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	<title>Reue - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reue&amp;diff=121468&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-18192-09 am 23. März 2026 um 22:21 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-23T22:21:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Schicksalsbrunnen-Stuttgart Leid.jpg|mini|[[Allegorie|Die Allegorie]] des Leids am [[Schicksalsbrunnen (Stuttgart)|Schicksalsbrunnen]] in [[Stuttgart]]]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reue&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet das Gefühl – in besonderen Fällen ein [[Affekt]] – der Unzufriedenheit, der Abscheu, des Schmerzes und Bedauerns über das eigene fehlerhafte Tun und Lassen, verbunden mit dem Bewusstsein (oder der Empfindung) von dessen Unwert und [[Unrecht]] sowie mit dem Willensvorsatz zur eventuellen Genugtuung und Besserung.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Hasenfuß in: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Psychologie; Bd. 3: Psychodrama - ZZ&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von: Wilhelm Arnold u.&amp;amp;nbsp;a., Band 3, Bechtermünz-Verlag, Augsburg 1997, ISBN 3-86047-508-8. (S. 1909: „Reue“)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reue unterscheidet sich von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bedauern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; darin, dass Menschen Dinge bedauern, die außerhalb ihrer Kontrolle liegen. Reue ist verbunden mit einem  [[Verantwortungsgefühl]] für die Situation.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Terrance McConnell |Titel=Moral Dilemmas |Hrsg=Zalta, Edward N. |Sammelwerk=The Stanford Encyclopedia of Philosophy |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Metaphysics Research Lab, Stanford University |Ort= |Datum=2002-04-15 |ISBN= |Seiten= |Online=https://plato.stanford.edu/archives/fall2018/entries/moral-dilemmas/ |Abruf=2019-10-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelaspekte ==&lt;br /&gt;
Der Begriff Reue hat in vielen Bereichen (psychologisch, juristisch, philosophisch, theologisch usw.) eine besondere Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Recht ===&lt;br /&gt;
In der [[Rechtswissenschaft]] hat der [[Moral|moralische]] Begriff der Reue in der sogenannten [[Tätige Reue|tätigen Reue]] Einzug gefunden. Die tätige Reue lässt im deutschen [[Strafrecht]] die [[Strafbarkeit]] bestimmter Taten entfallen. Der Rücktritt vom [[Versuch (Strafrecht)|Versuch]] eine Straftat zu begehen oder die Verhinderung der eigenen geplanten Tat bewirkt nach {{§|24|stgb|juris}} StGB Straflosigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Ulsenheimer]]: Grundfragen des Rücktritts vom Versuch in Theorie und Praxis, S. 23 ff. [[Verlag Walter de Gruyter]], Berlin und New York 1976, ISBN 978-3-11-006509-1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Eingeständnis einer Reue wegen falscher Rechtsanwendung ist die [[judikative]] Reue.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. BGH-Urteil 5 StR 747/94 - Rn 76/78&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ist auch ein wichtiger Aspekt in so genannten [[Wahrheitskommission]]en, wie sie in den 1990er Jahren in vielen Ländern eingerichtet wurden, um politische Verbrechen aufzuklären und teilweise auch zu [[amnestie]]ren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Psychologie ===&lt;br /&gt;
Reue ist hier auch das nachhaltige Bedauern einer eigenen [[Schuldgefühl|Schuld]] wegen einer [[Handeln|Tat]] oder Unterlassung, die ihr Urheber im Nachhinein als verwerflich beurteilt und sich selber vorwirft. Etwas zu bereuen ist nicht damit zu verwechseln, dass man sich wegen einer Handlung [[Schamgefühl|schämt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Reaktion auf dieses Gefühl ist in der Regel ein Rückzug aus dem Kontakt mit anderen. Wenn man sich auf Grund von Schuldgefühlen zurückzieht, verliert man den Kontakt zu anderen. Wenn dies erlaubt, die Folgen der eigenen Tat vollständig wahrzunehmen, entsteht eine Öffnung für Reue. Durch die Reue wird die Bitte um Entschuldigung leichter annehmbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Menschen mit [[Persönlichkeitsstörung]]en, unter anderem mit [[Soziopathie]] bzw. [[Psychopathie]] oder einer [[Antisoziale Persönlichkeitsstörung|antisozialen Persönlichkeitsstörung]], sind nicht oder kaum zur Reue fähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theologie ===&lt;br /&gt;
