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	<title>Rhesos - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T15:30:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rhesos&amp;diff=1368939&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Marsupil: erw. Kat erg.</title>
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		<updated>2026-03-06T10:53:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;erw. Kat erg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rhesos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Ῥῆσος|Rhḗsos}}) ist eine Figur der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]]. Als König der [[Thraker]] und Verbündeter [[Troja]]s fand er im Rahmen des [[Trojanischer Krieg|Trojanischen Krieges]] den Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Rhesos-Geschichte ==&lt;br /&gt;
Rhesos war ein thrakischer König, Sohn des Eioneus.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Homer]], &amp;#039;&amp;#039;[[Ilias]]&amp;#039;&amp;#039; 10,435. In der &amp;#039;&amp;#039;[[Bibliotheke des Apollodor]]&amp;#039;&amp;#039; 1,3,4 ist [[Struma (Fluss)|Strymon]] ist sein Vater, [[Euterpe]] oder [[Kalliope]] seine Mutter. Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Rhesos&amp;#039;&amp;#039; 926&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war sehr reich. Sein Wagen war mit Gold und Silber geschmückt, seine Rüstung bestand aus Gold.&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &amp;#039;&amp;#039;Ilias&amp;#039;&amp;#039; 10,438–439&amp;lt;/ref&amp;gt; Im zehnten und letzten Jahr des Trojanischen Krieges kam er den eingeschlossenen Trojanern mit seinen Männern zu Hilfe. Ein solch starker und ausgeruhter Kampfverband hätte das Kriegsgeschick zu Gunsten der Trojaner verschieben können, die ohnehin zu dieser Zeit die Oberhand gewannen. Doch kam es nie zu Kampfhandlungen. Nach der Ankunft der Thraker kampierten die Trojaner außerhalb der Stadt, um eine Flucht der Griechen zu verhindern. Nachdem die Griechen jedoch den trojanischen Spion [[Dolon]] abgefangen hatten und von diesem die Losung und den Lageraufbau der Trojaner erfahren hatten, wollten sie in der Nacht zunächst die führenden Trojaner töten. Doch war dieses nicht im Sinne der Götter, so dass sie als Ziel das thrakische Lager ins Spiel brachten. Unter dem Schutz und der Führung der Göttin [[Athene]], die auf der Seite der Griechen stand, schlichen sich die beiden griechischen Helden [[Odysseus]] und [[Diomedes]] in der ersten Nacht nach der Ankunft ins Lager der Thraker. Hier teilten sie sich ihre Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Odysseus: &amp;#039;&amp;#039;Willst du das Thrakervolk hinmorden, Diomed?&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Soll ich’s? Dann mußt du sorgen für das Roßgespann.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Diomedes: &amp;#039;&amp;#039;Ich will sie morden; führe du die Rosse fort!&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Denn Feines auszuführen weißt du, Listiger!&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Man stellt den Mann dahin, wo er am besten taugt.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Rhesos&amp;#039;&amp;#039; 622–626, Übersetzung: [[Wilhelm Binder (Philologe)|Wilhelm Binder]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diomedes tötete nach der Absprache viele schlafende Thraker und am Ende deren König Rhesos&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bibliotheke des Apollodor&amp;#039;&amp;#039; 1,3,4; [[Hyginus Mythographus|Hyginus]], &amp;#039;&amp;#039;[[Genealogiae|Fabulae]]&amp;#039;&amp;#039; 113; Laut &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheke des Apollodor&amp;#039;&amp;#039;, Epitome 4,4 waren Odysseus und Diomedes die Mörder, laut [[Ovid]], &amp;#039;&amp;#039;[[Metamorphosen]]&amp;#039;&amp;#039; 13, 249–250 nur Odysseus.&amp;lt;/ref&amp;gt; während eines schweren Traumes. Odysseus stahl derweil die berühmten Pferde,&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &amp;#039;&amp;#039;Ilias&amp;#039;&amp;#039; 10,477–497&amp;lt;/ref&amp;gt; die „schönsten und größten, weißer als Schnee und im Laufen gleich den Winden“,&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &amp;#039;&amp;#039;Ilias&amp;#039;&amp;#039; 10,436–437&amp;lt;/ref&amp;gt; des Königs. Sie zu rauben war von besonderer Wichtigkeit, da ein Orakelspruch geweissagt hatte, dass die Trojaner unbesiegbar geworden wären, wenn man die Pferde im Fluss [[Skamandros]] getränkt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriftliche Überlieferung ==&lt;br /&gt;
