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	<title>Richard Musgrave - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T10:40:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Musgrave&amp;diff=162409&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;René Thiemann: Linkfix.</title>
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		<updated>2025-10-28T21:07:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkfix.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Abel Musgrave&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Dezember]] [[1910]] in [[Königstein im Taunus|Königstein]]; † [[15. Januar]] [[2007]] in [[Santa Cruz (Kalifornien)|Santa Cruz]]), geboren als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Abel-Musgrave&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, war ein [[Deutschamerikaner|deutschamerikanischer]] [[Ökonom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war der Sohn des ebenfalls deutsch-amerikanischen Mediziners, Übersetzers, Pädagogen, Journalisten, Publizisten, Chemikers und Autors [[Curt Abel-Musgrave]]. Seine Frau war die Finanzwissenschaftlerin [[Peggy Musgrave]], mit der zusammen er einige seiner wichtigsten Bücher veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Musgraves Mutter kam zur Entbindung von [[Brighton]] zu ihrer Mutter nach Königstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In München studierte er von 1930 bis 1931 das Fach Volkswirtschaft. In Heidelberg setzte er sein Studium anschließend bei [[Alfred Weber]] fort und schloss es 1933 mit der Prüfung zum [[Diplom-Volkswirt]] ab. Als Kind einer Familie jüdischen Glaubens erlebte er während seines Studiums die Verfolgungen von Juden und das Entstehen des Unrechtsstaates durch den [[Nationalsozialismus]]. Im Herbst 1933 erhielt Musgrave ein mehrere Jahre zuvor beantragtes Stipendium für einen Studienaufenthalt in den [[USA]]. Diese Gelegenheit nutzte er, um Deutschland den Rücken zu kehren und seinen Lebensmittelpunkt in die USA zu verlegen. An der [[Harvard University]] erlangte er 1937 die Promotion und begann [[Nationalökonomie]] zu lehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Krieges]] arbeitete Musgrave bei der [[Federal Reserve Bank]] in [[Washington, D.C.|Washington D.C.]] In der Folgezeit nahm er mehrere Lehrangebote an Universitäten wahr, so an der [[University of Michigan]], der [[Princeton University]] und der [[Johns Hopkins University]]. In den Jahren 1965 bis 1981 kehrte er wieder an die Harvard-Universität zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für mehrere US-Regierungen stand er als Berater zur Verfügung, vor allem in der Zeit der US-Präsidenten [[John F. Kennedy]] und [[Lyndon B. Johnson]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er beeinflusste auch die Gründung des &amp;#039;&amp;#039;[[International Institute of Public Finance]]&amp;#039;&amp;#039; (IIPF) und half beim Aufbau des Münchner &amp;#039;&amp;#039;[[Center for Economic Studies|Center for Economic Studies (CES)]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Arbeit ==&lt;br /&gt;
Musgrave beschäftigte sich vor allem mit der wirtschaftlichen Rolle des Staates in der Volkswirtschaft.&lt;br /&gt;
Unter anderem prägte den Begriff [[meritorisches Gut]], worunter er ein Gut versteht, welches einen größeren Nutzen stiften könnte, als sich in der in freier Marktwirtschaft bestehenden Nachfrage widerspiegelt. Damit wird dessen Förderung durch staatliche Subventionen begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er beschäftigte sich auch mit [[Marktversagen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Musgrave erkannte drei Kernaufgaben eines [[Staat]]es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stabilisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der [[Konjunktur]]: Der Staat übt aktiv Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus. Hohe Steuern hemmen Konsum und somit auch die Investitionstätigkeit von Unternehmen. Niedrige Steuern regen den Konsum an, sofern der Staat die Steuerausfälle nicht durch Verschuldung ausgleicht.&lt;br /&gt;
