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	<title>Richard Gosche - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Gosche&amp;diff=734386&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TWsk am 12. Juli 2025 um 21:43 Uhr</title>
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		<updated>2025-07-12T21:43:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Richard Gosche 001.JPG|mini|hochkant|Richard Gosche]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Gosche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Juni]] [[1824]] in Neuendorf bei [[Krosno Odrzańskie|Crossen]]; † [[29. Oktober]] [[1889]] in [[Halle (Saale)|Halle]] an der Saale) war ein deutscher [[Liste von Literaturhistorikern|Literarhistoriker]] und [[Orientalist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gosche war das erste von neun Kindern eines Pfarrers, der 1826 die Pfarre in [[Wellmitz]] bei [[Guben]] angenommen hatte, und wurde von seinem Vater auf den Besuch des Gymnasiums vorbereitet. Er zog im Jahr 1838 im Alter von 14 Jahren zu seinem Großvater mütterlicherseits nach Leipzig und besuchte dort drei Jahre lang das [[Alte Nikolaischule (Leipzig)|Nikolaigymnasium]]. Nach bestandener Reifeprüfung schrieb er sich im April 1842 an der [[Universität Leipzig]] für ein Studium der [[Theologie]] ein. Er befasste sich zudem bald eingehend mit philologischen und historischen Studien, besuchte Vorlesungen für germanische, griechische und lateinische Sprachen und lernte Arabisch, Äthiopisch, Sanskrit und Persisch. Während der fünf Semester, die er dort absolvierte, waren unter anderem [[Heinrich Leberecht Fleischer]], [[Hermann Brockhaus]], [[Gottfried Hermann (Philologe)|Gottfried Hermann]], [[Wilhelm Adolf Becker]] und [[Moriz Haupt]] seine Professoren. Im Herbst 1844 wechselte er an die Universität Berlin, um sein Studium der klassischen und neueren Sprachwissenschaften, der orientalischen [[Philologie]] und der [[Orientalistik]] fortzusetzen. Hier besuchte er das philologische Seminar bei [[August Boeckh]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sein Studium zu finanzieren, gab er Privatunterricht und betätigte sich als Theaterkritiker. Am 17. August 1847 erhielt er nach seiner [[Promotion (Doktor)|Promotion]] mit der Dissertation &amp;#039;&amp;#039;De Ariana linguae gentisque Armenicae indole prolegegomena&amp;#039;&amp;#039; eine Stelle als Bibliothekar an der [[Alte Bibliothek (Berlin)|königlichen Bibliothek]]. In der Abhandlung hatte er die Zugehörigkeit des [[Armenische Sprache|Armenischen]] zum [[Indogermanische Sprachen|indoeuropäischen Sprachkreis]] untersucht. In der Bibliothek begann er damit ein Verzeichnis der arabischen Handschriften anzulegen. Am 5. Februar 1853 [[Habilitation|habilitierte]] er sich mit einer unveröffentlichten Schrift über die arabischen Übersetzungen griechischer Literaturwerke in der Fachrichtung für orientalische Philologie und [[Literaturgeschichte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gosche befasste sich zudem eingehend mit der deutschen Literaturgeschichte und unterrichtete ab 1859 dieses Fach an der [[Kriegsakademie]]. Er veröffentlichte in den &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Preußischen Akademie der Wissenschaften&amp;#039;&amp;#039; eine Studie über [[Al-Ghazālī|Gazzalis]] Leben und Werke und war 1860 außerordentlicher Professor an der Berliner Universität. 1862 wurde er als ordentlicher Professor der morgenländischen Philologie und für [[semitische Sprachen]] mit Ausnahme des [[Sanskrit]] an die Universität in Halle berufen, wo er auch literarhistorische Vorlesungen hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gehörte dem Vorstand der [[Deutsche Morgenländische Gesellschaft|Deutschen Morgenländischen Gesellschaft]] an und verfasste mehrere Jahresberichte über die aktuelle Fachliteratur in der von der Gesellschaft herausgegebenen Zeitschrift. Er war 1865 Gründer und Herausgeber des &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuchs für Literaturgeschichte&amp;#039;&amp;#039; und seit 1870 des &amp;#039;&amp;#039;Archivs für Literaturgeschichte&amp;#039;&amp;#039; sowie Feuilletonist bei der &amp;#039;&amp;#039;Saale-Zeitung&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{DeutBiogrEnz |Lemma=Gosche, Richard, Literaturhistoriker |Auflage=2 |Band=4 |SeiteVon=100 |Kommentar=Leseprobe |Online={{archive.org |deutschebiograph0000unse_k7b0 |Blatt=100}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch für die Berliner &amp;#039;&amp;#039;Vossische Zeitung&amp;#039;&amp;#039; schrieb er zahlreiche Beiträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Gosche heiratete 1854 Klara (geborene Dieterici), die Tochter des Statistikers Wilhelm Dieterici (23. August 1790–30. Juli 1859) und Schwester seines Studienkollegen [[Friedrich Heinrich Dieterici]]. Aus der Ehe gingen drei Töchter hervor.&lt;br /&gt;
