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	<title>Richard Kuhn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Leben */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Richard Kuhn ETH-Bib Dia 248-065.jpg|mini|hochkant|Richard Kuhn]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Johann Kuhn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. Dezember]] [[1900]] in [[Wien]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[31. Juli]] [[1967]] in [[Heidelberg]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Chemiker]] [[österreich]]ischer Herkunft und [[Nobelpreis für Chemie|Nobelpreisträger]] von 1938.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Richard Kuhn wurde am 3. Dezember 1900 in [[Wien]] geboren, wo er auch die Volksschule und das [[Döblinger Gymnasium]] besuchte. Dort besuchte er 1910 bis 1918 dieselben Klassen wie der spätere Nobelpreisträger [[Wolfgang Pauli]].&lt;br /&gt;
1918 begann er das Chemiestudium an der [[Universität Wien]], wechselte aber 1919 wie sein Schulfreund Pauli an die [[Ludwig-Maximilians-Universität München]]. In dieser Zeit war Kuhn auch als Freiwilliger an der Niederschlagung der [[Münchner Räterepublik]] beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;snb&amp;quot;&amp;gt;[http://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/pdf/strassennamenbericht.pdf Straßennamen Wiens seit 1860 als „Politische Erinnerungsorte“] (PDF; 4,2&amp;amp;nbsp;MB), S. 101f, Forschungsprojektendbericht, Wien, Juli 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In München wurde er 1922 mit einer Arbeit „Über Spezifität der Enzyme“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nobelprize.org/nobel_prizes/chemistry/laureates/1938/kuhn-bio.html R. Kuhn Biographie (Nobel-Preis 1938)]. Zur Thematik s.&amp;amp;nbsp;a. R. Willstätter und R. Kuhn: &amp;#039;&amp;#039;Über Maßeinheiten der Enzyme&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Chem. Berichte&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;56&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, S. 509–512 (1923). [[doi:10.1002/cber.19230560217]]&amp;lt;/ref&amp;gt; bei [[Richard Willstätter]] promoviert. 1925 habilitierte er sich hier mit einem &amp;#039;&amp;#039;Beitrag zum Konfigurationsproblem der Stärke&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.uni-heidelberg.de/presse/unispiegel/01_01/kuhn.html |wayback=20040624195926 |text=R. Kuhn Biographie (Uni Heidelberg)}}. – [https://www.library.ethz.ch/Ressourcen/Digitale-Bibliothek/Kurzportraets/Richard-Kuhn-1900-bis-1967 R. Kuhn Biographie (ETH Zürich)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Publikationen bis 1926 aus München beschreiben weitere Ergebnisse zur Enzym-Thematik. Auch veröffentlichte er 1928 nochmals mit Willstätter, der nach dem Sommersemester 1925 von allen Ämtern zurückgetreten war, letzte Ergebnisse.&amp;lt;ref&amp;gt;R. Willstätter, R. Kuhn und E. Bamann: &amp;#039;&amp;#039;Über asymmetrische Ester-Hydrolyse durch Enzyme. (I. Mitteilung)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;61&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, S. 886–895 (1928). [[doi:10.1002/cber.19280610503]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Wintersemester 1925/26 erhielt er eine Privatdozentstelle für Allgemeine und Analytische Chemie an der [[ETH Zürich|Eidgenössisch Technischen Hochschule Zürich]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ethistory.ethz.ch/materialien/professoren/ ETH-Datenbankeintrag für R. Kuhn]&amp;lt;/ref&amp;gt; und dort wurde er 1926 Ordinarius für Allgemeine und Analytische Chemie,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ethistory.ethz.ch/materialien/professoren/ ETH-Datenbankeintrag für R. Kuhn]&amp;lt;/ref&amp;gt; seine Publikationen von 1927 bis 1930 befassten sich jedoch mit rein organischen Themen wie Stereochemie und mehrfach ungesättigten Kohlenwasserstoffen. Auch sein Schulfreund Pauli wurde an der ETH 1928 Ordinarius für theoretische Physik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wurde Kuhn wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und 1930 Leiter der Chemie-Abteilung des 1929 gegründeten [[Max-Planck-Institut für medizinische Forschung#Geschichte|Kaiser-Wilhelm-Institut für medizinische Forschung]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mpimf-heidelberg.mpg.de/institut/geschichte Historie des KWImF in Heidelberg]&amp;lt;/ref&amp;gt; in Heidelberg. Hiermit verbunden war auch die Lehrbefugnis an der dortigen [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Ruprecht-Karls-Universität]]. Diese von [[Ludolf von Krehl]] geleitete KWI-Forschungseinrichtung „für medizinische Forschung“ vereinte die Abteilungen Physik ([[Karl-Wilhelm Hausser]]), Chemie (Richard Kuhn) und Physiologie ([[Otto Meyerhof]]) mit der Pathologie (von Krehl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kuhn gelang &amp;lt;!