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	<title>Richard Reitzenstein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Reitzenstein&amp;diff=1189664&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;John Red: Ergänzungen</title>
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		<updated>2025-12-21T08:18:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard August Reitzenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. April]] [[1861]] in [[Breslau]]; † [[23. März]] [[1931]] in [[Göttingen]]) war ein deutscher [[Klassische Philologie|klassischer Philologe]] und [[Religionsgeschichte|Religionshistoriker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Reitzenstein war bis zu seinem Abitur im Jahre 1879 Schüler des [[Maria-Magdalenen-Gymnasium]]s in Breslau. Anschließend studierte er in [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] bei [[Theodor Mommsen]] und wurde 1884 bei [[Johannes Vahlen]] mit einer quellenkritischen Studie über verschollene Autoren bei [[Marcus Porcius Cato der Ältere|Cato]] und [[Lucius Iunius Moderatus Columella|Columella]] promoviert. Anschließend arbeitete er im Auftrag Mommsens lange Zeit in italienischen Bibliotheken. Am 24. Februar 1888 [[Habilitation|habilitierte]] sich Reitzenstein in [[Universität Breslau|Breslau]] mit einer Studie über Detailprobleme der Überlieferung des Alexanderfeldzuges bei [[Arrian]]. 1889 wurde er außerordentlicher Professor für klassische Philologie in [[Universität Rostock|Rostock]]. Von 1892 bis 1893 war Reitzenstein Ordinarius in [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Gießen]] und wechselte dann nach [[Universität Straßburg|Straßburg]]. Die Begegnung mit den dortigen Repräsentanten historisch-kritischer Exegese sowie die Bekanntschaft mit dem Ägyptologen [[Wilhelm Spiegelberg]], den Reitzenstein 1898 auf eine Studien- und Forschungsreise begleitet und deren Papyrusfunde den Grundstock zu Reitzensteins Straßburger Handschriftensammlung bildet, regten Reitzenstein zur Auseinandersetzung mit religionsgeschichtlichen Fragen an. 1911 wurde er nach [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg im Breisgau]] und 1914 als Nachfolger von [[Friedrich Leo]] nach [[Georg-August-Universität Göttingen|Göttingen]] berufen. Dort wurde er als Vertreter der [[Religionsgeschichtliche Schule|Religionsgeschichtlichen Schule]] bahnbrechend, obwohl er sich in dieser Zeit kaum mehr zu religionsgeschichtlichen Themen, sondern fast ausschließlich mit lateinischen Autoren beschäftigte. 1928 wurde Reitzenstein emeritiert. Sein Nachfolger auf dem Lehrstuhl wurde [[Eduard Fraenkel]]. Nach seinem Tod widmeten ihm seine Schüler zu seinem 70. Geburtstag am 2. April 1931 eine Festschrift, die von Eduard Fraenkel und [[Hermann Fränkel]] herausgegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1890 war Richard Reitzenstein mit Antonie Keil (1864–1934) verheiratet. Das Paar hatte eine Tochter und zwei Söhne: Den Bibliothekar Richard Reitzenstein (1894–1982) und den Altphilologen [[Erich Reitzenstein]] (1897–1976).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reitzenstein war Ehrenmitglied der &amp;#039;&amp;#039;Philologisch-Historischen Verbindung Gießen&amp;#039;&amp;#039; und des &amp;#039;&amp;#039;Klassisch-Philologischen Vereins Freiburg&amp;#039;&amp;#039; im [[Deutscher Wissenschafter-Verband|Naumburger Kartellverband]].&amp;lt;ref&amp;gt;M. Göbel, A. Kiock, Richard Eckert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Alten Herren und Ehrenmitglieder des Naumburger Kartell-Verbandes Klassisch-Philologischer Vereine an deutschen Hochschulen&amp;#039;&amp;#039;, A. Favorke, Breslau 1913, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1904 wurde er zum korrespondierenden und 1914 zum ordentlichen Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://adw-goe.de/mitglieder/personendetails/person/richard-august-reitzenstein/| titel=Mitglieder: Richard August Reitzenstein| hrsg=Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen| zugriff=2025-12-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen ==&lt;br /&gt;
Die Bedeutung Reitzensteins liegt vor allem in der Fruchtbarmachung der hellenistischen [[Mysterienkult|Mysterienreligionen]] für die neutestamentliche [[Exegese]] und der Erforschung des antiken [[Synkretismus]] und der [[Gnosis]], deren Herkunft er seit seinem [[Poimandres]] (1904)&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Reitzenstein: [https://d-nb.info/457920483 Poimandres : Studien z. griech.-ägypt. u. frühchristl. Literatur] 1904&amp;lt;/ref&amp;gt; aus Ägypten, seit 1916 aus einem iranischen Erlösermythos ableitete. Zudem hat er in der Folge des Semitisten [[Mark Lidzbarski]] auf die Bedeutung der [[Mandäer|mandäischen]] Überlieferungen für das Verständnis des [[Evangelium nach Johannes|Johannesevangeliums]] und vor allem die Erklärung der Johannestaufe sowie des altchristlichen Taufrituals hingewiesen. Diese Impulse hat vor allem der Theologe [[Rudolf Bultmann]] später aufgenommen. Ferner lenkte Reitzenstein die Aufmerksamkeit auf die Parallelität von hellenistischen Philosophenviten und Reiseromanen mit der apokryphen Apostelliteratur. Schließlich beeinflusste er die Forschung über [[Theognis]] maßgeblich, dessen Werk er als nach Inhalten sortiertes [[Kommersbuch]] ansah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jahresbericht 1879 des Gymnasiums St. Maria Magdalena zu Breslau.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613155017/http://www.bautz.de/bbkl/r/reitzenstein_r_a.shtml |autor=Klaus-Gunther Wesseling|artikel=Reitzenstein, Richard August|band=16|spalten=1329–1339}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|405|406|Reitzenstein, Richard|Alf Özen|118599615}}&lt;br /&gt;
* {{DNP|Suppl. 6|1042|1043|Reitzenstein, Richard|Hans-Ulrich Berner, Marcel Humar}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118599615}}&lt;br /&gt;
* {{CPR|118599615}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118599615|titel=Reitzenstein, Richard August|datum=2023-09-08}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118599615|LCCN=n/88/654391|VIAF=44427276}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reitzenstein, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionswissenschaftler (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionswissenschaftler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Rostock)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Justus-Liebig-Universität Gießen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Straßburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1861]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1931]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reitzenstein, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Reitzenstein, Richard August&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher klassischer Philologe und Religionshistoriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. April 1861&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. März 1931&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;John Red</name></author>
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