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	<title>Rhumspringe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rhumspringe&amp;diff=389789&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Migebert: /* Verkehr */ Bahnhof verlinkt</title>
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		<updated>2025-05-09T06:46:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verkehr: &lt;/span&gt; Bahnhof verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Wappen           = DEU Rhumspringe COA.svg&lt;br /&gt;
| Breitengrad      = 51/34/54/N&lt;br /&gt;
| Längengrad       = 10/17/47/E&lt;br /&gt;
| Lageplan         = Rhumspringe in GÖ-2016.svg&lt;br /&gt;
| Bundesland       = Niedersachsen&lt;br /&gt;
| Landkreis        = Göttingen&lt;br /&gt;
| Samtgemeinde     = Gieboldehausen&lt;br /&gt;
| Höhe             = 163&lt;br /&gt;
| PLZ              = 37434&lt;br /&gt;
| Vorwahl          = 05529&lt;br /&gt;
| Gemeindeschlüssel = 03159027&lt;br /&gt;
| LOCODE           = DE RHP&lt;br /&gt;
| Straße           = Schulstr. 2&lt;br /&gt;
| Website          = [https://www.rhumspringe.de/ www.rhumspringe.de]&lt;br /&gt;
| Bürgermeister    = Barbara Hose&lt;br /&gt;
| Bürgermeistertitel = Bürgermeisterin&lt;br /&gt;
| Partei           = CDU&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rhumspringe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gemeinde (Deutschland)|Gemeinde]] im [[Landkreis Göttingen]] in [[Südniedersachsen]]. Sie ist [[Gemeinde (Deutschland)#Mitgliedsgemeinde|Mitgliedsgemeinde]] der [[Samtgemeinde Gieboldehausen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Geographische Lage ===&lt;br /&gt;
Rhumspringe liegt am Nordostrand des [[Untereichsfeld]]s bzw. am südlichen Rand des [[Rotenberg (Höhenzug)|Rotenbergs]] und wird in Ost-West-Richtung vom Oberlauf der [[Rhume]] durchflossen, die mit ihrem Uferbereich im Rahmen des [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiets]] [[Rhumeaue, Ellerniederung, Schmalau und Thiershäuser Teiche]] unter Schutz steht. Unweit nordöstlich des Orts liegt die [[Rhumequelle]], die mit einem Wasserausstoß von bis zu 5000&amp;amp;nbsp;[[Liter|l]]/[[Sekunde|s]] eine der größten [[Karstquelle]]n [[Europa]]s ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
Nachbargemeinden von Rhumspringe sind [[Rüdershausen]] im Südwesten, [[Wollershausen]] im Nordwesten und [[Herzberg am Harz]] im Osten. Im Süden stellt die [[Eller (Rhume)|Eller]] auf einem kurzen Stück die Grenze zur Stadt [[Duderstadt]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
Zur Gemeinde Rhumspringe gehört der gut einen Kilometer nordwestlich gelegene Ortsteil [[Lütgenhausen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Erstmals erwähnt wurde Rhumspringe in einer Schenkungsurkunde für die örtliche [[Pfarrkirche]] St.&amp;amp;nbsp;Sebastian aus dem Jahre 1250. In den folgenden Jahren wird der Ort des Öfteren erneut in Urkunden angeführt, was unter anderem am Fischreichtum der [[Rhume]] sowie an der [[Landwirtschaft]] lag. 1263 kaufte daher auch aus diesen Gründen das [[Kloster Pöhlde]] einen [[Meierhof]] in Rhumspringe. Hohes Ansehen genoss der Pfarrer Johannes de Rumesspringe, welcher 1310 erwähnt wird und späterhin [[Vikar]] der Stadt [[Einbeck]] wurde. Zahlreiche Urkunden berichten von seiner damaligen Anwesenheit vor Ort. Ebenso wird von dem adligen Geschlecht derer von Rhumspringe berichtet, das in Rhumspringe seinen Hauptsitz hatte. Ein Vertreter der Familie wird im Jahr 1321 genannt, als Johannes de Rumespringe sen. Zeuge wird, wie Johannes und Ehrenfried von [[Esplingerode]] ihren Hof in [[Seulingen]], mitsamt vier [[Hufe]] Landes dem [[Marienstein (Nörten-Hardenberg)|Kloster Marienstein in Nörten-Hardenberg]] verkaufen. Weitere Nennungen zeigen ihn 1327 als Zeugen bei einer Übertragung Graf Ottos [[Bad Lauterberg im Harz|von Lutterberg]], der dem [[Kloster Teistungenburg]] eine Mühle bei [[Nesselröden (Duderstadt)|Nesselröden]] zueignet. In eben jenem Kloster ist im Jahr 1238 eine Mechtild von Rhumspringe als Nonne belegt, während in Duderstadt zahlreiche Bürger aus dem Adelsgeschlecht stammten und in den Jahren 