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	<title>Retrofokus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T04:55:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Retrofokus&amp;diff=366195&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Pancolar am 24. März 2026 um 13:31 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-24T13:31:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Retrophoto-Lens-5.gif|mini|Funktionsprinzip eines Retrofokus-Objektivs (Lichteinfall von links). &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;H&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die &amp;#039;&amp;#039;[[Hauptebene (Optik)|bildseitige Hauptebene]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Retrofokus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine besondere Bauweise von [[Objektiv (Optik)|Objektiven]] mit künstlich verlängerter [[Schnittweite]]. Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Retrofokus&amp;#039;&amp;#039; beschreibt dabei bereits im Kern die wesentliche Eigenschaft dieser Objektive: es leitet sich ab vom [[Latein|lateinischen]] &amp;#039;&amp;#039;[[retro]]&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;rückwärts, zurück&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;focus&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Feuerstätte, Herd&amp;#039;&amp;#039;, im übertragenen Sinne &amp;#039;&amp;#039;[[Fokus|Brennpunkt]]&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Retrofocus&amp;#039;&amp;#039; bedeutet übersetzt also: &amp;#039;&amp;#039;Den Brennpunkt zurücksetzen&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DD17867 Geißler Retrofokus 1,5-50.jpg|mini|Dass bei Retrofokus-Objektiven nicht besonders kurze Brennweiten und große Bildwinkel vorhanden sein müssen, sondern der Aspekt der gegenüber der Brennweite stark angehobenen Schnittweite ausschlaggebend ist, zeigt dieses von Robert Geißler am 13. Dezember 1956 angemeldete Patent Nr. DD17.867 auf ein Normalobjektiv 1,5/50 mm für Kleinbild-Spiegelreflexkameras.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kröger, Marco |url=https://zeissikonveb.de/start/objektive/normalobjektive/sonnar.html |titel=Versuch V169 vom 28. Mai 1954, siehe Abschnitt 6.1 |werk=Vom Ernostar zum Sonnar |hrsg=Zeissikonveb.de |datum=2026 |abruf=2026-03-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Motivation ==&lt;br /&gt;
Bei Einstellung eines Objektivs auf die Entfernung [[Unendlichzeichen#Symbolik|„unendlich“]] entspricht der Abstand zwischen der bildseitigen [[Hauptebene (Optik)|Hauptebene]] des Objektivs und der Bildebene gerade der [[Brennweite]]. Wenn das Objektiv aus einer einzelnen [[Dünne Linse|dünnen]] [[Sammellinse]] besteht, würde diese genau in der bildseitigen Hauptebene liegen. Bei Objektiven mit sehr kurzer Brennweite kann dieser Abstand für bestimmte technische Anwendungen jedoch zu klein werden. Beispielsweise muss bei einer einäugigen [[Spiegelreflexkamera]] zwischen Objektiv und Bildebene noch genug Platz für den [[Schwingspiegel]] bleiben. Die Retrofokusbauweise erlaubt es, die [[Schnittweite]] des Objektivs zu vergrößern, ohne die Brennweite zu verändern. Die Linsen des Objektivs können dabei vor der bildseitigen Hauptebene liegen. Objektive mit Brennweiten, die deutlich kleiner sind als die minimal mögliche Schnittweite des Kamerasystems&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeiss.de/camera-lenses/de_de/camera_lenses/slr-lenses/distagont2815.html Zeiss-Webseite zum Distagon 2,8/15 mm], abgerufen am 3. August 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; (bei [[Kleinbildkamera|Kleinbild]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;-Spiegelreflexkameras um ca. 38 mm&amp;lt;ref&amp;gt;[http://applications.zeiss.com/C12578B8004E8E1D%2F0%2F5618A894B9BE482EC12578BE0029DB82/$file/planar_t_14_50_ger.pdf Datenblatt zum Planar 1,4/50 mm mit Contax/Yashica Anschluss] PDF, abgerufen am 3. August 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;, je nach System) fertigt man üblicherweise in Retrofokusbauweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die ersten &amp;#039;&amp;#039;Retrofokusobjektive&amp;#039;&amp;#039; nach heutigem Verständnis wurden [[1931]] für [[Filmkamera|Farbfilmkameras]] entwickelt, die nach dem Prinzip des Strahlenteilers arbeiteten. Hinter dem Objektiv musste bei diesen frühen Kameras genug Platz für einen [[Farbteiler]] bleiben. Dadurch wurde der Abstand zwischen Objektiv und Filmebene so groß, dass im Verhältnis zur Brennweiten eine stark verlängerte Schnittweite benötigt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mellor, Lewis