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	<title>Richard Münnich - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T20:36:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_M%C3%BCnnich&amp;diff=800527&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Ludwig Finscher; Kleinkram</title>
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		<updated>2026-01-11T16:09:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Ludwig Finscher; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Karl Emil Münnich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Juni]] [[1877]] in [[Berlin]]; † [[4. Juli]] [[1970]] in [[Weimar]]) war ein deutscher [[Musikwissenschaftler]] und [[Musikpädagoge]]. Sein Vater war der Komponist [[Rudolf Münnich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Münnich studierte Musikwissenschaft, [[Germanistik]] und [[Philosophie]] an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berliner Universität]] und promovierte 1902 mit einer Dissertation über [[Johann Kuhnau]]s Leben. Zwischen 1902 und 1905 war er Mitarbeiter an der [[Jacob Obrecht|Obrecht]]-Gesamtausgabe bzw. an den &amp;#039;&amp;#039;Denkmälern deutscher Tonkunst&amp;#039;&amp;#039;. Von 1904 bis 1908 unterrichtete er [[Historische Musikwissenschaft|Musikgeschichte]] am [[Hugo Riemann|Riemannschen]] Konservatorium in [[Berlin]], ab 1908 [[Klavier]], [[Musiktheorie]] und [[Gehörbildung]] am dortigen [[Klindworth-Scharwenka-Konservatorium]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Anregung von [[Georg Rolle]] nahm Münnich 1908 daneben eine Stelle als Gesangs- und Musiklehrer an einer Berliner Realschule an, wo er, von 1913 bis 1934 festangestellt, zunehmend Einfluss auf dem Gebiet der [[Musikpädagogik]] gewann. Als einer der ersten Studienräte für Musik 1924 wurde er ein Jahr später Mitglied der Prüfungsämter und 1927 Leiter des ersten Fachseminars für [[Schulmusik (Studienfach)|Schulmusik]]-Referendare. Gleichzeitig beteiligte er sich an der Herausgabe der &amp;#039;&amp;#039;Monatsschrift für Schulmusikpflege&amp;#039;&amp;#039; (1918–1921) und der &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Schulmusik&amp;#039;&amp;#039; (1928–1934). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel engagierte sich Münnich, der 1918 den &amp;#039;&amp;#039;Verband der akademisch gebildeten Musiklehrer Preußens&amp;#039;&amp;#039; gegründet hatte, intensiv in der [[Schulpolitik]]: 1920 war er Teilnehmer an der [[Reichsschulkonferenz]], 1924/25 Kommissionsmitglied für die [[Hans Richert|Richertsche]] Schulreform und 1928 bis 1932 Fachberater für [[Schulmusik (Studienfach)|Schulmusik]] im Berliner Ministerium. Zum 1. August 1932 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-V/90986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fred K. Prieberg: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch deutsche Musiker 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage 2009, S. 5100.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1934 ließ sich Münnich, der von 1929 bis 1933 auch an der &amp;#039;&amp;#039;Berliner Akademie für Kirchen- und Schulmusik&amp;#039;&amp;#039; gearbeitet hatte, in den Ruhestand versetzen und übersiedelte nach [[Naumburg (Saale)]]. 1935 erhielt er einen Ruf als Professor für Musikwissenschaft an die [[Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar|Musikhochschule Weimar]], wo er drei Jahre später auch die Leitung des Instituts für Schulmusik übernahm (bis 1947). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Münnich seine NSDAP-Mitgliedschaft verschwieg, behielt er nach dem Krieg seine Position und übernahm von Anfang 1948 bis Mitte 1949 sogar die Leitung der Abteilung Musikwissenschaft. Nach seiner Emeritierung 1949 blieb Münnich noch bis 1964 Lehrbeauftragter. 1957 wurde er zum Ehrensenator ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Obwohl nicht unumstritten, war Münnich &amp;#039;&amp;#039;der&amp;#039;&amp;#039; Praxis-Vertreter in den Schulmusikreformen der 1920er Jahre ([[Leo Kestenberg|Kestenberg]]-Reformen), insbesondere als Mitverfasser der für alle deutschen Länder beispielgebenden Richtlinien von 1925. In einem [[Solmisation|Tonsilbensystem]] namens [[Jale (Musik)|Jale]] (1930) gelang es ihm, die Vorzüge der [[Tonika-Do-Lehre]] und des [[Tonwort|eitzschen Tonworts]] miteinander zu verbinden. Die Durtonleiter hieß &amp;#039;&amp;#039;ja, le, mi, ni, ro, su, wa, ja;&amp;#039;&amp;#039; durch Vokal- und Konsonantenwechsel entstand ein vollständig [[Chromatik|chromatisiertes]] System. Dieses System kam im Musikunterricht der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] zur Anwendung. Münnichs Vielseitigkeit als Musiklehrer im Schulbetrieb, als ausbildender Dozent in der ersten und zweiten Lehramts-Phase sowie als Fachpolitiker machte ihn zu einem „Bilderbuch-Schulmusiker“ für die höheren Schulen. In den 1950er und 1960er Jahren, vermittelt durch seine Schüler [[Albrecht Krauß]] (1914–1989) und [[Helmut Großmann]] (1914–2001), avancierte er zur absoluten Vorbildfigur für die Weimarer Schulmusik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Richard Münnich: &amp;#039;&amp;#039;JALE. Ein Beitrag zur Tonsilbenfrage und zur Schulmusikpropädeutik&amp;#039;&amp;#039;, Lahr 1930&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfram Huschke (Musikwissenschaftler)|Wolfram Huschke]]: &amp;#039;&amp;#039;Richard Münnich&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Ludwig Finscher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Die Musik in Geschichte und Gegenwart]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 12, Kassel 2004.&lt;br /&gt;
* [[Fred K. Prieberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 5100–5102 ([https://archive.org/details/handbuch-ns-musiker-prieberg online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118819569}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118819569|LCCN=no/92/17999|VIAF=32793338}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Munnich, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikdidaktiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrensenator der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1877]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1970]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Münnich, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Münnich, Richard Karl Emil (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Musikwissenschaftler und Musikpädagoge&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Juni 1877&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Juli 1970&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Weimar]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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