-- 1933 oder 1935? --&amp;gt;„die erste künstliche Darstellung eines Ferments aus dem in der Milch vorkommenden, von ihm synthetisch dargestellten Vitamin [[Lactoflavin]]“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Vitamin B&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach von Krehls Tod wurde er 1937 Direktor des gesamten KWImF in Heidelberg. Verbunden mit dieser Ernennung nahm er auch eine Professur für Biochemie an der Universität Heidelberg und 1938 eine Gastprofessur für [[physiologische Chemie]]  an der [[University of Pennsylvania]] in [[Philadelphia]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kuhn befasste sich vor allem mit [[Pflanzenpigment]]en und Vitaminen und fand dabei viele Ergebnisse unabhängig von und parallel zu [[Paul Karrer]] (zum Beispiel zur Struktur von Vitamin A und Vitamin B&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;), der für seine diesbezüglichen Forschungen 1937 den Nobelpreis erhalten hatte. So isolierte er 1939 das Vitamin B&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt; und legte dessen Konstitution fest.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er nutzte mit seinen Mitarbeitern [[Edgar Lederer]] und [[Alfred Winterstein (Chemiker)|Alfred Winterstein]] zur Isolierung dieser empfindlichen Substanzen [[Chromatographie|chromatographische Methoden]]&amp;lt;ref&amp;gt;R. Kuhn u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Zur Kenntnis der Xanthophylle.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Physiologische Chemie]]&amp;#039;&amp;#039; 197/1931, S.&amp;amp;nbsp;141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;R. Kuhn, Edgar Lederer: &amp;#039;&amp;#039;Über die Farbstoffe des Hummers (Astacus gammarus L.) und ihre Stammsubstanz, das Astacin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; 66/1933, S.&amp;amp;nbsp;488–495.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die von [[Michael Tswett]] entwickelt und von [[Richard Willstätter]] bereits erheblich verbessert worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 kristallisierte er das [[Vitamin B6|Vitamin B&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Richard Kuhn, Gerhard Wendt |Titel=Über das aus Reiskleie und Hefe isolierte Adermin (Vitamin B&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;) |Sammelwerk=Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft (A and B Series) |Band=71 |Nummer=5 |Datum=1938 |Seiten=1118–1118 |DOI=10.1002/cber.19380710533}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kuhn erhielt 1938 den [[Liste der Nobelpreisträger für Chemie|Nobelpreis für Chemie]] „für seine Arbeiten über [[Carotinoide]] und [[Vitamin]]e“, den er aber aufgrund eines Erlasses der [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Machthaber erst 1948 entgegennehmen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richard Kuhn im Dritten Reich ==&lt;br /&gt;
In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] war er Mitglied des [[Nationalsozialistischer Lehrerbund|NS-Lehrerbunds]], aber kein Mitglied der [[NSDAP]]. 1933 entließ Kuhn seine jüdischen Mitarbeiter, 1936 denunzierte er seinen „nichtarischen“ Kollegen [[Otto Fritz Meyerhof]], noch drei jüdische Mitarbeiter am KWI zu beschäftigen, die noch nicht der Säuberungswelle der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] zum Opfer gefallen waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee351&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst_Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 351.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;snb&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 wurde er zum „Führer“ der [[Deutsche Chemische Gesellschaft|Deutschen Chemischen Gesellschaft]] ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee351&amp;quot; /&amp;gt; Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde er 1940 Fachspartenleiter für [[organische Chemie]] innerhalb der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|Deutschen Forschungsgemeinschaft]]. Zum 75-jährigen Jubiläum der Deutschen Chemischen Gesellschaft hielt er am 5. Dezember 1942 eine Festrede, die mit folgenden Worten schloss:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Wir gedenken der Männer, in deren Hand das gemeinsame Schicksal liegt. Dem [[Benito Mussolini|Duce]], dem [[Hirohito|Tenno]] und unserem [[Adolf Hitler|Führer]] ein dreifaches Sieg Heil!