<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Rheinfranken</id>
	<title>Rheinfranken - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Rheinfranken"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rheinfranken&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T16:12:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rheinfranken&amp;diff=35167&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: zu großen Zeilenabstand entfernt, Kleinkram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rheinfranken&amp;diff=35167&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-16T20:57:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;zu großen Zeilenabstand entfernt, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|bezieht sich auf den &amp;#039;&amp;#039;rheinfränkischen Teil&amp;#039;&amp;#039; des germanischen Stammesbundes der Franken. Für die Westhälfte des späteren &amp;#039;&amp;#039;Herzogtums&amp;#039;&amp;#039; Franken siehe [[Ostfranken und Westfranken|Westfranken]]. Für die Studentenverbindung gleichen Namens siehe [[Marburger Burschenschaft Rheinfranken]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Franken Expans1.jpg|mini|Karte mit der klassischen Vorstellung einer Expansion zweier großer fränkischer Teilstämme namens Salfranken und Rheinfranken]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rheinfranken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;ripuarische/ribuarische Franken&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ripuarier/Ribuarier&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Ripuaren/Ribuaren&amp;#039;&amp;#039;, von [[Altfränkische Sprache|altfränkisch]] &amp;#039;&amp;#039;rīp-&amp;#039;&amp;#039; ‚Ufer‘; im Raum Köln auch als &amp;#039;&amp;#039;Kölner Franken&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) wird in der Geschichtswissenschaft traditionell eine von zwei beziehungsweise drei Gruppen der [[Franken (Volk)|Franken]] bezeichnet. Diese stiegen in der Übergangszeit zwischen [[Spätantike]] und [[Frühmittelalter]] zum mächtigsten [[Germanen|germanischen]] Stamm in West- und Mitteleuropa auf. Der Teilstamm der Rheinfranken soll sich durch die Vereinigung einzelner kleinerer Volksgruppen im 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gebildet haben; sein Hauptsiedlungsgebiet habe entlang des [[Rhein]]s gelegen (daher der Name). Entlang des Flusses hätten sich die Rheinfranken von [[Köln]] über [[Mainz]] bis nach [[Worms]] und [[Speyer]] ausgebreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulrich Nonn]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Franken&amp;#039;&amp;#039;. Kohlhammer, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-17-017814-4, S. 11–63.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demgegenüber hat [[Matthias Springer]] allerdings die Ansicht vertreten, dass es sich bei der vermeintlichen Zwei- oder Dreiteilung der Franken und damit auch bei den Rheinfranken um ein Konstrukt der Forschung handelt, das auf einer Missdeutung der späteren mittelalterlichen Quellen beruhe.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Springer: &amp;#039;&amp;#039;Riparii – Ribuarier – Rheinfranken nebst einigen Bemerkungen zum Geographen von Ravenna.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dieter Geuenich]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Franken und die Alemannen bis zur „Schlacht bei Zülpich“ (496/97).&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin/New York 1998, ISBN 3-11-015826-4, S. 200–269.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Proto-Franken1.png|mini|Germanische Stämme am niedergermanischen Limes, aus denen später der fränkische Stammesbund hervorgehen sollte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ethnogenese der Franken ==&lt;br /&gt;
