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	<title>Resolution 2057 des UN-Sicherheitsrates - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-12-16T16:44:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox UN-Resolution&lt;br /&gt;
|Nummer = 2057&lt;br /&gt;
|Organ = UN-Sicherheitsrat&lt;br /&gt;
|Datum = 5. Juli&lt;br /&gt;
|Jahr = 2012&lt;br /&gt;
|Sitzung = 6800&lt;br /&gt;
|Kennung = S/RES/2057&lt;br /&gt;
|Dokument = http://www.un.org/News/Press/docs//2012/sc10701.doc.htm&lt;br /&gt;
|Pro = 15&lt;br /&gt;
|Enthaltung = 0&lt;br /&gt;
|Contra = 0&lt;br /&gt;
|Gegenstand = Berichte des Generalsekretärs zum Sudan&lt;br /&gt;
|Ergebnis = Angenommen&lt;br /&gt;
|Bild = South Sudan in its region (undisputed).svg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Lage des Südsudans&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Resolution 2057 des UN-Sicherheitsrates&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde als [[UN-Resolution|Resolution]] vom [[Sicherheitsrat der Vereinten Nationen]] in seiner 6800. Sitzung am 5. Juli 2012 einstimmig beschlossen. Sie beschäftigt sich mit den Berichten des [[Generalsekretär der Vereinten Nationen|Generalsekretärs der Vereinten Nationen]], [[Ban Ki-moon]], zum [[Südsudan]] und der Verlängerung des Mandats der [[United Nations Mission in the Republic of South Sudan|Mission der Vereinten Nationen in der Republik Südsudan]] (UNMISS) bis zum 15. Juli 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich um eine umfangreiche Resolution, bei der die Zusammenarbeit verschiedener internationaler Organisationen miteinander und mit der Regierung des Südsudans besonders im Fokus lag. Die Maßnahmen des Südsudans zur [[Nationenbildung]] wurden intensiv diskutiert. Hierbei legte der Sicherheitsrat besonderes Augenmerkt auf Korruption, Justiz, Entwaffnung und Entwicklungshilfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem machte die Resolution die Gewalt zwischen dem [[Sudan]] und dem Südsudan sowie die ethnischen Kämpfe im [[Jonglei|Staat Jonglei]] zum Thema und pochte mehrmals auf die Einhaltung und Umsetzung bestehender Abkommen. Eine hervorgehobene Rolle in der Resolution spielte der Schutz der Zivilbevölkerung vor – insbesondere sexueller – Gewalt und die Wahrung der Rechte von Frauen und Kindern. Mehrmals forderte der Sicherheitsrat eine größere Beteiligung der Frauen an den politischen Prozessen und die Entlassung sämtlicher [[Kindersoldat]]en aus der Armee des Südsudans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansonsten beschäftigt sich die Resolution mit den Angriffen der [[Lord’s Resistance Army]] (LRA) im Südsudan. Der Sicherheitsrat thematisierte Materialaufstockungen und interne Regelungen der UNMISS, wie auch die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit der Mitarbeiter der Mission. Des Weiteren erwähnte er Maßnahmen gegen die Verbreitung des [[Humanes Immundefizienz-Virus|Humanen Immundefizienz-Virus]] (HIV).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Generalsekretär wurde angewiesen, zu den meisten oben erwähnten Themengebieten weiterhin Bericht zu erstatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschichte des Südsudan|Internationale Anerkennung des Südsudan}}&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung des Südsudan hatte sich in einem [[Unabhängigkeitsreferendum im Südsudan 2011|Unabhängigkeitsreferendum vom 9. bis zum 15. Januar 2011]] für die Unabhängigkeit vom [[Sudan]] ausgesprochen. Am 14. Juli 2011 nahmen die Vereinten Nationen den Südsudan als Mitglied auf. Zuvor kämpfte die [[Sudanesische Volksbefreiungsarmee (1983-2011)|Sudanesische