<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Richard_Fikentscher</id>
	<title>Richard Fikentscher - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Richard_Fikentscher"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Fikentscher&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-24T21:44:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Fikentscher&amp;diff=2830992&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Richard_Fikentscher&amp;diff=2830992&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-11-05T14:08:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Richard Fikentscher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. April]] [[1903]] in [[Augsburg]]; † [[16. Juni]] [[1993]] in [[München]]) war ein [[Deutsche Staatsbürgerschaft|deutscher]] [[Gynäkologie|Frauenarzt]], [[Geburtshilfe|Geburtshelfer]] sowie [[Hochschullehrer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Richard Fikentscher, der Sohn des bereits in der dritten Generation ärztlich tätigen [[Sanitätsrat]]es sowie [[Praktischer Arzt|praktischen Arztes]] [[Dr. med.]] Max Fikentscher, wandte sich nach dem [[Abitur]] dem [[Studium der Medizin]] an den Universitäten [[LMU München|München]] sowie [[Universität Kiel|Kiel]], das er 1927 in München mit dem Staatsexamen abschloss. 1928 erhielt er sein Approbation und wurde zum Dr. med. [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Während seines Studiums wurde er Mitglied des [[AGV München]].&amp;lt;ref&amp;gt;Verband Alter SVer (VASV): &amp;#039;&amp;#039;Anschriftenbuch und Vademecum.&amp;#039;&amp;#039; Ludwigshafen am Rhein 1959, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im unmittelbaren Anschluss übernahm Fikentscher eine Assistentenstelle bei [[Geheimrat]] [[Max Borst]] am Pathologischen Institut der Universität München. 1931 wechselte er in derselben Funktion zu [[Ludwig Nürnberger]] an die Universitätsfrauenklinik Halle. Dort [[Habilitation|habilitierte]] er sich 1935 und wurde zum [[Oberarzt]] ernannt. Ein Jahr später wurde er [[Privatdozent]].&amp;lt;ref&amp;gt;Jana Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Zwangssterilisationen von Mädchen und Frauen während des Nationalsozialismus: Eine Analyse der Krankenakten der Universitäts-Frauenklinik Halle von 1934 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; [[Dissertation]], [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]], 2004, [https://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/diss-online/04/04H085/t6.pdf Auszug online]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1938 kehrte Fikentscher an die Universität München zurück, wo ihm die Position des Oberarztes an der II. Frauenklinik unter [[Otto Eisenreich]] übertragen wurde. 1942 erfolgte seine Ernennung zum außerplanmäßigen Professor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1945 wurde Fikentscher von der amerikanischen Militärregierung entlassen, da er während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] Mitarbeiter im [[Hauptamt für Volksgesundheit]] der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und zum 1. Mai 1933 der Partei beigetreten war (Mitgliedsnummer 2.241.663).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-II/234706&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war außerdem Mitglied der [[Sturmabteilung|SA]], 1. Sturmbannarzt des Sturmes III/36 Halle, Mitglied im [[Nationalsozialistischer Deutscher Ärztebund|NSDÄB]] und [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|NSDDB]] und an der Durchführung von Zwangssterilisierungen beteiligt.&amp;lt;ref name=BGGF&amp;gt;Wolfgang Frobenius: &amp;#039;&amp;#039;Die Wiederbesetzung der gynäkologischen Lehrstühle in Bayern nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; In: Christoph Anthuber, [[Matthias W. Beckmann]], [[Johannes Dietl]], Fritz Dross, Wolfgang Frobenius (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Herausforderungen - 100 Jahre Bayerische Gesellschaft für Geburtshilfe und Frauenheilkunde.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, Stuttgart - New York 2012, ISBN 978-3-13-171571-5, S. 149–189.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Entnazifizierung]] wurde Richard Fikentscher im ersten Spruchkammerverfahren im März 1948 als Mitläufer&lt;br /&gt;
eingestuft, im Berufungsverfahren im Juli 1948 erhielt er das Prädikat „entlastet“.&amp;lt;ref name=BGGF /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Personalakte Richard Fikentscher, Spruchkammerentscheid vom 12. Juli 1948, Universitätsarchiv München E‑II‑1305&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Fikentscher in den Nachkriegsjahren als niedergelassener Frauenarzt in München tätig gewesen war, wurde er im Oktober 1950 als Extraordinarius zum Direktor der II. Frauenklinik der Universität an der [[Lindwurmstraße]] bestellt und 1962 zum [[Professur|ordentlichen Professor]] berufen. Zusätzlich fungierte Fikentscher seit 1953 als geschäftsführender Direktor der Universitätskliniken links der [[Isar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fikentscher hatte sich insbesondere durch seine Forschungen zur weiblichen Unfruchtbarkeit einen internationalen Ruf erworben. Einer seiner Schüler war [[Kurt Semm]], bei dem er das Interesse für die Behandlung von Patientinnen mit unerfülltem Kinderwunsch weckte. 