Ein Volk namens &amp;#039;&amp;#039;Franci&amp;#039;&amp;#039; wird erstmals Ende des 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts in den lateinischen Schriftquellen erwähnt&amp;lt;ref&amp;gt;[[Panegyrikus|Panegyrici Latini]] 11,5,4 und 11,7,2 aus dem Jahr 293.&amp;lt;/ref&amp;gt; (spätere Autoren verwenden es bereits für einfallende germanische Stämme in der Mitte des 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts&amp;lt;ref&amp;gt;[[Aurelius Victor]], &amp;#039;&amp;#039;Liber de Caesaribus&amp;#039;&amp;#039; 33,3.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Dahinter verbargen sich in Wirklichkeit mehrere kleine Stämme, die als Proto-Franken bezeichnet werden. Sie siedelten zunächst rechts des Rheins, wechselten oft ihr Siedlungsgebiet und stießen immer wieder – in wechselnden Allianzen – zu Raubzügen in gallo-römisches Gebiet vor. Im Laufe der Zeit bildete sich dabei aus den einzelnen Stammesverbänden in einem vielschichtigen Prozess der [[Ethnogenese]] schließlich der Großstamm der Franken. Diese werden klassischerweise in einen nordwestlich siedelnden Teilstamm der [[Salfranken]] und einen am Mittelrhein und südlich davon siedelnden Teilstamm der Rheinfranken aufgeteilt. Alte germanische Stämme, die auf diese Weise im Stammeskonglomerat der Franken aufgingen, waren unter anderem:&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Nonn: &amp;#039;&amp;#039;Die Franken&amp;#039;&amp;#039;. Kohlhammer, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-17-017814-4, S. 15–31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möglicherweise die &amp;#039;&amp;#039;Salier&amp;#039;&amp;#039;, die als namensgebender Hauptstamm der Salfranken angenommen werden, was aber keineswegs sicher ist.&lt;br /&gt;
* [[Chamaver]], zunächst nördlich der Lippe, im 4. Jahrhundert bis zur Maas vorgedrungen&lt;br /&gt;
* [[Sugambrer]], mit der Untergruppe der linksrheinischen [[Cugerner]] im Raum Xanten bis Krefeld&lt;br /&gt;
* [[Brukterer]], bei [[Tacitus]] erwähnt, an Ems und Lippe siedelnd, waren an den Eroberungen Kölns und Triers beteiligt&lt;br /&gt;
* [[Chattuarier]], siedelten am oberen (niederländischen) Lek, einzelne Gruppen drangen tief nach Gallien in den Raum vor, der später als „Hatuyer“ bezeichnet wurde&lt;br /&gt;
* [[Tenkterer]], ursprünglich östlich des Rheins, später bis zur Sieg vorgedrungen&lt;br /&gt;
* [[Usipeter]], oft in Verbindung mit den Tenkterern genannt, siedelten später im Lahntal&lt;br /&gt;
* [[Ampsivarier]], von den Chauken aus ihren Stammgebieten an der Ems verdrängt, zum Niederrhein abwandernd&lt;br /&gt;
* [[Chauken]], zwischen Friesen und Sachsen siedelnd (wahrscheinlich Namensgeber für die epischen „Hugen“ im [[Beowulf]]) – Teile schlossen sich möglicherweise den Franken an; der Großteil stieß zu den Sachsen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur bedingt an der Genese der Franken beteiligt waren die [[Bataver]] und die [[Ubier]], die zur Zeit der Ethnogenese der Franken bereits [[Romanisierung|romanisiert]] waren und daher gemeinsam mit der restlichen gallo-römischen Bevölkerung ihrer Siedlungsgebiete im fränkischen Stammesverband aufgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teilgruppen der Franken ==&lt;br /&gt;
Der traditionellen Geschichtswissenschaft zufolge bildeten sich kurze Zeit nach der Entstehung des Großstammes der Franken im niederländisch-deutschen Grenzgebiet am [[Niederrhein (Region)|Niederrhein]] die beiden Hauptströme der [[Salfranken]] und Rheinfranken heraus, aus denen später das Volk der Franken entstand.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erich Zöllner]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Franken bis zur Mitte des sechsten Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 1970, S. 2–43.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Salfranken (teils auch als Salier bezeichnet) hätten im [[Salland]] an der [[IJssel]] und am Rheindelta gesiedelt, von wo sie sich nach [[Toxandrien]] und ins nördliche Gallien ausgebreitet und dort die Grundlagen für die Reiche der [[Merowinger]] und das spätere [[Frankenreich]] geschaffen hätten. Die Rheinfranken dagegen hätten zwischen Niederrhein und Mittelrhein gesiedelt, in der Mitte des 5. Jahrhunderts Köln erobert und sich von dort aus weiter nach Süden und Westen ausgebreitet. Ab dem 5./6. Jahrhundert seien die salischen und rheinfränkischen Gebiete unter gemeinsamen Königen vereinigt worden. Für die im Großraum Köln siedelnden Rheinfranken habe sich ab dem 6. Jahrhundert die Sonderbezeichnung „ripuarische Franken“ oder „Ripuarier“ („Uferbewohner“) herausgebildet, von der die Bezeichnung [[Ripuarien]] für diese Region abzuleiten sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Zöllner: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Franken bis zur Mitte des sechsten Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 1970, S. 20–43.