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	<title>Richard Gerstl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T19:50:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Gerstl&amp;diff=559997&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Martin Sg.: /* Ausstellungen (Auswahl) */ tk</title>
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		<updated>2025-12-15T16:09:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ausstellungen (Auswahl): &lt;/span&gt; tk&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Richard Gerstl 1902 (1903).jpg|mini|hochkant|Richard Gerstl, 1902]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sieveringer Friedhof - Richard Gerstl.jpg|mini|hochkant|Grabstätte auf dem [[Sieveringer Friedhof]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Gerstl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. September]] [[1883]] in [[Wien]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[4. November]] [[1908]] ebenda) war ein [[Österreich|österreichischer]] [[Porträtmalerei|Porträt-]] und [[Landschaftsmalerei|Landschaftsmaler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Richard Gerstl entstammte der wohlhabenden bürgerlichen Familie eines jüdischen Börsenmaklers.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Catrin Lorch |url=https://www.sueddeutsche.de/kultur/richard-gerstl-ausstellung-in-wien-kerle-wie-wir-1.4744428 |titel=Kerle wie wir |sprache=de |abruf=2020-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er besuchte das Wiener [[Bundesgymnasium Wien 8|Piaristengymnasium]], das er wegen disziplinärer Schwierigkeiten verlassen musste. Entgegen dem Wunsch seines Vaters interessierte sich Gerstl für die [[bildende Kunst]], dieser unterstützte seinen Sohn aber, nachdem er schon im Alter von 15 Jahren an der Akademie aufgenommen worden war. 1898 bis 1901 und dann wieder 1904 besuchte er die Wiener [[Akademie der bildenden Künste Wien|Akademie der bildenden Künste]] bei [[Christian Griepenkerl]]. Er eckte aber durch seine radikalen Ansichten und seine elitäre und egoistische Haltung überall an. 1900 bis 1901 studierte er bei [[Simon Hollósy]] in [[Nagybánya]] [[Landschaftsmalerei]], danach nahm er wieder Unterricht in Wien bei [[Heinrich Lefler]] („Systematische Specialschule für Landschaftsmalerei“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerstl interessierte sich für [[Philosophie]], [[Neurologie]], Fremdsprachen, [[Literatur]], [[Psychologie]] und [[Musik]]. Er knüpfte Beziehungen zu den Komponisten [[Gustav Mahler]] und [[Arnold Schönberg]]. Nachdem er Schönberg 1906 kennengelernt und dessen Familie gemalt hatte, entwickelte sich eine [[Liebesbeziehung]] zu dessen Frau Mathilde, von der Schönberg bald erfuhr.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe den Roman von Lea Singer: &amp;#039;&amp;#039;Wahnsinns Liebe&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Freundschaft zwischen Gerstl und Schönberg, die künstlerisch fruchtbar war (Schönberg kam durch Gerstl selbst zur Malerei,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.richardgerstl.com/chronology-of-gerstls-works/1906-1907/arnold-schonberg |titel=Arnold Schönberg {{!}} Richard Gerstl (1883-1908) |sprache=en |abruf=2025-12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) wurde durch Gerstls Verhältnis zu Mathilde Schönberg, zerstört. Im Sommer 1908 überraschte Schönberg die beiden [[in flagranti]]. Zwar drohte Gerstl mit [[Suizid|Selbstmord]], doch das Ehepaar Schönberg beschloss, der gemeinsamen Kinder wegen, beieinander zu bleiben. Allerdings saß Mathilde Schönberg noch wenige Tage vor seinem Tod in seinem Atelier Modell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst durchbohrte sich Gerstl mit einem Messer und erhängte sich vor einem Spiegel.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Margret Greiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Auf Freiheit zugeschnitten: Emilie Flöge.&amp;#039;&amp;#039; 5. Aufl. btb-Verlag, München 2016, ISBN 978-3-442-71413-1, S. 262.