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	<title>Richard Finsterwalder - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T18:58:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Finsterwalder&amp;diff=331322&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pemba.mpimaji: https://de.wikipedia.org/wiki/Alois_Alzheimer</title>
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		<updated>2025-06-06T18:32:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;https://de.wikipedia.org/wiki/Alois_Alzheimer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Finsterwalder-richard-in-trommsdorff-paul-der-lehrkoerper-der-TH-hannover-1831-1931-hannover-1931-s069.jpg|mini|Richard Finsterwalder]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Finsterwalder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. März]] [[1899]] in [[München]]; † [[28. Oktober]] [[1963]] ebenda) war ein deutscher [[Geodät]] und [[Kartograf]]. Er wirkte als [[Hochschullehrer]] in [[Hannover]] und München und als Herausgeber zahlreicher Gebirgskarten. Seit 1928 war er verheiratet mit Maria Alzheimer, der Tochter von Cecilie und [[Alois Alzheimer]]. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Finsterwalder studierte Bauingenieurwesen und Vermessungswesen an der [[Technische Universität München|Technischen Hochschule München]], wo sein Vater [[Sebastian Finsterwalder]] (1862–1951) als Geodät und Professor für Mathematik wirkte&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.historisches-alpenarchiv.org/data/dokumente/main/30/00131108_m.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Diplom-Ingenieur|Ingenieurdiplom]] 1922 fand er als [[Kartograf]] beim [[Deutscher und Österreichischer Alpenverein|Deutschen und Österreichischen Alpenverein]] ein erstes berufliches Betätigungsfeld. Daneben erwarb er am 23. November 1923 den Titel Doktor der Ingenieurwissenschaften an der [[Karlsruher Institut für Technologie|TH Karlsruhe]] mit einer Dissertation unter dem Namen „Die gnomonische Reziprokalprojektion und ihre praktische Anwendung bei der Vermessung der Loferer Steinberge“&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.historisches-alpenarchiv.org/data/dokumente/main/30/00131108_m.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;. 1928 war er [[Topografie (Kartografie)|Topograph]] und stellvertretender Leiter der von der [[Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft]] finanzierten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| hrsg=Deutsche Forschungsgemeinschaft| url=https://www.gepris-historisch.dfg.de/person/5110299| sprache=deutsch| titel=Prof. Dr. Richard Finsterwalder bei GEPRIS Historisch | zugriff=2021-11-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Deutsch-Sowjetische Alai-Pamir-Expedition|Deutsch-Sowjetischen Alai-Pamir-Expedition]]. 1930 erlangte er die Habilitation mit einer Arbeit „Grenzen und Möglichkeiten der terrestrischen [[Fotogrammetrie]], besonders auf Forschungsreisen“&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.historisches-alpenarchiv.org/data/dokumente/main/30/00131108_m.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er bekam 1930 einen Lehrauftrag als Oberassistent am Geodätischen Institut der [[Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover|Technischen Hochschule Hannover]], wo er 1934 zum außerplanmäßigen Professor ernannt wurde&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.historisches-alpenarchiv.org/data/dokumente/main/30/00131108_m.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 nahm er an der [[Deutsche Nanga-Parbat-Expedition 1934|Deutschen Nanga-Parbat-Expedition 1934]] im [[Himalaya]] teil. Diese Teilnahme war auch mitentscheidend dafür, dass er weiterhin an der [[Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover|Technischen Hochschule Hannover]] lehren konnte. Er wurde 1940 Extraordinarius für Fotogrammetrie und Vermessungswesen und erhielt anschließend dort 1942 den ordentlichen Lehrstuhl für Vermessungswesen&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.historisches-alpenarchiv.org/data/dokumente/main/30/00131108_m.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finsterwalder galt in der [[NS-Zeit]] als „[[jüdisch versippt]]“, da seine Ehefrau als „[[Halbjude|Halbjüdin]]“ galt. Obwohl die Nanga-Parbat-Expedition im Desaster geendet war, wurde sie „von den Nationalsozialisten umgedeutet und genutzt … als Beweis für die ‚übermenschliche‘ Opferbereitschaft deutscher Bergsteiger, der Erreichung des nationalen Ziels der Erstbesteigung verbunden in Treue bis zum Tod.“&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Jung: &amp;#039;&amp;#039;„Voll Begeisterung schlagen unsere Herzen zum Führer“. Die Technische Hochschule Hannover und ihre Professoren im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Books on Demand, Norderstedt 2013, S. 195.