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Teilstamm der Rheinfranken beziehungsweise die Untergruppe der Ripuarier habe schließlich auch dem [[Germanische Stammesrechte|Stammesrechtsbuch]] der [[Lex Ripuaria]] den Namen gegeben, wohingegen das Recht des salfränkischen Bruderstammes in der [[Lex Salica]] niedergelegt sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolph Sohm: &amp;#039;&amp;#039;Über die Entstehung der Lex Ribuaria&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Weimar 1866, S. 1–81.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuere Forschungen haben jedoch ergeben, dass es sich bei der Lex Ripuaria um eine deutlich jüngere Modifikation der Lex Salica handelt, nicht um eine notwendigerweise für eine separate Volksgruppe geschaffene Umarbeitung. Damit ist die Vokabel „Ripuaria“ frühestens im 7., möglicherweise im 8. Jahrhundert zum ersten Mal belegt. Das Wort &amp;#039;&amp;#039;riparii&amp;#039;&amp;#039;, das in älteren Quellen vorkommt und häufig mit einem Teilstamm der Rheinfranken in Verbindung gebracht wurde, hat dagegen nichts mit den Ripuariern zu tun, sondern geht wohl auf Begrifflichkeiten aus der römischen Administration zurück. Auch die Bezeichnung „Rheinfranken“ taucht in keiner Quelle aus der Zeit des Frankenreiches auf, und der verwandte Begriff der &amp;#039;&amp;#039;Francia Rinensis&amp;#039;&amp;#039; ist erstmals im 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert beim [[Geograph von Ravenna|Geographen von Ravenna]] belegt. Aus diesen Ergebnissen resultierend hat [[Matthias Springer]] geschlussfolgert, dass die Unterscheidung zwischen Salfranken und Rheinfranken den historischen Gegebenheiten in keiner Weise entspreche: „Die Franken der Völkerwanderungszeit und der frühen Merowingerzeit waren nicht zweigeteilt. Es hat so viele fränkische Gruppen gegeben, wie es fränkische Herrscher gab&amp;amp;nbsp;– und zwar sowohl vor Chlodwig (†&amp;amp;nbsp;511) als auch nach ihm.“&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Springer: &amp;#039;&amp;#039;Riparii – Ribuarier – Rheinfranken nebst einigen Bemerkungen zum Geographen von Ravenna.&amp;#039;&amp;#039; In: Dieter Geuenich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Franken und die Alemannen bis zur „Schlacht bei Zülpich“ (496/97).&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin/New York 1998, ISBN 3-11-015826-4, S. 200–269, hier S. 260.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Sal- und Rheinfranken abgegrenzt werden teilweise noch die [[Moselfranken]], eine Untergruppe der „Rheinfranken“, die zu Beginn des 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts am oberen Rhein und an der [[Mosel]] ansässig wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rheinischer faecher.png|mini|Der &amp;#039;&amp;#039;[[Rheinischer Fächer|Rheinische Fächer]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;1: Niederfränkisch&amp;lt;br /&amp;gt;2: Limburgisch&amp;lt;br /&amp;gt;3: Ripuarisch&amp;lt;br /&amp;gt;4: nördliches Moselfränkisch&amp;lt;br /&amp;gt;5: südliches Moselfränkisch&amp;lt;br /&amp;gt;6: Rheinfränkisch]]&lt;br /&gt;
Von den historischen Überlegungen über die fränkischen Teilvölker abzugrenzen sind die begrifflichen Unterscheidungen der heutigen Mundarten. Als „[[Ripuarische Dialekte|Ripuarisch]]“ werden nur die rheinübergreifenden Dialekte vom Südwest-Bergischen über Köln bis Aachen bezeichnet. Davon abzugrenzen sind, entsprechend dem [[Rheinischer Fächer|Rheinischen Fächer]], die Dialekte am Niederrhein, die auch als [[kleverländisch]]es Platt bezeichnet werden, und die Mundarten an der Mosel und im Rhein-Main-Gebiet, die als „[[Moselfränkische Dialekte|Moselfränkisch]]“ und „[[Rheinfränkische Dialekte|Rheinfränkisch]]“ bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Expansion der „Rheinfranken“ ==&lt;br /&gt;
Für das 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert sind wiederholt Einfälle von Franken in linksrheinisches Gebiet bezeugt; unter anderem wurden Trier und Köln mehrfach angegriffen. 352 brach die römische Reichsgrenze zusammen und die als Rheinfranken bezeichneten Stämme setzten sich linksrheinisch fest. In den folgenden Jahrzehnten (356–387) kam es mehrfach zu Auseinandersetzungen mit den Römern, die wechselhafte Erfolge erbrachten. Gleichzeitig erlangten aber auch einige fränkische Adlige unter den römischen Kaisern [[Valentinian I.]] und [[Gratian]] Spitzenpositionen im römischen Heer: [[Flavius Merobaudes (Heermeister)|Merobaudes]], [[Richomer]], [[Bauto]] und [[Arbogast der Ältere]] gehörten in den 370er bis 390er Jahren als Heermeister (&amp;#039;&amp;#039;[[Magister militum|magistri militum]]&amp;#039;&amp;#039;) zu den mächtigsten Männern des Römischen Reiches.