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	<title>Richard Hohly - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T19:22:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Hohly&amp;diff=1080247&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hajog: Kategorie:Verschollene Generation, Rainer Zimmermann</title>
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		<updated>2025-05-05T17:00:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie:Verschollene Generation, Rainer Zimmermann&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Hohly&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. März]] [[1902]] in [[Löwenstein]]; † [[11. April]] [[1995]] in [[Bietigheim-Bissingen]]) war ein deutscher [[Malerei|Maler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Richard Hohly wurde 1902 in Löwenstein geboren. Sein Vater war Gastwirt und Winzer. Er besuchte von 1915 bis 1922 ein Lehrerseminar in [[Kirchheim unter Teck]] und in [[Heilbronn]] und war danach zunächst arbeitslos. Später arbeitete er als Hilfsarbeiter und in einer Bank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1924 studierte er an der [[Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart|Kunstakademie Stuttgart]] und machte seinen Abschluss für das höhere Lehramt 1929/1930. Dazwischen war er 1926 Meisterschüler der [[Kunsthochschule Kassel|Kunstakademie Kassel]]. Im Jahre 1930 traf er den Maler [[Edvard Munch]] und schloss sich der [[Berliner Sezession]] an. Zu dieser Künstlergruppe gehörten damals unter anderen [[Max Pechstein]], [[Lovis Corinth]], [[Emil Nolde]], [[Max Slevogt]], [[Max Liebermann]]. Von 1932 bis 1934 arbeitete er als Kunstlehrer im [[Kreisgymnasium Riedlingen|damaligen Progymnasium Riedlingen]]. In [[Riedlingen]] heiratete er Annemarie Neumann aus Pyritz in Pommern. Unter seinen bekanntesten Arbeiten in Riedlingen gehören 12 Wandbilder im Festsaal des Gymnasiums, die 1932 erstellt, 1933 zerstört und 1998 wiederhergestellt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pressreader.com/germany/schwaebische-zeitung-riedlingen/20170811/282265255528730 |titel=Der arme Lehrer und der Großgrundbesitzer |abruf=2023-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Aßfalg: „Neben seinem ordentlichen Beruf noch Kunstmaler“ Richard Hohly (1902–1995) zum 20. Todesjahr. J38H2S51.pdf (gfh-biberach.de)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 wurden in der NS-Aktion „[[Entartete Kunst]]“ sein Bild &amp;#039;&amp;#039;Dame mit Bedienung&amp;#039;&amp;#039; (Öl auf Leinwand, 70 × 61 cm, 1930)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://emuseum.campus.fu-berlin.de/eMuseumPlus?service=direct/1/ResultDetailView/result.t1.collection_detail.$TspImage.link&amp;amp;sp=10&amp;amp;sp=Scollection&amp;amp;sp=SfieldValue&amp;amp;sp=0&amp;amp;sp=13&amp;amp;sp=3&amp;amp;sp=SdetailView&amp;amp;sp=0&amp;amp;sp=Sdetail&amp;amp;sp=2&amp;amp;sp=F |titel=Stale Session |abruf=2022-07-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem [[Ulmer Museum]] beschlagnahmt. Sein Verbleib ist ungeklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;Datenbank zum Beschlagnahmeinventar der Aktion „Entartete Kunst“, Forschungsstelle „Entartete Kunst“, FU Berlin &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hohly wurde 1936 aus politischen Gründen von Leonberg nach Bietigheim versetzt und unterrichtete am dortigen Gymnasium bis zu seiner Pensionierung 1967. Im November 1941 wurde er zum Militär eingezogen. Er wurde zunächst an der Ostfront – in [[Wolgograd|Stalingrad]] und der [[Ukraine]] – als „Kriegsmaler [[Sonderführer]]“ im Range eines Leutnants eingesetzt. Die Aufgabe der [[Kriegsmaler]] war es, den Krieg zu verherrlichen, die Soldaten ideologisch zu motivieren und die Kampfmoral zu unterstützen. Die Bilder Hohlys wurden aber als negativ eingestuft und als „propagandistisch nicht verwertbar“. Da er in den russischen und ukrainischen Menschen nicht wie gefordert die „slawischen [[Untermensch]]en“ sah, stellte er diese viel zu menschlich und nach Ansicht der Nationalsozialisten zu „sympathisch“ dar. Seine etwa 50 Studien und Skizzen aus dieser Zeit, die vernichtet werden sollten, konnte er im März 1943 wieder in seinen Besitz bringen, so dass diese den Krieg überdauerten. Im März 1943 wurde er nach Frankreich zum Nachrichtendienst abkommandiert. Dort begegnete er [[Ernst Jünger]], der in Paris stationiert war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Birk&amp;quot;&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20070221162852/http://www.mgfa.de/pdf/ZMG%2003%202006.pdf Eberhard Birk: &amp;#039;&amp;#039;Der Kriegsmaler Richard Hohly – Russland zu sympathisch gesehen, propagandistisch nicht verwertbar.