* [[Agnes Gosche]] (26. August 1857–14. März 1928) wurde Kunsthistorikerin und Philologin und war eine Wegbereiterin der beruflichen Frauenbildung in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De Ariana linguae gentisque Armeniacae indole prolegomena.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1847 (Dissertation).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sebastian Frank als Geograph.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1853.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Alhambra und der Untergang der Araber in Spanien.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1854 (Vortrag).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftliche Jahresberichte über die morgenländischen Studien.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1857 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Al-Ghazzalis Leben und Werke.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1858 ({{archive.org |berghazzls00gosc}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Kitab-el-awâil.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1865.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die zehnte Muse. Ein philologischer Festprolog.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1868.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Litteraturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1870–1871 (von [[Franz Schnorr von Carolsfeld]] fortgesetzt).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Lieder und Reime von Straßburg bis zum Beginn der Reformation.&amp;#039;&amp;#039; 1872 (Studien).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Richard Wagners Frauengestalten.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1883 (zu Bildern von Bauer und Limmer).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Georg Ebers der Forscher und Dichter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Dichter der Gegenwart. Biographisch-litterarische Charakterbilder.&amp;#039;&amp;#039; Edwin Schloemp, Leipzig 1887 ({{archive.org|georgevers00goscgoog}}).&lt;br /&gt;
Als Mitautor&lt;br /&gt;
* Mit [[Benno Tschischwitz]] revidierte und kommentierte er die Grotesche Ausgabe der Schlegel-Tieckschen [[William Shakespeare|Shakespeare]]-Übersetzung, Berlin 1875.&lt;br /&gt;
* Mit [[Robert Boxberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Lessings Werke.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1875.&lt;br /&gt;
Als Mitherausgeber&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus deutschen Lesebüchern. Dichtungen in Poesie und Prosa, erläutert für Schule und Haus.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände 1881–1882.; Georg Ebers, der Forscher und Dichter, 1887; Richard Posthum&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungsblätter für seine Freunde. Biographie und ausgewählte Aufsätze.&amp;#039;&amp;#039; 1890.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Meyers Online|7|531|spezialkapitel=Gosche|kapiteltext=Gosche, Richard, Litterarhistoriker und Orientalist}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|49|469|474|Gosche, Richard Adolf|Ludwig Fränkel|ADB:Gosche, Richard}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Wilhelm Kosch&lt;br /&gt;
   |Titel=Gosche, Richard Adolf&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Deutsches Literatur-Lexikon: biographisch-bibliographisches Handbuch&lt;br /&gt;
   |Verlag=A. Francke&lt;br /&gt;
   |Ort=Bern&lt;br /&gt;
   |Datum=1978&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-7720-1283-3&lt;br /&gt;
   |Spalten=611–611&lt;br /&gt;
   |Online={{archive.org |deutschesliterat0000kosc_e1i7 |Blatt=n323}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{CPH}}&lt;br /&gt;
* [http://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/nachlaesse/gosche.htm Nachlass Gosche]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116775424|LCCN=no93027500|VIAF=59844309}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gosche, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Archäologischen Gesellschaft zu Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1824]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gosche, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gosche, Richard Adolf&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Autor und Orientalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Juni 1824&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Neuendorf bei [[Krosno Odrzańskie|Crossen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Oktober 1889&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Halle (Saale)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TWsk</name></author>
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