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	<title>Richard Kauffmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Kauffmann&amp;diff=2786051&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2025-09-19T14:35:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Richard Kauffmann 1.jpg|miniatur|hochkant|Richard Kauffmann in den 1950ern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Kauffmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|רִיכַרְד קַאוּפְמַן&amp;amp;lrm;}}; * [[20. Juni]] [[1887]] in [[Frankfurt am Main]]; † [[3. Februar]] [[1958]] in [[Jerusalem]]) war ein deutscher [[Architekt]], der 1920 nach [[Völkerbundsmandat für Palästina|Palästina]] auswanderte und sich dort als Architekt, Siedlungs- und Stadtplaner hervortat. Er gehörte zu einer Gruppe von Architekten, die die Prinzipien des [[Bauhaus]]es für die [[Levante|levantinische]] Landschaft adaptierten und damit die architektonische Grundlage für den entstehenden [[Staat Israel]] legten. Er wurde als Planer des [[Moschav]]s [[Nahalal]] und des Viertels [[Weiße Stadt (Tel Aviv)|Weiße Stadt]] in [[Tel Aviv-Jaffa]] bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Elizabeth Zach: &amp;quot;The Influence of Bauhaus on Architecture in Early Palestine and Israel. Special Report: Art in Perspective.&amp;quot; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The New York Times]]&amp;#039;&amp;#039; vom 15. März 2012. ([http://www.nytimes.com/2012/03/16/arts/16iht-rartbauhaus16.html online], abgerufen am 26. Oktober 2012)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Richard Isaak Kauffmann wurde 1887 in Frankfurt am Main als Sohn des Kaufmanns Heinrich Isaak und seiner Gattin Helene, geb. Bleiweiß, geboren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 42&amp;quot;&amp;gt;[[Myra Warhaftig]]: &amp;#039;&amp;#039;Sie legten den Grundstein. Leben und Wirken deutschsprachiger jüdischer Architekten in Palästina 1918-1948.&amp;#039;&amp;#039; Wasmuth, Tübingen / Berlin 1996, ISBN 3-8030-0171-4, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Jugendlicher gründete und leitete Kauffmann in Frankfurt eine Ortsgruppe des [[Zionismus|zionistischen]] [[Blau-Weiß (jüdischer Wanderbund)|Blau-Weiß]]-Bunds, einer [[jüdische Jugendbewegung|Wandervogel-Bewegung jüdischer Jugendlicher]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;&amp;gt;Lotte Cohn: &amp;#039;&amp;#039;Richard Kauffmann, Architect and City Planner.&amp;#039;&amp;#039; [Richard Kauffmann: Architekt und Stadtplaner (dt.), Jerusalem: Brief an Bath-Scheva Kauffmann, 1978; Engl.], Monika Iacovacci (Übs.), auf: [http://richardkauffmann.com/wordpress/biography/ Richard Kauffmann: Architect and Town Planner – Biography], abgerufen am 28. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zunächst lernte er Malerei an der [[Staatliche Hochschule für Bildende Künste – Städelschule|Städelschen Kunstschule]] in Frankfurt am Main.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Art Encyclopedia Kauffmann&amp;quot;&amp;gt;[https://www.oxfordartonline.com/groveart/display/10.1093/gao/9781884446054.001.0001/oao-9781884446054-e-7000046031?rskey=r6Pg24&amp;amp;result=1 &amp;quot;Grove Art Online: Richard Kauffmann&amp;quot;], abgerufen am 26. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch auf Drängen seines Vaters wählte er eine Ausbildung, die eher eine bürgerliche Existenz versprach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; Ab 1907 studierte er Architektur an der [[Technische Universität Darmstadt|Technischen Hochschule Darmstadt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 42&amp;quot;/&amp;gt; Im folgenden Jahr wechselte er nach [[Amsterdam]], bevor er 1909 an die [[Technische Universität München|Technische Hochschule München]] ging, wo er das neue Fach [[Städtebau]] bei [[Theodor Fischer]] belegte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 42&amp;quot;/&amp;gt; Weitere seiner Lehrer waren [[Paul Pfann]], [[Heinrich von Schmidt]] und [[Friedrich von Thiersch]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Art Encyclopedia Kauffmann&amp;quot;/&amp;gt; Nebenher malte er Landschaften im Atelier [[Hans von Hayek]]s in [[Dachau]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Art Encyclopedia Kauffmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er beendete seine Studien 1912 in [[München]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 42&amp;quot;/&amp;gt; Erste praktische Erfahrungen sammelte er bei [[Georg Metzendorf]] in [[Essen]], der damals mit der [[Gartenstadt Hüttenau]] die erste [[Gartenstadt|Gartenvorstadt]] nach den Ideen [[Ebenezer Howard]]s in Deutschland baute.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 42&amp;quot;/&amp;gt; 1914 eröffnete er sein eigenes Architekturbüro in Frankfurt, wurde aber schon 1915 zum Kriegsdienst eingezogen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Art Encyclopedia Kauffmann&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] diente Kauffmann zunächst an der Westfront bei [[Verdun]], wurde später aber an die Ostfront verlegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 42&amp;quot;/&amp;gt; Im [[Wolhynien|wolhynischen]] [[Kowel]] erlebte er 1917 erstmals ein [[Schtetl]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 42&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; Das selbstverständliche jüdische Bewusstsein seiner Bewohner beeindruckte Kauffmann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; Im Krieg freundete er sich mit den Zionisten [[Fritz Kornberg (Architekt)|Fritz Kornberg]] (1889–1944) und Fritz Fischl (1890–??) an, die er im Dienst kennenlernte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; Unter dem Eindruck der Wohnverhältnisse im Schtetl beteiligte sich Kauffmann an einem Wettbewerb für einen Bebauungsplan der Gartenstadt Raigorod bei [[Charkow]], das damals dem [[Ober Ost|Oberbefehlshaber der gesamten deutschen Streitkräfte im Osten]] unterstand, wobei er den ersten Preis gewann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 42&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg demobilisiert, trat er eine Stelle bei einem führenden Architekturbüro in [[Oslo|Christiania]] an, das ihm unter 50 Bewerbern den Vorzug gegeben hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; Kauffmann erlebte die Periode in [[Norwegen]] als Zeit seiner beruflichen Reife.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; Er nahm an großen architektonischen und stadtplanerischen Projekten in Christiania, [[Bergen (Norwegen)|Bergen]] und [[Stavanger]] teil und gewann Anerkennung und auch Preise.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; Ein Angebot zum Eintritt in die Firma als Teilhaber schlug er aber aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 42&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arthur Ruppin]], der das 1908 geschaffene [[Palästinaamt]] ({{he|המשרד הארצישראלי&amp;amp;lrm;}}; später [[Jewish Agency|Sochnut (הסוכנות)]]) in [[Jaffa]] leitete und dessen Bekanntschaft Kauffmann 1919 gemacht hatte, bot ihm die Leitung des in Jerusalem gegründeten Planungsbüros des [[Jischuv]]s&amp;lt;ref&amp;gt;bei Myra Warhaftig: ‹Zentralstelle für Besiedlungsangelegenheiten›. In: &amp;#039;&amp;#039;Sie legten den Grundstein. Leben und Wirken deutschsprachiger jüdischer Architekten in Palästina 1918-1948.&amp;#039;&amp;#039; Wasmuth, Berlin / Tübingen 1996, ISBN 3-8030-0171-4, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt; (in britischer Zeit: Palestine Land Development Company; {{he|הכשרת הישוב&amp;amp;lrm;}}) beim Palästinaamt an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 42&amp;quot;/&amp;gt; Im August 1920 wanderte Kauffmann – als Teil der [[Alija#Die dritte Alija|Dritten Alija]] – nach Palästina ein und trat die leitende Stelle in Jerusalem an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 42&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort eröffnete er auch wieder ein eigenes Architekturbüro, wofür er 1921 [[Lotte Cohn]] als Assistentin anwarb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; 1922 heiratete er seine Frau Bath-Scheva, mit der er zwei Töchter bekam. Im Zuge seiner Tätigkeit bereiste er weite Teile des [[Heiliges Land|Heiligen Landes]], wobei er die verschiedenen Landschaften für ihre Schönheit liebte, der er sich in seiner romantischen Neigung zu landschaftlicher Schönheit stets verpflichtet fühlte, wenn er durch seine Pläne gestaltend eingriff.