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	<title>Richard Liesche - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Double Croche am 18. Januar 2026 um 21:29 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Liesche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Februar]] [[1890]] in [[Leuben-Schleinitz|Leuben]], [[Amtshauptmannschaft Meißen|Kreis Meißen]]; † [[1. Dezember]] [[1957]] in [[Bremen]]) war [[Kantor|Domkantor]] und Leitender [[Kirchenmusiker]]. Er lebte und arbeitete von 1930 bis zu seinem Tod in Bremen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und erste Aufgaben ===&lt;br /&gt;
Liesche war der Sohn eines Gast- und Landwirts. Er besuchte eine Bürgerschule und ein sächsisches [[Lehrerseminar]] und wollte dann eigentlich [[Germanistik]] studieren. Schon zur Jugendzeit war er ein ausgezeichneter Klavier- und Orgelspieler. Deshalb studierte er am [[Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig|Leipziger Konservatorium]] Musik: Orgel bei [[Karl Straube]], Klavier bei [[Joseph Pembaur]], Komposition bei [[Max Reger]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde Anfang 1918 Organist an der [[Nikolaikirche (Flensburg)|St.-Nicolai-Kirche]] in [[Flensburg]], wo er auch Chöre leitete. Er entwickelte eine umfangreiche Tätigkeit und wurde 1929 Landeskirchenmusikdirektor der [[Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schleswig-Holstein|Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schleswig-Holstein]]. Zwischenzeitlich war er auch im [[Thomanerchor]] und im Konservatorium in Leipzig tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In Bremen ===&lt;br /&gt;
1929 spielte Liesche in Bremen Orgelwerke von Bach und Reger. 1930 wurde er als Nachfolger von [[Eduard Nößler]] Leiter des [[Bremer Domchor]]es und Organist der [[Bremer Dom|Domgemeinde]]. Sein Schwergewicht in der künstlerischen Arbeit lag bei den Komponisten [[Johann Sebastian Bach|Bach]] und [[Johannes Brahms|Brahms]]. Die &amp;#039;&amp;#039;Bremer Bachfeste&amp;#039;&amp;#039; von 1931, 1939 und 1951 in Bremen wurden von ihm gestaltet. Er setzte sich aber auch für die zeitgenössische Kirchenmusik ein wie von [[Hans Chemin-Petit]], [[Johann Nepomuk David]], [[Hugo Distler]], Karl Gerstberger, [[Heinrich Kaminski]], [[Frank Martin (Komponist)|Frank Martin]], [[Karl Marx (Komponist)|Karl Marx]], [[Hans Friedrich Micheelsen]], [[Albert Moeschinger]], Rudolf von Oertzen, [[Ernst  Pepping]], [[Günter Raphael]], [[Kurt Thomas (Komponist)|Kurt Thomas]], [[Fritz Werner (Komponist)|Fritz Werner]] oder [[Erwin Zillinger]].&amp;lt;ref&amp;gt;Götz Ruempler: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte des Bremer Domchores&amp;#039;&amp;#039;. [http://www.stpetridom.de/index.php?id=138#c404 Hg.: St. Petri Dom Bremen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1933 war Liesche Landeskirchenmusikwart; im gleichen Jahr wurde auf seine Initiative [[Käte van Tricht]] zur zweiten Organisten am Bremer Dom ernannt. Mit dem Domchor war er oft auf Konzertreisen. So trat der Domchor unter ihm 1934 seine erste Auslandstournee nach [[Kopenhagen]] an, wo er als ein Chor gefeiert wurde, der „auf der gleichen Stufe steht mit den besten Chören der Welt“, so die dänische Presse. Er organisierte Musikabende und [[Motette]]n und leitete 1934 ein Bachfest der [[Neue Bachgesellschaft|Neuen Bachgesellschaft]]. Seit 1934 wurden die von ihm eingeführten &amp;#039;&amp;#039;Singesonntage&amp;#039;&amp;#039; regelmäßig am Donnerstag durchgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liesche verweigerte trotz Drängen des Landesbischofs [[Heinz Weidemann]] den Beitritt zur [[NSDAP]]. Andererseits musste er und der Bremer Domchor 1933 auch für Veranstaltungen des [[Kampfbund für deutsche Kultur|&amp;#039;&amp;#039;Kampfbundes für die Deutsche Kultur&amp;#039;&amp;#039;]] spielen und regelmäßig auf Veranlassung des Dompredigers Weidemann zu Jahrestagen wie Hitlers Machtergreifung und zu dessen Geburtstag. Er spielte auch „Nordische Konzerte“ und die Uraufführung des Oratoriums „Saat und Ernte“ von [[Kurt Thomas (Komponist)|Kurt Thomas]]. Zur Truppenbetreuung während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde er und der Chor auf Tourneen nach Frankreich, Belgien und den Niederlanden eingesetzt. Auf bitten von Pastor [[Gustav Greiffenhagen]] von der [[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]] traten er und der Chor Ostern 1944 zu Konzerten in [[Rügenwalde]], [[Stargard Szczeciński|Stargard]], [[Kołobrzeg|Kolberg]], [[Białogard|Belgard]], [[Słupsk|Stolp]] und [[Lębork|Lauenburg]] mit Liedern wie u.&amp;amp;nbsp;a. &amp;#039;&amp;#039;Verleih uns Frieden gnädiglich&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Ich wollt, dass ich daheime wär]]&amp;#039;&amp;#039; und Bachs Motette &amp;#039;&amp;#039;Singet dem Herrn ein neues Lied&amp;#039;&amp;#039;.  