1338 und 1343 den Bürgermeister Duderstadts, mit Hunold von Rhumspringe, stellten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carl Duval |Titel=Das Eichsfeld oder historisch-romantische Beschreibung aller Städte, Burgen, Schlösser, Klöster, Dörfer und sonstiger beachtenswerter Punkte des Eichsfeldes |Verlag=Eupel |Ort=Sondershausen |Datum=1845 |Seiten=147}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1496 gestattete man dem Ort die zweimalige Einfuhr von Bier aus [[Duderstadt]], welches zu [[Pfingsten]] und dem [[Karneval, Fastnacht und Fasching|Fastnachtsfest]] geliefert werden durfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits zu früher Zeit nutzte man die Wasserkraft der Rhume. So wird überliefert, dass die Mühle des [[Kurmainz|Kurfürsten von Mainz]] selbst noch bei großer Dürre Getreide mahlen konnte. 1625 brach in Rhumspringe die [[Pest]] aus, zu den Opfern zählte auch der Ortspfarrer. Eine Zeichnung des Pfarrers Flucke aus [[Uder (Ortsteil)|Uder]] weist aus, welche Gebäude unter anderen damals existierten. So zeigt die Zeichnung eine Mühle, eine Glashütte, eine Brücke mit Zollhaus und eine Kirche. 1650 besaß Rhumspringe 170 Einwohner mit 55 Herdstellen. Nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] erwähnt man 1659 ein Gemeinde-Schützenkleinod. Spätestens seit dem Anfang des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts gehörte der Ort zum Amt [[Gieboldehausen]]. Bis zur Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wuchs die Einwohnerschaft bedeutend an, man zählte 736 Personen, die sich auf 137 Wohnhäusern und auf die dem Dorf zugehörige Walkmühle verteilten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Friedrich Wilhelm Harseim, C. Schlüter |Titel=Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover |Verlag=Schlütersche Hofbuchdruckerei |Ort=Hannover |Datum=1848 |Seiten=81}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das im Zweiten Weltkrieg geplante [[Schickert-Werk Rhumspringe|Schickert-Werk]] ging nicht mehr in Betrieb.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Religionen === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alte Burg ===&lt;br /&gt;
Am Ortsrand oberhalb des Rhumetales wird auf einem kleinen Bergsporn eine Burganlage vermutet. Schriftliche Überlieferungen gibt es keine, lediglich Geländereste in Form eines Abschnittswalles und eines Grabens sind im Gelände erkennbar, die ein dreieckiges Areal von max. 120 m Länge und 150 m Breite abgrenzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Ebidat |ID=7359 |Name=Rhumspringe, Alte Burg |Autor=Stefan Eismann |Abruf=2021-07-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Grabung erbrachte nur wenige Fundstücke, so das über die Entstehung und Besiedlung keine sicheren Angaben gemacht werden können. Ein Schnitt durch die Befestigung ergab eine Breite des Walls von ca. 10 m, auf seiner Krone stand ehemals wohl eine Palisade. Der vorgelagerte Spitzgraben war 9 m breit und 3,0–3,5 m tief. Vermutlich handelt es sich um eine frühmittelalterliche Fluchtburg.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.grote-archaeologie.de/burgen.html Alte Burg bei Rhumspringe] auf der Internetseite von grote-archaeologie vom 20. Februar 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine unmittelbare Beziehung zum örtlichen Adelsgeschlecht besteht wohl nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindungen ===&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Januar 1973 bildet Rhumspringe zusammen mit [[Lütgenhausen]] eine Gemeinde,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindeverzeichnis1970bis1982&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Statistisches Bundesamt |Titel=Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982 |Verlag=W. Kohlhammer GmbH |Ort=Stuttgart und Mainz |Datum=1983 |ISBN=3-17-003263-1 |Seiten=206}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die der [[Samtgemeinde]] Gieboldehausen angehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Entwicklung der Einwohnerzahl &amp;#039;&amp;#039;(ab 1821)&amp;#039;&amp;#039; ohne den OT Lütgenhausen:&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; width=&amp;quot;30%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 1821: {{0}}520&lt;br /&gt;
