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	<title>Retrodigitalisierung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T05:09:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Retrodigitalisierung&amp;diff=23817&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: Vorlagen-fix (KBytes)</title>
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		<updated>2025-12-02T18:17:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlagen-fix (KBytes)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{QS-Digitale Welt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Buch-Scanner Zentralbibliothek Zürich 2013-03-10 3.jpg|mini|Buch-Scanner (Zentralbibliothek Zürich)]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Retrodigitalisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;retrospektive Digitalisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man die [[Digitalisierung]] analoger [[Publikation]]en (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Printmedien]], [[Bewegte Bilder|Filme]], [[Tonband|Tonbänder]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Retrodigitalisierung wird vor allem in [[Bibliothek]]en und [[Archiv]]en eingesetzt, um digitale Daten für eine wissenschaftliche Nutzung bereitzustellen, einen weltweiten Zugang zu ermöglichen und gefährdete Werke für die Nachwelt zu erhalten ([[Bestandserhaltung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei werden schriftliche Vorlagen meist bildlich (Imagedigitalisierung, z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[Scanner (Datenerfassung)|Scanner]] oder [[Digitalfotografie]]) bzw. im [[E-Text|Volltext]] (durch [[Texterkennung|OCR]] oder Abschreiben) digitalisiert, wobei man bei letzteren zwischen &amp;#039;&amp;#039;Plaintext&amp;#039;&amp;#039; (also reinem Text) und &amp;#039;&amp;#039;ausgezeichnetem Text&amp;#039;&amp;#039; (also etwa Überschriftenstruktur und Hyperlinks) unterscheidet. Ein bekanntes Beispiel ist die digitalisierte Version der [[Gutenberg-Bibel]]. Ein großes österreichisches Retrodigitalisierungs-Projekt ist [[Austrian Literature Online]]. Außerdem werden heute auch alle Rechtstexte retrodigitalisiert und in [[Rechtsinformationssystem]]en angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde die Retrodigitalisierung von schriftlichem Kulturgut bereits im Jahr 1997 durch eine Initiative der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)]] eingeleitet. Sie legte hierfür ein spezielles – bis heute weiterlaufendes – Förderprogramm auf, in dem eine Vielzahl von Projekten in Bibliotheken, Archiven und anderen Kultureinrichtungen zur Digitalisierung unterschiedlicher Bestände ([[Monografie]]n, Bilder, [[Zeitung]]en und [[Zeitschrift]]en, [[Lexikon|Lexika]] etc.) finanziert wurde. Um geeignete technische und administrative Verfahren für die zu Beginn dieser Fördermaßnahmen noch weitgehend unerprobte Retrodigitalisierung großer Bestandsmengen durch Scannen der Originalvorlagen zu entwickeln, regte die DFG den Aufbau von Digitalisierungszentren an der Bayerischen Staatsbibliothek München und der Universitätsbibliothek Göttingen an. Von der DFG geförderte Digitalisierungsprojekte müssen Digitalisate im [[Metadata Encoding &amp;amp; Transmission Standard|METS]]/[[Metadata Object Description Schema|MODS]]-Format generieren. Dadurch hat sich diese Spezifikation zu einer Art Standard entwickelt, der inzwischen für viele Digitalisierungsprojekte verwendet wird. Ein einheitlicher Zugang und damit die breitere Kenntnis der inzwischen verfügbaren digitalisierten Bestände wird über ein [[Zentrales Verzeichnis Digitalisierter Drucke]] angestrebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [[Langzeitarchivierung]] digitalisierter Medien müssen geeignete Strategien überlegt werden, um die Daten und Inhalte auch in künftig genutzten Systemen (Hardware und Software) noch darstellen und verwerten zu können. Die Retrodigitalisierung ist manchmal mit der [[Archivierung]] auf [[Mikroform]]en verbunden, da diese eine wesentlich größere Haltbarkeit als digitale [[Datenspeicher|Speichermedien]] besitzen. Sowohl Mikroformen als auch Digitalisate werden im [[European Register of Microform and Digital Masters]] (EROMM) nachgewiesen. Die Digitalisierung von [[Bibliothekskatalog|Katalogen]] zur [[Erschließung (Dokumentation)|Erschließung]] der darin verzeichneten Bestände wird &amp;#039;&amp;#039;[[Retrokonversion]]&amp;#039;&amp;#039; genannt. Ein Angebot der Digitalisierung – ob nur Scan oder Volltext – im [[Internet]] nennt man &amp;#039;&amp;#039;Webreproduktion&amp;#039;&amp;#039; (kurz &amp;#039;&amp;#039;Webrepro&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die USA-versus-Europa-Kontroverse ==&lt;br /&gt;