|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;R. Kuhn: &amp;#039;&amp;#039;Besondere Sitzung am 5. Dezember 1942 anläßlich des 75-jährigen Bestehens der Deutschen Chemischen Gesellschaft im Hörsaal des Hofmannhauses (Berlin)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ber. Dtsch. Chem. Ges.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;75&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, A147–A202 (1942). [[doi:10.1002/cber.19420751297]] Zitat auf Seite A200.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Spätestens seit 1941, als er am Kaiser-Wilhelm-Institut für medizinische Forschungen in Heidelberg die Kampfstoffabteilung gegründet hatte, war er an der [[Nervenkampfstoff|Nervengasforschung]] beteiligt&amp;lt;ref&amp;gt;Florian Schmaltz: &amp;#039;&amp;#039;Kampfstoff-Forschung im Nationalsozialismus. Zur Kooperation von Kaiser-Wilhelm-Instituten, Militär und Industrie.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2005, S. 595.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er forschte dort zu den Nervengasen [[Tabun]] und [[Sarin]] und synthetisierte zusammen mit [[Konrad Henkel]] und [[Günter Quadbeck]]&amp;lt;ref&amp;gt;Florian Schmaltz: &amp;#039;&amp;#039;Kampfstoff-Forschung im Nationalsozialismus. Zur Kooperation von Kaiser-Wilhelm-Instituten, Militär und Industrie.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2005, S. 496.&amp;lt;/ref&amp;gt; den [[Chemische Waffe|Chemischen Kampfstoff]] [[Soman]] ([[Acetylcholinesterase]]hemmer).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee351&amp;quot; /&amp;gt; Er war über die [[Menschenversuch]]e der Nationalsozialisten informiert und schrieb am 10. Dezember 1943 in einer Stellungnahme zu einem angeblichen [[Tuberkulose]]-Heilmittel: „Es sind auch schon Versuche am Menschen in einer Lungenheilanstalt bei Darmstadt in Angriff genommen worden“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee351&amp;quot; /&amp;gt; Am 27. Januar 1944 war er einer der Teilnehmer an der Mycel-Tagung im [[Reichsministerium für Bewaffnung und Munition|Rüstungsministerium]], wo über die Versuche berichtet wurde, [[Konzentrationslager|KZ]]-Häftlinge mit diesem Zelluloseabfallprodukt zu ernähren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee351&amp;quot; /&amp;gt; Im selben Jahr wurde er wissenschaftlicher Beirat [[Karl Brandt (Mediziner)|Karl Brandts]], des Generalkommissars für das Sanitäts- und Gesundheitswesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee351&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lehrte er zunächst in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]]. 1953 kehrte er als Österreicher nach Deutschland zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Die junge Republik Österreich wies nach 1945 alle nationalsozialistisch belasteten Bürger des ehemaligen Großdeutschen Reichs nebst deren Familien aus.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kuhn, der schon von 1937 bis 1945 Direktor am Kaiser-Wilhelm-Institut für medizinische Forschung gewesen war, wurde nach dem Übergang der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft in die Max-Planck-Gesellschaft erneut Direktor am [[Max-Planck-Institut für medizinische Forschung]]. Er war Ehrenmitglied der [[Österreichische Akademie der Wissenschaften|österreichischen Akademie der Wissenschaften]] und Träger zahlreicher internationaler Preise. 1958 wurde ihm der [[Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis]] sowie der [[Pour le Mérite|Pour le mérite für Wissenschaft und Künste]] verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kuhn war Namensgeber für die 1968 von der [[BASF]] gestiftete [[Richard-Kuhn-Medaille]], die etwa alle zwei Jahre von der [[Gesellschaft Deutscher Chemiker]], deren Präsident er 1964/65 war, für Leistungen auf dem Gebiet der [[Biochemie]] verliehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2005 beschloss der Vorstand der Gesellschaft, diese Medaille nicht mehr zu verleihen, da sein Verhalten in der [[Chemische Waffe|Giftgas]]-Forschung und gegenüber seinen [[Juden|jüdischen]] Kollegen in der Zeit des Nationalsozialismus Kuhn als Vorbild disqualifiziere.&lt;br /&gt;
