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	<title>Richard Kuenzer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T07:20:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Kuenzer&amp;diff=1209565&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;A. Hartong: /* Literatur */</title>
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		<updated>2024-06-17T14:19:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dorotheenst Friedhof Bonhoeffer.jpg|miniatur|hochkant|Grab Richard Kuenzers und anderer auf dem [[Dorotheenstädtischer Friedhof|Dorotheenstädtischen Friedhof]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Ulmenallee 29 (Westend) Richard Kuenzer.jpg|mini|[[Stolpersteine|Stolperstein]] vor seinem ehemaligen Wohnort, Ulmenallee 29, in [[Berlin-Westend]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Kuenzer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. September]] [[1875]] in [[Freiburg im Breisgau]]; † [[23. April]] [[1945]] in [[Berlin]]) war ein deutscher Jurist und [[Diplomat]]. Er engagierte sich im [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus]] und wurde 1945 ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Richard Kuenzer war Sohn des Freiburger Fabrikanten Heinrich Kuenzer. 1893 legte er in Freiburg das Abitur ab. Anschließend diente er als [[Einjährig-Freiwilliger]], bevor er 1895 mit dem Studium der [[Rechtswissenschaft]]en begann und dieses 1898 in [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg]] abschloss. Es folgte eine Anstellung im Justizdienst des [[Baden (Land)|Großherzogtums Baden]], ehe er 1902 Anwärter für die konsularische Laufbahn im [[Auswärtiges Amt #Deutsches Reich (1871–1918)|Auswärtigen Amt]] wurde. Im Jahr 1903 schloss er seine Promotion in Freiburg ab, von 1904 bis 1914 wirkte er an den Konsulaten in [[Paris]], [[Kapstadt]] und [[Sansibar]]. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war er ein Jahr beim Militär und nach einer kurzen Zeit als Wahlkonsul in [[Lugano]], schließlich Konsul in [[Drama (Stadt)|Drama]] ([[Makedonien (griechische Region)|Makedonien]]). Dort kam er in britische Kriegsgefangenschaft, aus der er Ende 1919 entlassen wurde. Es schloss sich bis November 1921 eine Tätigkeit als Referatsleiter im Auswärtigen Amt an, der die Leitung des Konsulates in [[Innsbruck]] folgte. Am 9. September 1923 wurde Richard Kuenzer in den einstweiligen Ruhestand versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1925 war er Mitherausgeber der Tageszeitung [[Germania (Zeitung)|Germania]], die der [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrumspartei]], deren Mitglied er war, nahestand. Am 18.&amp;amp;nbsp;Juli 1933 wurde Richard Kuenzer in den endgültigen Ruhestand versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1930er Jahre kam er in Kontakt mit Widerstandsgruppen gegen das NS-Regime, so mit dem Berliner [[Solf-Kreis]]. Der in den Solf-Kreis von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] eingeschleuste Spitzel [[Paul Reckzeh]] sorgte für Kuenzers Verhaftung, später kam seine Inhaftierung im [[Konzentrationslager Ravensbrück]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. Dezember 1944 folgte für Kuenzer „wegen Beteiligung an den Vorgängen, die mit dem Attentat auf Adolf Hitler am 20.&amp;amp;nbsp;Juli 1944 in Zusammenhang stehen“ die Ausstoßung aus dem Ruhestandsbeamtenverhältnis. In der Nacht vom 22. auf den 23.&amp;amp;nbsp;April 1945&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ausführlich zu dieser Mordaktion Johannes Tuchel |Titel=&amp;quot;... und ihrer aller wartete der Strick.&amp;quot; Das Zellengefängnis Lehrter Straße 3 nach dem 20. Juli 1944 |Verlag=Lukas verlag |Ort=Berlin |Datum=2014 |ISBN=978-3-86732-178-5 |Seiten=185-266}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde er mit 15 weiteren Gefangenen des [[Zellengefängnis Lehrter Straße]] – u.&amp;amp;nbsp;a. [[Klaus Bonhoeffer]], [[Wilhelm zur Nieden]] und [[Rüdiger Schleicher]] – von einem Sonderkommando des [[Reichssicherheitshauptamt]]s in Berlin durch Genickschuss ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/382802/publicationFile/155010/Gedenkschrift.pdf | webciteID=64ids3YNq | text=&amp;#039;&amp;#039;Zum Gedenken&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben vom Auswärtigen Amt Januar 2011}} &amp;#039;&amp;#039;(PDF-Datei)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Ott: &amp;#039;&amp;#039;Ende der Idylle. Universität und Stadt Freiburg im Sommersemester 1944.&amp;#039;&amp;#039; In: Nils Goldschmidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft, Politik und Freiheit.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 2005, ISBN 3-16-148520-3, S. 65&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
* Die katholische Kirche hat Dr. Richard Kuenzer im Jahr 1999 als Blutzeugen in das [[Deutsches Martyrologium des 20. Jahrhunderts|Deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
* Am 9. August 2014 wurde vor seinem ehemaligen Wohnort, [[Berlin-Westend]], Ulmenallee 29, ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] verlegt.&lt;br /&gt;
* In seiner Geburtsstadt Freiburg ist eine Straße nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
* Am 5. November 2021 wurde vor dem ehemaligen deutschen Außenministerium, [[Berlin-Mitte]], [[Wilhelmstraße (Berlin-Mitte)|Wilhelmstraße]] 92, ein [[Stolperstein]] für ihn verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Uwe Schellinger: &amp;#039;&amp;#039;Tod eines „Friedenssüchtigen“. Zur Biografie von Dr. Richard Kuenzer (1875–1945).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Freiburger Diözesan-Archiv.&amp;#039;&amp;#039; 119, 1999, {{ISSN|0342-0213}}, S. 427–433.&lt;br /&gt;
* Uwe Schellinger, Art.: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Richard Kuenzer&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Helmut Moll]] (Hrsg. im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz), &amp;#039;&amp;#039;Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Paderborn u. a. 1999, 8. erweiterte und aktualisierte Auflage 2024, Bd. I, S. 299–303.&lt;br /&gt;
* Maria Keipert (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 2: Gerhard Keiper, Martin Kröger: &amp;#039;&amp;#039;G–K.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn u. a. 2005, ISBN 3-506-71841-X.&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Mielke]] (Hrsg.) unter Mitarbeit von Marion Goers, [[Stefan Heinz]], Matthias Oden, Sebastian Bödecker: &amp;#039;&amp;#039;Einzigartig – Dozenten, Studierende und Repräsentanten der Deutschen Hochschule für Politik (1920–1933) im Widerstand gegen den Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Lukas-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-86732-032-0, S. 328 (Kurzbiographie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/382802/publicationFile/155010/Gedenkschrift.pdf | webciteID=64ids3YNq | text=&amp;#039;&amp;#039;Zum Gedenken&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben vom Auswärtigen Amt Januar 2011}} &amp;#039;&amp;#039;(PDF-Datei)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Koloniale Sammlungen Freiburg: [https://www.freiburg-postkolonial.de/Seiten/Adelhauser-Duerrenberger2.htm &amp;#039;&amp;#039;Edgar Dürrenberger: Freiburg und Afrika.&amp;#039;&amp;#039; Teil II: Wilhelm Winterer, Richard Kuenzer und Georg Nathan.] In: &amp;#039;&amp;#039;Freiburg-Postkolonial&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{GDW|richard-kuenzer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116592184|VIAF=59839477}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kuenzer, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentrum-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Solf-Kreises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Freiburg im Breisgau ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kuenzer, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. September 1875&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Freiburg im Breisgau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. April 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;A. Hartong</name></author>
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