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	<title>Richard Großkopf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T14:12:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Gro%C3%9Fkopf&amp;diff=2085302&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gloser: /* KPD-Funktionär */ Erg. mit Nachw., Verlinkungen</title>
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		<updated>2026-04-21T09:35:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;KPD-Funktionär: &lt;/span&gt; Erg. mit Nachw., Verlinkungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Großkopf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Mai]] [[1897]] in [[Berlin]]; † [[16. März]] [[1977]] ebenda) war ein [[deutscher]] [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus]] und späterer Oberst und Abteilungsleiter in der [[Hauptverwaltung A]] (HVA), des Auslandsnachrichtendienstes innerhalb des [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministeriums für Staatssicherheit]] (MfS) der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== KPD-Funktionär ===&lt;br /&gt;
Großkopf erlernte nach der [[Volksschule]] den Beruf des [[Kartograph]]en. 1916 trat er der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] bei. Bis zu seiner Einberufung 1917 arbeitete er als [[Technischer Zeichner]] in der [[Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt|Versuchsanstalt für Luftfahrt]] auf dem [[Flugplatz Johannisthal]]. 1917 wechselte er zur [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]]. Bis 1918 kämpfte er im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende betätigte er sich als [[Lithograph]] in verschiedenen Berliner Betrieben. 1919 wechselte er zur [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]], wurde Mitglied der [[Rote Hilfe Deutschlands|Roten Hilfe Deutschlands]] (RHD), der [[Internationale Arbeiterhilfe|Internationalen Arbeiterhilfe]] (IAH) und der [[Liga gegen den Imperialismus]]. Von 1919 bis 1923 war er außerdem Vorsitzender der Graphischen Jugend in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1920 bis 1933 war Großkopf hauptamtlicher Mitarbeiter und Abteilungsleiter im Zentralkomitee der KPD. Er war leitendes Mitglied des [[Antimilitärischer Apparat|Antimilitärischen Apparats]], des bis 1937 bestehenden, illegalen Nachrichtendienstes der KPD. Großkopf leitete die Abteilung „Bücherei“, die mit Pass- und Dokumentenfälschungen befasst war. Zu diesem Zweck gründete er mit anderen die &amp;#039;&amp;#039;Klischee-Werkstatt Schulz &amp;amp; Großkopf.&amp;#039;&amp;#039; Schon zur Zeit der [[Weimarer Republik]] hatte ihn die [[Preußische Geheimpolizei#Die politische Polizei während der Republik|Politische Polizei]] ins Visier genommen. Im November 1932 hob sie unter [[Karl Giering]] die Fälscherzentrale in der [[Bundesallee (Berlin)|Kaiseralle 48a]] in [[Berlin-Wilmersdorf]] aus. Großkopf und seine Mitarbeiter konnten untertauchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Thilo Gabelmann (e. i. Egon Grübel): &amp;#039;&amp;#039;Thälmann ist niemals gefallen? Eine Legende stirbt&amp;#039;&amp;#039;. Das Neue Berlin, Berlin 1996, ISBN 3-359-00800-6, S. 75 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] der [[Nationalsozialisten]] und dem Verbot kommunistischer Betätigung im März 1933 am 3. Mai 1933 verhaftet, verurteilte der [[Volksgerichtshof]] Großkopf am 13. Januar 1935 wegen „Vorbereitung zum [[Hochverrat]]“ zu neun Jahren Zuchthaus. Er verbüßte sie in [[Luckau]], im [[Emslandlager|Moorlager Papenburg]] und ab 1942 im [[KZ Buchenwald]]. Hier war er als Leiter des kommunistischen Abwehrapparats Mitglied der illegalen Parteileitung und zeitweise Leiter des internationalen Lagerkomitees. Nach der [[Befreiung vom Nationalsozialismus]] war er einige Wochen in der Prüfstelle des Lagers Buchenwald tätig und mit der Fahndung nach aktiven Nationalsozialisten beauftragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== MfS-Mitarbeiter in der DDR ===&lt;br /&gt;
Im Juli 1945 ließ sich Großkopf in [[Weimar]] nieder und leitete die dortige Betreuungsstelle für [[Opfer des Faschismus]] im Amt für Arbeit und Sozialfürsorge des [[Land Thüringen (1920–1952)|Landes Thüringen]]. Zugleich war er als Verbindungsmann der KPD-Bezirksleitung Thüringen zum ZK der KPD tätig. Im Zusammenhang mit parteiinternen Ermittlungen über [[Funktionshäftling]]e wurde Großkopf im Februar 1946 kurzzeitig aus der KPD ausgeschlossen, was im März 1946 zurückgenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Friedrichsfelde Zentralfriedhof, Pergolenweg - Großkopf, Richard 02.jpg|mini|Grabstätte]]&lt;br /&gt;