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Planungsbüro 1932 blieb er dessen Wirken als externes Mitglied in deren Planungskommissionen verbunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Nahalal2.jpg|miniatur|Moschav [[Nahalal]] in der [[Jesreelebene]], angelegt nach Kauffmanns Plänen]]&lt;br /&gt;
Seine erste Aufgabe fürs Planungsbüro war die Planung des [[Moschav#Moschav Ovdim|Moschav Ovdim]] [[Nahalal]] in der Jesreelebene 1921.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 42&amp;quot;/&amp;gt; Die genossenschaftlichen Ideen [[Eliʿeser Joffe]]s setzte Kauffmann in seiner räumlichen Gestaltung um.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 43&amp;quot;&amp;gt;Myra Warhaftig: &amp;#039;&amp;#039;Sie legten den Grundstein. Leben und Wirken deutschsprachiger jüdischer Architekten in Palästina 1918-1948.&amp;#039;&amp;#039; Wasmuth, Tübingen / Berlin 1996, ISBN 3-8030-0171-4, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Modell einer runden Stadtkrone auf dem Hügel Nahalals weist dabei Parallelen zu Ideen [[Camillo Sitte]]s und [[Bruno Taut]]s auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 43&amp;quot;/&amp;gt; Kauffmann entwarf auch die Pläne für die Anlage von [[Kibbuz]]im verschiedener politischer Ausrichtungen, wobei er die räumliche Trennung der Funktionen wie gemeinsames Essen der Kibbuznikim (Speisesaal), Wohnen der Erwachsenen und der Kinder (damals meist in der Obhut von [[Metapelet|Metaplot]] im Kinderhaus), Verwaltung, Werkstätten und Lager sowie Ställe vorsah.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 43&amp;quot;/&amp;gt; Grünanlagen verbanden die Nutzungszonen zu einem einheitlichen Ganzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 43&amp;quot;/&amp;gt; Kauffmann initiierte und entwarf, meist allein, einen architektonischen Masterplan für viele neue Kibbuzim und Moschavim in der Jesreelebene, bekannt sind vor allem [[En Charod|ʿEin Charod]], [[Kfar Jehoschuʿa]], [[Degania Alef]], [[Beit Zera|Beth Sera (Beit Zera)]], [[Kfar Jechesqel]] und eben Nahalal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Entwürfe für ländliche Siedlungen, denen seine besondere Neigung galt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; waren jeweils individuell auf die Landschaft und die Vorgaben der Kibbuzim oder Moschavim abgestimmt und berücksichtigten lokale klimatische Gegebenheiten, um Wohnhäusern und anderen Bauten beste Belüftung zu sichern und Belästigungen durch Werkstätten oder Ställe zu vermeiden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 43&amp;quot;/&amp;gt; Die Schule im Kibbuz Degania Alef errichtete Kauffmann 1928 mit geneigtem doppeltem Dach, damit nur das obere von der Sonne erhitzt würde, das untere über den Nutzräumen aber stets im Schatten läge und der sich bildende Luftstrom zwischen den Dächern einen kühlenden Effekt für den Bau darunter erzeugen würde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; Überstehende Dachelemente verhindern eine direkte Sonneneinstrahlung in die Räume.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 44&amp;quot;&amp;gt;Myra Warhaftig: &amp;#039;&amp;#039;Sie legten den Grundstein. Leben und Wirken deutschsprachiger jüdischer Architekten in Palästina 1918-1948.