* 1939: 1232&lt;br /&gt;
* 1961: 1811&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindeverzeichnis1970bis1982&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1970: 1887&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindeverzeichnis1970bis1982&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1973: 1885&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; width=&amp;quot;30%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 1986: 1779&lt;br /&gt;
* 1996: 1897&lt;br /&gt;
* 2001: 1931&lt;br /&gt;
* 2012: 1869&lt;br /&gt;
* 2016: 1808&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
{{Wahldiagramm&lt;br /&gt;
|LAND           = DE&lt;br /&gt;
|TITEL          = Gemeindewahl 2021&amp;lt;ref name=&amp;quot;kdo.de&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://votemanager.kdo.de/20210912/031595402/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=225&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_8_id_2085 |titel=Gemeindewahl 12.09.2021 - Samtgemeinde Gieboldehausen - Gemeinde Rhumspringe |werk=kdo.de |datum=2021-09-13 |abruf=2021-09-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|TITEL2         = &amp;lt;small&amp;gt;Wahlbeteiligung: 61,9 % (– 0,43 %p)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|JAHRALT        = 2016&lt;br /&gt;
|JAHRNEU        = 2021&lt;br /&gt;
|PARTEI1        = CDU&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS1      = 87.6&lt;br /&gt;
|ERGEBNISALT1   = 88.68&lt;br /&gt;
|PARTEI2        = SPD&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS2      = 12.4&lt;br /&gt;
|ERGEBNISALT2   = 0.0&lt;br /&gt;
|PARTEI3        = GRÜNE&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS3      = 0&lt;br /&gt;
|ERGEBNISALT3   = 6.34&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat in Rhumspringe setzt sich aus elf Ratsfrauen und -herren zusammen (Veränderung zu 2016).&lt;br /&gt;
* [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]: 10 Sitze (±0)&lt;br /&gt;
* [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]: 1 Sitz (+1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Stand: [[Kommunalwahlen in Niedersachsen 2021|Kommunalwahl am 12. September 2021]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Die ehrenamtliche [[Bürgermeister]]in Barbara Hose wurde am 8. Februar 2019 gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
Die [[Blasonierung|Wappenbeschreibung]] lautet: In Blau eine silberne Forelle mit goldenen Flossen; im Rücken eine dreizinkige silberne [[Fischgabel]] mit goldenem Stiel.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Städtepartnerschaften === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Theater === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Museen === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Musik === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- zum Beispiel Orchester, Chöre, Vereine etc. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Bauwerke === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Parks === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Naturdenkmäler === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Sport === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Regelmäßige Veranstaltungen === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Kulinarische Spezialitäten === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rhumequelle Rhumspringe.jpg|mini|Rhumequelle]]&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Baudenkmale in Rhumspringe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rhumequelle ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Rhumequelle}}&lt;br /&gt;
