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	<title>Reykjanesskagi - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Zorbedit: Bildreihenfolge</title>
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		<updated>2024-04-07T15:30:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bildreihenfolge&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Halbinsel&lt;br /&gt;
|NAME= Reykjanesskagi&lt;br /&gt;
|BILD1= Reykjanes-localisation.png&lt;br /&gt;
|BILD1-TEXT= Die Halbinsel Reykjanes im Südwesten von Island&lt;br /&gt;
|BILD2= Bridge across continents iceland.jpg&lt;br /&gt;
|BILD2-TEXT= Brücke zwischen den Kontinenten&lt;br /&gt;
|GEWAESSER= See [[Kleifarvatn]]&lt;br /&gt;
|GEWAESSER2= &lt;br /&gt;
|BREITENGRAD= 63/52/12/N&lt;br /&gt;
|LAENGENGRAD= 22/33/30/W&lt;br /&gt;
|REGION-ISO= IS-2&lt;br /&gt;
|KARTE= &lt;br /&gt;
|POSKARTE= &lt;br /&gt;
|LAENGE= &lt;br /&gt;
|BREITE= &lt;br /&gt;
|FLAECHE= &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reykjanesskagi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine stiefelförmige [[Halbinsel]] im äußersten Südwesten von [[Island]], südwestlich der Hauptstadt [[Reykjavík]]. Der Name bedeutet &amp;#039;&amp;#039;Reykjanes-Halbinsel&amp;#039;&amp;#039;, wobei &amp;#039;&amp;#039;Reykjanes&amp;#039;&amp;#039; ({{deS|„Rauchspitze“ oder „Rauchhalbinsel“}}) heutzutage meist nur die äußerste Südwestspitze, gewissermaßen die Ferse des Stiefels bezeichnet. Seit 2021 herrscht auf der Halbinsel eine Phase [[Vulkanismus|vulkanischer Aktivität]] mit mehreren [[Vulkanausbrüche beim Fagradalsfjall seit 2021|Ausbrüchen am Fagradalsfjall]] und bei der [[Vulkanausbrüche an der Sundhnúkur-Kraterkette seit 2023|Sundhnúkur-Kraterkette]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Plattenverschiebung und Vulkanismus auf Reykjanesskagi ==&lt;br /&gt;
=== Reykjanesskagi und die Kontinentaldrift ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reykjanes volcanic systems.png|mini|Die Vulkansysteme der Halbinsel Reykjanes (vermutete Ausdehnungen): (1) [[Gunnuhver|Reykjanes]], (2) Eldvörp-[[Svartsengi]], (3) [[Fagradalsfjall (Reykjanesskagi)|Fagradalsfjall]], (4) [[Krýsuvík]], (5) [[Brennisteinsfjöll]], (6) [[Hengill]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gunnuhver 4.jpg|mini|Gunnuhver 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krisuvik.jpg|mini|[[Seltún]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Keilir distance.jpg|mini|Der Palagonitkegel Keilir]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Faro de Stafnes, Suðurnes, Islandia, 2014-08-13, DD 013.JPG|mini|Stafnes Leuchtturm]]&lt;br /&gt;
Die Halbinsel Reykjanes im Südwesten Islands (nicht zu verwechseln mit der [[Reykjanes (Breiðafjörður)|gleichnamigen]] in den [[Westfjorde]]n) befindet sich direkt über der Riftzone. Über Island verläuft die Grenze zweier sich mit einer Geschwindigkeit von über 2&amp;amp;nbsp;cm im Jahr voneinander entfernenden Kontinentalplatten, der [[Eurasische Platte|eurasischen]] und der [[Nordamerikanische Platte|nordamerikanischen Platte]]. Reykjanes liegt direkt auf dieser Grenze. Man sagt, hier käme der [[Mittelatlantischer Rücken|Mittelatlantische Rücken]] an die Erdoberfläche, eine Zone der Plattenverschiebungen und gleichzeitig des aktiven Vulkanismus.&amp;lt;ref&amp;gt;Thor Thordarson, Armann Hoskuldsson: &amp;#039;&amp;#039;Iceland. Classic Geology in Europe 3.&amp;#039;&amp;#039; Harpenden 2002, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies erklärt, dass es sich um den buchstäblich heißesten Ort Islands zu handeln scheint: Unter dem [[Zentralvulkan]] [[Gunnuhver]] wurden in 1.000&amp;amp;nbsp;m Tiefe 300&amp;amp;nbsp;°C gemessen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |url=http://www-new.grindavik.is/?i=2&amp;amp;s=53&amp;amp;ss=289&amp;amp;sss=297 |date=2022-05}} abgerufen am 9. Januar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Riftzone ===&lt;br /&gt;
