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	<title>Richard Oehler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Oehler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Februar]] [[1878]] in [[Heckholzhausen]]; † [[13. November]] [[1948]] in [[Wiesbaden]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee440&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 440.&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher [[Bibliothekar]] und [[Friedrich Nietzsche|Friedrich-Nietzsche]]-Herausgeber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwandtschaft, Studium und Erster Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Richard Oehler und sein Bruder [[Max Oehler]] waren Cousins Nietzsches.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.archive-in-thueringen.de/index.php?major=archiv&amp;amp;action=detail&amp;amp;object=bestand&amp;amp;id=16884 Angabe auf dem &amp;#039;&amp;#039;Archivportal Thüringen&amp;#039;&amp;#039;] (Abruf am 3. Januar 2014). Siehe auch Schivelbusch: &amp;#039;&amp;#039;Eine Ruine im Krieg der Geister. Die Bibliothek von Löwen. August 1914 bis Mai 1940&amp;#039;&amp;#039;. S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard Oehler studierte [[Klassische Philologie]] und promovierte 1903 an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle-Wittenberg]] bei [[Hans Vaihinger]] mit einem Thema zu Nietzsche.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Oehler: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Nietzsche und die Vorsokratiker.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1904 (entstand aus Oehlers Dissertation: &amp;#039;&amp;#039;Nietzsches Verhältnis zur vorsokratischen Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Halle 1903, siehe Bernd Kettern: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Nietzsche.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon]].&amp;#039;&amp;#039; [http://www.leonardopolo.net/otros/NIETZSCHE.htm Band VI (1993), Sp. 774–804.])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friedlaender-Thiel-223&amp;quot;&amp;gt;Biografische Angaben zu Oehler In: Detlef Thiel (Hrsg.): [[Salomo Friedlaender]]: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Nietzsche. Eine intellektuale Biographie.&amp;#039;&amp;#039; (Salomo Friedlaender/Mynona: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Schriften&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von [[Hartmut Geerken]], Band 9). Waitawhile / Books on Demand, Herrsching/Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8391-2001-9, [http://books.google.de/books?id=oLE0ittv6MgC&amp;amp;pg=PA223&amp;amp;lpg=PA223&amp;amp;dq=%22Richard+Oehler%22+L%C3%B6wen+promoviert+1903&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=eQ4yHBioMo&amp;amp;sig=QX_HxH5Yh-r8aisyoBQysqjHK-c&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=fsJdUKT2NcTWtAaH2YHgDw&amp;amp;ved=0CC8Q6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=%22Richard%20Oehler%22%20L%C3%B6wen%20promoviert%201903&amp;amp;f=false S. 223.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend befasste er sich als [[Archivar]] und [[Publizist]] weiterhin mit Werk und Hinterlassenschaft seines berühmten Verwandten. Zugleich begann Oehler eine Karriere als Bibliothekar, bei Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] hatte er die Position eines Hilfsbibliothekars an der [[Universitäts- und Landesbibliothek Bonn|Universitätsbibliothek Bonn]] inne.&amp;lt;ref&amp;gt;Schivelbusch: &amp;#039;&amp;#039;Eine Ruine im Krieg der Geister. Die Bibliothek von Löwen. August 1914 bis Mai 1940.&amp;#039;&amp;#039; S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Krieges diente er dem [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreich]] als Offizier, zuletzt im Rang eines Majors.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee440&amp;quot; /&amp;gt; Mitte 1915 kehrte Oehler nicht mehr in den regulären Militärdienst zurück, sondern befasste sich fortan mit Fragen des [[Belgien|belgischen]] [[Bibliothekswesen]]s, unter anderem mit der Zukunft der [[Universitätsbibliothek Löwen]], die im  August 1914 von deutschen Soldaten [[Zerstörung Löwens im Ersten Weltkrieg|niedergebrannt]] worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Schivelbusch: &amp;#039;&amp;#039;Eine Ruine im Krieg der Geister. Die Bibliothek von Löwen. August 1914 bis Mai 1940.&amp;#039;&amp;#039; S. 37 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nietzsche-Forscher ==&lt;br /&gt;