Eine erhebliche Ausweitung und Beschleunigung erfuhr die Retrodigitalisierung von Buchbeständen im Jahr 2002 durch den Einstieg des US-amerikanischen Großkonzerns Google. Bei seinen umfangreichen Digitalisierungsmaßnahmen arbeitet Google zum Teil mit Bibliotheken und Forschungseinrichtungen, die v.&amp;amp;nbsp;a. wissenschaftliche Literatur bearbeiten, zusammen; z. B. in Deutschland mit der Bayerischen Staatsbibliothek München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der US-Konzern Amazon kündigte im Jahr 2009 an, in Kooperation mit US-amerikanischen Universitätsbibliotheken die Retrodigitalisierung von rund 400.000 nicht mehr lieferbaren Büchern in seinen elektronischen On-Demand Lieferdienst [[CreateSpace.com|BookSurge]] einzubeziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt [[Google Books]] ist aus inhaltlichen, urheberrechtlichen und politischen Gründen umstritten. Unter kulturpolitischen Vorzeichen hat vor allem der Leiter der [[Bibliothèque nationale de France|französischen Nationalbibliothek]] [[Jean-Noël Jeanneney]] die Kontroverse vorangetrieben und sich für ein europäisches Alternativangebot eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[EU]] hat am 3. Mai 2005 einen Beschluss für ein eigenes Projekt gefasst, welches den Namen [[European Library]] trägt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/05/528&amp;amp;format=HTML&amp;amp;language=DE EU-Beschluss vom 3. Mai 2005: Die IKT müssen in Europa besser und häufiger zur Valorisierung des kulturellen und audiovisuellen Erbes eingesetzt werden]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Deutschen ist auch „Europäische Digitale Bibliothek“ üblich,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://archiv.bundesregierung.de/bpaexport/artikel/79/825179/multi.htm |text=Äußerung der deutschen Bundesregierung zum EU-Beschluss: Digitale Bibliothek für Europa |wayback=20080517151742}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jeanneney verwendet „Bibliothèque Numérique Européenne“, abgekürzt BNE.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In offizieller Reaktion auf den EU-Beschluss hat die deutsche Regierung der [[Deutsche Bibliothek|Deutschen Bibliothek]], die zu ihrem Zuständigkeitsbereich gehört, die Verantwortung für den weiteren Gang der Dinge zugeteilt. Die Erklärung gipfelt im Kernsatz „Ein digitalisiertes Kulturerbe... wird dazu beitragen, die kulturelle Vielfalt, Forschung und Wissenschaft Europas auch bei Internetsuchen sichtbar zu machen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Ingeborg Verheul&lt;br /&gt;
   |Titel=Networking for Digital Preservation: Current Practice in 15 National Libraries&lt;br /&gt;
   |Verlag=Saur&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=2006&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-598-21847-8&lt;br /&gt;
   |Online=http://www.ifla.org/VI/7/pub/IFLAPublication-No119.pdf&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=5980}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Jörn Heckmann&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Spindler&lt;br /&gt;
   |Titel=Retrodigitalisierung&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Rechtliche Rahmenbedingungen von Open Access-Publikationen&lt;br /&gt;
   |Verlag=Universitätsverlag Göttingen&lt;br /&gt;
   |Ort=Göttingen&lt;br /&gt;
   |Datum=2006&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-938616-45-8&lt;br /&gt;
   |Seiten=123 ff.&lt;br /&gt;
   |Online=https://web.archive.org/web/20140123210824/http://univerlag.uni-goettingen.de/OA-Leitfaden/oaleitfaden_web.pdf&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=5980}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=&lt;br /&gt;
   |Titel=Bestandsaufnahme zur Digitalisierung von Kulturgut und Handlungsfelder. Erstellt im Auftrag des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien&lt;br /&gt;
   |Datum=2007&lt;br /&gt;
   |Online=https://web.archive.org/web/20071027200921/http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2007/01/anlagen/2007-01-11-fraunhofer-studie-pdf-format,property=publicationFile.pdf&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=2800}}&lt;br /&gt;
* [http://www.dfg.de/download/pdf/foerderung/programme/lis/retro_digitalisierung_eval_050406.pdf Retrospektive Digitalisierung von Bibliotheksbeständen. Evaluierungsbericht über einen Förderschwerpunkt der DFG.] Januar 2005.&lt;br /&gt;
* Thomas Parschik: [http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/12397/1/Technik011206_opt.pdf &amp;#039;&amp;#039;Durchführung von Digitalisierungsprojekten in Bibliotheken.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheksdienst&amp;#039;&amp;#039;. 40.&amp;amp;nbsp;Jahrgang, 2006, H.&amp;amp;nbsp;12, S.&amp;amp;nbsp;1421–1443] (PDF; 795&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* Thomas Parschik: [http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/12402/1/diplomarbeit.pdf &amp;#039;&amp;#039;Entwicklung eines Konzepts für ein Projekt zur Digitalisierung lateinamerikanischer Volksliteratur und Graphik im Ibero-Amerikanischen Institut Preußischer Kulturbesitz am Beispiel von &amp;quot;Biblioteca Criolla&amp;quot;, &amp;quot;Genero Chico&amp;quot;, &amp;quot;Cordel&amp;quot; und &amp;quot;Taller de Gráfica Popular&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;]. Diplomarbeit, Potsdam, 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Analytic Bibliography of Online Neo-Latin Texts]]&lt;br /&gt;
* [[Digitalisat]]&lt;br /&gt;
* [[Gallica]]&lt;br /&gt;
* [[Retrokonversion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Digitale Sammlungen|Digitale Sammlungen deutschsprachiger Bücher}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Digitale Sammlungen von Archiven}}&lt;br /&gt;
* [https://www.buchreport.de/2017/12/13/backlist-forever-young-buch-retrodigitalisierung-in-den-holtzbrinck-buchverlagen/ Mit Buch-Retrodigitalisierung die Backlist wiederbeleben] (&amp;#039;&amp;#039;[[buchreport]]&amp;#039;&amp;#039;, 13. Dezember 2017)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Retrodigitalisierung| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dienstleistung in Bibliotheken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsvorgang in Bibliotheken]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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