Volksbefreiungsarmee]] 22 Jahre lang in einem Bürgerkrieg (siehe [[Sezessionskrieg im Südsudan]]) für die Unabhängigkeit des Südsudans vom Sudan, der im Januar 2005 mit der Unterzeichnung des [[Naivasha-Abkommen]]s beendet wurde. In der Auseinandersetzung setzten die Parteien [[Kindersoldat]]en ein und verübten zahlreiche [[Kriegsverbrechen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Feindseligkeiten zwischen den beiden Staaten nahmen damit jedoch kein Ende. Grund dafür waren hauptsächlich der teilweise ungeklärte Grenzverlauf und der Umstand, dass der Südsudan über große [[Erdöl]]vorkommen verfügt, aber für den Verkauf auf die Transportkapazitäten des Sudans angewiesen ist. Schauplatz der Kämpfe war die [[Abyei (Gebiet)|Region Abyei]], in der die [[United Nations Interim Security Force for Abyei]] (UNISFA) stationiert war (siehe auch: [[Südkordofan-Konflikt]]). Zuletzt eskalierte die Situation durch die Besetzung des Ölfeldes [[Heglig#Kämpfe 2012|Heglig]] am 9. April 2012 durch die südsudanesischen Streitkräfte, der zweiwöchige Kämpfe folgten, bis die sudanesischen Streitkräfte das Gebiet wieder kontrollierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die UNMISS bestand seit dem 7. Juli 2011 und hatte den Auftrag, den Friedensprozess zu unterstützen und die Entwicklung des Südsudans zu fördern. Ihre Personalobergrenze betrug zum Zeitpunkt der Resolution 7.000 Soldaten und maximal 900 Polizisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem brachen Anfang 2012 in dem südsudanesischen [[Jonglei#Geschichte|Staat Jonglei]] ethnische Unruhen zwischen Luo-[[Nuer]] und [[Murle]] aus. Grund für die Streitigkeiten sollen Viehdiebstähle des Murle-Volkes gewesen sein, die bei den Angehörigen der Völker in Jonglei zur Tradition gehören und als Beweis der Männlichkeit galten. Nach einer Woche und einer unbekannten Anzahl von Toten brachte die Armee des Südsudan die Lage zumindest in der Kreishauptstadt wieder unter Kontrolle.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Viele Tote bei ethnischen Unruhen in Südsudan&amp;#039;&amp;#039; in: [[FAZ]] vom 7. Januar 2012, Seite 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich war der Südsudan von Angriffen der Lord’s Resistance Army (LRA) betroffen, die in der [[Zentralafrikanische Republik|Zentralafrikanischen Republik]], der [[Demokratische Republik Kongo|Demokratischen Republik Kongo]] und dem Südsudan für die Errichtung eines [[Gottesstaat]]es kämpft, der auf den christlichen [[Zehn Gebote]]n basieren soll. Die Gruppe war für zahlreiche Kriegsverbrechen verantwortlich.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.irinnews.org/InDepthMain.aspx?InDepthId=58&amp;amp;ReportId=72472 &amp;#039;&amp;#039;Uganda–Sudan: Interview with Vincent Otti, LRA second in command.&amp;#039;&amp;#039; IRIN, Juni 2007] und [http://www.irinnews.org/InDepthMain.aspx?InDepthId=23&amp;amp;ReportId=65772 &amp;#039;&amp;#039;Uganda: Nature, structure and ideology of the LRA.&amp;#039;&amp;#039; IRIN, März 2009]&amp;lt;/ref&amp;gt; (siehe auch: [[LRA-Konflikt]]). In dem Zusammenhang ist eine Kampagne der [[Non-Profit-Organisation]] &amp;#039;&amp;#039;[[Invisible Children]] Inc.