Bruch- oder Riftzonen zwischen Kontinentalplatten sind gekennzeichnet durch häufige Erdbebentätigkeit und damit verbundene Erdbewegungen wie Bildung sichtbarer Spalten und Risse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine touristische Kuriosität stellt die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Brücke zwischen den Kontinenten&amp;#039;&amp;#039; dar, die über eine Spalte in der Nähe der [[Gunnuhver]] führt. Eine Schautafel erläutert vor Ort ausführlich den Effekt der [[Plattentektonik|Plattenverschiebung]] anhand des Beispiels Island.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plattenverschiebungseffekte sind auch die häufigen Erdbeben am See [[Kleifarvatn]], die u.&amp;amp;nbsp;a. in regelmäßigen Abständen bewirken, dass der See langsam auszutrocknen scheint, weil sich unter ihm Spalten öffnen, die sich dann aber wieder schließen, so dass er sich wieder füllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vulkanismus ===&lt;br /&gt;
Die Halbinsel ist aus ehemals subglazialen und submarinen Vulkangebilden sowie neuzeitlichen aktiven Vulkanen aufgebaut, die sich gegenseitig überlappen und überlagern. Mit der Entfernung vom [[Mantle Plume]], der bei den [[Grímsvötn]] vermutet wird, nimmt die Höhe der vulkanischen Berge vom Hengill bis hinunter zur Gunnuhver ab. Direkt im Süden von Vogastapi befinden sich die Reste zweier submariner Vulkangebilde aus [[Kissenlava|Kissenlaven]] aus der [[Weichsel-Kaltzeit]].&amp;lt;ref&amp;gt;Thor Thordarson, Armann Hoskuldsson: &amp;#039;&amp;#039;Iceland. Classic Geology in Europe 3.&amp;#039;&amp;#039; Harpenden 2002, S. 63&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Prähistorischer Vulkanismus ====&lt;br /&gt;
Das älteste Gestein westlich von Reykjavík liegt in einer Linie von Vogastapi bis hinaus nach Garðskagi und besteht aus von Gletschern erodierten Laven eines oder mehrerer [[Schildvulkan]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;Thor Thordarson, ebd., S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansonsten findet man im Nordwesten von Reykjanesskagi drei sich überlappende Schildvulkane, [[Hrútagjá]], [[Þráinskjöldur]] und [[Sandfellshæð]] (von Ost nach West). Diese drei Vulkane sind zwischen 9.000 und 10.000 Jahre alt und am Ende der Eiszeit in Island entstanden. Sie haben ein beträchtliches Volumen von ca. 15&amp;amp;nbsp;km³, was 75 % des Gesamtmagmavolumens ausmacht, das seit der Eiszeit in diesem Teil von Reykjanesskagi eruptiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Südosten der Halbinsel findet man hingegen sogar sechs sich überlappende Vulkane dieser Art: [[Geitahlíð]], [[Herdísarvík]], [[Selvogsheiði]], [[Heiðin há]], [[Leitin]] und [[Tröllahlíð]].&amp;lt;ref&amp;gt;Thor Thordarson, ebd., S. 63&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere prähistorische Laven umfassen etwa das vor ca. 7.200 Jahren entstandene &amp;#039;&amp;#039;Búrfellshraun-Lavafeld&amp;#039;&amp;#039;, das der [[Schlacken- und Aschenkegel|Schlackenkrater]] [[Búrfell upp af Hafnarfirði|Búrfell]] produziert hat. Er befindet sich ca. zehn&amp;amp;nbsp;Kilometer südöstlich von [[Hafnarfjörður]]. Ein markierter Wanderweg führt durch die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Búrfellsgjá&amp;#039;&amp;#039;, einen ehemaligen [[Lavaröhre|Lavakanal]], auf den Krater. Er gehört zum nordwestlichen Teil des Vulkansystems von [[Krýsuvík]].&amp;lt;ref&amp;gt;Thor Thordarson, ebd., S. 59 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vulkanismus in historischer Zeit (seit dem 9. Jh.) ====&lt;br /&gt;