L. |Titel=Optical System for Photography |Band=Patent US1910492 |Datum=1931-04-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Bedarf zur massenweisen Verbreitung dieses Objektivtyps mit künstlich verlängerter Schnittweite ergab sich aber erst, als nach dem Zweiten Weltkrieg die Kleinbild-Spiegelreflexkamera den Photomarkt zu dominieren begann, für die die bisher bekannten Weitwinkelobjektive nicht eingesetzt werden konnten. Daher wurden etwa zeitgleich in Frankreich und im [[Sowjetische Besatzungszone|besetzten Deutschland]] für diese [[Kleinbild]]-Kameras geeignete spezielle Weitwinkelobjektive der später so genannten &amp;#039;&amp;#039;Retrofokus&amp;#039;&amp;#039;-Bauart entwickelt. Zum 13. August 1949 wurde bei [[Carl Zeiss Jena (Unternehmen)|Carl Zeiss in Jena]] die Rechnung für ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Flektogon 2,8/35&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; mm abgeschlossen, das dann erstmals auf der Leipziger Frühjahrsmesse im März 1950 präsentiert wurde und im Juli desselben Jahres in Produktion ging.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kröger, Marco |url=https://zeissikonveb.de/start/objektive/wechselobjektive1950er/carl-zeiss-jena/flektogon-2-8-35.html |titel=Flektogon 2,8/35 |werk=Zeissikonveb |datum=2024-03-29 |sprache=de |abruf=2024-03-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenfalls im Jahre [[1950]] wurde von Pierre [[Angénieux]] ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Angénieux Retrofocus R1 2,5/35&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; herausgebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Angénieux, Pierre |Titel=Objectif grand angulaire |Band=Französisches Patent Nr. 1.013.652 |Datum=1950-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dessen ursprüngliche Produktbezeichnung &amp;quot;Retrofocus&amp;quot; konnte sich im Laufe der Zeit als Gattungsbegriff für diese Objektivbauform durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den ersten Konstruktionen wurde eine [[Linse (Optik)|Streulinse]] vor ein vorhandenes Objektiv gesetzt, was die Korrektur der Abbildungsfehler schwierig machte, wenn das Weitwinkelobjektiv gleichzeitig lichtstark sein sollte. Der Aufbau eines hochwertigen &amp;#039;&amp;#039;Retrofokusobjektivs&amp;#039;&amp;#039; ist aufwändig, aber durch moderne Berechnungs- und Herstellungsmethoden beherrschbar. Der asymmetrische Aufbau und die für große Bildwinkel nötigen großen Frontlinsen machen die Korrektur der [[Abbildungsfehler]] schwierig. Um auch im Nahbereich eine gute Abbildungsleistung zu erreichen, werden bei hochwertigen Konstruktionen Linsenelemente beim Fokussieren gegeneinander verschoben ([[floating elements]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Telephoto animation 1.gif|mini|Prinzip des Telephoto-Designs.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;H&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die &amp;#039;&amp;#039;bildseitige Hauptebene&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Retrofokusobjektiv / Teleobjektiv ==&lt;br /&gt;
Die Retrofokusbauweise ist die Umkehrung der &amp;#039;&amp;#039;Tele&amp;#039;&amp;#039;-Bauform (englisch: &amp;#039;&amp;#039;Telephoto-Design&amp;#039;&amp;#039;) von Objektiven: [[Teleobjektiv]]e sind kürzer als ihre Brennweite. Beim Teleobjektiv steht erst eine positive Gruppe (Sammellinse) im Strahlengang, gefolgt von einer negativen Gruppe (Zerstreuungslinse), wodurch die Baulänge kürzer als die Brennweite wird ([[Fernrohr#Galilei-Fernrohr|Prinzip des Galilei-Fernrohres]]). Bei Retrofokusobjektiven wird die Reihenfolge umgekehrt, wodurch sich die Baulänge vergrößert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der fotografischen Praxis hat es sich eingebürgert, den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Teleobjektiv&amp;#039;&amp;#039; allgemein für Objektive mit einer größeren Brennweite als der [[Normalbrennweite]] zu verwenden – auch wenn es sich nicht um eine echte „Tele“-Konstruktion handelt.&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
[[Datei:20-11-28-Fujifilm-X-T1-RalfR-DSCF7771a.jpg|mini|Zeiss Distagon 2,8/12]]&lt;br /&gt;
* [[Distagon]], Bauart- und Markenbezeichnung für Retrofokus-Objektive der [[Carl Zeiss (Unternehmen)|Carl Zeiss AG]], Oberkochen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.vanwalree.com/optics/vignetting.html#natural Natural Vignetting] (englisch)&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Objektivtyp (Fotografie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pancolar</name></author>
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