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	<title>Rhamnous - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T05:41:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rhamnous&amp;diff=1270799&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zweioeltanks: HC: Entferne Kategorie:Bauwerk in Attika; Ergänze Kategorie:Sakralbau in Attika</title>
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		<updated>2026-04-14T11:42:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Bauwerk_in_Attika&quot; title=&quot;Kategorie:Bauwerk in Attika&quot;&gt;Kategorie:Bauwerk in Attika&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Sakralbau_in_Attika&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Sakralbau in Attika (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Sakralbau in Attika&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ramnous003.JPG|hochkant=2|mini|Rhamnous, archäologische Stätte des Nemesis-Heiligtums]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rhamnus mapEN.png|mini|Plan von Rhamnous]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rhamnous&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Ῥαμνοῦς|variant=alt}}, {{elS|Ραμνούντας|neu=1}}) ist eine archäologische Stätte nahe der Nordostküste [[Attika (Landschaft)|Attikas]]. Hier befand sich eine Kultstätte der [[Nemesis]], Göttin der ausgleichenden Gerechtigkeit und des gerechten Zorns (die zur Rachegöttin wurde), die hier zusammen mit [[Themis (Mythologie)|Themis]] verehrt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Rhamnous leitet sich von griech. „rhamnos“ = [[Weißdorn]] ab, einem hier häufig vorkommenden Strauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Auf einem sanften Hügel über dem [[Golf von Euböa]] lag der antike [[Demos]] Rhamnous, von dem die Reste eines Theaters und die Fundamente einiger Wohnhäuser erhalten geblieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heiligtum der beiden Göttinnen liegt südlich der [[Akropolis]] der antiken Gemeinde, 39 km nordöstlich von Athen und zwölf Kilometer nördlich von Marathon, auf einer künstlich angelegten von einer Stützmauer gehaltenen Plattform am Hang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Rhamnous wurde schon im 5. Jahrhundert v. Chr. als Außenposten befestigt und im 4. Jahrhundert zur Küstenfestung ausgebaut. Die Befestigungen umfassten ein Areal von etwa 230 × 270 m. Die Mauern wurden aus polygonalen Marmorblöcken von [[Agia Marina (Marathon)|Agia Marina]] errichtet. Die Festung hatte strategische Bedeutung zum Schutze der Schifffahrt im [[Euripos]]. Im Schutze der befestigten [[Akropolis]] lagen zwei kleine Häfen – einer auf jeder Seite des befestigten Hügels – über die [[Athen]] im [[Peloponnesischer Krieg|Peloponnesischen Krieg]] Getreide einführte. In der Festung befand sich eine Garnison junger athenischer [[Ephebe]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort, aus dem der Redner [[Antiphon von Rhamnus]] (* um 480 vor Chr.) stammte, war bis ins 2. Jahrhundert nach Chr. eine beliebte Sommerfrische der Athener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0029MAN-Themis.jpg|hochkant=0.7|mini|Chairestratos: Themis. Marmor, 300 vor Chr., gefunden in Rhamnous. Archäologisches Nationalmuseum Athen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in der Antike war der Ort wegen seines schon von [[Pausanias]] beschriebenen Heiligtums, einer der ältesten Kultstätten der Rachegöttin Nemesis, bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Pausanias I, 33, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nemesis galt den Griechen vor allem als Begriff und vergöttlichte Personifikation des sittlichen Rechtsgefühls und der gerechten Vergeltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühen 5. Jahrhundert vor Chr. wurde ein kleiner Tempel (6,15 × 9,9 m) errichtet, dessen polygonales Mauerwerk heute unmittelbar neben der Ruine des Nemesis-Tempels noch in einer Höhe von 2 m ansteht. Zum Bau wurde ein lokaler dunkler Marmor verwendet. Nach Weihinschriften auf zwei Marmorsesseln war dieser Tempel sowohl der Rachegöttin Nemesis als auch der [[Themis (Mythologie)|Themis]] geweiht, die die gerechte Ordnung personifizierte. Eine Themis-Statue und verschiedene andere Weihegaben wurden in der [[Cella]] ausgegraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine 1989 aufgefundene Inschrift aus dem Nemesis-Tempel zeigt, dass der hellenistische König [[Antigonos II. Gonatas]] im 3. Jahrhundert vor Chr. gemeinsam mit der Göttin Nemesis in Rhamnous kultische Ehren von den Athenern erhielt. Auch in römischer Zeit erhielten [[Livia Drusilla|Livia Augusta]], die vergöttlichte Frau des Kaisers [[Augustus]] und Kaiser [[Claudius]] Widmungen. Im 2. Jahrhundert nach Chr. stiftete [[Herodes Atticus]] Büsten der Kaiser [[Mark Aurel]] und [[Lucius Verus]] sowie eine Statue seines Schülers [[Polydeukion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nemesis-Kult in Rhamnous wurde 399 nach Chr. durch den Erlass des [[Byzantinisches Reich|byzantinischen]] Kaisers [[Arcadius]] beendet, der die Zerstörung der verbliebenen heidnischen Tempel anordnete.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;si qua in agris templa sunt, sine turba ac tumultu diruantur.