Wie sein Bruder Max arbeitete Richard Oehler zeitweise für das von der gemeinsamen Cousine [[Elisabeth Förster-Nietzsche]] gegründete und geleitete [[Nietzsche-Archiv]], erstmals 1903.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friedlaender-Thiel-223&amp;quot; /&amp;gt; Unter anderem publizierte er das „Nietzsche-Register“.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Oehler: &amp;#039;&amp;#039;Nietzsche-Register. Alphabetisch-systematische Übersicht über Friedrich Nietzsches Gedankenwelt. Nach Begriffen und Namen aus dem Text entwickelt.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Kröner, Stuttgart 1978, ISBN 3-520-17004-3 (erstmals als &amp;#039;&amp;#039;Nietzsche-Register. Alphabetisch-systematische Übersicht zu Nietzsches Werken nach Begriffen, Kernsätzen und Namen. Im Auftrage des Nietzsche-Archivs ausgearbeitet von Richard Oehler&amp;#039;&amp;#039;, Kröner, Leipzig 1926.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Er hing der Philosophie vom [[Übermensch#Friedrich Nietzsche|Übermenschen]] und vom [[Wille zur Macht|Willen]] zur Macht vorbehaltlos an.&amp;lt;ref&amp;gt;Schivelbusch: &amp;#039;&amp;#039;Eine Ruine im Krieg der Geister. Die Bibliothek von Löwen. August 1914 bis Mai 1940.&amp;#039;&amp;#039; S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1934 war er Herausgeber einer Gesamtausgabe der Werke Friedrich Nietzsches.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee440&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Staatskommissar und Bibliotheksdirektionen ==&lt;br /&gt;
Artikel 247 des [[Friedensvertrag von Versailles|Versailler Vertrags]] sah vor, dass Deutschland aktiv für den Wiederaufbau der Universitätsbibliothek Löwen zu sorgen habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.documentarchiv.de/wr/vv08.html Wiedergutmachungensbestimmungen des Vertrags]&amp;lt;/ref&amp;gt; Oehler wurde auf Empfehlung von [[Fritz Milkau]], mit dem er während des Krieges zusammengearbeitet hatte, zum &amp;#039;&amp;#039;Staatskommissar für die Wiederherstellung der Universitätsbibliothek Löwen&amp;#039;&amp;#039; bestellt. Sein Dienstsitz war das [[Deutsches Buchhändlerhaus|Deutsche Buchhändlerhaus]] in [[Leipzig]]. Als Staatskommissar war er der Vertreter Deutschlands gegenüber der [[Geschichte der Universitäten zu Löwen#Katholische Universität Löwen (1834–1968)|Universität Löwen]], der Regierung Belgiens und der [[Reparationskommission]]. Oehler nahm die belgischen Bücherforderungen entgegen, musste für ihre rasche Erfüllung sorgen und sicherstellen, dass den [[Öffentliche Bibliothek|öffentlichen Bibliotheken]] in Deutschland kein irreparabler Schaden entstand. Er übte dieses Amt von April 1920 bis zum 1. April 1925 aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Schivelbusch: &amp;#039;&amp;#039;Eine Ruine im Krieg der Geister. Die Bibliothek von Löwen. August 1914 bis Mai 1940.&amp;#039;&amp;#039; S. 62 f und S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; Oehler gelang es, die Aufgabe in gedeihlicher Zusammenarbeit mit seinen belgischen Bibliothekarskollegen erfolgreich abzuwickeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Hierzu umfassend Schivelbusch: &amp;#039;&amp;#039;Eine Ruine im Krieg der Geister. Die Bibliothek von Löwen. August 1914 bis Mai 1940.&amp;#039;&amp;#039; S. 61–103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anerkennung seines Wirkens als Staatskommissar wurde Oehler 1925 zum Direktor der [[Universitätsbibliothek Breslau]] ernannt. Von 1927 bis 1945 besetzte er schließlich den Posten des Direktors der [[Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg|Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main]]. An der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|dortigen Universität]] erhielt Oehler eine [[Honorarprofessor|Honorarprofessur]].&amp;lt;ref&amp;gt;Schivelbusch: &amp;#039;&amp;#039;Eine Ruine im Krieg der Geister. Die Bibliothek von Löwen. August 1914 bis Mai 1940.&amp;#039;&amp;#039; S. 99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friedlaender-Thiel-223&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeiten im Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Oehler gilt als überzeugter [[Nationalsozialismus|Nationalsozialist]]. Er trat zum [[Tag der nationalen Arbeit|1. Mai 1933]] in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei]] ein ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 2.393.316).