1958 gründete er mit [[Josef-Peter Emmrich]] ([[Landesfrauenklinik Magdeburg|Magdeburg]]), Kurt Semm ([[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]]), [[Paul Jordan (Mediziner)|Paul Jordan]] ([[Westfälische Wilhelms-Universität|Münster]]) und [[Harry Tillmann]] ([[Justus-Liebig-Universität Gießen|Gießen]]) in [[München]] die &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Gesellschaft zum Studium der Fertilität und Sterilität&amp;#039;&amp;#039;, die 1998 in die &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Gesellschaft für Reproduktionsmedizin]]&amp;#039;&amp;#039; umbenannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.repromedizin.de/ueber-uns/historie.html Geschichte] der [[Deutsche Gesellschaft für Reproduktionsmedizin|Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin]], abgerufen am 20. Oktober 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Postulat seines früheren Hallenser Chefs [[Ludwig Nürnberger|Nürnberger]], dass man nicht mehr die sterile Frau, sondern die sterile Ehe behandeln müsse, übertrug Fikentscher 1958 in sein Schema zur Behandlung der sterilen Ehe, welches weltweit richtungsweisend in die Fachliteratur einging und auch heute noch Bestand hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kurt Semm]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Einfluß der deutschen Gynäkologie auf die Diagnostik und Therapie der weiblichen und männlichen Sterilität.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Lutwin Beck]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Gynäkologie und Geburtshilfe: Aus Anlaß des 100jährigen Bestehens der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-71092-6, S. 267–275.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde Richard Fikentscher [[Emeritierung|emeritiert]], war jedoch noch bis zu seinem 85. Lebensjahr in freier Praxis&lt;br /&gt;
tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://epub.ub.uni-muenchen.de/17983/1/WU4Z70_27_1993_P.pdf Pressemitteilung] der LMU München vom 6. April 1993&amp;lt;/ref&amp;gt; Er verstarb im Juni 1993 im Alter von 90 Jahren in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Richard Fikentscher wurde zum [[Ehrenmitglied]] der Bayerischen Gesellschaft für Geburtshilfe und Frauenheilkunde sowie der [[Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe|Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Multiple Infarktbildung der Nieren bei Encarteriitis luetica obliterans: ein Beitrag zur Heubner’schen Endarteriitis und zur Nierensyphilis.&amp;#039;&amp;#039; [[Dissertation]], [[Ludwig-Maximilians-Universität München]], 1928&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen über den Porphyrinstoffwechsel in der Schwangerschaft,&amp;#039;&amp;#039; Enke, Stuttgart, 1935&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vorträge gehalten auf der Gemeinschaftstagung der Deutschen Gesellschaft zum Studium der Fertilität und Sterilität und der Österreichischen Gesellschaft zum Studium der Sterilität und Fertilität in Lindau/Bodensee am 30. September 1959,&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Band 2 von Beiträge zur Fertilität und Sterilität,&amp;#039;&amp;#039; Enke, Stuttgart, 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Henrik Eberle: &amp;#039;&amp;#039;Die Martin-Luther-Universität in der Zeit des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Mdv, Halle 2002, ISBN 3-89812-150-X, S. 319&lt;br /&gt;
* August Ludwig Degener, Walter Habel: &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s Who, Band 16&amp;#039;&amp;#039;, Arani, Berlin, 1970  ISBN 3-7605-2007-3, S. 287.&lt;br /&gt;
* [[Werner Schuder]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender]].&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 13. Ausgabe, De Gruyter, Berlin/New York 1980, ISBN 3-11-007434-6, Band 1, S. 876.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Ärzteblatt]], Jahrgang 90,&amp;#039;&amp;#039; Heft 15, 16. April 1993, Deutscher Ärzte-Verlag GmbH (Deutschland), Köln, S. 1.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Bettendorf]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der [[Endokrinologie]] und Reproduktionsmedizin. 256 Biographien und Berichte&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Berlin 1995, ISBN 978-3-540-58254-0. S. 146.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{CPH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133871126|VIAF=67668213}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fikentscher, Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gynäkologe, Geburtshelfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im SV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1993]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDÄB-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Ludwig-Maximilians-Universität München]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Fikentscher, Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Frauenarzt, Geburtshelfer sowie Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. April 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Augsburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Juni 1993&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>