Die Rhumequelle liegt etwa 1,2 Kilometer nordöstlich des Ortskerns und ist spätestens seit dem 13. Jahrhundert namensgebend für den Ort Rhumspringe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kirstin Casemir, Uwe Ohainski, Jürgen Udolph |Hrsg=Jürgen Udolph |Titel=Die Ortsnamen des Landkreises Göttingen |Sammelwerk=Niedersächsisches Ortsnamenbuch (NOB) |Band=Teil IV |Verlag=Verlag für Regionalgeschichte |Ort=Bielefeld |Datum=2003 |ISBN=3-89534-494-X |Seiten=337–340}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie gilt als drittgrößte Quelle in Deutschland und als eine der ergiebigsten [[Karstquelle]]n Mitteleuropas. Der bläulich erscheinende Quelltopf und der Auewald der Umgebung sind durch angelegte Wege und einen nahe gelegenen Parkplatz  touristisch erschlossen.&lt;br /&gt;
Neben der Wasserkraftnutzung der Rhume für industrielle Zwecke wird ein Teil des Wassers der Rhumequelle nach der Aufbereitung als [[Trinkwasser]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rhumspringe St. Sebastian 01.jpg|mini|Kirche St. Sebastian]]&lt;br /&gt;
=== Katholische Pfarrkirche St. Sebastian ===&lt;br /&gt;
Die Pfarrkirche St. Sebastian wurde 1976–77 erbaut und bildet die Nachfolgekirche des vormals 1812/1822 konstruierten und 1976 abgetragenen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sebastian&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.sse-rhume-eller.net/73601/home.html |titel=Sankt Sebastian Rhumspringe |hrsg=Öffentlichkeitsarbeit in der Pfarrgemeinde Sankt Sebastian Rhumspringe |archiv-url=https://web.archive.org/web/20130621051800/http://www.sse-rhume-eller.net/73601/home.html |archiv-datum=2013-06-21 |abruf=2012-11-14 |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gotteshauses von Rhumspringe, das ebenfalls dem [[Sebastian (Heiliger)|Heiligen Sebastian]] geweiht war. Entwurfsverfasser war der Architekt Johannes Reuter aus Kassel, die Einweihung erfolgte am 20. August 1977 durch den Hildesheimer Bischof [[Heinrich Maria Janssen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sebastian&amp;quot; /&amp;gt; Sie besitzt einen Zentralraum in [[polygon]]aler Form, ein angegliedertes Gemeindezentrum sowie einen freistehenden [[Glockenturm]], dessen Turminneres als sieben Meter hohe Gefallenenkapelle genutzt wird. Die Entwicklung der Kirche weist mit diesen Merkmalen Ähnlichkeiten mit anderen Gotteshäusern des [[Untereichsfeld]]es auf. Betont wird die Zusammengehörigkeit der Kirche und des Gemeindezentrums durch die Überdachung des Kirchplatzes, der sechseckige Innenraum wird von einem holzgetäfelten Pyramidendach überspannt, welches eine Höhe von 12 m besitzt und genau über den [[Altar]]raum aufragt. Dieser wird zudem durch eine Stufe nochmals hervorgehoben. Auffällig ist in der Kirche ein bronzenes [[Vortragekreuz]], dessen schmaler Corpus in seiner stehenden Form an frühere, [[Romanik|romanische]] Kruzifixe angelehnt ist. Auf der Rückseite des Kreuzes befinden sich fünf [[Malachit]]e, die die [[fünf Wunden Christi]] symbolisieren. Ein Kontrast zum umgebenden Raum bildet der [[Barock]]altar aus der alten Kirche, der ursprünglich ein Nebenaltar des [[Kloster Wöltingerode|Klosters Wöltingerode]] war, 1850 erworben und durch nachträgliche Ergänzungen zu einem Hochaltar umgestaltet wurde. Neue seitliche Schleierbretter mit [[Akanthus (Ornament)|Akanthusranken]]-Verzierung und ein Verkündigungsbild anstelle des verblichenen [[Marienbildnis|Marienemblems]] kamen dem Altar in den weiteren Jahren zu. Entlang den Giebelschrägen der Kirche befinden sich darüber hinaus, in Anpassung an den Altar, Fensterflächen mit sparsamer Farbgebung in Dunkelrot, Dunkelblau und Grau, welche durch ein Oberlichtband verbunden sind. Seit dem 1. November 2014 gehören zur [[Pfarrei]] Rhumspringe auch die Kirchen in [[Brochthausen]], [[Fuhrbach (Duderstadt)|Fuhrbach]], [[Hilkerode]], [[Langenhagen (Eichsfeld)|Langenhagen]] und [[Rüdershausen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt sorgten die Steuereinnahmen durch die Papierfabrik und das Rhume-Hotel dafür, dass der Haushalt von Rhumspringe im Gegensatz zu dem vieler umliegender Gemeinden kein Defizit aufwies. Unter anderem mit Hilfe dieser Steuererträge wurde die ehemalige aus [[Herzberg am Harz]] kommende  [[Bahnstrecke Bleicherode Ost–Herzberg]] zu einem attraktiven Fahrrad- und Wanderweg ausgebaut. Dieser Weg wurde später in Richtung [[Hilkerode]] fortgeführt, so dass Möglichkeiten für ausgedehnte Fahrrad- oder Wandertouren in den Harz oder nach Duderstadt bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Harzer Papierfabrik Rhumspringe ===&lt;br /&gt;