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/31060158&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Simon unter Mitwirkung von Eberhardt Gering, Dagny Guhr, Hannah Soppa und Ulrich Schermaul: [http://homepages.uni-tuebingen.de/gerd.simon/ChrDokI.pdf &amp;#039;&amp;#039;Chronologie ‚Gesellschaft für Dokumentation‘ mit knappen Ausflügen in ihre Vorgeschichte und in die Entwicklung des Bibliothekswesens vorwiegend im 3. Reich, Teil I: Archivalien.&amp;#039;&amp;#039;] (Erstfassung Jan 2004, vorliegende Fassung vom 3. Oktober 2006; PDF; 424&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Von den zusammen 34 Bibliotheksdirektoren an den 23 Universitätsbibliotheken im Deutschen Reich in den Grenzen von 1937 waren zwölf in der Partei, von denen sich nur eine Minderheit, zu der Oehler zählte, politisch exponierte. Oehler war zudem Mitglied weiterer NS-Organisationen wie dem [[Kampfbund für deutsche Kultur]], der nationalsozialistischen Vereinigung deutscher Bibliothekare und der [[Nationalsozialistische Volkswohlfahrt|Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt]]. Ferner war er [[förderndes Mitglied der SS]] sowie Kulturwart in der Frankfurter Altstadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Heuberger: &amp;#039;&amp;#039;Bibliothek des Judentums. Die Hebraica- und Judaica-Sammlung der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main.&amp;#039;&amp;#039; S. 85 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf Initiative Oehlers wurde der Leihverkehr bereits am 11. Mai 1933 stark eingeschränkt. Er sperrte den Zugang zu „marxistischer Literatur“ in den ihm unterstellten Bibliotheken. Im Oktober 1933 berichtete Oehler, auf diese Weise seien der Ausleihe 1732 Bücher entzogen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Heuberger: &amp;#039;&amp;#039;Bibliothek des Judentums. Die Hebraica- und Judaica-Sammlung der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main.&amp;#039;&amp;#039; S. 88–90.&amp;lt;/ref&amp;gt; Oehler beteiligte sich auch an anderer Stelle an der Umsetzung der nationalsozialistischen Kulturpolitik: er überwachte die Liquidierung der Bibliothek des Frankfurter [[Institut für Sozialforschung|Instituts für Sozialforschung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Schivelbusch: &amp;#039;&amp;#039;Eine Ruine im Krieg der Geister. Die Bibliothek von Löwen. August 1914 bis Mai 1940.&amp;#039;&amp;#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nietzsche-Kenner propagierte er mit Hilfe seiner Schrift &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Nietzsche und die deutsche Zukunft&amp;#039;&amp;#039; die vermeintliche Übereinstimmung der Philosophie Nietzsches mit der [[Weltanschauung]] des Nationalsozialismus. In [[Adolf Hitler]] sah er den Nachfolger und Vollender seines Verwandten: „Bei Nietzsche wie bei Hitler ist Kampf niemals nur Kampf, Zerstörung um ihrer selbst willen, sondern Platzschaffen für Besseres, Fruchtbareres, Größeres.“&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Oehler: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Nietzsche und die deutsche Zukunft.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1935, S. 36. Zitiert nach Schivelbusch: &amp;#039;&amp;#039;Eine Ruine im Krieg der Geister. Die Bibliothek von Löwen. August 1914 bis Mai 1940.&amp;#039;&amp;#039; S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Militarismus]], [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|Antisemitismus]], [[Führerprinzip]] und in der [[Rassentheorie]] der Nationalsozialisten erblickte er die Anwendung der Vorstellungen Friedrich Nietzsches.&amp;lt;ref&amp;gt;Schivelbusch: &amp;#039;&amp;#039;Eine Ruine im Krieg der Geister. Die Bibliothek von Löwen. August 1914 bis Mai 1940&amp;#039;&amp;#039;, S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hanns Wilhelm Eppelsheimer]], sein Nachfolger im Amt des Frankfurter Bibliotheksdirektors, stellte dieser Schrift nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] ein vernichtendes Urteil aus und sprach von einer Verfälschung Nietzsches durch Oehler.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Heuberger: &amp;#039;&amp;#039;Bibliothek des Judentums. Die Hebraica- und Judaica-Sammlung der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main.