Im Mai 1946 ging Großkopf zur [[Deutsche Volkspolizei|Deutschen Volkspolizei]] und wurde Leiter der Personalabteilung der Kriminalpolizei im Polizei-Präsidium [[Groß-Berlin]]. Im Mai 1949 wurde er Leiter der Abteilung für Pass- und Meldewesen und war unter anderem mit der Auswertung der aus dem britischen Sektor geraubten „[[3-Millionen-Kartei]]“, einer NS-Kartei über Bürger Berlins, befasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. November 1951 wechselte Großkopf zum Außenpolitischen Nachrichtendienst (APN), dem Vorläufer der [[Hauptverwaltung A]] (HVA). Er wurde Leiter der Abteilung 2, zuständig für Dokumentation, stieg noch im selben Jahr zum stellvertretenden Hauptabteilungsleiter für operative Technik auf und wurde zum Oberst befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1953 wurde der APN in das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) integriert. Großkopf wurde in seinen Funktionen bestätigt. Am 29. Januar 1959 wurde er Leiter der Abteilung L der HVA (auch Abteilung 35 des MfS), zuständig für die „Herstellung operativer Dokumente“. Am 1. Oktober 1961 ging Großkopf in den Ruhestand.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Koch, Udo Wohlfeld: &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Buchenwaldkomitee. Die Periode von 1945 bis 1958.&amp;#039;&amp;#039; Weimar 2010, ISBN 978-3-935275-14-9, S. 176.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Urne wurde in der [[Gräberanlage Pergolenweg|Gräberanlage „Pergolenweg“]] des Berliner [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde|Zentralfriedhofs Friedrichsfelde]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1955 [[Vaterländischer Verdienstorden]] (VVO) in Silber&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Neues Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039;, 6. Oktober 1955, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1957 [[Held der Arbeit]]&lt;br /&gt;
* 1958 [[Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus]]&lt;br /&gt;
* 1958 [[Medaille für die Teilnahme an den bewaffneten Kämpfen der deutschen Arbeiterklasse in den Jahren 1918 bis 1923|Medaille für Teilnahme an den Kämpfen 1918 bis 1923]]&lt;br /&gt;
* 1958 [[Verdienstmedaille der Nationalen Volksarmee|Verdienstmedaille der NVA]]&lt;br /&gt;
* 1965 [[Ernst-Moritz-Arndt-Medaille]]&lt;br /&gt;
* 1967 VVO in Gold&lt;br /&gt;
* 1967 [[Kampforden „Für Verdienste um Volk und Vaterland“]]&lt;br /&gt;
* 1977 Ehrenspange zum VVO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=richard-grosskopf|lemma=Grosskopf, Richard|autor=[[Jens Gieseke (Historiker)|Jens Gieseke]], [[Bernd-Rainer Barth]]|band=1|idNum=1119}}&lt;br /&gt;
* Siegfried Grundmann: [http://www.iwk-online.de/2004-4_grundmann.html &amp;#039;&amp;#039;Richard Großkopf und die kommunistische Paßfälscherorganisation.&amp;#039;&amp;#039;] In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, Heft 4 (2004), S. 423–464&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=131864734|LCCN=|VIAF=50371527}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grosskopf, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstandskämpfer im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Antimilitärischen Apparat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberst des Ministeriums für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens (Ehrenspange)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Held der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1977]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Roten Hilfe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizist (SBZ bzw. DDR)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Großkopf, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Widerstandskämpfer und Oberst des MfS der DDR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Mai 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. März 1977&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gloser</name></author>
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