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	<title>Rheingauer Gebück - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T02:49:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rheingauer_Geb%C3%BCck&amp;diff=881595&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Commander-pirx: /* Siehe auch */</title>
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		<updated>2026-01-09T13:25:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rheingauer Gebück&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine vornehmlich aus „gebückten“ [[Hainbuchen]] als [[Landwehr]] bestehende Befestigung seiner Grenze, die den [[Rheingau]] über fünf Jahrhunderte östlich und nördlich abschloss, bis es 1771 aufgegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:RheingauerGebückKarteCohausen.jpg|mini|hochkant=1.5|Karte mit Verlauf des Rheingauer Gebücks (nach [[Karl August von Cohausen|Cohausen]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gebück.jpeg|mini|Reste des Rheingauer Gebücks um 1895 nach [[Karl August von Cohausen]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RheingauerGebückWolfsrück3Bäume.JPG|mini|Drei alte Gebückbäume im &amp;#039;&amp;#039;Wolfsrück&amp;#039;&amp;#039; nördlich des [[Erbacher Kopf]]s]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rheingauer Gebück Mapper Schanze.jpg|mini|Die 1494 erbaute Mapper Schanze]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bollwerk Backofen Rheingauer Gebück Niederwalluf (01).jpg|mini|Überreste des Bollwerks Backofen in [[Niederwalluf]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RheingauerGebückMapperSchanzeRekonstruktion.JPG|mini|Verwuchs im Abschnitt einer 1984 begonnenen Rekonstruktion des Gebücks nahe der Mapper Schanze (Foto April 2009)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Mit dem zunehmenden Aufbau der [[Kurmainz|erzmainzischen Landesherrschaft]] über den Rheingau, die im 12. Jahrhundert unter Erzbischof [[Adalbert I. von Saarbrücken]] (1111–1137) als weitgehend abgeschlossen und gesichert gelten kann, verband sich im Rheingau die intensive und systematische Verbesserung alter Grenzbefestigungen. Wohl erstmals schriftlich erwähnt wurde das Gebück als „hecken“ in einer Urkunde des Mainzer Erzbischofs [[Gerlach von Nassau]] von 1347.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Urkunde vom April 1347 bestätigt die Grafen von Nassau in ihren Rechten &amp;#039;&amp;#039;„... von der Waltaffen uber unsern walt, daz die hoehe heisset, bitz zu Lorche in den Rin. Unde dar umbe mogen si da uffe jagen, alse dicke si wollen, uber lant uf den Rin mit zu der hecken.&amp;#039;&amp;#039;“ (Zitiert nach Klötzer: &amp;#039;&amp;#039;Mark und Haingericht im Rheingau, 1, Die Rheingauer Marken. &amp;#039;&amp;#039; In: Verein für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung [Hrsg.]: &amp;#039;&amp;#039;Nassauische Annalen: Jahrbuch des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung&amp;#039;&amp;#039; 1954, S. 97; [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/nassauische_annalen1954/0123/image,info Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschaffenheit ==&lt;br /&gt;
So entstand das [[Gebück]], bestehend „aus einem 50–60&amp;amp;nbsp;m breiten Waldstreifen von [[Buche]]n, [[Eiche]]n und vor allem [[Hainbuche]]n. Die Bäume wurden in wechselnder Höhe über dem Boden abgeschlagen und die neu ausgeschlagenen Zweige kreuz und quer zur Erde ‚gebückt‘ und untereinander verflochten. Brombeer- und [[Schwarzdorn]]sträucher pflanzten sich von selbst dazwischen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Enderich, Richard: Hessische Heimat, Nassau. Heft 2. Taunus. Hirschgraben-Verlag, Frankfurt am Main 1966, S. 35f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebück war an einigen Stellen bis zu 100 Meter breit und wurde zunehmend undurchlässiger. Nur vereinzelte bewehrte Tore ermöglichten den Durchgang. Die Flanken waren durch ein gut ausgebautes Wegesystem verbunden, das die schnelle Truppenverlegung sicherstellte. Bau, Instandhaltung und Verteidigung oblag den auch militärisch geschulten und stets gerüsteten Männern des nächstgelegenen Ortes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
Das Gebück folgte dem Westufer der [[Walluf (Fluss)|Walluf]] von [[Niederwalluf]] aus nordwärts über [[Oberwalluf]], Neudorf (späteres [[Martinsthal]]) und Tiefenthal, bis es im heutigen [[Schlangenbad]] am &amp;#039;&amp;#039;Warmen Bach&amp;#039;&amp;#039; in westlicher Richtung abbog und knapp nördlich des [[Taunushauptkamm]]s oberhalb des Ortsrandes von [[Hausen vor der Höhe]] und von [[Hof Mappen]] zu der als &amp;#039;&amp;#039;Sieben Wegweiser&amp;#039;&amp;#039; bekannten Kreuzung führte. Hier erfolgte eine Richtungsänderung in nordwestliche Richtung zum &amp;#039;&amp;#039;Weißen Turm&amp;#039;&amp;#039; bei [[Presberg]] und zur [[Kammerburg]] an der [[Wisper]]. Bei [[Burg Rheinberg]] ging das Gebück wieder in westlicher Richtung weiter südlich an &amp;#039;&amp;#039;Hof Oders&amp;#039;&amp;#039; und an [[Sauerthal]] vorbei, erreichte im &amp;#039;&amp;#039;Niedertal&amp;#039;&amp;#039; die Grenze zum [[Kurpfalz|kurpfälzischen]] [[Kaub]] und endete schließlich nach etwa 40 Kilometern am [[Rhein]] nördlich von [[Lorchhausen]]. Es gibt auch Meinungen, dass das Gebück zwischen [[Lorch (Rheingau)|Lorch]] und der erst im 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entstandenen Erweiterungssiedlung Lorchhausen hindurchführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niedergang ==&lt;br /&gt;