Kapellmeister [[Frithjof Haas]], ein „Halbjude“, schrieb 1945 an Liesch:  „Darüber hinaus haben Sie sich auch nicht gescheut, mir die Domorgel voll und ganz zum Studium zur Verfügung zu stellen. Sie und ich wissen, welches Risiko Sie damit eingingen“. „Sie haben damit bewusst zum Ausdruck gebracht, dass Sie sich diesen menschenunwürdigen Prinzipien des vergangenen Hitler-Regimes in keiner Weise anschließen wollten. Es drängt mich, dies hier noch einmal deutlich zum Ausdruck zu bringen, da ich zu meinem Bedauern hören musste, dass man Ihre eindeutige Einstellung  gegen den Nationalsozialismus in Zweifel gezogen hat.- Ich finde das umso unverständlicher, als Sie abgesehen von Ihrer allgemein freundschaftlichen Haltung mir gegenüber auch bei kurzen Gesprächen über Politik ... Ihre eindeutige Einstellung ebenso zum Ausdruck brachten ...“.&amp;lt;ref&amp;gt;Aus: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte des Bremer Domchores&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege fanden im Juni 1945 Liesches erste [[Motette]]n im Nordschiff des Doms statt. Etwa 5000 Menschen nahmen teil, stehend und sitzen auf und zwischen Trümmern. Notgedrungen betätigte er sich 1945/46 auch als „Orgelbauer“ um die vor der Zerstörung selbst ausgebauten Orgelpfeifen wieder einzubauen. Er hatte in dieser Zeit den Vorsitz des Landesverbandes Bremer Tonkünstler und Musiklehrer. Im Juli 1947, nach längeren Verhandlungen mit Vertretern der [[Alliierte|alliierten]] Militärregierung, war Liesche an der Gründung der &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsgemeinschaft Bremer Gesangvereine&amp;#039;&amp;#039; beteiligt. An der 1948 gegründeten [[Hochschule für Künste Bremen|Musikschule in Bremen]] organisierte er die Kirchenmusikabteilung. Er wurde 1949 zum Professor ernannt. 1947 fand ein Bachfest statt, 1950 eine Bachwoche und 1946/1953 die [[Matthäus-Passion (J. S. Bach)|Matthäus-Passion]] im Dom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Tätigkeit am Dom leitete Liesche auch den Lehrergesangverein, den er 1952 in einen gemischten Chor veränderte. Nach der Erkrankung und dem Tod von Richard Liesche im Dezember 1957 führte [[Wilhelm Evers (Organist)|Wilhelm Evers]] (zusammen mit [[Käte van Tricht]] als hauptamtlicher Domorganistin) dessen Arbeiten weiter, bis [[Hans Heintze]] 1958 neuer Domkantor und Organist am Bremer Dom wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bach-Fest in Bremen vom 4.–11. September 1947. Programmheft.&amp;#039;&amp;#039; (Leitung: Richard Liesche), Lloyd-Druckerei W. Bauer, Bremen 1947&lt;br /&gt;
*  Gustav Knak (Mitarbeit): &amp;#039;&amp;#039;Choralbuch zum Einheitsgesangbuch der evangelisch-lutherischen Landeskirchen in Schleswig-Holstein-Lauenburg, Hamburg, Mecklenburg-Schwerin, Lübeck, Mecklenburg-Strelitz, Eutin&amp;#039;&amp;#039;; Heliand-Verlag, Bordesholm 1930&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen == &lt;br /&gt;
* 1949 wurde Liesche vom Bremer Senat zum Professor ernannt.&lt;br /&gt;
* In Bremen-[[Obervieland#Kattenesch|Kattenesch]] ist die &amp;#039;&amp;#039;Richard-Liesche-Straße&amp;#039;&amp;#039; nach ihm benannt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Herbert Schwarzwälder]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Große Bremen-Lexikon]].&amp;#039;&amp;#039; 2., aktualisierte, überarbeitete und erweiterte Auflage. [[Edition Temmen]], Bremen 2003, ISBN 3-86108-693-X.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Lührs]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Bremische Biographie 1912–1962&amp;#039;&amp;#039;. Bremen 1969, S. 316 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|126833885}}&lt;br /&gt;
* [http://www.stpetridom.de/musik/musik.php „Musik am Bremer Dom“; darin: Richard Liesche]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126833885|VIAF=47765723}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Liesche, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeskirchenmusikdirektor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bremen)]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1890]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Liesche, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Domkantor und Kirchenmusiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Februar 1890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leuben-Schleinitz|Leuben]], [[Amtshauptmannschaft Meißen|Kreis Meißen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Dezember 1957&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bremen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Double Croche</name></author>
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