&amp;#039;&amp;#039; S. 86 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. und 17. Mai 1940 vernichteten Truppen der [[Wehrmacht]] durch Luftangriffe und Artilleriebeschuss die Universitätsbibliothek Löwen erneut. Die deutsche Propaganda behauptete allerdings, abziehende britische Truppen hätten sie in Brand gesteckt. Oehler wurde in seiner Eigenschaft als &amp;#039;&amp;#039;Staatskommissar für die Wiederherstellung der Universitätsbibliothek Löwen&amp;#039;&amp;#039; reaktiviert. Er besichtigte im Juli 1940 die Ruine und ermittelte ihren Zustand. Die Ergebnisse seiner Untersuchungen und Empfehlungen fasste er in einem Bericht zusammen. Er empfahl, in einem künftigen [[Friedensvertrag]], die Engländer für den Schaden aufkommen zu lassen. In seinem Bericht legte er Wert auf die Feststellung, dass bei der Auswahl des Buchbestands der wiederherzustellenden Bibliothek kontrolliert werden müsse. Dieser Bestand dürfe kein „Nest von deutschfeindlichem, jüdischem und [[Freimaurerei|freimaurerischem]] Schrifttum“ werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Schivelbusch: &amp;#039;&amp;#039;Eine Ruine im Krieg der Geister. Die Bibliothek von Löwen. August 1914 bis Mai 1940.&amp;#039;&amp;#039; S. 177 f, auf S. 178 das Zitat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab August 1941 wirkte Oehler als ein &amp;#039;&amp;#039;Sachverständiger zur Sicherung und Verwertung von deutschem Kulturgut aus jüdischem Besitz für Zwecke des Reiches,&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Thiel: &amp;#039;&amp;#039;Einlassungen und Auslassungen. Karl Schlechta im ‚Dritten Reich‘&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hans Jörg Sandkühler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Philosophie im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, Felix Meiner Verlag, [https://books.google.de/books?id=DQ6KDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT337&amp;amp;dq=Sachverst%C3%A4ndiger+zur+Sicherung+und+Verwertung+von+deutschem+Kulturgut+aus+j%C3%BCdischem+Besitz+f%C3%BCr+Zwecke+des+Reiches&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwinw6muhoXnAhWEM-wKHY79Cw8Q6AEIKzAA#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false o. S.], ISBN 978-3-7873-2124-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; beteiligte sich also an der Plünderung und willkürlichen Beschlagnahme von Buch- und Archivgut in Deutschland und in von der Wehrmacht besetzten Ländern. Organisatorisches Zentrum dieser Beraubung war der [[Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Alfons Maria Arns: [https://frankfurter-personenlexikon.de/node/5046  &amp;#039;&amp;#039;Richard Oehler&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Biographie|Frankfurter Personenlexikon]]. Das Nachschlagewerk mit Frankfurter Biographien aus über 1.200 Jahren Stadtgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Abgerufen am 15. Januar 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nietzsches Verhältnis zur vorsokratischen Philosophie&amp;#039;&amp;#039;. Waisenhaus, Halle 1903 (Halle, Univ., phil. Diss., [1903])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Nietzsche und die Vorsokratiker&amp;#039;&amp;#039;. Dürrsche Buchhandlung, Leipzig 1904 ([https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:15-0011-209480 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ernst Baumann: aus dem Seelenleben eines jungen Deutschen&amp;#039;&amp;#039;. Schwetsche, Berlin 1904.&lt;br /&gt;
* Hg.: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Nietzsche: Briefe&amp;#039;&amp;#039;. Insel, Leipzig 1911.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Tod und Leben: Gedichte&amp;#039;&amp;#039;. Ahn, Bonn 1913.&lt;br /&gt;
* Hg.: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Nietzsches Briefwechsel mit Franz Overbeck&amp;#039;&amp;#039;. Insel, Leipzig 1916.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Führer durch die unter deutscher Verwaltung stehenden Bibliotheken in Brüssel&amp;#039;&amp;#039;. [Staatsdruckerei] [Brüssel] [1916] ([https://digital.wlb-stuttgart.de/purl/bsz382644980 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Am jungen Tag: Versuche u. Gedanken&amp;#039;&amp;#039;. Röhrscheid, Bonn 1920.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Adam Friedrich Oeser, Goethes Lehrer, als Buchillustrator.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Aloys Ruppel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gutenberg Festschrift zur Feier des 25jährigen Bestehens des Gutenbergmuseums in Mainz&amp;#039;&amp;#039;. Gutenberggesellschaft, Mainz 1925, S. 214–223.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nietzsche-Register: alphabetisch-systematische Übersicht zu Nietzsches Werken nach Begriffen, Kernsätzen und Namen&amp;#039;&amp;#039;. Naumann, Leipzig 1926 (Nietzsche’s Werke / Nietzsche, Friedrich; 20).&lt;br /&gt;