[[Datei:Rkuhn grab.JPG|mini|Grabmal der Familie Richard Kuhn, ein rotbrauner Quarzfels in Findlingsform, in der Waldabteilung B des [[Bergfriedhof (Heidelberg)|Heidelberger Bergfriedhofs]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1973 wurde in Wien-[[Penzing (Wien)|Penzing]] (14. Bezirk) der &amp;#039;&amp;#039;Richard-Kuhn-Weg&amp;#039;&amp;#039; nach ihm benannt. Im Dezember 2018 beschloss der Kulturausschuss der Stadt Wien die Umbenennung des Richard-Kuhn-Wegs in &amp;#039;&amp;#039;Stadt-des-Kindes-Weg&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kurier.at/chronik/wien/heikle-wiener-strassennamen-stadt-behandelte-nur-30-von-159/400349965 &amp;#039;&amp;#039;Kurier: Belastete Namen: Es ist noch viel zu tun&amp;#039;&amp;#039;]. Artikel vom 11. Dezember 2018, abgerufen am 12. Dezember 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in seiner Wahlheimat Heidelberg wurde im Stadtteil Wieblingen die &amp;#039;&amp;#039;Richard-Kuhn-Straße&amp;#039;&amp;#039; zum August 2025 aufgrund Kuhns Rolle im Dritten Reich in &amp;#039;&amp;#039;Am Lerchenbuckel&amp;#039;&amp;#039; umbenannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=S. W. R. Aktuell |url=https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/mannheim/heidelberg-benennt-strassen-um-100.html |titel=Heidelberger Gemeinderat bestimmt Umbenennung von Straßen wegen historischer Belastung |datum=2025-02-21 |sprache=de |abruf=2025-08-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Kuhn heiratete 1928 Daisy Hartmann (1907–1976), mit der er zwei Söhne und vier Töchter hatte. Einer seiner Söhne war der Maschinenbauingenieur [[Peter Kuhn (Ingenieur)|Peter Kuhn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Mitgliedschaften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1931: Ordentliches Mitglied der [[Heidelberger Akademie der Wissenschaften]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.hadw-bw.de/mitglieder?id=520| titel=Mitglieder: Richard Kuhn | hrsg=Heidelberger Akademie der Wissenschaften | zugriff=2025-11-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1936: Mitglied der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Leopoldina]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|4164|IDName=richard-kuhn|Name=Richard Kuhn|Kommentar=mit Bild und CV|Datum=12. Januar 2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1937: [[Cothenius-Medaille]] der Leopoldina&lt;br /&gt;
* 1937: Korrespondierendes Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Göttinger Akademie der Wissenschaften]]&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Krahnke: &amp;#039;&amp;#039;Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Bd. 246 = &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Bd. 50). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1938: Korrespondierendes Mitglied der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{BAdW|1696 |Name=Richard Kuhn |Kommentar=mit einem Link zum Nachruf von [[Wolfgang Grassmann]] |Datum=8. November 2025}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1938: [[Nobelpreis für Chemie]]&lt;br /&gt;
* 1952: [[Wilhelm-Exner-Medaille]]&lt;br /&gt;
* 1960: Ehrendoktor der [[Universität Wien]]&lt;br /&gt;
* 1961: [[Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst]]&lt;br /&gt;
* 2009: Namensgeber für den Mondkrater [[Kuhn (Mondkrater)|Kuhn]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{PlanetaryNames|14536}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Physikalische Chemie und Kinetik.&amp;#039;&amp;#039; Thieme, Leipzig 1924.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Chemie der Gegenwart und die Biologie der Zukunft.&amp;#039;&amp;#039; Rascher, Zürich 1928.&lt;br /&gt;
* Gemeinsam mit [[Friedrich Bär]] zu Chinophthalone in [[Liebigs Ann. Chem.]] 516, 155, 1935&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Biologie.&amp;#039;&amp;#039; Hermann, Paris 1938.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Biochemistry.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden 1947.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Biochemie.&amp;#039;&amp;#039; Dieterich &amp;amp; Chemie, Wiesbaden, Weinheim an der Bergstraße 1947–53.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Biochemie der Rezeptoren und Resistenzfaktoren.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin 1959.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über Kumulene, X cis-trans-Isomerie bei Dinitro-Tetraphinyl-Kumulenen.&amp;#039;&amp;#039; Chemie, Weinheim an der Bergstraße 1959.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Ludolf von Krehl]] und das [[Kaiser-Wilhelm-Institut für medizinische Forschung|Kaiser-Wilhelm-Institut für Medizinische Forschung]].&amp;#039;&amp;#039; Lehmann, München 1961.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Arzneischatz der Gegenwart und die pharmazeutische Chemie der Zukunft.&amp;#039;&amp;#039; Düsseldorf 1965.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Brigitte Hoppe]]: &amp;#039;&amp;#039;Adolf Windaus, Heinrich Wieland, Richard Kuhn, Leopold Ruzicka, Alexander Todd und Adolf Butenandt.&amp;#039;&amp;#039; Kindler, Zürich, München 1978/79.&lt;br /&gt;