&amp;#039;&amp;#039;] Veröffentlichung des [[Militärgeschichtliches Forschungsamt|Militärgeschichtlichen Forschungsamtes]] in Potsdam: Militärgeschichte Heft 3/2006, Seite 18ff (PDF-Datei, 3,4 MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Löwenstein Grab Hohly 20100402.jpg|mini|Grab der Familie Hohly]]&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg war er Mitglied in der Künstlergruppe &amp;#039;&amp;#039;[[Der Rote Reiter]]&amp;#039;&amp;#039; und setzte sich intensiv mit der [[Farbenlehre]] von [[Adolf Hölzel]] und [[Johann Wolfgang von Goethe]] sowie den Ideen von [[Rudolf Steiner]] auseinander. In den 1950er Jahren schuf er &amp;#039;&amp;#039;[[Kunst am Bau]]&amp;#039;&amp;#039; und entwickelte eine eigene Technik der &amp;#039;&amp;#039;Glasintarsie&amp;#039;&amp;#039;. Bei dieser [[Glasmalerei]] ohne Zwischenstege klebte er farbige Gläser auf eine Trägerscheibe. Die einzelnen Stücke wurden dabei durch eine von ihm entwickelte &amp;#039;&amp;#039;Lichtfuge&amp;#039;&amp;#039; aus Kunstharz verbunden. Diese Technik ermöglichte ihm das Übereinandersetzen verschiedener Gläser, die leuchtende Zwischentöne erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine erste Frau Annemarie starb 1976. Danach schuf er sich sein eigenes Museum, die &amp;#039;&amp;#039;Felsengalerie&amp;#039;&amp;#039; in Bietigheim-Bissingen. 1978 heiratete er ein zweites Mal. Er erhielt im selben Jahr für sein umfangreiches künstlerisches Lebenswerk die [[Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg|Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Birk&amp;quot; /&amp;gt; Richard Hohly starb 1995 in Bietigheim-Bissingen und wurde in seiner Heimatstadt Löwenstein auf dem Waldfriedhof beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
Seine Werke sind durch expressionistische Farbigkeit und vor allem durch ihre religiösen, christlich-philosophischen sowie meditativen Motive gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werke Hohlys befinden sich heute unter anderem im Stadt- und Manfred-Kyber-Museum Löwenstein, im Rathaus und in der Gaststätte &amp;#039;&amp;#039;Hohly&amp;#039;&amp;#039; in Löwenstein sowie im Archiv der Städtischen Museen in Heilbronn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard Hohly wäre im Jahre 2002 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass wurde eine Ausstellung mit dem Titel „Themen in Variationen“ vom 27. September 2002 bis 17. November 2002 in der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen durchgeführt. Dort wurde ein Querschnitt seines Schaffens mit rund 125 Werken gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.kunst-und-kultur.de/Museumsdatenbank/show/m_o_ausstellung.php/12/ | wayback=20070928170717 | text=Museumsdatenbank bei kunst-und-kultur.de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Richard Hohly, Dorothea Rapp: &amp;#039;&amp;#039;Richard Hohly. Leben und Werk – Lebens-Bilder von Richard Hohly.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1980, ISBN 3-7725-0726-3&lt;br /&gt;
* Herbert Eichhorn, Richard Hohly, Lieselotte Hahn: &amp;#039;&amp;#039;Richard Hohly zum neunzigsten Geburtstag, 12. September bis 15. November 1992.&amp;#039;&amp;#039; Städtische Galerie, Bietigheim-Bissingen, Kultur- und Sportamt der Stadt, 1992, ISBN 3-927877-09-3.&lt;br /&gt;
* Herbert Eichhorn, Richard Hohly, Isabell Schenk-Weininger: &amp;#039;&amp;#039;Richard Hohly Zum 100. Geburtstag, Themen in Variationen.&amp;#039;&amp;#039; Städtische Galerie, 27. September bis 17. November 2002. Bietigheim-Bissingen 2002, ISBN 3-927877-53-0.&lt;br /&gt;
* [[Rainer Zimmermann (Kunsthistoriker)|Rainer Zimmermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Expressiver Realismus: Malerei der verschollenen Generation&amp;#039;&amp;#039;. Hirmer, Berlin 1994, ISBN 3-7774-6420-1, S. 390&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118552872}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.stadt-loewenstein.de/stadt-loewenstein/geschichte/richard-hohly/ |wayback=20170706154335 |text=Richard Hohly auf der Internet-Präsenz der Stadt Löwenstein}}&lt;br /&gt;
* [https://landhaus-hohly.de/kuenstler-richard-hohly.html Zum Leben und Werk des Künstlers Hohly auf der Webpräsenz „Landhaus Hohly“, Löwenstein]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118552872|LCCN=n/81/56086|VIAF=72185755}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hohly, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler im Beschlagnahmeinventar „Entartete Kunst“]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verschollene Generation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Löwenstein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1995]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hohly, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Künstler und Kunstmaler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. März 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Löwenstein]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. April 1995&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bietigheim-Bissingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hajog</name></author>
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