Bereits im Jahre 1828 wurde an der Stelle der heutigen Papierfabrik nahe der [[Rhumequelle]] eine Wollwarenfabrik durch den Duderstädter Fabrikanten Ludwig August Hertwig gegründet. Diese Fabrik nutzte  die Wasserkraft der Rhume für ihre Spinnerei und Walkerei und stellte Kamelotstoffe und besonders schwere Flanelle auf Handwebstühlen her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wollwarenfabrik bestand bis 1871. Der Duderstädter Bankier C.F. Hertwig als Kreditgeber der Wollwarenfabrik übernahm ab da den gesamten Besitz und errichtete auf dem ausgedehnten Gelände unter Verwendung der existierenden Gebäude eine Lederpapier- und Lederpappenfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. August 1872 wurde die Rhumspringer Papierfabrik genannte Firma in das Handelsregister eingetragen. Neben der Wasserkraft der Rhume wurde eine Dampfkraftanlage mit 500 PS neu errichtet. 1873 wurden mit vierzig Arbeitern bereits etwa 400 Tonnen Lederpapier und -pappe erzeugt.&lt;br /&gt;
1928 hatte die Papierfabrik ca. 200 Beschäftigte und ein Produktionsvolumen von etwa 4500 Tonnen Papier und Pappe. Die Verwaltung befand sich zu der Zeit noch in [[Duderstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzentrationsprozesse in der Papierindustrie sowie Preisrückgänge für Papier-Erzeugnisse führten 1952 über einen Vergleichsantrag zum Konkurs. Einer der Hauptgläubiger, Walther Gerstenmaier (* 17. Januar 1914 in [[Kirchheim unter Teck|Kirchheim/Teck]])&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 372.&amp;lt;/ref&amp;gt; aus Stuttgart, übernahm mit einer Treuhandgesellschaft das Werk. Im Februar 1954 wurde dann die neue Harzer Papierfabrik GmbH gegründet, die hauptsächlich Altpapier verarbeitete. 1955 trat als ein weiterer Gesellschafter Carl-Heinrich Sievers aus Bremen in das Unternehmen ein. Produziert wurde in der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Harzer Papierfabrik Gerstenmaier &amp;amp; Sievers GmbH. &amp;amp; Co. KG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in Rhumspringe so genanntes [[Schrenzpapier]]; die Zahl der Beschäftigten lag bei ca. 60 Personen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lauf der weiteren Jahre wechselte die Geschäftsführung mehrfach; letzter Eigentümer der Papierfabrik war die [[ALBA AG]]. Mitte 2003 wurde aufgrund der Globalisierung und andauernder Konzentrationsprozesse erneut ein Insolvenzverfahren eingeleitet, in der Folge stellte die Harzer Papierfabrik ihren Betrieb ein. Papiermaschinen und weiteres technisches Inventar wurden teilweise demontiert und verkauft. Seitdem stehen die in Privatbesitz befindlichen Industrie- und Verwaltungsgebäude leer, und es wird nach einem Investor gesucht, der auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik eine neue Industrie aufbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Papierfabrik besaß einen eigenen Bahnanschluss, der bei Streckenkilometer 34,0 von der [[Bahnstrecke Bleicherode–Herzberg]] abzweigte. Vom Abzweig an der Bahnstrecke bis zum Fabrikgelände war eine Höhendifferenz von etwa 10 Meter zu überwinden, was über eine [[Spitzkehre (Eisenbahn)|Spitzkehre]] und ein Stumpfgleis im nahen [[Rhumasprung]] gewährleistet wurde. Für den Werksverkehr stand eine eigene Lok zur Verfügung. Wann der Bahnanschluss aufgegeben wurde, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rhume-Hotel (jetzt: Festsaal Calabria) ===&lt;br /&gt;
