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	<title>Richard Goldschmidt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T23:01:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: ersetze direkte Einbindung von CSS-Klasse durch &lt;a href=&quot;/index.php/Vorlage:Person&quot; title=&quot;Vorlage:Person&quot;&gt;Vorlage:Person&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Baruch-Benedikt Goldschmidt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. April]] [[1878]] in [[Frankfurt am Main]]; † [[24. April]] [[1958]] in [[Berkeley]], [[Kalifornien]]/[[USA]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Biologe]] und [[Genetiker]]. Sein offizielles [[Autorenkürzel der Botaniker und Mykologen|botanisches Autorenkürzel]] lautet „{{Person|Goldschm.}}“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Richard Goldschmidt war der Sohn eines Frankfurter Kaufmanns und besuchte dort auch das [[Goethe-Gymnasium (Frankfurt)|Goethe-Gymnasium]]. 1899 machte er Abitur und studierte zunächst an der [[Universität Heidelberg]] [[Medizin]] und [[Zoologie]] bei [[Otto Bütschli]] und [[Carl Gegenbaur]]. Anschließend studierte Goldschmidt an der [[Universität München]] bei [[Richard Hertwig]], wo er seine Dissertation fertigte. Er wurde 1902 bei Otto Bütschli in Heidelberg zum Dr. phil. promoviert. Danach arbeitete er wieder bei Richard Hertwig als Assistent in München. 1904 habilitierte er sich in Zoologie mit einer Arbeit über die [[Karyokinese]] der [[Chromidien]] der [[Protozoen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. März 1906 heiratete Goldschmidt nach 2½-jähriger Verlobungszeit Else Kühnlein (1882–1967). 1906 und 1907 wurden die beiden Kinder Ruth und Hans geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;Helga Satzinger: &amp;#039;&amp;#039;Differenz und Vererbung. Geschlechterordnungen in der Genetik und Hormonforschung 1890–1950.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln u. a. 2009, ISBN 978-3-412-20339-9, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1906 wurde Goldschmidt zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt, 1909 wurde er außerordentlicher Professor an der Universität München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 wurde Goldschmidt nach [[Berlin]] an das in [[Berlin-Dahlem|Dahlem]] neu gegründete [[Kaiser-Wilhelm-Institut]] für Biologe als Abteilungsleiter für [[Genetik]] der Tiere berufen; 1919 wurde er zweiter Direktor des Instituts. Sein für die Pflanzen zuständiger Kollege war [[Carl Correns]], einer der drei Wiederentdecker der [[Mendelsche Regeln|mendelschen Regeln]]. Er arbeitete dort unter anderem auch mit [[Max Hartmann (Zoologe)|Max Hartmann]], [[Otto Meyerhof]], [[Carl Neuberg]] und [[Otto Warburg (Biochemiker)|Otto Warburg]] eng zusammen. Zu seinen Assistenten gehörte von 1920 bis 1923 der [[Genetik|Erbbiologe]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ute Felbor: &amp;#039;&amp;#039;Rassenbiologie und Vererbungswissenschaft in der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg 1937–1945&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Forschungen. Beiheft.&amp;#039;&amp;#039; 3). Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1995, ISBN 3-88479-932-0, S. 146 f. und 156, (Zugleich: Würzburg, Universität, Dissertation, 1995).&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Günther Just]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 konnte Goldschmidt, von einem Studienaufenthalt aus Japan kommend, kriegsbedingt nicht nach Deutschland zurückkehren – und gelangte auf diesem Weg in die USA. Den unfreiwilligen Aufenthalt nutzte er zu Studien. Verstärktes Engagement der USA auf Seiten der Alliierten führte dazu, dass auch die eigene Bevölkerung überzeugt werden musste: Die Folge waren Inhaftierungen in den USA lebender „gefährlicher Deutscher“. Im Mai 1918 wurde auch Goldschmidt inhaftiert. Nach dem Waffenstillstand Ende 1918 wurde er rasch wieder entlassen und kehrte im Juli 1919 nach Deutschland zurück&amp;lt;ref&amp;gt;Richard B. Goldschmidt: &amp;#039;&amp;#039;Im Wandel das Bleibende. Mein Lebensweg.&amp;#039;&amp;#039; Parey, Hamburg u. a. 1963, S. 174ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;. 1925 wurde er korrespondierendes Mitglied der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.badw.de/fileadmin/nachrufe/Goldschmidt%20Richard.pdf Richard Goldschmidt] Nachruf bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (PDF-Datei).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935 wurde Goldschmidt wegen seiner jüdischen Abstammung von den [[NSDAP|Nationalsozialisten]] ausgebürgert und emigrierte in die USA. Dort wurde er im selben Jahr zum Professor für Genetik und Zytologie an die [[University of California, Berkeley]] berufen. 