&amp;#039;&amp;#039; namens [[Kony 2012]] erwähnenswert. Ein 30-minütiges Video zum Zweck der Bekanntmachung und Festnahme des Anführers der LRA, [[Joseph Kony]], erregte Anfang März 2012 internationales Aufsehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Kriegsgefahren bedrohte die [[Hungerkrise am Horn von Afrika 2011]] in zwei Nachbarstaaten des Südsudan – [[Äthiopien]] und [[Kenia]] – mehrere Millionen Menschen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;OCHA_july21&amp;quot;&amp;gt;[http://reliefweb.int/sites/reliefweb.int/files/resources/Full_report_166.pdf Horn of Africa Drought Crisis Situation Report No. 5] (PDF; 171&amp;amp;nbsp;kB). OCHA, 21. Juli 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Menschliche Immunschwäche-Virus HIV zählte zum Zeitpunkt der Resolution als zunehmende Gefahr im Südsudan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/SuedsudanSicherheit.html Auswärtiges Amt: Südsudan: Reise- und Sicherheitshinweise]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die vielen Kämpfe gab es eine große Anzahl von Flüchtlingen im Land. Der [[Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen|Uno-Flüchtlingskommissar]] [[António Guterres]] befürchtete eine Eskalation. Die Vereinten Nationen sprachen von 175.000 Sudanesen, die im Südsudan Schutz suchten. [[Ärzte ohne Grenzen]] ging von 30.000 Menschen im [[Flüchtlingslager Jaman]] aus und warnte vor kontaminierten Trinkwasser durch ein Hochwasser in dem Lager. Das [[Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung|Internationale Rote Kreuz]] (IKRK) sprach von Preissteigerungen und Engpässen bei der Lebensmittelversorgung und daraus resultierenden Todesfällen von Kindern wegen Mangelernährung. Zusätzlich herrschte eine Knappheit an Spitälern, medizinischen Geräten, Medikamenten sowie an ausgebildeten Ärzten und Pflegepersonal. Das sudanesische Gesundheitsministerium gab eine Zahl von insgesamt 120 registrierten Ärzten und 100 Krankenschwestern oder -Pfleger im ganzen Südsudan an.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.20min.ch/ausland/news/story/UNO-bleibt-noch-laenger-im-Suedsudan-19484401 Uno-Friedensmission für Südsudan verlängert 20Min - UNO bleibt noch länger im Südsudan]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Der Sicherheitsrat bezog sich auf die früheren Resolutionen [[Resolution 1996 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen|1996]] (8. Juli 2011) und [[Resolution 2046 des UN-Sicherheitsrates|2046]] (2. Mai 2012).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bekräftigte seine Unterstützung der Souveränität, Unabhängigkeit, territorialen Unversehrtheit und nationalen Einheit und begrüßte die Fortschritte beim Staatsaufbau, wie die Einrichtung einer [[Nationale Gesetzgebende Versammlung (Südsudan)|Nationalen Gesetzgebenden Versammlung]]. Außerdem nahm er Kenntnis von den Maßnahmen [[Salva Kiir Mayardit]]s zur Bekämpfung der Korruption und der Regelung der Finanzverwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sicherheitsrat hoffte auf gute Beziehungen zwischen dem Sudan und [[Südsudan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er sah weitere Aktivitäten der Vereinten Nationen im Südsudan als notwendig an und forderte eine Zusammenarbeit zwischen der UNMISS, des &amp;#039;&amp;#039;Landesteam der Vereinten Nationen&amp;#039;&amp;#039;, dem [[African Union/United Nations Hybrid Operation in Darfur|Hybriden Einsatz der Afrikanischen Union und der Vereinten Nationen in Darfur]] (UNAMID), der [[United Nations Interim Security Force for Abyei|Interims-Sicherheitstruppe der Vereinten Nationen für Abyei]] (UNISFA) und der [[Mission de l’Organisation des Nations Unies en République Démocratique du Congo|Stabilisierungsmission der Organisation der Vereinten Nationen in der Demokratischen Republik Kongo]] (MONUSCO).