaffung eines Unterkunftsnetzes für Wanderer und Jugendgruppen beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutscher Wanderverband (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;125 Jahre Wandern und mehr.&amp;#039;&amp;#039; Michael Imhof Verlag, Petersberg 2008, ISBN 978-3-86568-221-5, S. 22f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Altena - Richard-Schirrmann-Realschule 04 ies.jpg|mini|Gedenktafel an der Richard-Schirrmann-Realschule in Altena]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Richard Schirrmann.jpg|mini|Das Grab von Richard Schirrmann und seiner Ehefrau Elisabeth geborene Borbeck auf dem evangelisch-lutherischen Friedhof Mühlendorf in Altena]]&lt;br /&gt;
1907 richtete Schirrmann eine erste [[Jugendherberge]] in der alten Netter Schule in der Nettestraße in Altena ein. Bei einer mehrtägigen Wanderung mit seinen Schülern, bei der die Gruppe während eines Unwetters mangels Alternativen spontan ein Behelfsquartier in der Dorfschule in [[Bröl (Hennef)]] einrichten musste, entwickelte Schirrmann am 26. August 1909&amp;lt;!--http://www.jugendherberge.de/de/ueberuns/1909bisheute/1909/--&amp;gt; die Idee eines flächendeckenden Netzwerkes derartiger Jugendherbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 verfasste er einen Beitrag für die &amp;#039;&amp;#039;[[Kölnische Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, in dem er seine Ziele darlegte. Bald darauf erfuhr er mannigfache Unterstützung, unter anderem in Form von Spenden, und gewann mit dem Fabrikanten [[Wilhelm Münker]] einen engagierten Mitstreiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 zog die erste Jugendherberge in die [[Burg Altena]] um. Zur Gewährleistung eines dauerhaften Betriebes wurde Schirrmann dort auch der erste &amp;#039;&amp;#039;Herbergsvater&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dw.com/de/100-jahre-jugendherbergen/a-3967713 |titel=Jubiläum |hrsg=Deutsche Welle |datum=2009-08-27 |sprache=de |abruf=2025-06-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung des Reichsjugendherbergsverbandes 1919 ließ er sich 1922 vom Schuldienst beurlauben, um sich ganz auf seine neue Aufgabe konzentrieren zu können. Nach der [[Machtergreifung]] der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] wurde er im September 1933 Unterbannführer in der [[Hitlerjugend]] (HJ), ab März 1934 auch Mitglied des [[Nationalsozialistischer Lehrerbund|NS-Lehrerbunds]]. Am 14. Juli 1936 wurde er wegen „schwerer Disziplinlosigkeit und HJ-schädigenden Verhaltens“ aus der HJ ausgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strassennamen&amp;quot;&amp;gt;[http://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/pdf/strassennamenbericht.pdf &amp;#039;&amp;#039;Straßennamen Wiens seit 1860 als „Politische Erinnerungsorte“.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 4,2&amp;amp;nbsp;MB) Forschungsprojektendbericht, Wien, Juli 2013, S. 238.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schirrmann richtete zwischen 1938 und 1945 verschiedene Beitrittsgesuche an die [[NSDAP]], die allerdings abgelehnt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ulrich Linse |url=http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2015-3-090 |titel=E. Kraus: Das Deutsche Jugendherbergswerk |werk=H-Soz-Kult |sprache=de |abruf=2025-06-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso kritisierte er am Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft die fehlende Ausrichtung der NS-Jugendpolitik auf Wandern und Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933–1936 war er Vorsitzender des [[Hostelling International|Internationalen Jugendherbergsverbands]] (IYHF). 1948 machte er sich gemeinsam mit Münker an den Wiederaufbau des Jugendherbergswerks in Deutschland wie auch auf internationaler Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schirrmann gelang es, die Städte und Gemeinden in den Aufbau und die Finanzierung der von ihm geplanten Herbergen einzubinden und so der Organisation Kontinuität zu sichern. Generationen von Schülern und Lehrern verbinden das Erlebnis [[Schulfahrt|Klassenfahrt]] mit dem Aufenthalt in einer Jugendherberge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Bildarchiv Westfalen]] des LWL-Medienzentrums bewahrt den fotografischen Nachlass Richard Schirrmanns, sein schriftlicher Nachlass liegt größtenteils noch im Privatmuseum seiner Tochter Gudrun in Grävenwiesbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen/Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Seine Arbeit wurde 1952 mit der Verleihung des [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großen Verdienstkreuzes]] der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt. Außerdem ernannten ihn die Stadt Altena und die Gemeinde Grävenwiesbach