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor hatte er zahlreiche persönliche Aufzeichnungen und Gemälde verbrannt. Er wurde in einem [[Gewidmete Gräber der Stadt Wien|Ehrengrab]] auf dem [[Sieveringer Friedhof]] (Abteilung 1, Gruppe 2, Nummer 11) bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schönberg verarbeitete die Geschehnisse in seinem Drama mit Musik &amp;#039;&amp;#039;[[Die glückliche Hand]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Gerstl war ein Pionier des österreichischen [[Expressionismus]]. Die Schulausstellung der Wiener Akademie vom 7. bis 14. Juli 1907 war zu Lebzeiten die einzige nachgewiesene Ausstellung seiner Werke. Er stand zum zeitgenössischen Kunstbetrieb in radikaler Opposition und lehnte diesen ab; vor allem die Kunst des [[Jugendstil]]s und [[Gustav Klimt]]s akzeptierte er nicht. Als junger Künstler gehörte er viele Jahre lang zum sogenannten Schönberg-Kreis, seine Nähe zur [[Wiener Avantgarde]] war augenfällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seinen frühen Tod wurde sein Werk erst in den frühen 1930er Jahren entdeckt und erst nach 1945 seine Bedeutung erkannt und geschätzt. Dennoch ist er bis heute ein unbekannter Vertreter der großen österreichischen Expressionisten geblieben. Bis heute sind 60 Gemälde und acht Zeichnungen des Künstlers bekannt geworden; die meisten sind im [[Leopold Museum]] und in der [[Österreichische Galerie Belvedere|Österreichischen Galerie Belvedere]] in Wien zu besichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alois Gerstl fand im Atelier seines toten Bruders Leinwände und Skizzen vor, die er jahrelang von einer Spedition einlagern ließ. 34 Gemälde wurden schließlich durch den [[Galerist]]en [[Otto Kallir]] vor der Vernichtung gerettet. Er kaufte und restaurierte sie, seine Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Richard Gerstl – ein Malerschicksal&amp;#039;&amp;#039; sorgte 1931 für Aufsehen. München, Berlin und Aachen waren die nächsten Stationen der Wanderausstellung. Für die österreichische Szene war Gerstl eine Schlüsselfigur, die Maler der Nachkriegszeit bis hin zu den Aktionisten ließen sich von ihm inspirieren. Erst ab den 80er Jahren – vor allem durch Ausstellungen zum Wien der Jahrhundertwende – wurde Gerstl in den Kanon der Kunstgeschichte aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im [[Kunsthaus Zug]] beheimatete [[Stiftung Sammlung Kamm]] verfügt über zehn Gemälde auf acht Leinwänden des Künstlers. Sie reichen von Landschaften über Gruppenbildnisse bis hin zu Porträts und [[Selbstporträt]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Werkverzeichnis Richard Gerstl}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;180&amp;quot; caption=&amp;quot;Werkauswahl&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Richard Gerstl - Semi-Nude Self-Portrait - Google Art Project.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Selbstbildnis als Halbakt&amp;#039;&amp;#039;, 1902/04&lt;br /&gt;
Richard Gerstl - Die Schwestern Karoline und Pauline Fey - 4430 - Österreichische Galerie Belvedere.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Die Schwestern Karoline und Pauline Fey&amp;#039;&amp;#039;, 1905&lt;br /&gt;
Richard Gerstl - Frau mit Kind (Mathilde Schönberg mit Tochter Gertrud) - 5852 - Österreichische Galerie Belvedere.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Frau mit Kind (Mathilde Schönberg mit Tochter Gertrud)&amp;#039;&amp;#039;, 1906&lt;br /&gt;
Richard Gerstl - Trasse der Zahnradbahn auf den Kahlenberg - 5851 - Österreichische Galerie Belvedere.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Trasse der Zahnradbahn auf den Kahlenberg&amp;#039;&amp;#039;, 1907&lt;br /&gt;
Richard Gerstl - Professor Ernst Diez - 4036 - Österreichische Galerie Belvedere.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Professor Ernst Diez&amp;#039;&amp;#039;, vor 1907&lt;br /&gt;
Richard Gerstl - Mathilde Schönberg - 4757 - Österreichische Galerie Belvedere.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Mathilde Schönberg&amp;#039;&amp;#039;, vor dem Sommer 1907&lt;br /&gt;
Richard Gerstl - Selbstbildnis, lachend - 4035 - Österreichische Galerie Belvedere.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Selbstbildnis, lachend&amp;#039;&amp;#039;, 1908&lt;br /&gt;
Richard Gerstl- Gruppenbildnis mit Schönberg, 1907.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Gruppenbild mit Schönberg&amp;#039;&amp;#039;, 1908&lt;br /&gt;