&amp;#039;&amp;#039; Wasmuth, Berlin / Tübingen 1996, ISBN 3-8030-0171-4, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1926 baute er in [[Sdom|Sodom]] Wohnhäuser für die Arbeiter der [[Dead Sea Works|Palestine Potash Company]], die den besonderen Bedingungen dieser heißen und unterhalb des Meeresspiegels gelegenen Gegend Rechnung trugen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 44&amp;quot;/&amp;gt; Die Arbeiterhäuser haben große überdachte Balkons an den Schlafzimmern, um tagsüber Schatten, aber auch Raum fürs Übernachten in nächtlicher Kühle zu bieten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 44&amp;quot;/&amp;gt; Das 1927 nach  Plänen von Kauffmann errichtete &amp;#039;&amp;#039;Gründerhaus&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Beth Sera&amp;#039;&amp;#039; (Beit Zera) bildete zusammen mit zwei zwei Jahre später gebauten Kinderhäusern das Ensemble &amp;#039;&amp;#039;The Founder&amp;#039;s Yard&amp;#039;&amp;#039;. Dieses Ensemble wurde vor einigen Jahren von der [[UNESCO]] und dem israelischen Rat für die Erhaltung historischer Stätten als historische Stätte anerkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://my.israelgives.org/en/campaign/Betzerafoundersfirsthouse Kibbutz Bet-Zera - Past and Future in the Founders House]. Über die Seite, oder direkt, ist ein [https://vimeo.com/240635455 Video] aufrufbar (in englischer Sprache), das sehr anschaulich über den &amp;#039;&amp;#039;Founder&amp;#039;s Yard&amp;#039;&amp;#039; informiert.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beit Usishkin P8020025.JPG|miniatur|hochkant|Beith Machanajim in Rechavia (Jerusalem), 1931 von Kauffmann für [[Menachem Ussishkin]] errichtet]]&lt;br /&gt;
Anders als sein Kollege [[Alex Baerwald]] pflegte Kauffmann einen schlichten modernen Stil und lehnte orientalisierende Elemente wie Arkaden, Bögen und Kuppeln ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 43&amp;quot;/&amp;gt; Auch verspielte Baudetails – wie runde Erker – seines Kollegen [[Erich Mendelsohn]], den er aus Studienzeiten kannte, betrachtete Kauffmann als unnötige Schnörkel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; Die strikte britische Bauverordnung [[Ronald Storrs]]’ von 1918, nach der alle Neubauten in Jerusalem mit Fassaden aus rechteckigen gemeißelten Natursteinen ([[Meleke]]) zu verkleiden waren, empfand Kauffmann als einengend und wusste sie z. B. beim &amp;#039;&amp;#039;Hause Pomeranz&amp;#039;&amp;#039; 1932 zu umgehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 44&amp;quot;/&amp;gt; Er ließ die Fassaden teils mit glatten Natursteinen verkleiden, beließ die Stützen und Gesimse jedoch in Sichtbeton, wodurch das Haus als Bau der [[Moderne (Architektur)|Moderne]] herausstach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 44&amp;quot;/&amp;gt; Kauffmann entwarf auch für viele weitere private Bauherren Pläne für deren Häuser und nahm an vielen Ausschreibungen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Julius Jacobs house.jpg|miniatur|Beit Aghion in [[Rechavia]] (Jerusalem), 1936–1938 von Kauffmann für Edward Aghion erbaut, seit 1974 Residenz der [[israelischer Ministerpräsident|israelischen Ministerpräsidenten]]]]&lt;br /&gt;
1921 übernahm er erstmals die Planung einer Gartenvorstadt, des heutigen [[Jerusalem]]er Stadtteils [[Talpiot]]h.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 43&amp;quot;/&amp;gt; Er führte Terrassenstraßen um die Anhöhe Talpioths hinauf bis zur Kuppe, wo Kauffmann öffentliche Bauten für Kultur und Erziehung vorsah.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 43&amp;quot;/&amp;gt; Die Palestine Land Development Co. hatte von den Herren Amin Nassif und Matari ein Dünengelände am Mittelmeer nördlich der Tel Aviver Allenby-Straße bis etwa zum heutigen Rechov Mapu und östlich etwa bis zum heutigen &amp;#039;&amp;#039;Rechov Ben-Jehuda&amp;#039;&amp;#039; reichend erworben und Kauffmann beauftragt, die Planung zu übernehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; Sein Plan vom Juli 1921 wurde von [[Patrick Geddes]] nicht in den 1925 bis 1929 ausgearbeiteten [[Geddes-Plan]] zum Ausbau Tel Avivs nach Norden übernommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; 1927 berief die britische Mandatsregierung Kauffmann in die palästinensische Stadtplanungskommission.