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Friedrich Stroheker]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Rolle der Heermeister fränkischer Abstammung im späten vierten Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historia (Zeitschrift)|Historia]].&amp;#039;&amp;#039; Band 4, 1955, S. 314–330.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu dieser Gruppe gehört auch [[Mallobaudes (comes)|Mallobaudes]], der 378 als Kollege Richomers im Amt eines &amp;#039;&amp;#039;[[comes domesticorum]]&amp;#039;&amp;#039; (Führer der kaiserlichen Leibwache) unter dem Heermeister Merobaudes die [[Alamannen|alamannischen]] [[Lentienser]] zurückschlug und offenbar danach als [[Kleinkönig]] der Rheinfranken (soweit sie zu diesem Zeitpunkt schon existierten) in seine fränkische Heimat zurückkehrte.&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu etwa [[Eugen Ewig]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Franken und Rom (3.–5. Jahrhundert). Versuch einer Übersicht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Rheinische Vierteljahrsblätter]].&amp;#039;&amp;#039; Band 71, 2007, S. 1–42, hier S. 21 f. ([https://digitale-sammlungen.ulb.uni-bonn.de/periodical/pageview/5277361 Digitalisat]); {{RGA|19|187||Mallobaudes 2|[[Helmut Castritius]]}} ([https://books.google.de/books?id=d1URMz8B36oC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA186#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 388 und 389 durchbrachen „Rheinfranken“ unter ihren Anführern [[Marcomer]], [[Gennobaudes (4. Jahrhundert)|Gennobaudes]] und [[Sunno]] den niederrheinischen [[Limes (Grenzwall)|Limes]] und verwüsteten die Umgebung von Köln, einigten sich aber mit dem Kaiser [[Valentinian II.]] auf ein Friedensabkommen. Dennoch kam es auch anschließend weiterhin zu Unruhen am Rhein, so dass um 402 der Sitz der [[Prätorianerpräfekt#Der Praefectus praetorio in der Spätantike|Prätorianerpräfektur]] aus der ehemaligen römischen Kaiserstadt [[Augusta Treverorum]] (dem heutigen [[Trier]]) nach [[Arelate]] (heute [[Arles]]) verlegt werden musste. In den Jahren 413 bis 420 überfielen fränkische Gruppen Augusta Treverorum mehrfach; um das Jahr 435 eroberten die Franken die Stadt endgültig.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Nonn: &amp;#039;&amp;#039;Die Franken&amp;#039;&amp;#039;. Kohlhammer, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-17-017814-4, S. 147–149.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Köln fiel 459/461 endgültig in die Hände der „Rheinfranken“, die sich danach am Mittelrhein bis nach Mainz festsetzten. Köln wurde Sitz eines Königs, der im dortigen Statthalterpalast ([[Prätorium]]) residierte. Die Bewohner der römischen Stadt (Römer, Galloromanen, aber auch mit den Römern in Frieden lebende Germanen wie die [[Ubier]]) wurden&amp;amp;nbsp;– soweit sie nicht geflüchtet waren&amp;amp;nbsp;– unterworfen und gingen in der kommenden Zeit in der fränkischen Gesellschaft auf. Eine weitere Expansion der rheinfränkischen Stämme erfolgte in den Jahren 470 bis 485 nach Südwesten, wo sie Nachbarn der [[Burgunden]] wurden, aber auch Anschluss an die Siedlungsgebiete der als Mosel- und Salfranken bezeichneten Gruppierungen fanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Zöllner: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Franken bis zur Mitte des sechsten Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 1970, S. 30–43.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den folgenden Jahrzehnten gelang dem salfränkischen Reich unter den Königen [[Childerich I.]] und seinem Sohn [[Chlodwig I.]] die Eroberung ganz Galliens. Bei den Kriegen gegen die Alamannen, die in der [[Schlacht von Zülpich]] gipfelten, erhielt letzterer Unterstützung durch den in Köln residierenden „Rheinfranken“-König [[Sigibert von Köln|Sigibert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Königreich der „Rheinfranken“ ==&lt;br /&gt;