* {{NDB|13|266|268|Kuhn, Richard|[[Heinz A. Staab]]|119171805}}&lt;br /&gt;
* Gerhard Oberkofler und Peter Goller: &amp;#039;&amp;#039;Richard Kuhn.&amp;#039;&amp;#039; Innsbruck 1992.&lt;br /&gt;
* [[Angelika Ebbinghaus]] und [[Karl Heinz Roth]]: &amp;#039;&amp;#039;Vernichtungsforschung. Der Nobelpreisträger Richard Kuhn, die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und die Entwicklung von Nervenkampfstoffen während des Dritten Reichs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;1999. Zeitschrift für Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Band 17, Heft 1, 2002, S. 15–50.&lt;br /&gt;
* [[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039;, Heidelberg 2004, S. 104.&lt;br /&gt;
* Florian Schmaltz: &amp;#039;&amp;#039;Kampfstoff-Forschung im Nationalsozialismus. Zur Kooperation von Kaiser-Wilhelm-Instituten, Militär und Industrie.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2005.&lt;br /&gt;
* [[Lothar Jaenicke]]: &amp;#039;&amp;#039;Richard Kuhn, 3. Dezember 1900 (Wien) – 1. August 1967 (Heidelberg).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nachrichten aus der Chemie.&amp;#039;&amp;#039; Band 54, Nummer 5, Frankfurt 2006.&lt;br /&gt;
* Jonathan B. Tucker: &amp;#039;&amp;#039;War of nerves. Chemical warfare from World War I to al-Quaeda.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Pantheon Books, New York 2006, ISBN 1-4000-3233-4 (englisch)&lt;br /&gt;
* [[Dagmar Drüll-Zimmermann|Dagmar Drüll]]: &amp;#039;&amp;#039;Heidelberger Gelehrtenlexikon 1803–1932&amp;#039;&amp;#039;. (Hrsg.): Der Rektor der Ruprecht-Karls-Universität-Heidelberg. Springer Berlin Heidelberg Tokio. 2012. 324 S. ISBN 978-3-642-70761-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119171805}}&lt;br /&gt;
* {{Nobel-ch|1938|Richard Johann Kuhn}}&lt;br /&gt;
* {{exner-db|Name=Richard Johann Kuhn}}&lt;br /&gt;
* [[Ute Deichmann]], {{Webarchiv |url=http://www.gdch.de/oearbeit/deich_kuhn.pdf |text=Recherchen |wayback=20071211082823}} zu Kuhns politischem Verhalten und Wehrforschungsgebieten während der NS-Zeit (PDF-Datei; 77 kB, 15 Seiten)&lt;br /&gt;
* Details zur {{Webarchiv |url=http://www.gdch.de/gdch/eps/preise/kuhn.htm |text=Richard-Kuhn-Medaille |wayback=20080327032849}} bei der GDCh e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* {{Academictree|chemistry|51939}}&lt;br /&gt;
* [http://www.genealogy-theochem.de/view.php?id=1389 Richard Kuhn] im [[Theoretical Chemistry Genealogy Project]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Träger des Nobelpreises in Chemie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119171805|LCCN=n87127152|VIAF=51834832}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kuhn, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (ETH Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobelpreisträger für Chemie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Pour le Mérite (Friedensklasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Wilhelm-Exner-Medaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftliches Mitglied der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Mondkrater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied des Physikalischen Vereins]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Ludwig-Maximilians-Universität München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1967]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kuhn, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kuhn, Richard Johann (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichisch-deutscher Chemiker und Nobelpreisträger (1938)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Dezember 1900&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. Juli 1967&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heidelberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant in Deutschland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
	</entry>
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