Die stiefelförmige Halbinsel ist auch gekennzeichnet durch ihre riesigen, relativ jungen Lavafelder, die nur sehr spärlich von einer dünnen Vegetationsschicht überzogen sind. Im Mittelalter fanden hier mehrere Ausbruchsserien statt. Die letzten Vulkanausbrüche auf Reykjanesskagi vor den [[Vulkanausbrüche beim Fagradalsfjall seit 2021|Vulkanausbrüchen beim Fagradalsfjall seit 2021]] ereigneten sich im 14. Jahrhundert (Krýsuvík, vermutlich 1340&amp;lt;ref&amp;gt;{{GVP|vn=371030|linktext=|tab=Eruptions}} abgerufen am 28. Februar 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reykjanesskagi ist überhaupt geprägt von aktivem [[Vulkanismus]], da es die über dem Meeresspiegel liegende Fortsetzung des [[Mittelatlantischer Rücken|Mittelatlantischen Rückens]] darstellt. Sein südwestlich von Island liegendes Segment wird [[Reykjanesrücken]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aktive Vulkansysteme auf der Halbinsel Reykjanes ====&lt;br /&gt;
Man findet auf der Halbinsel drei bzw. je nach wissenschaftlichem Ansatz vier aktive [[Vulkansystem]]e, die jeweils nach angrenzenden Landschaften bzw. Gebirgen benannt wurden (von West nach Ost): [[Reykjanesvulkansystem|Reykjanes]] mit dem [[Zentralvulkan]] [[Gunnuhver]] und [[Svartsengi]], [[Krýsuvík]] mit dem Zentralvulkan [[Trölladyngja (Reykjanesskagi)|Trölladyngja]], manchmal auch Trölladyngja-System genannt, und [[Brennisteinsfjöll]]. Die Reihe setzt sich nach Osten mit dem [[Hengill]] fort, doch dieser gehört streng genommen nicht mehr zur Halbinsel.&amp;lt;ref&amp;gt;Þorleifur Einarsson: &amp;#039;&amp;#039;Geology of Iceland. Rocks and Landscape.&amp;#039;&amp;#039; Reykjavík (Mál og menning) 1994, S. 63&amp;lt;/ref&amp;gt; Manche Geowissenschaftler trennen die Systeme von Reykjanes mit der Gunnuhver einerseits von Svartsengi andrerseits, andere sehen sie als ein einziges System.&amp;lt;ref&amp;gt;Reykjanes und Svartsengi werden als dasselbe System angesehen in: Thor Thordarson, Armann Hoskuldsson: &amp;#039;&amp;#039;Iceland. Geology of Europe 3.&amp;#039;&amp;#039; Harpenden 2002, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebenso in: [{{GVP|vn=371020|linktext=nein}} Global Volcanism Program, Smithsonian Inst.]  (englisch) abgerufen am 9. Oktober 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese Vulkansysteme sind mehr oder minder parallel zueinander angeordnet und parallel zur Riftzone von Südwesten nach Nordosten ausgerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ari Trausti Guðmundsson: &amp;#039;&amp;#039;Lebende Erde. Facetten der Geologie Islands.&amp;#039;&amp;#039; Reykjavík (Mál og menning) 2007, S.&amp;amp;nbsp;191.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Vulkansystem Reykjanes =====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Gunnuhver}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Quelle Gunnuhver, Zentralvulkan des Hochtemperaturgebiets Reykjanes, veränderte sich von 2002 bis 2010 sichtbar. Dort musste wegen stetig ansteigender Aktivität mit dem Erscheinen neuer Quellen inzwischen eine Zufahrtsstraße geschlossen werden (März 2008).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Vulkansystem gehört die [[Kraterreihe]] &amp;#039;&amp;#039;Yngri Stampar&amp;#039;&amp;#039;. Diese produzierten die bisher letzten Laven auf Reykjanesskagi während einer größeren vulkanotektonischen Episode, die von 1210 bis 1240 andauerte. Während dieser Ausbruchsserie ergaben sich auch Eruptionen im Meer vor Reykjanes, die z.&amp;amp;nbsp;B. den Berg [[Vatnsfell]] als [[Lapilli]]-[[Tuff]]-Struktur aufbauten. Eine weitere submarine Eruption im Jahre 1226 ist der Ursprung einer [[Tephra]]lage, die als sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Mittelaltertephra&amp;#039;&amp;#039; überall auf Reykjanes in der [[Tephrochronologie]] benutzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Thor Thordarson, ebd., S. 65&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kraftwerk [[Suðurnes]] profitiert von der Erdwärme. 2017 bohrte das Forschungsunternehmen Iceland Deep Drilling Projekt (IDDP) in 176 Tagen 4.659&amp;amp;nbsp;m tief, um das 425&amp;amp;nbsp;°C heiße Wasser des Vulkans, das 340&amp;amp;nbsp;bar Druck aufwies, anzuzapfen und zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20170202134917/https://de.sputniknews.com/panorama/20170202314373071-island-bohrung-vulkan/ &amp;#039;&amp;#039;Mega-Bohrung in Island: Forscher zapfen Vulkan an&amp;#039;&amp;#039;.] Sputnik, 2. Februar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Svartsengi =====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Svartsengi}}&lt;br /&gt;