Prinzipiell kann man die Reue des Menschen und die Reue Gottes unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Reue des Menschen: Viele Religionen bieten die [[Buße (Christentum)|Buße]] als Möglichkeit, durch Handeln eine bereute Tat wiedergutzumachen. In der katholischen Kirche ist die Reue der wichtigste Akt des [[Beichte]]nden. Sie ist „der Seelenschmerz und der Abscheu über die begangene Sünde, verbunden mit dem Vorsatz, fortan nicht zu sündigen“ ([[Konzil von Trient]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Katechismus der Katholischen Kirche]], Nr. 1451&amp;lt;/ref&amp;gt; Man unterscheidet zwischen vollkommener Reue, die aus dem Bewusstsein heraus erfolgt, durch die Sünde Gott beleidigt zu haben, und unvollkommener Reue, die aus Angst vor zeitlicher oder ewiger Strafe erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Reue Gottes: Gott bereut z. B. die Erschaffung des Menschen (Gen 6,6) und lässt daher die Sintflut kommen. Ein weiteres Beispiel ist Gottes Erwählung von Saul zum König, die er in 1Sam 15 bereut. Diese beiden Stellen sind die einzigen im [[Altes Testament|Alten Testament]], die Reue als Bedauern über eine vergangene Handlung Gottes zum Ausdruck bringen. Alle anderen Stellen sind nicht retrospektiv, sondern auf zukünftige Handlungen ausgerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jörg Jeremias |Titel=Reue |Hrsg= |Sammelwerk=Theologische Realenzyklopädie (TRE) |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum= |Seiten= |ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gott kann auch seine Gerichts- oder Strafandrohungen bereuen (z.&amp;amp;nbsp;B. Ex 32,14; Jer 42,10), besonders dann, wenn Menschen ihre Fehler einsehen und sich ihm wieder zuwenden (Jer 18,8; 26,3.13; Jo 2,13; Jon 3,10).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kirsten Huxel |Titel=Reue |Hrsg= |Sammelwerk=Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG) |Band= |Nummer= |Auflage=4 |Verlag= |Ort= |Datum= |Seiten= |ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schuldgefühl]]&lt;br /&gt;
* [[Schamgefühl]]&lt;br /&gt;
* [[Aufhebung von NS-Unrechtsurteilen]] durch Gesetz vom 25. Juni 1998 ({{BGBl|1998n I S. 2501}})&lt;br /&gt;
* [[Buße (Religion)]], dort insbesondere: [[Buße (Religion)#Buße im Judentum|Buße im Judentum (Teschuwa)]]&lt;br /&gt;
* [[Buddhistisches Reuebekenntnis]]&lt;br /&gt;
* [[Tauba]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jürgen Michael Baerwald: &amp;#039;&amp;#039;Egoismus ohne Reue – Die Kunst, sich nicht selbst im Weg zu stehen&amp;#039;&amp;#039;. Universitas Verlag, München 1993, ISBN 3-8004-1292-6.&lt;br /&gt;
* [[Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Verzeihung des Unverzeihlichen? Ausflüge in Landschaften der Schuld, der Reue und der Vergebung.&amp;#039;&amp;#039; 2. erg. Auflage: Text &amp;amp; Dialog, Dresden 2013, ISBN 978-3-943897-01-2.&lt;br /&gt;
*Albert Esser: &amp;#039;&amp;#039;Das Phänomen Reue. Versuch einer Erhellung ihres Selbstverständnisses&amp;#039;&amp;#039;. Hegner Verlag, Köln u.&amp;amp;nbsp;a. 1963.&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Hödl]]: &amp;#039;&amp;#039;Reue&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Historisches Wörterbuch der Philosophie]], Bd. 8 (1992), Sp. 944–951.&lt;br /&gt;
* Maria Otto: &amp;#039;&amp;#039;Reue und Freiheit. Versuch über ihre Beziehung im Ausgang von [[Sartre]]s Drama.&amp;#039;&amp;#039; (Symposion Bd. 6) Verlag Karl Alber, Freiburg i. Br. / München 1961, 2. Aufl. 1987. ISBN 978-3-495-44035-3&lt;br /&gt;
* Reinhold Rieger: &amp;#039;&amp;#039;Reue&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Gert Ueding]] (Hg.): [[Historisches Wörterbuch der Rhetorik]]. Darmstadt: WBG 1992ff., Bd. 10 (2011), Sp. 1065–1079.&lt;br /&gt;
* Erika Wick: &amp;#039;&amp;#039;Zur Psychologie der Reue. Beitrag zur Psychologie der Schuldüberwindung im Ausgang einer empirischen Untersuchung Strafgefangener.&amp;#039;&amp;#039; Haupt Verlag, Bern 1971.&lt;br /&gt;
* [http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=64713 Reue] In: &amp;#039;&amp;#039;Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz&amp;#039;&amp;#039; von M. Gottfried Büchner und E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
http://www.retrobibliothek.de/retrobib/schlagwort.html?wort=Reue&amp;amp;werk=Buechner&amp;amp;seitenr=0828&lt;br /&gt;
funktioniert leider nicht und leitet auf eine Suche weiter&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.brix.de/philosophie/reue_phil_bissen.html#reue Der Begriff der „Reue“ in Kierkegaards &amp;#039;&amp;#039;Philosophischen Bissen&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2332558,00.html Beitrag der Deutschen Welle zum Thema „Reue“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4177922-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emotion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethische Haltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertvorstellung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;/div&gt;</summary>
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