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er unterstrich die Bedeutung einer Zusammenarbeit der Vereinten Nationen, den Entwicklungsorganisationen, bilateralen Partnern und weiteren maßgeblichen Akteuren, den regionalen und subregionalen Institutionen und den internationalen Finanzinstitutionen zur Staatenbildung und [[Rechtsstaat]]lichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sicherheitsrat missbilligte den fortdauernden Einsatz von Gewalt in der Region und betonte den Schutz von Zivilisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bezog sich auf ein Schreiben des Sicherheitsratspräsidenten vom 11. Februar 2011, in dem dieser die Übernahme und Wahrnehmung nationaler Eigenverantwortung als wichtigen Teil der Friedenssicherung hervorhob.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sicherheitsrat forderte ein Friedenskonzept für die Politik, Sicherheit, Entwicklung, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Locator map Sudan South Kurdufan (CPA).png|mini|Karte von Dschanub Kurdufan]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Locator map Sudan Blue Nile.png|mini|Karte von an-Nil al-azraq]]&lt;br /&gt;
Er zeigte sich besorgt über die Gewalt an den Grenzen zwischen Sudan und Südsudan und in den sudanesischen Staaten [[Dschanub Kurdufan]] und [[an-Nil al-azraq]] sowie der Gewalt zwischen Bevölkerungsgruppen. Außerdem kritisierte er den Hunger in der Region und die eingeschränkte Bewegungsfreiheit der UNMISS.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er erinnerte an die Wichtigkeit der Bildung staatlicher Institutionen und der [[Nationenbildung]] in Postkonfliktstaaten für den Frieden und unterstrich die Rolle der Vereinten Nationen bei der Entwicklung einer Strategie zur Herstellung der Rechtsstaatlichkeit, der Achtung der [[Menschenrechte]], der Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen, der Entwicklung des Sicherheitssektors, der Bekämpfung der [[Jugendarbeitslosigkeit]] und der Neubelebung der Wirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er nahm besorgt den Sparhaushalt des Südsudans und dessen Versuche zum Ausgleich des [[Öffentlicher Haushalt|Öffentlichen Haushalts]] zur Kenntnis und unterstrich die Wichtigkeit der [[Erdöl]]verkäufe für dessen Wirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sicherheitsrat forderte mehr zivile Sachverständige, insbesondere Frauen, aus dem Inland und Ausland, um die Friedenssicherung voranzutreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wies auf die Resolutionen [[Resolution 1612 des UN-Sicherheitsrates|1612]] (2005), [[Resolution 1882 des UN-Sicherheitsrates|1882]] (2009) und [[Resolution 1998 des UN-Sicherheitsrates|1998]] (2011) sowie auf die Erklärungen des Sicherheitsratspräsidenten vom 29. April 2009 (S/PRST/2009/9) und vom 16. Juni 2010 (S/PRST/2010/10) über Kinder und bewaffnete Konflikte hin erwähnte die Berichte des Generalsekretärs über Kinder und bewaffnete Konflikte in Sudan vom 10. Februar 2009 (S/2009/84), 29. August 2007 (S/2007/520) und 5. Juli 2011 (S/2011/413) sowie den von der Arbeitsgruppe des Sicherheitsrats für Kinder und bewaffnete Konflikte in Sudan gebilligten Schlussfolgerungen (S/AC.51/2009/5) hin. Außerdem erwähnte er die Resolutionen [[Resolution 1674 des UN-Sicherheitsrates|1674]] (2006) und [[Resolution 1894 des UN-Sicherheitsrates|1894]] (2009) zum Schutz von Zivilpersonen in bewaffneten Konflikten und der Resolution [[Resolution 1502 des UN-Sicherheitsrates|1502]] (2003) über den Schutz des humanitären Personals und des Personals der Vereinten Nationen und die Resolutionen [[Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates|1325]] (2000), [[Resolution 1820 des UN-Sicherheitsrates|1820]] (2008), [[Resolution 1888 des UN-Sicherheitsrates|1888]] (2009), [[Resolution 1889 des UN-Sicherheitsrates|1889]] (2009) und [[Resolution 1960 des UN-Sicherheitsrates|1960]] (2010) zum