#Korrektur der [[Einkommensverteilung|Verteilung (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Distribution&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) des Einkommens]]: Der Staat muss sich für die Ausgaben im Rahmen der Sozialleistungssysteme verantwortlich zeigen, die eine Verteilungsgerechtigkeit hervorrufen. Hierzu zählen z.&amp;amp;nbsp;B. Sozialhilfe, Wohngeld, universitäre Leistungen. In der Regel wird hierunter eine gleichmäßigere Verteilung verstanden.&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Ressourcenallokation|Allokation]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Meritorisches Gut|meritorischer]] Güter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Theory of Public Finance&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahre 1959 erwarb er große Anerkennung. Er verband hierin die Sichtweisen der traditionellen deutschen Finanzwissenschaft mit angelsächsischen Markttheorien und den Thesen von [[John Maynard Keynes]]. Das Buch erschien 1966 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Finanztheorie&amp;#039;&amp;#039; auf Deutsch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Werner Sinn: [https://www.econstor.eu/bitstream/10419/26095/1/538342781.PDF Please bring me the New York Times: on the European roots of Richard Abel Musgrave.] CESifo working paper, No. 2050, München 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
1961 wurde Musgrave in die [[American Academy of Arts and Sciences]] gewählt, 1986 in die [[National Academy of Sciences]]. Von der Universität München erhielt er die Ehrendoktorwürde. Nach ihm ist der [[Richard-Musgrave-Preis]] des [[National Tax Journal]] benannt. Außerdem verleiht das International Institute of Public Finance den [[Peggy-und-Richard-Musgrave-Preis|Peggy and Richard Musgrave Prize]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Theory of Public Finance: A Study in Public Economy.&amp;#039;&amp;#039; MacGraw-Hill, New York 1959.&lt;br /&gt;
* Finanztheorie, 2. Auflage, J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1974 (Deutsche Ausgabe von &amp;#039;The Theorie of Public Finance&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Belegexemplar {{DNB|750011769}} bei der [[Deutsche Nationalbibliothek|Deutschen Nationalbibliothek]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans-Werner Sinn]]: [https://www.econstor.eu/bitstream/10419/26095/1/538342781.PDF Please bring me the New York Times: on the European roots of Richard Abel Musgrave.] CESifo working paper, No. 2050, München 2007&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Wiegard]]: &amp;#039;&amp;#039;Musgrave, Richard Abel.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Harald Hagemann]], [[Claus-Dieter Krohn]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen wirtschaftswissenschaftlichen Emigration nach 1933.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Leichter–Zweig.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 1999, ISBN 3-598-11284-X, S. 479–483.&lt;br /&gt;
* [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Band 2,2. München : Saur, 1983, ISBN 3-598-10089-2, S. 841&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Referenzen ==&lt;br /&gt;
* Nikolaus Piper: &amp;#039;&amp;#039;Ökonom aus Königstein&amp;#039;&amp;#039;. Artikel in der [[Süddeutsche Zeitung|Süddeutschen Zeitung]] vom 19. Januar 2007&lt;br /&gt;
* [[Dieter Brümmerhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Finanzwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, 8. Auflage, S. 7&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://web.archive.org/web/20120910043600/http://www.harvardsquarelibrary.org/cfs2/richard_musgrave.php Richard Musgrave], Cambridge Forum Speakers II&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Mary Williams Walsh&lt;br /&gt;
   |Titel=Richard A. Musgrave, 96, Theoretician of Public Finance, Dies&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=The New York Times&lt;br /&gt;
   |Datum=2007-01-20&lt;br /&gt;
   |Sprache=en&lt;br /&gt;
   |Online=http://www.nytimes.com/2007/01/20/business/20musgrave.html}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118785494|LCCN=n79109802|NDL=00450891|VIAF=68990311}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Musgrave, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonom (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2007]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Musgrave, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Musgrave, Richard Abel (vollständiger Name); Abel-Musgrave, Richard (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutschamerikanischer Ökonom&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Dezember 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Königstein im Taunus|Königstein]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Januar 2007&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Santa Cruz (Kalifornien)|Santa Cruz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;René Thiemann</name></author>
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