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	<title>Revolutionsfest - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt;Link korrigiert (der alte ging ins Leere)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Federation.jpg|mini|Das [[Föderationsfest]] vom 14. Juli 1790]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Revolutionsfeste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] bildeten als öffentlich-[[Patriotismus|patriotische]] Zeremonien zusammen mit den [[Revolutionskult]]en ein [[Zivilreligion|zivilreligiöses]] Ensemble, das an Stelle von Christentum und insbesondere Katholizismus in die gesellschaftlich-politische Mitte treten sollte. Die Revolutionsfeste fanden in unterschiedlicher Häufigkeit und Volkstümlichkeit statt, der [[Quatorze Juillet]] hat bis heute Bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öffentliche und für die breite Bevölkerung bestimmte Festakte waren bereits Teil des [[Ancien Régime]]; neben den außerordentlichen, mit Feuerwerk und Massenspeisungen gefeierten Anlässen wie Geburten in der königlichen Familie waren allein schon die kirchlichen Prozessionen durch 52 Sonntage und 32 religiöse Festtage fest vorbestimmt. Während der Revolution trat an die Stelle der Bestärkung der ständischen Gesellschaft durch Feste und Riten diejenige der nationalen Gemeinschaft und der neuen Werte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue kulturelle Praxis bestand anfänglich in spontanen Gesten der Zusammengehörigkeit über die gesellschaftlichen Grenzen hinweg wie [[Bruderkuss|Bruderküssen]] oder in Bekräftigungen der Gesinnung wie Schwüre und Gesänge. Sie entstand aus der Aufbruchsstimmung und dem Wunsch nach einer &amp;#039;&amp;#039;fédération&amp;#039;&amp;#039; (Bund) aller Franzosen, die die Revolutionäre und unter ihnen besonders die neu gebildeten [[Nationalgarde]]n erfasst hatte. Zur Steuerung der Volksbewegung beschloss die Regierung für den [[14. Juli]] 1790 eine &amp;#039;&amp;#039;fête de la fédération&amp;#039;&amp;#039; ([[Föderationsfest]]), also am ersten Jahrestag des Sturms auf die Bastille. Das Pariser Föderationsfest mit seinen Zehntausenden von Zuschauern und Teilnehmern fand Nachahmung nicht allein in den Föderationsfeiern der Provinz, es wurde zum Vorbild späterer Revolutionsfeste. Unverzichtbar waren Militär- und Zivilparaden, schauspielerische Einlagen, Hymnen, Schwüre, Ansprachen und in der ersten Zeit noch kirchliche Segnungen. (Am Föderationsfest wurde ein Hochamt von [[Charles-Maurice de Talleyrand]], Bischof von Autun, zelebriert.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Fête de la Raison 1793.jpg|mini|Darstellung des ersten „Fests der Vernunft“ in der Kathedrale Nôtre-Dame: Im Chor wurde eine Erhöhung aufgeschüttet, den ein kleiner Tempel mit der Aufschrift „à la Philosophie“ krönte, geflankt von Philosophenbüsten. Auf einem Altar brannte die Flamme der Vernunft, vor der in antik gekleidete Mädchen prozessierten. Eine Schauspielerin verkörperte die Freiheit bzw. die Vernunft und nahm die Ehrbezeigungen entgegen. Ähnliche Tempel wurden in vielen Kirchen eingerichtet.]]&lt;br /&gt;