Die Rhesos-Geschichte ist in zwei Fassungen überliefert. Die ältere Überlieferung enthält das zehnte Buch der [[Ilias]], das nach Ansicht der Analytiker ein langes Einzelgedicht darstellt. Wahrscheinlich wurde es erst im sechsten Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. verfasst und später in das Gesamtwerk eingefügt. Somit ist die Autorschaft [[Homer]]s oder des Dichters, der die &amp;#039;&amp;#039;Ilias&amp;#039;&amp;#039; weitestgehend verfasst hatte, wohl ausgeschlossen. Die zweite Überlieferung erfolgte innerhalb des Werkes des [[Euripides]]. Doch war dieser schon in der [[Antike]] als Dichter der Tragödie umstritten. Heute sind sich die Philologen sicher, dass das Drama zu Unrecht dem Kanon der Euripides-Dramen zugerechnet wurde. Dennoch war die falsche Zuweisung ein Glück, da Werke des Euripides als anerkannte Klassiker eine größere Chance für das Überdauern der Antike boten. Der Text wird ins frühe vierte Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. datiert. Stilistisch ist er am Vorbild Euripides’ orientiert. Bekannt ist allerdings, dass auch Euripides selbst eine Tragödie mit dem Titel „Rhesos“ verfasst hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stefan.cc/books/antike/rhesos.html |titel=Euripides: Rhesos |abruf=2026-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch andere Dichter befassten sich mit dem Stoff. So verfasste [[Pindar]] ein Chorgedicht dazu, das jedoch nicht erhalten blieb. Aus dem mittleren 5. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. stammte eine weitere, vollkommen verlorene Tragödie.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Euripides-Scholien&amp;#039;&amp;#039; 528&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Vergil]] erwähnt Rhesus nur kurz.&amp;lt;ref&amp;gt;Vergil, &amp;#039;&amp;#039;[[Aeneis]]&amp;#039;&amp;#039; 1,469–473&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist anzunehmen, dass es weitere heute nicht mehr bekannte literarische Bearbeitungen gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildliche Darstellungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rhesos MNA Naples.jpg|mini|Situla in Neapel]]&lt;br /&gt;
Aus der Antike sind nur drei Darstellungen, durchweg aus dem Bereich der [[Griechische Vasenmalerei|griechischen Vasenmalerei]] überliefert. Dabei ist auffällig, dass von [[Attische Vasenmalerei|attischen Vasen]], die im Allgemeinen den größten Teil der bildlich überlieferten Mythen zeigen, keine Darstellung des Rhesos-Mythos bekannt ist. Das mag unbekannte Gründe haben, eine Frage des Geschmacks oder Zeitgeist gewesen sein oder schlicht mit der zufälligen Überlieferung der Vasen zu tun haben. Erhalten haben sich die drei Darstellungen alle in der [[Apulische Vasenmalerei|apulischen Vasenmalerei]]. Alle drei bekannten Vasen sind in die Zeit zwischen 360 und 340 v.&amp;amp;nbsp;Chr. zu datieren. Möglich ist es, dass der Mythos zu dieser Zeit besonders populär war.&lt;br /&gt;
[[Datei:Rhesos krater Antikensammlung Berlin 1984.39.jpg|mini|links|[[Apulische Bildervasen für eine Totenfeier (Antikensammlung Berlin)|Rhesos-Krater]]]]&lt;br /&gt;