Thema Frauen, Frieden und Sicherheit. Außerdem betonte er die Sonderrolle der Frauen in den Bereichen Wiederaufbau, Versöhnung und Friedenssicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem erkannte der Sicherheitsrat, wie wichtig Erfahrung und bewährte Verfahren in der Arbeit der Vereinten Nationen war, namentlich den Bericht zum [[New-Horizon-Prozess]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.un.org/en/peacekeeping/operations/newhorizon.shtml|titel=The &amp;quot;New Horizon” process|werk=Webseite der Vereinten Nationen|sprache=en|zugriff=2012-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, der [[Globale Strategie zur Unterstützung der Feldeinsätze|Globalen Strategie zur Unterstützung der Feldeinsätze]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.un.org/en/peacekeeping/issues/fieldsupport.shtml|titel=Field support|werk=Webseite der Vereinten Nationen|sprache=en|zugriff=2012-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Überprüfung ziviler Kapazitäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wies er auf die Verpflichtungen des Sudans und des Südsudans aus dem Abkommen vom 20. Juni 2011 zur Verwaltung und Sicherheit des Gebiets [[Abyei]], das Abkommens vom 30. Juli 2011 zur Unterstützungsmission für die Grenzüberwachung und des Waffenstillstandsabkommens vom 10. Februar 2012 hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verurteilte die grenzüberschreitende Gewalt und erkannte an, dass die Spannung und Instabilität und die noch offenen Fragen zum Friedensvertrag die Situation verschlimmert hatten. Außerdem bemerkte der Sicherheitsrat, dass nach der [[Resolution 2046 des UN-Sicherheitsrates|Resolution 2046]] (2012) die Gewalt abnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tätigkeiten ===&lt;br /&gt;
Der Sicherheitsrat bezeichnete die Situation, der sich der Südsudan gegenübersieht, als Bedrohung für den [[Weltfrieden]] und wurde nach [[Kapitel VII der Charta der Vereinten Nationen]] tätig, indem er:&lt;br /&gt;
# das Mandat der UNMISS bis zum 15. Juli 2013 verlängerte&lt;br /&gt;
# die Sondergesandte des Generalsekretärs, [[Hilde Johnson]], bat die UNMISS weiter zu leiten&lt;br /&gt;
# feststellte, dass nach [[Resolution 1996 des UN-Sicherheitsrates|Resolution 1996]] (2011) der Schutz von Zivilpersonen und Sicherheitsbelange für die UNMISS Vorrang hat, dafür eine Strategie erarbeitet werden sollte und der Generalsekretär über Fortschritte berichten sollte&lt;br /&gt;
# den Südsudan aufforderte, mehr zum Schutz von Zivilisten zu tun und dabei mit UNMISS zusammenzuarbeiten&lt;br /&gt;
# die UNIMISS aufforderte, die [[Resolution 1996 des UN-Sicherheitsrates|Resolution 1996]] (2011) mit allen Mitteln umzusetzen und ihr Schutzmandat wahrzunehmen&lt;br /&gt;
# die UNIMISS anwies, nach [[Resolution 2046 des UN-Sicherheitsrates|Resolution 2046]] (2011) alle Bewegungen von Personal, Rüstungsgütern und sonstigem Wehrmaterial über die Grenze zu beobachten und zu melden&lt;br /&gt;
# den Südsudan und alle anderen Parteien aufforderte, die Bewegungsfreiheit der UNIMISS zu garantieren, mit ihr zu kooperieren und die erfolgten Angriffe einzustellen und nicht zu wiederholen&lt;br /&gt;
# die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen aufforderte, Transporte der UNIMISS durchzulassen&lt;br /&gt;
# alle Parteien aufforderte, den freien Zugang zu der hilfsbedürftigen Bevölkerung zu erlauben&lt;br /&gt;
# alle Parteien aufforderte, den Einsatz von Gewalt gegen die Zivilbevölkerung in Südsudan einzustellen und an Fristen gebundene Verpflichtungen zur Verhinderung einzugehen. Besonders erwähnte er den Einsatz sexueller Gewalt