Richard Gerstl - Nude Self-Portrait with Palette - Google Art Project.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Selbstbildnis als Akt&amp;#039;&amp;#039;, 1908&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Richard Gerstl Retrospektive&amp;#039;&amp;#039;, [[Schirn Kunsthalle Frankfurt]], 24. Februar bis 14. Mai 2017.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Richard Gerstl Retrospektive&amp;#039;&amp;#039;, [[Neue Galerie New York]], 29. Juni bis 25. September 2017.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Richard Gerstl. Inspiration – Vermächtnis&amp;#039;&amp;#039;, [[Leopold Museum]] Wien, 27. September 2019 bis 20. Jänner 2020.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Richard Gerstl. Inspiration – Vermächtnis&amp;#039;&amp;#039; [[Kunsthaus Zug]], 14. August 2022 bis 4. Dezember 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Gerstl hatte ein übersteigertes Selbstwertgefühl, war arrogant gegenüber Künstlerkollegen (Klimt) und eckte auch bei seinen Lehrern an. Er bestand auf einem eigenen Atelier, als er auf Einladung eines Professors in die &amp;#039;&amp;#039;Systematische Specialschule für Landschaftsmalerei&amp;#039;&amp;#039; wechselte. Vom Ministerium für Cultus und Unterricht verlangte er eine Entschädigung, als keines seiner Bilder in einer Schulausstellung gezeigt wurde. Er sah sich „von der Concurrenz um den Specialschulpreis ausgeschlossen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Leopold Museum]] und [[Kunsthaus Zug]], [[Hans-Peter Wipplinger]] und Matthias Haldemann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Richard Gerstl. Inspiration – Vermächtnis.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln, ISBN 978-3-9504592-6-5&lt;br /&gt;
* Stefan Üner: &amp;#039;&amp;#039;Richard Gerstl. Früh vollendet, spät entdeckt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Parnass&amp;#039;&amp;#039;, 3/2019, S. 118–124.&lt;br /&gt;
* Kunsthaus Zug, Matthias Haldemann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Harmonie und Dissonanz – Gerstl, Schönberg, Kandinsky. Malerei und Musik im Aufbruch.&amp;#039;&amp;#039; In Zusammenarbeit mit der Musikhochschule Luzern. Hatje Cantz, Ostfildern 2006, ISBN 978-3-7757-1821-9.&lt;br /&gt;
* {{AKL|52|292|294|Gerstl, Richard|[[Günter Meißner]]}}&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|1|429|430|Gerstl Richard|}}&lt;br /&gt;
* Walter Kleindel, Hans Veigl: &amp;#039;&amp;#039;Das große Buch der Österreicher. 4500 Personendarstellungen in Wort und Bild.&amp;#039;&amp;#039; Kremayr &amp;amp; Scheriau, Wien 1987, ISBN 3-218-00455-1.&lt;br /&gt;
* R. Coffer, J. Lloyd, I. Pfeiffer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Richard Gerstl – Retrospektive.&amp;#039;&amp;#039; Hirmer, München 2017, ISBN 978-3-7774-2753-9.&lt;br /&gt;
; Belletristik&lt;br /&gt;
* [[Eva Gesine Baur|Lea Singer]]: &amp;#039;&amp;#039;Wahnsinns Liebe.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2003, ISBN 3-421-05790-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Richard Gerstl}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119073226}}&lt;br /&gt;
* {{Zeno-Künstler|Kunstwerke/A/Gerstl,+Richard}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Gerstl,_Richard}}&lt;br /&gt;
* [https://stiftungsammlungkamm.ch/kuenstler/gerstl-richard/ Richard Gerstl] Stiftung Sammlung Kamm (Zug)&lt;br /&gt;
* Alexandra Matzner: [https://artinwords.de/richard-gerstl-leben-werk/ &amp;#039;&amp;#039;Richard Gerstl. Leben und Werk: Ausstellung in der Schirn, Frankfurt.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119073226|LCCN=n84154154|VIAF=67267822}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gerstl, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Porträtmaler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaftsmaler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler des Expressionismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildender Künstler (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gerstl, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Porträt- und Landschaftsmaler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. September 1883&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. November 1908&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Martin Sg.</name></author>
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