Die [[Entchristianisierung]] der Jahre 1793 und 1794 brachte das Verschwinden der christlichen Inhalte. Besonders ausgeprägt war die Substitution der althergebrachten religiösen Festkultur im „Fest der Vernunft“ am [[10. November]] 1793 und im „Fest des höchsten Wesens“ am [[8. Juni]] 1794, nach deren Vorbild auch ungezählte Aufmärsche und Zeremonien in der Provinz abgehalten wurden. Das traditionelle kirchliche Element fehlte hier völlig. Bereits das „Fest der Einheit und Unteilbarkeit der Republik“ am [[10. August]] 1793 war das erste ohne Teilnahme des Klerus gewesen, die sehr symbolträchtigen offiziellen Feiern sollten an die Stelle der christlichen Prozessionen und Riten treten und als zivilreligiöse Ersatzhandlungen die spirituellen Bedürfnisse der Bevölkerung erfüllen, während sie gleichzeitig als Plattform für die Verbreitung und Festigung des revolutionären Gedankenguts dienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engen Zusammenhang mit den Revolutionsfesten standen auch die Feste, die mit dem neuen [[Französischer Revolutionskalender|Revolutionskalender]] von 1793 Einzug hielten. Veranlasst durch das Aufkommen des [[Kult der Vernunft|Vernunftkults]] verabschiedete der [[Nationalkonvent]] am [[23. November]] 1793 ein Gesetz, dass an jedem &amp;#039;&amp;#039;décadi&amp;#039;&amp;#039; (zehnten Tag) des neuen Kalenders das Fest der Vernunft gefeiert werden solle. [[Maximilien de Robespierre]] ließ zusammen mit der Einführung des [[Kult des höchsten Wesens|Kults des höchsten Wesens]] 1794 das jeweilige Fest eines &amp;#039;&amp;#039;décadi&amp;#039;&amp;#039; neu festlegen, gefeiert wurden beispielsweise  das Menschengeschlecht, das französische Volk, die Märtyrer der Freiheit, die Republik, die Vaterlandsliebe, der Hass auf die Tyrannen und die Verräter, die Liebe, die eheliche Treue, die Zukunft, der Ruhm der Unsterblichkeit, der Stoizismus. Auch die fünf (in Schaltjahren sechs) Übergangstage am Jahresende (&amp;#039;&amp;#039;[[Sansculottiden]]&amp;#039;&amp;#039; genannt), waren für den [[Citoyen]] wichtigen Werten gewidmet: Der Tugend, dem Geist, der Arbeit, der Meinung, dem Ertrag, der Revolution. Die Kalenderreform bedeutete den völligen Bruch mit den christlich geprägten Festen und somit einen gänzlich neu unterteilten Jahresablauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die revolutionäre Festkultur erreichte ihren Höhepunkt während der [[Jakobiner|jakobinischen]] [[Großer Terror (Frankreich)|Terrorherrschaft]] (La Grande Terreur), das anschließende [[Direktorium (Frankreich)|Directoire]] führte diese zwar fort und ließ militärische Erfolge während der [[Koalitionskriege]] und Schlüsseldaten der Revolution feiern – [[Quatorze Juillet|14. Juli]] ([[Sturm auf die Bastille]]), [[10. August]] ([[Sturm auf die Tuilerien]]), [[9. Thermidor]] (Sturz Robespierres); es zeigte sich aber ein wachsender Überdruss an den Veranstaltungen, die ohnehin den nachfolgenden, auf eine autoritäre Ordnung bedachten Regierungsformen ([[Französisches Konsulat|Konsulat]] und [[Erstes Kaiserreich|Kaiserreich]]) immer weniger opportun schienen und abgeschafft wurden. Allein der 14. Juli, der sowohl an den Sturm auf die Bastille 1789 als auch an das Föderationsfest 1790 erinnert, wird noch heute als französischer Nationalfeiertag gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.histoire-image.org/site/rech/resultat.php?liste_themes=323 &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;histoire par image&amp;#039;&amp;#039; - Bildanalysen französischer Revolutionsfeste] (19-03-2006)&lt;br /&gt;
* [https://langzeitarchivierung.bib-bvb.de/wayback/20130102094520/http://www.historicum.net/themen/franzoesische-revolution/einfuehrung/politische-kultur/art/IV_Feste_und_Z/html/artikel/503/ca/1d13a6b740335fecebf6989f6f55583e/ Sabine Büttner: &amp;#039;&amp;#039;Die Französische Revolution - eine Online-Einführung, Politische Kultur, IV. Feste und Zeremonien.&amp;#039;&amp;#039;] (19-03-2006)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Revolutionskult]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Epischel</name></author>
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