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher wurde von Hitler persönlich entschieden, bei der Ernennung von Finsterwalder „eine Ausnahme zu machen“, so dass er – im Gegensatz zu vielen anderen mit einem ähnlichen familiären Hintergrund – Professor werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 wurde er an die Technische Hochschule München als ordentlicher Professor für Fotogrammetrie, Topographie und Allgemeine [[Kartografie]] und als Direktor des gleichnamigen Instituts berufen. Im selben Jahr wurde er einer der Schriftführer der vom [[DVW – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement|DVW]] herausgegebenen [[zfv – Zeitschrift für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement|Zeitschrift für Vermessungswesen]]. Im Jahr 1949 gehörte er zu einer Gruppe von Wissenschaftlern, welche die Wiedergründung der [[Deutsche Gesellschaft für Photogrammetrie, Fernerkundung und Geoinformation|Deutschen Gesellschaft für Photogrammetrie]] initiierten. 1950 war er maßgeblich an der Gründung der [[Deutsche Geodätische Kommission|Deutschen Geodätischen Kommission]] (DGK) an der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]] beteiligt. 1952 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Akademie gewählt. Von 1957 bis 1960 war er Präsident der [[IUGG]]-Kommission „Snow and Ice“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard Finsterwalder verstarb „plötzlich und unerwartet“, noch aktiv als ordentlicher Universitätsprofessor für Fotogrammetrie und Kartografie der Technischen Hochschule München.&amp;lt;ref&amp;gt;Kinzl: &amp;#039;&amp;#039;Richard Finsterwalder (1899–1963)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit seinem Vater ist er Namensgeber für den antarktischen [[Finsterwalder-Gletscher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Alpenvereinskarte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor= |Titel=Die Forschungsarbeit am Nanga Parbat |Sammelwerk=Zeitschrift des deutschen und österreichischen Alpenvereins |Band=66 |Datum=1935 |Ort=Stuttgart| Seiten=14–17 |Online=[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=oav&amp;amp;datum=1935&amp;amp;page=31 Digitalisat] |Abruf=2023-01-25}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Jung: &amp;#039;&amp;#039;Eine neue Zeit. Ein neuer Geist? Eine Untersuchung über die NS-Belastung der nach 1945 an der Technischen Hochschule Hannover tätigen Professoren unter besonderer Berücksichtigung der Rektoren und Senatsmitglieder.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. v. Präsidium der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2020, ISBN 978-3-7319-1082-4 ([https://www.repo.uni-hannover.de/handle/123456789/10276 vollständig als PDF-Dokument]), S. 150–151.&lt;br /&gt;
* [[Paul Trommsdorff]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Lehrkörper der Technischen Hochschule Hannover 1831–1931. Der Technischen Hochschule Hannover zur Hundertjahrfeier gewidmet&amp;#039;&amp;#039;. Bibliothek der Technischen Hochschule, Hannover 1931, S. 69.&lt;br /&gt;
* [[Hans Kinzl|H(ans) Kinzl]]: {{ALO|ID=1045067|Seite=3|Linktext=&amp;#039;&amp;#039;Richard Finsterwalder (1899–1963)&amp;#039;&amp;#039;|KeinText=Ja}}. In: Emil Hensler (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Österreichischen Alpenvereins&amp;#039;&amp;#039;. Heft 1/2 aus 1964 (Gesamtjahrgang LXXXIX). Österreichischer Alpenverein, Innsbruck&amp;amp;nbsp;1964, S.&amp;amp;nbsp;3.&lt;br /&gt;
* Kurt Brunner (Hrsg.), Walter M. Welsch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hochgebirgs- und Gletscherforschung. Zum 100. Geburtstag von Richard Finsterwalder&amp;#039;&amp;#039;. Schriftenreihe Studiengang Vermessungswesen, Universität der Bundeswehr München, Band 62, {{ZDB|1229938-8}}. Universität der Bundeswehr München, Neubiberg 1999.&lt;br /&gt;
* Michael Jung: &amp;#039;&amp;#039;„Voll Begeisterung schlagen unsere Herzen zum Führer“. Die Technische Hochschule Hannover und ihre Professoren im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Books on Demand, Norderstedt 2013, S. 194–199.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116524545}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116524545|LCCN=nb/2004/313829|VIAF=26580550}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Finsterwalder, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geodät]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kartograf (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (TH Hannover)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Finsterwalder, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Geodät, Kartograf und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. März 1899 &lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Oktober 1963 &lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pemba.mpimaji</name></author>
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