Man nutzt die Erdwärme auch im Geothermalkraftwerk von Svartsengi, das über dem gleichnamigen [[Hochtemperaturgebiet]] liegt. Das inzwischen höchst modern gestaltete Freibad &amp;#039;&amp;#039;Blaue Lagune&amp;#039;&amp;#039; ([[Bláa Lónið]]) verwendet die heißen Abwässer des Geothermalkraftwerks. Das Wasser erwies sich als sehr mineralhaltig und hat heilende Eigenschaften bei Hautkrankheiten gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach verstärkten Schwarmbeben ab Oktober 2023 kam es ab Dezember 2023 zu mehreren [[Vulkanausbrüche an der Sundhnúkur-Kraterkette seit 2023|Eruptionen an der Sundhnúkur-Kraterkette]], deren Auswirkungen zur Evakuierung und starken Beschädigungen der Hafenstadt [[Grindavik]] führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Fagradalsfjall =====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Fagradalsfjall (Reykjanesskagi)|titel1=Fagradalsfjall}}&lt;br /&gt;
Ab ca. Oktober 2020 setzte eine Serie von [[Erdbebenschwarm|Schwarmbeben]] auf der Halbinsel ein. Gleichzeitig hob sich stellenweise der Boden um mehr als 4 mm pro Tag, was auf eine [[Intrusion (Geologie)|Magmenintrusion]] hindeute, welche auch als ursächlich für die Erdbebenschwärme angesehen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://en.vedur.is/earthquakes-and-volcanism/earthquakes/reykjanesridge/ Aktueller Stand vom 02. März 2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://erdbebennews.de/2021/03/island-magmaintrusion-ursaechlich-fuer-erdbebenschwarm-weitere-erdbeben-moeglich/ Deutsche Besprechung.] Erdbebennews.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am Abend des 21. März 2021 öffnete sich im Tal Geldingardalur, am südlichen Rand des [[Fagradalsfjall (Reykjanesskagi)|Fagradalsfjall]], eine [[Vulkanausbrüche beim Fagradalsfjall seit 2021|500–700&amp;amp;nbsp;m lange Eruptionsspalte]]. Es handelte sich um eine rein [[Effusion (Vulkanismus)|effusive Eruption]], nennenswerte Aschewolken wurden nicht beobachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://en.vedur.is/about-imo/news/earthquake-swarm-in-reykjanes-peninsula A minor eruption underway], vedur.is, 20. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; In den nächsten Jahren folgten mehrere weitere Ausbrüche in dem Gebiet, die großflächige neue Lavafelder entstehen ließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Krýsuvík =====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Krýsuvík}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Grænavatn5.jpg|mini|See Grænavatn bei Krýsuvík]]&lt;br /&gt;
Aktiven Vulkanismus findet man zudem bei Krýsuvík an dem Hochtemperaturgebiet [[Seltún]] und den heißen Quellen am See [[Kleifarvatn]]. Diese gehören zum Krýsuvík- oder Trölladyngja-Vulkansystem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein von weitem sichtbarer Vulkankegel, der die Halbinsel Reykjanes schon aus der Ferne kennzeichnet, ist [[Keilir]], ein [[Palagonitkegel]], der während der Eiszeit durch einen Ausbruch an einer Stelle unter einem Gletscher entstand.&amp;lt;ref&amp;gt;Ari Trausti Guðmundsson, Pétur Þorleifsson: &amp;#039;&amp;#039;Íslensk fjöll. Gönguleiðir á 151 tind.&amp;#039;&amp;#039; Reykjavík (Mál og menning) 2004, S. 156&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuzeitliche Laven aus diesem System strömten bis nach Hafnarfjörður und werden &amp;#039;&amp;#039;Kapelluhraun&amp;#039;&amp;#039; genannt. Es handelt sich hier um [[Aa-Lava]], die ihren Ursprung in einer ca. 7,5&amp;amp;nbsp;km östlich der Straße nach [[Keflavík]] gelegenen Kraterreihe hat und aus dem 12. Jahrhundert (1151–1188) stammt. Derselben vulkanotektonischen Episode entsprang das Lavafeld [[Ögmundarhraun]] bei [[Grindavík]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thor Thordarson, ebd., S. 62&amp;quot;&amp;gt;Thor Thordarson, ebd., S. 62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Brennisteinsfjöll =====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Brennisteinsfjöll}}&lt;br /&gt;
