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	<title>Richard Montague - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T21:43:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Montague&amp;diff=129418&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bildungskind: /* Leben */ Fehler meinerseits</title>
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		<updated>2025-12-23T22:12:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Fehler meinerseits&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Montague&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. September]] [[1930]] in [[Stockton (Kalifornien)|Stockton]], [[Kalifornien]]; † [[7. März]] [[1971]] in [[Los Angeles]], Kalifornien) war ein [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischer]] [[Mathematiker]], [[Logik]]er, [[Philosoph]] und [[Allgemeine Linguistik|Linguist]] und Klassiker der [[Formale Semantik|formalen Semantik]] natürlicher Sprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1957 wurde er an der [[University of California, Berkeley]] unter [[Alfred Tarski]] zum [[Ph.D.]] promoviert. Der Titel seiner Dissertation lautet &amp;#039;&amp;#039;Contributions to the Axiomatic Foundations of Set Theory&amp;#039;&amp;#039;. In diesem bewies er, dass die [[Zermelo-Fraenkel-Mengenlehre]] nicht endlich axiomatisierbar sei und formulierte dafür das [[Reflexionsprinzip (Mengenlehre)|Reflexionsprinzip]]. Während seiner ganzen folgenden Karriere lehrte er an der [[University of California, Los Angeles]]. Montague starb 1971 mit 40 Jahren unter ungeklärten Umständen. Nach den Angaben von Anita und [[Solomon Feferman]] habe Montague, der homosexuell war, gerne verschiedene Bars besucht und Männer zu sich nach Hause gebracht. Auch am Tag seines Todes habe er einige zu sich eingeladen, die ihn wahrscheinlich erwürgt hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anita Feferman, Solomon Feferman: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Tarski. Life and Logic&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge Univ. Press, 2004, S. 332 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben und Werk des Denkers diente als Vorbild für das Buch &amp;#039;&amp;#039;The Semantics of Murder&amp;#039;&amp;#039; (2008) von [[Aifric Campbell]]. Der Buchtitel spielt auf den nie aufgeklärten gewaltsamen Tod Montagues an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Montague gibt es – so seine These – keinen prinzipiellen Unterschied in der Semantik künstlicher und natürlicher Sprachen. Montague hat neuere Entwicklungen der intensionalen Logik genutzt, um die logische Struktur natürlicher Sprachen offenzulegen. Die Syntax ist an der sprachlichen Oberfläche orientiert, es gibt keine Transformationen wie in der Chomsky-Syntax. Ausdrücke natürlicher Sprache werden mittels Übersetzungsregeln in die Sprache der intensionalen Logik überführt, deren Interpretation modelltheoretisch vorgenommen wird. Jeder bedeutungstragende Ausdruck erhält eine [[Extension und Intension|Intension]] zugewiesen, die in Abhängigkeit von möglichen Welten bzw. Situationen ein Referenzobjekt als [[Extension und Intension|Extension]] liefert. Damit können im Sinne von [[Gottlob Frege|Frege]] Wahrheitsbedingungen für natürlichsprachige Sätze angegeben und gültige Schlüsse formuliert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montagues semantische Universalgrammatik ist ein kritisches Gegenstück zur Grammatiktheorie von [[Noam Chomsky]], in der die Semantik als von der Syntax unabhängige Komponente angesehen wurde. Montagues Anspruch hingegen war, dass die Bedeutung eines Satzes unmittelbar an seinen Satzbau geknüpft ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er prägte den Begriff der „possible-world semantics“, der „[[Mögliche Welt|Möglichen-Welt-Semantik]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Montague, [[Helmut Schnelle]]: &amp;#039;&amp;#039;Universale Grammatik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften zur Linguistik.&amp;#039;&amp;#039; 5). Springer, Berlin u. a.  1972, ISBN 3-528-03704-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Theorie ist aber eher als Ansatz zur Erklärung eines fest abgesteckten Teilgebiets der Semantik natürlicher Sprache anzusehen. Montague entwickelte eine sehr starke Trennung von wahrheitswertabhängiger Semantik und [[Pragmatik (Linguistik)|Sprachpragmatik]]. Viele Phänomene der natürlichen Sprache ([[Abtönungspartikel]], satzübergreifende [[Anaphorik|Anaphern]], [[Kohärenz (Linguistik)|Kohärenz]] etc.) konnten und sollten daher im Rahmen dieser Theorie nicht behandelt werden. Obwohl die Position zu Beginn des 21. Jh. kaum noch vertreten wird,&amp;lt;ref&amp;gt;Jeffrey C. King, [[Jason Stanley]]: &amp;#039;&amp;#039;Semantics, Pragmatics, and The Role of Semantic Content.&amp;#039;&amp;#039; In: Zoltán Gendler Szabó (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Semantics versus Pragmatics.&amp;#039;&amp;#039; Clarendon Press, Oxford u. a. 2005, ISBN 0-19-925152-5, S. 111–164.&amp;lt;/ref&amp;gt; bietet sie eine formale Grundlage für die korrekte Behandlung von Intensionalität. D.&amp;amp;nbsp;h., eine Aussage wie „Hans sucht ein Einhorn“ beinhaltet keine Existenzaussage „Es gibt ein Einhorn“, sondern bedeutet „Hans sucht nach etwas, das die Eigenschaften eines Einhorns hat“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* mit [[Donald Kalish]]: &amp;#039;&amp;#039;Logic: Techniques of Formal Reasoning&amp;#039;&amp;#039;. Harcourt, Brace, und Jovanovich 1964.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Formal Philosophy. Selected Papers of Richard Montague.&amp;#039;&amp;#039; Edited and with an introduction by Richmond H. Thomason. Yale University Press, New Haven CT u. a. 1974, ISBN 0-300-01527-5; {{archive.org|formalphilosophy00mont}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Godehard Link]]: &amp;#039;&amp;#039;Montague-Grammatik. Die logischen Grundlagen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kritische Information.&amp;#039;&amp;#039; 71). Fink, München 1979, ISBN 3-7705-1558-7 (Zugleich: München, Universität, Habilitations-Schrift, 1977).&lt;br /&gt;
* Richmond H. Thomason: &amp;#039;&amp;#039;Introduction.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Formal Philosophy. Selected Papers of Richard Montague.&amp;#039;&amp;#039; Yale University Press, New Haven CT u. a. 1974, ISBN 0-300-01527-5, S. 1–69.&lt;br /&gt;
* Barbara H. Partee: [http://people.umass.edu/partee/docs/Richard_Montague_by_%20Partee_05.pdf &amp;#039;&amp;#039;Richard Montague (1930–1971).&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 103&amp;amp;nbsp;kB). In: Keith Brown (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of Language and Linguistics.&amp;#039;&amp;#039; Band 8. 2. Auflage. Elsevier, Burlington 2006, ISBN 0-08-054784-2, S. 255–257.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118583565}}&lt;br /&gt;
* [[:en:File:Richardmontague.jpg|Fotografie von Richard Montague]]&lt;br /&gt;
* [https://www.richardmontague.com Richard Montague 1930–1971], Gedächtnis-Website von Ivano Caponigro anlässlich Montagues fünfzigsten Todestags&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118583565|LCCN=n79091375|VIAF=61639959}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Montague, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Semantiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachphilosoph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematischer Logiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of California, Los Angeles)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1971]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Montague, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Mathematiker, Philosoph und Linguist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. September 1930&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stockton (Kalifornien)|Stockton]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. März 1971&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Los Angeles]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bildungskind</name></author>
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