In der Forschung wurde bei verschiedenen fränkischen Herrschern der Versuch gemacht, sie als „Rheinfranken“ einzuordnen. Dazu gehört der fränkische König [[Theudomer]], von dem lediglich durch den gallorömischen Bischof und Geschichtsschreiber [[Gregor von Tours]] Informationen bekannt sind. Er war Sohn des [[Richomer]] und der Asycla, wurde zunächst römischer [[Consulat|Konsul]] und später fränkischer [[Kleinkönig]] und schließlich gemeinsam mit seiner Mutter durch die Römer hingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Gregor von Tours, &amp;#039;&amp;#039;Historien&amp;#039;&amp;#039; 2, 9. Vgl. Erich Zöllner: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Franken bis zur Mitte des sechsten Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 1970, S. 2–43.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleiches gilt für [[Sigismer]], der für das Jahr 469 als „Königssohn“ in den Quellen erwähnt wird. Aufgrund seines Namens und der Tatsache, dass er eine burgundische Prinzessin heiratete, was aus bündnisstrategischen Überlegungen für einen rheinfränkischen Herrscher als wahrscheinlicher gilt als für einen salfränkischen, wurde er zu den Rheinfranken gezählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Matthias Becher]]: &amp;#039;&amp;#039;Chlodwig I. Der Aufstieg der Merowinger und das Ende der antiken Welt.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-61370-8, S. 142 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eindeutig als rheinfränkisch eingeordnet wurde das fränkische Königreich, dessen Herrscher in Köln residierten. Der einzige länger amtierende König ist [[Sigibert von Köln]], der um die Wende vom 5. zum 6. Jahrhundert regierte. Sigibert besiegte in Allianz mit dem salfränkischen [[Merowinger]] [[Chlodwig I.]] im Jahre 496/497 in der [[Schlacht bei Zülpich]] die [[Alemannen]]. Im Kampf zog sich Sigibert eine Knieverletzung zu, als deren Folge er den Beinamen „der Lahme“ erhielt. Um 508/509 wurde [[Chloderich]], der Sohn Sigiberts, durch Chlodwig zu einem Attentat auf seinen Vater angestiftet. Kurz darauf wurde er seinerseits von Chlodwig als Vatermörder beschuldigt und getötet. Daraufhin zog Chlodwig in Köln ein und wurde von den lokalen [[Große]]n als König anerkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Zöllner: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Franken bis zur Mitte des sechsten Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 1970, S. 2–43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chlodwig regierte bis zu seinem Tod im Jahr 511 über die nunmehr vereinigten fränkisch besiedelten Territorien. Danach erbte Chlodwigs Sohn [[Theuderich I.]] diesen Reichsteil, später [[Austrasien]] oder [[Austrien]] genannt, das sich über die alten „salfränkischen“ Gebiete in Toxandrien über das Gebiet der „Rheinfranken“ bis zur thüringischen Grenze ausdehnte. Dieses Gebiet wurde in der Folgezeit von Königen aus der Herrscherlinie der [[Merowinger]] regiert und mit den anderen fränkischen Gebieten vereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Erich Zöllner]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Franken bis zur Mitte des sechsten Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 1970.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Nonn]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Franken&amp;#039;&amp;#039;. Kohlhammer, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-17-017814-4.&lt;br /&gt;
* [[Matthias Springer]]: &amp;#039;&amp;#039;Riparii – Ribuarier – Rheinfranken nebst einigen Bemerkungen zum Geographen von Ravenna.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dieter Geuenich]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Franken und die Alemannen bis zur „Schlacht bei Zülpich“ (496/97)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Ergänzungsbände zum [[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]].&amp;#039;&amp;#039; Band 19). Walter de Gruyter, Berlin/New York 1998, ISBN 3-11-015826-4, S. 200–269.&lt;br /&gt;
* [[Matthias Becher]]: &amp;#039;&amp;#039;Chlodwig I. Der Aufstieg der Merowinger und das Ende der antiken Welt.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-61370-8, S. 251 ff.&lt;br /&gt;
* {{RGA|9|369|373|Francia  Rinensis|[[Hans Hubert Anton]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=1174820462}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rheinfranken| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanischer Stamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Rheinland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Westgermanen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>