Mit dem Aufkommen mauerbrechender Waffen nahm die Bedeutung dieser Form der Grenzbefestigung ab. Trotzdem hat das Rheingauer Gebück die in ihm gelegene Landschaft von seiner weitgehenden Fertigstellung im 12. Jahrhundert an rund 600 Jahre lang effektiv geschützt. Erst 1771 wurde es nach einem entsprechenden schriftlichen Befehl des Mainzer Erzbischofs [[Emmerich Joseph von Breidbach zu Bürresheim]] (1763–1774) aufgegeben und weitgehend gerodet. So sind heute nur noch vereinzelte, entsprechend alte Buchen und von den steinernen Bollwerken allein Reste der so genannten Mapper Schanze im Wald über [[Hallgarten (Rheingau)|Hallgarten (Oestrich-Winkel)]] erhalten. Dabei handelt es sich um ein in seiner heutigen Form 1494 erbautes Rundtor. Es diente zur Verteidigung des von Stephanshausen zur Nordgrenze heraufführenden Weges. Es war von einem mit Schießscharten und einem Kuppeldach versehenen Rundturm flankiert, auf dem ein viereckiger Spitzturm saß, welcher der Beobachtung des Weges diente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die übrigen steinernen Wehranlagen wurden nach der Aufgabe des Gebücks zwar teilweise noch einige Zeit zivil genutzt, aber schließlich als Quelle billigen Baumaterials benutzt und nahezu restlos abgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Walluf wurden 2014 bei Ausschachtungsarbeiten Reste des ehemaligen Bollwerkes &amp;#039;&amp;#039;Backofen&amp;#039;&amp;#039; freigelegt. Ein Teil eines Gewölbebogens soll für die Nachwelt erhalten bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rheingau-echo.de/nachrichten/region/walluf/grosse-reste-bedeutenden-festung-walluf-entdeckt-id9357.html Große Reste der bedeutenden „Festung“ Walluf entdeckt] Rheingau-Echo vom 6. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ujmaweb.de/Norbert-Michel-II.html Wallufer Festung war östlicher Durchlass des Rheingauer Gebücks] Norbert Michel, Herbert Ujma&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rheingauer Gebück-Wanderweg ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 wurde durch den Zweckverband [[Naturpark Rhein-Taunus]] der [[Rheingauer Gebück-Wanderweg]] eingerichtet. Der ungefähr dem Verlauf des Gebückes folgende Wanderweg führt an den wenigen verbliebenen Zeugnissen des Gebücks vorüber und erläutert an insgesamt 21&amp;amp;nbsp;Stationen historische Einzelheiten zum Rheingauer Gebück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [[Bechtheimer Gebück]]&lt;br /&gt;
* [[Hennethaler Landwehr]]&lt;br /&gt;
* [[Mittelhessische Landheegen]]&lt;br /&gt;
* [[Kölsches Heck]]&lt;br /&gt;
* [[Bergische Landwehr]]&lt;br /&gt;
* [[Bachgauer Landwehr]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gustav Lüster: &amp;#039;&amp;#039;Das Rheingauer Gebück.&amp;#039;&amp;#039; Naturdenkmäler in Nassau 2, Wiesbaden, Bechtold 1913.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Ferdinand Luthmer]]&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Leo Sternberg]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Das Gebück&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Land Nassau. Ein Heimatbuch&lt;br /&gt;
   |Reihe=Brandstetters Heimatbücher Deutscher Landschaften&lt;br /&gt;
   |BandReihe=26&lt;br /&gt;
   |HrsgReihe=Friedrich Brandstetter&lt;br /&gt;
   |Ort=Leipzig&lt;br /&gt;
   |Datum=1927&lt;br /&gt;
   |Online=https://www.projekt-gutenberg.org/sternber/nassau/chap086.html&lt;br /&gt;
   |Abruf=2023-01-11&lt;br /&gt;
   |Umfang=478}}&lt;br /&gt;
* Joachim Karl Laub: &amp;#039;&amp;#039;Das Rheingauer Gebück.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rheingauische Heimatblätter. Mitteilungen der Gesellschaft für die Rheingauer Heimatforschung&amp;#039;&amp;#039; Nr. 4/1968 – Nr. 1/1971; Rüdesheim am Rhein.&lt;br /&gt;
* Hartmut Heinemann: &amp;#039;&amp;#039;Das Rheingauer Gebück.&amp;#039;&amp;#039; In: Dagmar Söder / Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Hessen. Rheingau-Taunus-Kreis Teilband 1 (Altkreis Rheingau)&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden 2014, S. 59–67.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50/4/39/N |EW=8/0/54/E |type=landmark |region=DE-HE}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7587237-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwehr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk im Rheingau|Gebuck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Walluf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturdenkmal im Rheingau-Taunus-Kreis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Commander-pirx</name></author>
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