* Hg.: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Nietzsche: Freundesbriefe&amp;#039;&amp;#039;. Insel, Leipzig [1931] ([[Insel-Bücherei]] 421/1).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neueste Bibliotheksbauten in Nordamerika&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Philobiblon&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 4 (1931), Heft 6, S. 231–239.&lt;br /&gt;
* zusammen mit Maria Lanckorońska: &amp;#039;&amp;#039;Die Buchillustration des XVIII. Jahrhunderts in Deutschland, Österreich und der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;, 3 Bände, Maximilian-Gesellschaft, Berlin 1932–1934.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hermann Traut †.&amp;#039;&amp;#039; In: Zentralblatt für Bibliothekswesen, Jg. 49, 1932, S. 84–85.&lt;br /&gt;
* Hg.: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Nietzsche: Nietzsche-Brevier&amp;#039;&amp;#039;. Insel, Leipzig 1933 (Insel-Bücherei 438/1).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Nietzsche und die deutsche Zukunft&amp;#039;&amp;#039;. Armanen, Leipzig 1935.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Bau von Großbibliotheken der Zukunft&amp;#039;&amp;#039;. In: Die Baugilde. Mitteilungen des Bundes Deutscher Architekten, BDA, 1935, S. 755–764.&lt;br /&gt;
* Hg.: &amp;#039;&amp;#039;Fuehrer durch die kulturellen Einrichtungen der Stadt Frankfurt am Main&amp;#039;&amp;#039;. Diesterweg, Frankfurt a. M. [1936].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nietzsches Kulturkampf gegen den Weltbolschewismus&amp;#039;&amp;#039;. In: Nationale Hefte. Schweizer Monatsschrift, Jg. 3 (1936/37), H. 10, S. 506–514.&lt;br /&gt;
* Hg.: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Nietzsche:&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Auswahl aus seinen Werken&amp;#039;&amp;#039;. Bibliographisches Institut, Leipzig 1944.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Schivelbusch]]: &amp;#039;&amp;#039;Eine Ruine im Krieg der Geister. Die Bibliothek von Löwen. August 1914 bis Mai 1940.&amp;#039;&amp;#039; durchgesehene Ausgabe. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-596-10367-3. (erstmals unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die Bibliothek von Löwen. Eine Episode aus der Zeit der Weltkriege.&amp;#039;&amp;#039; Hanser, München u. a. 1988, ISBN 3-446-15162-1)&lt;br /&gt;
* Rachel Heuberger: &amp;#039;&amp;#039;Bibliothek des Judentums. Die Hebraica- und Judaica-Sammlung der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Entstehung, Geschichte und heutige Aufgaben.&amp;#039;&amp;#039; (Frankfurter Bibliotheksschriften,  Bd. 4). Klostermann, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-465-02863-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117098086}}&lt;br /&gt;
* Alfons Maria Arns: [https://frankfurter-personenlexikon.de/node/5046  &amp;#039;&amp;#039;Richard Oehler&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Biographie|Frankfurter Personenlexikon]]. Das Nachschlagewerk mit Frankfurter Biographien aus über 1.200 Jahren Stadtgeschichte&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117098086|LCCN=n/90/683531|VIAF=19780145}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Oehler, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliothekar (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nietzsche-Forscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Universitätsbibliothek Breslau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Förderndes Mitglied der SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KfdK-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1948]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Oehler, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bibliothekar und Friedrich-Nietzsche-Herausgeber&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Februar 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Heckholzhausen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. November 1948&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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