gegen Frauen und Kinder und die Rekrutierung von [[Kindersoldat]]en (siehe auch: [[Resolution 1960 des UN-Sicherheitsrates|Resolution 1960]] (2010))&lt;br /&gt;
# die UNMISS ermutigte, eine gestartete Informationskampagne und die Kommunikation mit den lokalen Gemeinschaften zu intensivieren&lt;br /&gt;
# den Südsudan lobte, weil er am 12. März 2012 einen Aktionsplan unterzeichnet hat, um alle Kindersoldaten aus der [[Streitkräfte des Südsudan|Sudanesische Volksbefreiungsarmee]] (SPLA) zu entlassen. Außerdem forderte er die UNMISS auf diesen zu unterstützen. Der Generalsekretär sollte weiter in der Angelegenheit bericht erstatten. Zusätzlich begrüßte er eine Einrichtung einer Landes-Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen für den Überwachungs- und Berichterstattungsmechanismus im September 2011&lt;br /&gt;
# den Südsudan aufforderte, die Internationalen Abkommen zum Thema Frauen und Kinder, Flüchtlinge und Staatenlosigkeit zu unterzeichnen und umzusetzen. Die UNMISS sollte dabei unterstützend mitwirken&lt;br /&gt;
# die Gewalt im [[Jonglei|Staat Jonglei]] zwischen dem am 18. August 2011 und zwischen dem 23. Dezember 2011 und dem 4. Februar 2012 und den dadurch verursachten Tod Hunderter Menschen, die Fälle der Entführung von Frauen und Kindern und die Vertreibungen von Zivilpersonen in großem Umfang verurteilte. Er anerkannte die Versuche Südsudans an, seine Bevölkerung zu schützen. Außerdem forderte er einen unparteiischen Untersuchungsausschuss und die Umsetzung der Empfehlungen der Friedenskonferenz für den gesamten Jonglei und des Menschenrechtsberichts der UNMISS. [[Datei:Jonglei in South Sudan.svg|mini|Der Bundesstaat Jonglei]]&lt;br /&gt;
# er forderte, den Südsudan auf Frauen mehr an der Entscheidungsfindung (etwa bei der Überarbeitung der Verfassung) zu beteiligen und vorherrschende Vorurteile zu den Fähigkeiten der Frauen zu beseitigen.&lt;br /&gt;
# den Südsudan aufforderte Straflosigkeit zu bekämpfen und alle Kriegsverbrecher, sowohl in illegalen Gruppen als auch in seinen Streitkräften zu verfolgen.&lt;br /&gt;
# den Südsudan aufforderte willkürliche Verhaftungen zu unterlassen. Die UNMISS und die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen sollten dabei unterstützend mitwirken.&lt;br /&gt;
# den Südsudan aufforderte die Entwaffnung, Demobilisierung und Wiedereingliederung voranzutreiben und sich mit UNMISS und den internationalen Akteuren abzustimmen.&lt;br /&gt;
# die UNMISS aufforderte sich an den regionalen Koordinierungs- und Informationsmechanismen zu beteiligen und die Entwaffnungs-, Demobilisierungs- und Wiedereingliederungsbemühungen zu unterstützen. Hierbei erwähnte er die Angriffe der [[Lord’s Resistance Army|Widerstandsarmee des Herrn]] (LRA) und erstuchte den Generalsekretär, in seine Berichte die Zusammenarbeit zwischen der UNMISS, dem UNAMID, der MONUSCO und sonstigen Partnern gegen die LRA zu achten.[[Datei:Flag red yellow 5x3.svg|mini|Flagge der paramilitärischen LRA]]&lt;br /&gt;
# den Generalsekretär ermächtigte den Generalsekretär Mitarbeiter zwischen den angesprochenen Missionen der Vereinten Nationen zu verschieben solange die Obergrenze wie in [[Resolution 1996 des UN-Sicherheitsrates|Resolution 1996]] (2011) eingehalten wird.&lt;br /&gt;
# die Berichterstattungspflicht der UNMISS hervorhob und die Themenfelder: Reform des Sicherheitssektors, institutionelle Entwicklung der Polizei, Unterstützung der Rechtsstaatlichkeit, Aufbau von Kapazitäten auf dem Gebiet der Menschenrechte und Wiederherstellung eines funktionieren Politikbetriebes. Außerdem mahnte er Zusammenarbeit an um Doppelarbeit zu vermeiden.