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Artlog Kauffmann&amp;quot;&amp;gt;[http://artlog.co.il/telaviv/19.html &amp;quot;Architect Richard Kauffmann / אדריכל ריכרד קאופמן&amp;quot;], auf: [http://artlog.co.il/ &amp;#039;&amp;#039;Artlog&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 26. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die [[Levante-Messe]]n (1932–1934) in Tel Aviv entwarf er viele Pavillons.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Artlog Orient&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.artlog.co.il/telaviv/orient.html |wayback=20160304025943 |text=&amp;#039;&amp;#039;The Orient Fair&amp;#039;&amp;#039;}}, Artlog.&amp;lt;/ref&amp;gt; Größere Architekturprojekte Kauffmanns waren unter anderem der Campus der [[Hebräische Universität Jerusalem|Hebräischen Universität]] auf dem [[Skopus (Berg)|Berge Skopus]], den er mit [[Ossip Klarwein]] und [[Heinz Rau]] entwarf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; Auch das [[Kinder- und Jugenddorf Ben Shemen]] entstand ab 1927 nach seinen Plänen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; In dem beschränkten Wettbewerb um den Bau des [[Beit Hadar]] in Tel Aviv, zu dem Kauffmann und drei Berufsgenossen eingeladen war, machte 1935 sein ehemaliger Mitarbeiter,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Metzger-Szmuk 1994 p2&amp;quot;&amp;gt;[[Nitza Metzger-Szmuk]] ({{he|נִיצָה מֶצְגֶּר-סְמוּק&amp;amp;lrm;}}), &amp;#039;&amp;#039;Bauhaus Tel Aviv Site Plan / תֵּל־אָבִיב מַפַּת הָאֲתָרִים&amp;#039;&amp;#039;, Boʿaz Ben-Menasche ({{he|בֹּעַז בֶּן-מְנַשֶּׁה&amp;amp;lrm;}}; Übers.), Tel Aviv-Jaffa: {{he|קֶרֶן תֵּל־אָבִיב לְפִתּוּחַ&amp;amp;lrm;}}, 1994, Abschnitt&amp;amp;nbsp;2.&amp;lt;/ref&amp;gt; der inzwischen selbständige Architekt [[Carl Rubin]] das Rennen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 p108&amp;quot;&amp;gt;Myra Warhaftig, &amp;#039;&amp;#039;Sie legten den Grundstein – Leben und Wirken deutschsprachiger Architekten in Palästina 1918-1948&amp;#039;&amp;#039;, Berlin: Wasmuth, 1996, S.&amp;amp;nbsp;108. ISBN 978-3-8030-0171-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kauffmann entwarf die Pläne für verschiedene neue oder stark erweiterte Städte, z. B. [[Afula]] und [[Herzlia]], sowie neue Viertel wie Talpioth, [[Rechavia]] (Nord), [[Beith HaKerem]] und [[Kirjat Mosche]] in Jerusalem und [[Hadar HaKarmel]], [[Neweh Schaʾanan]], [[Bat Galim|Bat Gallim]] und [[Karmel Mitte]] in [[Haifa]] oder die [[Weiße Stadt (Tel Aviv)|Weiße Stadt in Tel Aviv]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; Die American Zion Commonwealth Ltd. gab Kauffmann den Auftrag, für Afula einen Entwicklungsplan zu erstellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; Kauffmann nahm die zentrale Lage Afulas an Verkehrswegen und nahe an der produktiven Landwirtschaft in der Jesreelebene als Ausgangspunkt, um es zu einer Stadt als Standort zentraler Dienste für die Landwirtschaft (Landmaschinenhandel, Mühlen, Silos, Agrarveredelung) zu entwickeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; Die nach seinen Plänen abgesteckten Grundstücke wurden 1925/1926 an wohlmeinende Investoren in Nordamerika verkauft, die meist nicht bauten und entwickelten, sondern das Land – auch wegen der Großen Depression – nur hielten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; Der Staat Israel hatte die amerikanischen Eigentümer der unbebauten Grundstücke dann nach 1948 enteignet, um sie selbst zu entwickeln, doch Afula wurde nicht das, was Kauffmann erwartet hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; Die neue Randlage mit abgeschnittenen Verkehrswegen, in die Afula durch das [[Waffenstillstandsabkommen von 1949]] geraten war, nahm ihm seinen geographischen Vorteil und die ländlichen Siedlungen des Jesreelebene hatten längst selbst für die benötigten zentralen Dienste Einrichtungen