zum Ehrenbürger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sauerländische Gebirgsverein benannte einen seiner Hauptwanderwege &amp;#039;&amp;#039;[[Richard-Schirrmann-Weg]]&amp;#039;&amp;#039;. Im Jahr 1971 wurde in Wien-[[Donaustadt]] (22. Bezirk) die &amp;#039;&amp;#039;Schirrmanngasse&amp;#039;&amp;#039; und im Jahr 2008 in [[Stuttgart]] eine [[Stuttgarter Stäffele|Staffel]] &amp;#039;&amp;#039;Richard-Schirrmann-Staffel&amp;#039;&amp;#039; nach ihm benannt. Die Benennung der Staffel in Stuttgart wurde jedoch wegen der Rolle von Richard Schirrmann im „Dritten Reich“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.jugendherberge.de/de/ueberuns/1909bisheute/1933/index.jsp |titel=1933: &amp;quot;Reichsverband für deutsche Jugendherbergen&amp;quot; wird der Hitlerjugend unterstellt |hrsg=Deutsches Jugendherbergswerk |sprache=de |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120626035118/http://www.jugendherberge.de/de/ueberuns/1909bisheute/1933/index.jsp |archiv-datum=2012-06-26 |abruf=2025-06-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; im Jahr 2010 rückgängig gemacht. Die Staffel zwischen Kerner- und Schützenstraße wurde in &amp;#039;&amp;#039;Paul-Löbe-Staffel&amp;#039;&amp;#039; umbenannt. Weitere Straßen (z. B. in Titisee-Neustadt, Mainz, Montabaur, Gießen, Lünen, Landshut, Wetzlar, Münster, Bischofsheim) sowie Schulen (z. B. in Hennef, Siegburg, Berlin, Altena, Hoisten, Essen) wurden ebenfalls zu seinen Ehren nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|23|13|15|Schirrmann, Richard Ernst Otto|[[Michael Buddrus]]|118755196}}&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Reulecke]]/Barbara Stambolis (Hrsg.): 100 Jahre Jugendherbergen 1909–2009. Anfänge – Wandlungen – Rück- und Ausblicke. Klartext, Essen 2009&lt;br /&gt;
* Eva Kraus: &amp;#039;&amp;#039;Das Deutsche Jugendherbergswerk 1909–1933. Programm – Personen – Gleichschaltung.&amp;#039;&amp;#039; Pro Business, Berlin 2013, ISBN 978-3-86386-488-0.&lt;br /&gt;
* [[Markus Köster]]: &amp;#039;&amp;#039;Mit der Kamera an die Front – Der Erste Weltkrieg in Fotografien von Richard Schirrmann.&amp;#039;&amp;#039; In: [http://www.sauerlaender-heimatbund.de/Sauerland_2014_1.pdf &amp;#039;&amp;#039;Sauerland. Zeitschrift des Sauerländer Heimatbundes.&amp;#039;&amp;#039; 1/2014], S. 5–8.&lt;br /&gt;
* Duncan M Simpson: &amp;#039;&amp;#039;Richard Schirrmann: The man who invented youth hostels&amp;#039;&amp;#039;, Derbyshire 2017&lt;br /&gt;
* Markus Köster: &amp;#039;&amp;#039;Zwei Wanderer zwischen vier politischen Welten. Richard Schirrmann, Wilhelm Münker und ihr Jugendherbergswerk.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte im Westen&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 38 (2023), S. 157–175.&lt;br /&gt;
* [[Christiane Cantauw]]/[[Markus Köster]]/Stephan Sagurna: &amp;#039;&amp;#039;Wanderwelten. Jugend und Jugendherbergen in Fotografien der Sammlung Richard Schirrmann&amp;#039;&amp;#039;. Tecklenburg, Steinfurt 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118755196}}&lt;br /&gt;
* [http://www.jugendherberge.de/de/ueberuns/1909bisheute/1909/index.jsp Geschichtlichem Rückblick auf der Seite des Deutschen Jugendherbergswerkes]&lt;br /&gt;
* [http://www.lwl.org/marsLWL/open.jsp?action=search&amp;amp;query=richard+schirrmann&amp;amp; Bilder aus dem Fotonachlass Richard Schirrmanns] im [[Bildarchiv des LWL-Medienzentrums für Westfalen]]&lt;br /&gt;
* [http://www.museum-digital.de/westfalen/index.php?t=objekt&amp;amp;oges=141 Objektportal museum-digital: westfalen: &amp;#039;&amp;#039;Büste Richard Schirrmann, Begründer des Jugendherbergwesens&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118755196|NDL=00621446|VIAF=59879629}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schirrmann, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Hitlerjugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Altena)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Sauerländischer Gebirgsverein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1874]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1961]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schirrmann, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schirrmann, Richard Ernst Otto&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pädagoge, Gründer des Deutschen Jugendherbergswerkes&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Mai 1874&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gronówko (Braniewo)|Grunenfeld]], [[Landkreis Heiligenbeil]], [[Ostpreußen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Dezember 1961&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Grävenwiesbach]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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