&lt;br /&gt;
# den Generalsekretär ersuchte, über alle Personalveränderungen Bericht zu erstatten.&lt;br /&gt;
# die vom Generalsekretär entwickelten Fortschrittskriterien (S/2012/486) zur Kenntnis nahm und ihn aufforderte, über Fortschritte zu berichten.&lt;br /&gt;
# die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen aufforderte der UNMISS Militärhubschrauber zur Verfügung zu stellen und (Überraschung, Überraschung!) den Generalsekretär aufforderte darüber zu berichten.&lt;br /&gt;
# eine Zusammenarbeit zwischen dem Südsudan und den Vereinten Nationen, den internationalen Finanzinstitutionen und den bilateralen und multilateralen Partnern zur Umsetzung des Entwicklungsplan Südsudans einmahnte.&lt;br /&gt;
# dem Generalsekretär nahelegte Ideen aus dem unabhängigen Bericht der Hochrangigen Beratungsgruppe für zivile Kapazitäten zu übernehmen.&lt;br /&gt;
# dem Generalsekretär nahelegte eine mögliche örtliche Zusammenlegung von Standorten der UNMISS mit Regierungsorganisationen des Südsudans zu prüfen.&lt;br /&gt;
# die [[Nulltoleranzstrategie|Nulltoleranzpolitik]] der Vereinten Nationen zu sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch betonte und die UNMISS aufforderte diese durch interne Maßnahmen umzusetzen.&lt;br /&gt;
# die Wichtigkeit von Wissen zu Geschlechterfragen wie in den [[Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates|Resolutionen 1325]] (2000) und [[Resolution 1820 des UN-Sicherheitsrates|1820]] (2008) erwähnt, betonte und daran erinnerte, dass die Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen, die als Mittel der Kriegführung eingesetzt wird, bekämpft werden muss. In Einklang mit [[Resolution 1888 des UN-Sicherheitsrates|Resolution 1888]] (2009), [[Resolution 1889 des UN-Sicherheitsrates|1889]] (2009) und [[Resolution 1960 des UN-Sicherheitsrates|1960]] (2010) sollten Frauenschutzberater ernannt werden.&lt;br /&gt;
# vor den Gefahren des [[Humanes Immundefizienz-Virus|Humanen Immundefizienz-Virus]] (HIV) warnte und forderte Maßnahmen dagegen in das Programm der UNMISS zu integrieren.&lt;br /&gt;
# den Abschluss eines Abkommens über die Rechtsstellung der Truppen mit dem Südsudan begrüßte.&lt;br /&gt;
# weiterhin in dem Thema aktiv bleiben wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|United Nations Security Council Resolution 2057|Originaltext der Resolution|lang=en}}&lt;br /&gt;
*{{Internetquelle|url=http://www.un.org/Depts/german/sr/sr_12/sr2057.pdf|format=PDF; 65&amp;amp;nbsp;kB|sprache=de|titel=Resolution 2057|werk=Deutscher Übersetzungsdienst der Vereinten Nationen|datum=2012-07-05|zugriff=2012-07-11|kommentar=offizielle Übersetzung des Originaltextes}}&lt;br /&gt;
*{{Internetquelle|url=http://www.un.org/en/peacekeeping/missions/unmiss/|sprache=en|titel=UNMISS - United Nations Mission in the Republic of South Sudan|werk=Offizielle Webpräsenz|zugriff=2012-07-12}}&lt;br /&gt;
*{{Internetquelle|autor=Ilona Eveleens|url=http://www.taz.de/Ein-Jahr-unabhaengiger-Suedsudan/!96953/|sprache=de|titel=Enttäuschte Hoffnungen am Weißen Nil|titelerg=Ein Jahr unabhängiger Südsudan|werk=[[die tageszeitung]]|datum=2012-07-09|zugriff=2012-07-13|kommentar=Bericht über die allgemeine Situation in Südsudan}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste UN-SR Resolutionen 2012}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Resolution des UN-Sicherheitsrates|#::::2057]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:UN-Resolution 2012|SR #::::2057]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Südsudan]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HapHaxion</name></author>
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