Am 13. Mai 1964 wurde das Rhume-Hotel mit einer Feier eröffnet. Der Bau des Hotels kostete damals mehr als 1 Million DM. In den folgenden Jahrzehnten fanden im Rhume-Hotel zusätzlich zum Hotelbetrieb zahlreiche kirchliche und private Feiern statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Rhume-Hotel seinen Betrieb nur noch schwer aufrechterhalten konnte, wurde es von seinem Eigentümer 2006 aus finanziellen Gründen geschlossen. Im Jahre 2012 hat die Gemeinde Rhumspringe, die das Areal mit den Gebäuden erworben hatte, an einen örtlichen Gastronomen und Koch wieder verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Rhumspringe ist über verschiedene Landstraßen mit der [[Bundesstraße 27]], die von [[Göttingen]] nach [[Herzberg am Harz]] führt, und der [[Bundesstraße 247]] von [[Northeim]] nach [[Duderstadt]] an das Straßennetz angebunden.&amp;lt;br /&amp;gt;Zudem hatte Rhumspringe einen [[Bahnhof Rhumspringe|Bahnhof]] an der [[Bahnstrecke Bleicherode–Herzberg]]. Diese ist jedoch inzwischen stillgelegt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Ansässige Unternehmen === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Medien === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Öffentliche Einrichtungen === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- beispielsweise Behörden, Institutionen, Körperschaften etc. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Bildung === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- zum Beispiel Universitäten, Fachhochschulen, Schulen etc. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Persönlichkeiten == --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Ehrenbürger === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Sonstiges == --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:rhumspringe waake.jpg|350px|mini|links|Rhumspringe vom Waake-Berg aus gesehen]] [[Datei:lindenberg.jpg|350px|mini|links|Ortsansicht Rhumspringe vom Lindenberg]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter der Gemeinde ==&lt;br /&gt;
* [[Engelbert Eberhard]] (1893–1958), katholischer Ordenspriester, Generalprior des [[Augustinerorden]]s&lt;br /&gt;
* [[Karl Willigis Eckermann]] (* 1934), katholischer Ordenspriester und Theologe&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Lilie]] (* 1957), evangelischer Theologe, Präsident der [[Diakonie Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mit Rhumspringe verbundene Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Franz Gleitze]] (1869–1958), Heimatdichter, Autor des bekannten Gedichtes „Der Rhumesprung“&lt;br /&gt;
* Robert Hartmann (1894–1955), katholischer Pfarrer in Rhumspringe, 1943–1945 inhaftiert im [[KZ Dachau]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rhumspringe.de/portal/meldungen/stolpersteinverlegung-mit-dem-kuenstler-gunter-demnig-900000265-25560.html?rubrik=900000003 &amp;#039;&amp;#039;Stolpersteinverlegung mit dem Künstler Gunter Demnig&amp;#039;&amp;#039;] bei Gemeinde Rhumspringe vom 12. Juni 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rhumspringe.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrich Harteisen, Ansgar Hoppe, [[Hansjörg Küster]], [[Torsten W. Müller]], [[Haik Thomas Porada]], [[Gerold Wucherpfennig]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Eichsfeld. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Landschaften in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 79). [[Verlag Böhlau]], Wien, Köln, Weimar 2018, S. 196–197.&lt;br /&gt;
* Gudrun Keindorf: &amp;#039;&amp;#039;750 Jahre Rhumspringe: die Geschichte eines Dorfes im Untereichsfeld.&amp;#039;&amp;#039; Mecke, Duderstadt 2000, ISBN 3-932752-50-3.&lt;br /&gt;
* Hubert Neudecker: &amp;#039;&amp;#039;Rhumspringe im Wandel der Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Geiger, Horb am Neckar 1994.&lt;br /&gt;
* Felix Germershausen: &amp;#039;&amp;#039;Im schönen Harzvorland. Die Rhumequelle und Rhumspringe.&amp;#039;&amp;#039; Mecke, Duderstadt 1930.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4356941-9}}&lt;br /&gt;
* [https://www.rhumspringe.de/ Offizielle Website der Gemeinde Rhumspringe]&lt;br /&gt;
* [https://www.samtgemeinde-gieboldehausen.de/ Offizielle Website der Samtgemeinde Gieboldehausen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Göttingen}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4356941-9|LCCN=n2002037227|VIAF=138115754}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Eichsfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhumspringe| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1250]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Migebert</name></author>
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