Die chronologisch früheste Vase, eine [[Situla (Gefäß)|Situla]], befindet sich heute im [[Archäologisches Nationalmuseum Neapel|Archäologischen Nationalmuseum Neapel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Inventarnummer H 2910&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier wird die Geschichte nach der vollzogenen Tötung gezeigt. Diomedes, unten links, und Odysseus, unten in der Mitte mit den Pferden, befinden sich schon auf der Flucht. Im oberen Bildteil sieht man mehrere tote Thraker liegen, die eindeutig als tote und nicht als schlafende Personen erkennbar sind. Nicht erkennbar ist in dieser Darstellung die Nacht, in der immerhin das Geschehen abläuft. Auffällig ist jedoch der besorgte Blick, den Odysseus noch einmal ins Lager der Thraker wirft. Die Vase wird dem [[Lykurgos-Maler]] zugeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden anderen Vasen sind zeitlich später anzusetzen. Es handelt sich bei beiden um [[Volutenkrater]]e, die sich in der [[Antikensammlung Berlin]] befanden (ein Exemplar wurde 2024 nach Italien restituiert). Sie haben mit der älteren Vase mehrere Dinge gemein. In allen drei Fällen ist das Bildfeld in zwei Register geteilt. Im oberen sieht man jeweils die toten oder schlafenden Thraker. Sind sie im ersten Fall schon alle getötet und das Geschehen vorbei, ist es bei den Krateren erst im Gange. Links sieht man jeweils schon tote Krieger, während Diomedes zu den anderen auf der rechten Seite und vor allem zu Rhesos unterwegs ist. Die mittlere Vase stammt aus dem engsten Umkreis des [[Iliupersis-Maler]]s, die dritte gestaltete mit dem [[Dareios-Maler]] einer der bedeutendsten Vasenmaler Unteritaliens. Die Vase des Dareios-Malers gehört zu einer [[Apulische Bildervasen für eine Totenfeier (Antikensammlung Berlin)|Gruppe prunkvoller Grabvasen]] aus der [[Dareios-Unterwelt-Werkstatt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgeber ==&lt;br /&gt;
[[Jean Baptiste Audebert]] (1759–1800), ein französischer Naturforscher und Maler, nannte eine indische Primatenart nach diesem König [[Rhesusaffe]]. Laut Audebert hat diese Benennung keine tiefere Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://animaldiversity.org/site/accounts/information/Macaca_mulatta.html &amp;#039;&amp;#039;Macaca mulatta&amp;#039;&amp;#039; (Rhesusaffe) im Animal Diversity Web]&amp;lt;/ref&amp;gt; Indirekt wurde die Figur damit auch zum Namensgeber für den [[Rhesusfaktor]] des menschlichen Blutes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Asteroid]] [[(9142) Rhesus]] wurde am 8. Dezember 1998 nach dem König benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textausgaben und Übersetzungen ==&lt;br /&gt;
* [[Dietrich Ebener]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rhesos. Tragödie eines unbekannten Dichters&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften und Quellen der Alten Welt.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 19). Akademie-Verlag, Berlin 1966. (Edition mit Übersetzung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Roscher|4|99|111|Rhesos|[[Otto Jessen (Philologe)|Otto Jessen]]|}}&lt;br /&gt;
* [[Carlo Scardino]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Rhesos.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Bernhard Zimmermann (Philologe)|Bernhard Zimmermann]], [[Antonios Rengakos]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der griechischen Literatur der Antike.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Die Literatur der klassischen und hellenistischen Zeit.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2014, ISBN 978-3-406-61818-5, S. 909–912&lt;br /&gt;
* [[Luca Giuliani]]: &amp;#039;&amp;#039;Tragik, Trauer und Trost. Bildervasen für eine apulische Totenfeier.&amp;#039;&amp;#039; Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1995, besonders S. 94–102, {{Falsche ISBN|3-88609-325-9}}.&lt;br /&gt;
* {{RE|I A,1|625|630|Ῥῆσος (1)|[[Ernst Sittig]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Rhesus (Thrace)|Rhesos}}&lt;br /&gt;
* [https://www.sagen.at/texte/sagen/sagen_klassisches_altertum/gustav_schwab/teil_2/dolonundrhesos.html Nacherzählung] bei [[Gustav Schwab]]&lt;br /&gt;
* {{Mythoskop|ID=w1569}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118641964|LCCN=no2014015595|VIAF=3264046}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der griechischen Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Marsupil</name></author>
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