1947 wurde er in die [[National Academy of Sciences]] gewählt. Seit 1950 war er korrespondierendes Mitglied der [[Heidelberger Akademie der Wissenschaften]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:How the term intersex was coined.jpg|mini|Wie der Begriff Intersex / [[Intersexualität]] geprägt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Richard Goldschmidt |Titel=Vorläufige Mitteilung über weitere Versuche zur Vererbung und Bestimmung des Geschlechts |Sammelwerk=Biologisches Centralblatt |Band=35 |Datum=1915 |Seiten=565–570 |Online=https://archive.org/stream/biologischeszent35rose#page/564/mode/2up}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Nachdem er zunächst bei Richard Hertwig entwicklungsphysiologische Forschungen betrieb, wandte er sich der Genphysiologie zu und leitete aus Untersuchungen bei [[Schmetterlinge]]n (&amp;#039;&amp;#039;Lymantria dispar&amp;#039;&amp;#039;) eine allgemeine Theorie der Geschlechtsbestimmung ab. Im Ergebnis dieser Forschungen prägte Goldschmidt im Oktober 1915 den heute in [[Medizin]] und [[Soziologie]] anerkannten Begriff der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Intersexualität]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter entdeckte Goldschmidt unter anderem die Tatsache der Konstanz von Zellzahl bei [[Nematoden]] bei [[Caenorhabditis elegans|Caenorhabditis]], er arbeitete über die Entwicklung und Heilung von Stress-Expression bei [[Drosophila]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er übernahm sehr früh die von [[Hermann Staudinger]] angeregte Vorstellung der [[Gen]]e als [[Makromolekül]]e und gründete darauf eine [[Physiologie|physiologische]] Theorie der [[Vererbung (Biologie)|Vererbung]], die allerdings noch die [[Proteine]] (anstelle der [[Nukleinsäuren]]) als alleinige Genbausteine annahm, im Prinzip aber den heutigen Vorstellungen sehr nahekam. Damit war Goldschmidt auch einer der Wegbereiter des [[Neodarwinismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldschmidt schlug ein Modell der [[Makroevolution]] vor, das auf [[Makromutation]]en beruht und als die [[Hopeful Monster|Hopeful-Monster-Hypothese]] bekannt wurde. Dieses Modell wurde gerade aus den Reihen des Neodarwinismus überwiegend abgelehnt, da es wegen der Annahme einer sprunghaften [[Evolution]] dem gewöhnlich als eine Grundlage des Darwinismus angesehenen [[Gradualismus]] widerspricht&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stephen J. Gould]]: &amp;#039;&amp;#039;The Return of Hopeful Monsters.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Natural History]].&amp;#039;&amp;#039; Band 86, Nummer 6, 1977, S. 24–30, ([https://web.archive.org/web/20071122121241/http://www.stephenjaygould.org/library/gould_hopeful-monsters.html online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;. Einige Forscher, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Günter Theißen]], sehen darin hingegen eine Möglichkeit, größere Innovationen und neue Baupläne in der Evolution zu erklären&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Theißen]]: &amp;#039;&amp;#039;The proper place of hopeful monsters in evolutionary biology.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Theory in Biosciences.&amp;#039;&amp;#039; Band 124, Nummer 3/4, 2006, S. 349–369, {{DOI|10.1016/j.thbio.2005.11.002}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Wissenschaft vom Leben oder Ascaris&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Verständliche Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 3/1–2, {{ISSN|0083-5846}}). Springer, Berlin u. a. 1927.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Richard B. Goldschmidt: &amp;#039;&amp;#039;In and out of the ivory tower. The autobiography of Richard B. Goldschmidt.&amp;#039;&amp;#039; University of Washington Press, Seattle WA 1960, (Diese Autobiographie hatte Goldschmidt 1958, kurz vor seinem Tod, abgeschlossen.).&lt;br /&gt;
** deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Im Wandel das Bleibende. Mein Lebensweg.&amp;#039;&amp;#039; Parey, Hamburg u. a. 1963.&lt;br /&gt;
* [[Lothar Jaenicke]]: &amp;#039;&amp;#039;Richard Goldschmidt (1878–1958) und die Theorie der Vererbung. Ein origineller Kopf und Anreger.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;biospektrum.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 9, Nummer 2, 2003, S. 156–160, ([https://www.biospektrum.de/magazinartikel/richard-goldschmidt-1878-1958-und-die-theorie-der-vererbung?dl=1 online]).&lt;br /&gt;
* [[Ilse Jahn]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Biologie. Theorien, Methoden, Institutionen, Kurzbiographien.&amp;#039;&amp;#039; 3., neubearbeitete und erweiterte Auflage. Spektrum, Heidelberg u. a. 2000, ISBN 3-8274-1023-1.&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|611|612|Goldschmidt, Richard Benedikt|Ilse Jahn|118540513}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118540513}}&lt;br /&gt;
* {{VifabioVK|Richard Goldschmidt}}&lt;br /&gt;
* {{IPNI|Goldschm.}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118540513|titel=Goldschmidt, Richard Benedict|datum=2021-10-06}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118540513|LCCN=n/80/6270|VIAF=9909100}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Goldschmidt, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of California, Berkeley)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Genetiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftliches Mitglied der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Goldschmidt, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Goldschmidt, Richard Baruch-Benedikt (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Biologe und Genetiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. April 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. April 1958&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berkeley (Kalifornien)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;InkoBot</name></author>
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