in eigener Regie geschaffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fünfte Alija, durch Hitlers [[Judenfeindlichkeit|antisemitische]] Politik befördert, brachte viele neue Aufgaben für Kauffmann, doch auch Hilferufe entwurzelter Menschen und Einwanderungswilliger, denen es an dem von der Mandatsregierung verlangten mitzubringenden Mindestvermögen mangelte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; Kauffmann gab manchem das fehlende Geld, das ihm selbst nicht viel bedeutete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; 1937, zu seinem 50. Geburtstag, wurde er mit einer großen Feier geehrt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 44&amp;quot;/&amp;gt; Die [[Bezalel Academy of Arts and Design|Schule für Kunsthandwerk Bezalel]] ehrte ihn 1947 mit einer Ausstellung zu seinen Werken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 44&amp;quot;/&amp;gt; Er wurde mit dem Ehrentitel „Erbauer Israels“ bedacht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 44&amp;quot;/&amp;gt; Nach der Gründung Israels verdrängten junge Absolventen des [[Technion]]s Kauffmann und gleichaltrige Kollegen, so dass er in seinen letzten Lebensjahren wenige Aufträge hatte. Er starb 1958 nach schwerer Krankheit in Jerusalem.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cohn 1978&amp;quot;/&amp;gt; Die dortige Straße &amp;#039;&amp;#039;Rechov haAdrichal&amp;#039;&amp;#039; ({{he|רחוב האדריכל&amp;amp;lrm;|de=Straße des Architekten}}) ist im Untertitel Kauffmann gewidmet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warhaftig 1996 44&amp;quot;/&amp;gt; Sein Grab befindet sich auf dem [[Har HaMenuchot]] im Westen Jerusalems.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie von Bauwerken Kauffmanns ==&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
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 | Bild3 = PikiWiki Israel 690 Economy of Israel תחנת טרנספורמציה ביפו 1924.jpg&lt;br /&gt;
 | Breite3 = 132&lt;br /&gt;
 | Untertitel3 = [[Turmstation]], Sderot Jeruschalajim, Tel Aviv-Jaffa, 1924 erbaut, 2010 abgerissen&lt;br /&gt;
 | Bild4 = נהלל - זאב שטיין.jpg&lt;br /&gt;
 | Breite4 = 270&lt;br /&gt;
 | Untertitel4 = Luftbild des ab 1921 kreisförmig angelegten Nahalals&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Richard Kauffmann}}&lt;br /&gt;
* Esther Kauffmann Forsen (Hrsg.): [http://www.richardkauffmann.com/wordpress/ &amp;#039;&amp;#039;Richard Kauffmann, Architect and Town Planner. A daughter&amp;#039;s perspective on his life and work.&amp;#039;&amp;#039;] (website)&lt;br /&gt;
* [[Ines Sonder]], {{Webarchiv | url=http://www.j-zeit.de/archiv/artikel.406.html | wayback=20071207100623 | text=„Wie ehrt man einen Architekten? Das Erbe von Richard Kauffmann – eine Chronologie wider das Vergessen“}}, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Jüdische Zeitung (Berlin)|Jüdische Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, April 2006, abgerufen am 3. Dezember 2012.&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118984640|titel=Kauffmann, Richard|datum=2021-10-29}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118984640|LCCN=no2017043224|VIAF=64807658}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kauffmann, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Israel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtplaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in Palästina zur Mandatszeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in Israel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Israeli]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kauffmann, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Architekt und Stadtplaner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Juni 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Februar 1958&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Jerusalem]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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