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Nemesis-und-Themis-Tempel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Standort des Nemesis-und-Themis-Tempels wurde zunächst im 6. Jahrhundert ein Tempel mit zwei Säulen &amp;#039;&amp;#039;in antis&amp;#039;&amp;#039; ([[Antentempel]]) gebaut. Dieser wurde wohl 480 von den Persern zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zerstörte Tempel wurde im späten 5. Jahrhundert durch einen an gleicher Stelle erbauten 10,05 × 21,4 m großen Marmortempel ersetzt. Dieser wurde gegen 440 v. Chr. als [[Dorischer Baustil|dorischer]] [[Peripteros]] errichtet, während der Regierungszeit des [[Perikles]], als auch der [[Parthenon]] in Athen erbaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ramnous001.JPG|hochkant=1.5|mini|Tempel der Nemesis in Rhamnous]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grundriss mit umlaufendem Säulenkranz, davon je sechs Säulen an Vorder- und Rückseite, ist typisch für die Periode seiner Errichtung. Es wird vermutet, dass er von dem Architekten [[Kallikrates]] entworfen wurde, nach dessen Plänen auch der [[Tempel des Hephaistos]] in Athen, der [[Poseidon]]-Tempel am [[Kap Sounion]] und der Ares-Tempel in [[Acharnes]] gebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unterste Stufe des [[Stereobat]]s wurde aus einem lokalen dunklen Marmor, der Rest des Bauwerks aus weißem Marmor errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nach 440 v. Chr. begonnene Bau wurde bei Ausbruch des Peloponnesischen Krieges (431 v. Chr.) kurz vor der Vollendung unterbrochen. Es gab keine Skulpturen an [[Pediment|Giebel]] und [[Metope (Architektur)|Metopen]], jedoch war das Dach mit figürlichen [[Akroterion|Akroterien]] verziert. An den Säulen fehlen die Kanelluren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Kultbild der Nemesis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das in der [[Cella]] des Tempels auf einer reliefgeschmückten Basis errichtete Kultbild wird vom kaiserzeitlichen Reiseschriftsteller Pausanias als berühmtes Werk von kolossalen Ausmaßen beschrieben. [[Agorakritos]] von Paros, ein Meisterschüler des [[Phidias]], habe es in [[Paros|parischem]] Marmor ausgeführt. Angeblich sei ein Marmorblock verwendet worden, den die siegesgewissen Perser schon für eine Triumphstele bereitgestellt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche aus Rhamnous stammenden Marmorfragmente der Originalstatue wurden zusammen mit einem 44 cm hohen Kopffragment zur Rekonstruktion der 3,55 m hohen Statue verwendet; sie stand auf einem etwa 90 cm hohen und 240 cm breiten Sockel, den man ebenfalls aus originalen Fragmenten und mit Hilfe von römischen Reliefkopien rekonstruieren konnte. Originale Fragmente des in der Spätantike durch Christen zerschlagenen Kultbildes erlaubten die Identifizierung von insgesamt elf das Original in kleinerem Maßstab wiederholenden römischen Kopien. Die im klassischen [[Kontrapost]] stehende Göttin hielt in der vorgestreckten rechten Hand eine flache Opferschale ([[Phiale]]), in der gesenkten Linken einen Apfelzweig. Ein originales, aber stark verriebenes Fragment vom Kopf des Kultbildes im [[Britisches Museum|Britischen Museum]] macht die stilistische Nähe zu den zwischen 440 und 432 v. Chr. entstandenen Giebelskulpturen des [[Parthenon]] deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Barbara Knittlmayer: &amp;#039;&amp;#039;Kultbild und Heiligtum der Nemesis von Rhamnous am Beginn des peloponnesischen Krieges&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts&amp;#039;&amp;#039; 114, 1999, S. 1–18.&lt;br /&gt;
* [[Vasilios Petrakos]]: &amp;#039;&amp;#039;Rhamnous.&amp;#039;&amp;#039; Athen 1991 (englisch)&lt;br /&gt;
* Vasilios Petrakos: &amp;#039;&amp;#039;Ο Δήμος του Ραμνούντος: σύνοψη των ανασκαφών και των ερευνών (1813–1998).&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände, Η εν Αθήναις Αρχαιολογική Εταιρεία, Athen 1999, ISBN 960-814501-5&lt;br /&gt;
* Vasilios Petrakos: &amp;#039;&amp;#039;O Δήμος του Ραμνούντος&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
** Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Το φρούριο&amp;#039;&amp;#039;. Η εν Αθήναις Αρχαιολογική Εταιρεία, Athen 2020, ISBN &lt;br /&gt;
** Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Το Νεμεσιον&amp;#039;&amp;#039;. Η εν Αθήναις Αρχαιολογική Εταιρεία, Athen 2020, ISBN 978-618-5047-48-1&lt;br /&gt;
** Band 5:  &amp;#039;&amp;#039;Τα νομίσματα, οι λύχνοι, τα γλυπτά&amp;#039;&amp;#039;.  Η εν Αθήναις Αρχαιολογική Εταιρεία, Athen 2020&lt;br /&gt;
** Band 6: &amp;#039;&amp;#039;Οι επιγραφές, τα χαράγματα, τα σταθμά, οι μαρτυρίες&amp;#039;&amp;#039;.  Η εν Αθήναις Αρχαιολογική Εταιρεία, Athen 2020, ISBN 978-618-5047-50-4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Rhamnous|Sammlung von Bildern}}&lt;br /&gt;
* {{Arachne|to|8004215|Heiligtum der Nemesis, Rhamnous}}&lt;br /&gt;
* [http://www.vgreece.com/index.php?entry=entry060701-030515 Luftaufnahmen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelbelege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=38/13/04/N |EW=24/01/37/E |type=landmark |region=GR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechischer Tempel in Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Attika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiligtum (antikes Griechenland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakralbau in Attika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marathon (Griechenland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tempel in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
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