Das [[Vulkansystem]] der Brennisteinsfjöll zieht sich weit nach Nordosten, wo es auf der Hochebene der [[Hellisheiði (Ölfus)|Hellisheiði]] an die Vulkansysteme des Hengill und des [[Hrómundartindur]] stößt. Zu ihm gehören sowohl die Berge in [[Reykjavík]]s Skigebiet [[Bláfjöll (Südwestisland)|Bláfjöll]] als auch die Bohrlöcher am Hochtemperaturgebiet &amp;#039;&amp;#039;Hverahlíð&amp;#039;&amp;#039; auf der Hellisheiði östlich des [[Hringvegur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem Vulkansystem entstammt das bei Hafnarfjörður gelegene Lavafeld &amp;#039;&amp;#039;Hellnahraun&amp;#039;&amp;#039;. Seine [[Pahoehoe]]-Laven entströmten um 920 n. Chr. den Kratern &amp;#039;&amp;#039;Tvíbollar&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thor Thordarson, ebd., S. 62&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== UNESCO Global Geopark ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2015 wurde die Region aufgrund ihrer geologischen Einzigartigkeit mit dem Label [[Geopark#UNESCO Global Geoparks|UNESCO Global Geopark]] zertifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.globalgeopark.org/homepageaux/tupai/6513.htm |titel=Mitglieder des Global Geopark Networks |werk= |hrsg=Global Geopark Networks |datum= |abruf=2017-05-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besiedlungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vom Mittelalter zur Neuzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hvalsnes Kirche 5.jpg|mini|Hvalsneskirkja mit Friedhof]]&lt;br /&gt;
Reykjanes ist seit der Landnahmezeit im 9. und 10. Jahrhundert besiedelt. So wird etwa im [[Landnahmebuch]] vom ersten Siedler Grindavíks berichtet, einem gewissen Molda-Gnúpur mit seinen Söhnen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Íslandshandbókin. 1. bindi.&amp;#039;&amp;#039; 1989, S.&amp;amp;nbsp;48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Mittelalter erkannte man die günstigen Anlegestellen an vielen Orten, und die Bewohner der Bauernhöfe fuhren im Winter zum Fischen. Auch wurden hier Winterfischerdörfer aufgebaut, zu denen die Leute aus anderen Gegenden des Landes anreisten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Íslandshandbókin. 1. bindi.&amp;#039;&amp;#039; 1989, S.&amp;amp;nbsp;43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige spätere Dörfer und Städte hatten schon im Mittelalter als Handelsplätze vor allem für englische und deutsche (bzw. hanseatische) Kaufleute gedient, dies gilt vor allem für [[Grindavík]] und [[Hafnarfjörður]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Íslandshandbókin&amp;#039;&amp;#039;. 1. bindi. 1989, S. 48 und 78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Städte und Dörfer ===&lt;br /&gt;
Im 18. und 19. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung an den Orten mit den besten Anlegestellen. Dörfer und Städte bildeten sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist die Halbinsel wegen ihrer Nähe zur Hauptstadt [[Reykjavík]] recht dicht besiedelt. Hier liegen z.&amp;amp;nbsp;B. die Städte [[Hafnarfjörður]] sowie [[Keflavík]] mit dem internationalen [[Flughafen Keflavík|Leifur-Eiríksson-Flughafen]], und etliche Dörfer wie [[Reykjanesbær#Njarðvík|Njarðvík]] und [[Hafnir]], die mit Keflavík die Gemeinde [[Reykjanesbær]] bilden, sowie die Orte [[Garður]], [[Sandgerði]] und [[Grindavík]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hallgrímur Pétursson als Pastor in Hvalsnes ===&lt;br /&gt;
Im Weiler &amp;#039;&amp;#039;Hvalsnes&amp;#039;&amp;#039; wirkte im 17. Jahrhundert [[Hallgrímur Pétursson]], ein berühmter Psalmendichter, als Pastor. Auf dem Friedhof sieht man noch den Grabstein seiner Tochter mit einem Gedicht des Meisters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vogelparadiese ==&lt;br /&gt;
Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Vogelparadiese an der äußersten Spitze der Landzunge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2005-06-01 Kleifarvatn.jpg|mini|500px|Panorama Kleifarvatn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Geographie Islands]]&lt;br /&gt;
* [[Vulkane in Island]]&lt;br /&gt;
* [[Geothermale Energie in Island]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Reykjanes peninsula|Reykjanes}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage|Reykjanes}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offizielle Website ===&lt;br /&gt;
* [https://www.reykjanes.is/ Reykjanes - offizielle Internetseiten - Tourismus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiss. Artikel zum Vulkanismus und zur Plattenverschiebung auf Reykjanesskagi ===&lt;br /&gt;
* Amy E. Clifton et al.: &amp;#039;&amp;#039;Surface effects of triggered fault slip on Reykjanes Peninsula, SW Iceland&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;tectonophysics&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 369, Iss. 3-4, July 2003, S.&amp;amp;nbsp;145–154; [[doi:10.1016/S0040-1951(09)00201-4]] (Abstract, englisch)&lt;br /&gt;
* Agust Gudmundsson: [http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/004019518790103X &amp;#039;&amp;#039;Geometry, formation and development of tectonic fractures on the Reykjanes Peninsula, southwest Iceland&amp;#039;&amp;#039;.], Nordic Volcanological Inst., Reykjavík 1986 (ScienceDirect, Abstract, englisch)&lt;br /&gt;
* R. Sigurbjörnsson u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Comparative study of uniform hazard spectra derived using ground motion estimation models: A case study.&amp;#039;&amp;#039; The 14th World Conference on Earthquake Engineering, oct. 12-17, 2008, Beijing, China, 14WCEE Paper 07-0099 (Modelle zur Gefahreneinschätzung bei Erdbeben auf Reykjanes; Abstract; englisch)&lt;br /&gt;
* S. Ólafsson, R. Sigbjörnsson: [http://www.iitk.ac.in/nicee/wcee/article/13_1616.pdf Attenuation Of Strong Ground Motion In Shallow Earthquakes.] (PDF; 0,1&amp;amp;nbsp;MB) 13th World Conference on Earthquake Engineering Vancouver, B.C., Canada August 1-6, 2004 Paper No. 1616&lt;br /&gt;
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* Sigurlaug Hjaltadóttir: [http://en.vedur.is/media/vedurstofan/utgafa/skyrslur/2010/2010_003rs.pdf &amp;#039;&amp;#039;Use of relatively located microearthquakes to map fault patterns and estimate the thickness of the brittle crust in Southwest-Iceland&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 7,8&amp;amp;nbsp;MB) IMO, Skýrsla VÍ 2010-003 (englisch).&lt;br /&gt;
* M. Ómarsdóttir: [http://notendur.hi.is/oi/Nemendaritgerdir/2007%20-%20Reykjanesskagi-natturusaga%20og%20eldvorp.pdf &amp;#039;&amp;#039;Reykjanesskagi: Nátúrusaga og eldvörp.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 729 kB) Háskóli Íslands, Reykjavík 2007 (isländisch; zu den Vulkansystemen auf Reykjanesskagi)&lt;br /&gt;
* [http://www.ferlir.is/?id=6660 Ferlir.] (isländisch; zu den Vulkanen auf Reykjanes, großenteils beruhend auf M. Ómarsdóttir)&lt;br /&gt;
* Kristján Sæmundsson: [http://wayback.vefsafn.is/wayback/20101116204456/www.geothermal.is/structure-and-volcanism-reykjanes/general-structure-and-volcanism-reykjanes-peninsula &amp;#039;&amp;#039;General structure and volcanism of Reykjanes peninsula&amp;#039;&amp;#039;.] ISOR, 2010 (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4427412-9|VIAF=237434925}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reykjanesskagi| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halbinsel (Island)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halbinsel (Europa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halbinsel (Atlantischer Ozean)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:UNESCO Global Geopark in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zorbedit</name></author>
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