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	<title>Reskript - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-22T02:31:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reskript&amp;diff=586118&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-43990-67: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2026-03-05T02:31:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reskript&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|rescriptum}}, etwa „Antwortschreiben“, „Rückantwort“) ist im [[Römisches Recht|römischen Recht]] eine wichtige [[Rechtsquelle]] (&amp;#039;&amp;#039;constitutio&amp;#039;&amp;#039;), mit der der [[Princeps]] an seine [[A libellis|Kanzlei]] gerichtete Rechtsersuchen im Einzelfall aufgriff und verbindlich regelte. Zumeist nahmen die Bescheide die Gestalt von Briefen ([[Epistulae (römische Jurisprudenz)|epistulae]]) oder auf Anfragen geschriebene Antworten ([[Subscriptio (römische Jurisprudenz)|subscriptiones]]) an. Abzugrenzen ist das Reskript im römischen Recht vornehmlich gegenüber dem [[Dekret]] &amp;#039;&amp;#039;(decretum)&amp;#039;&amp;#039;, einer Verfügung im Einzelfall, und dem [[Edikt]] &amp;#039;&amp;#039;(edictum)&amp;#039;&amp;#039;, einer Allgemeinverfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Römisches Recht ==&lt;br /&gt;
Per Reskript wurden Anfragen oder Eingaben öffentlicher oder privater Personen schriftlich durch den Kaiser und dessen Sekretariate beantwortet. Die Forschung weist darauf hin, dass ein wichtiges Leistungsmerkmal des Reskripts in [[Römische Kaiserzeit|Kaiserzeit]] außerdem darin gelegen habe, [[Römische Provinz|provinziale]] Rechtsvorstellungen mit dem stadtgeprägten Recht Roms abzustimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Unter Berufung auf Ioannis Triantafyllopoulos, &amp;#039;&amp;#039;Actes–06 169–191&amp;#039;&amp;#039;, vgl. Jean-Pierre Coriat, in: &amp;#039;&amp;#039;Studia et documenta historiae et iuris&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;SDHI&amp;#039;&amp;#039;), Band 51 (1985), S.&amp;amp;nbsp;336.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit der Zeit der [[Severer]] versuchte die Reskriptenpraxis die unterschiedlichen Bedürfnisse und Einflüsse aus den Regionen rechtlich zu berücksichtigen. Beispielhaft kann die &amp;#039;&amp;#039;[[longi temporis praescriptio]]&amp;#039;&amp;#039; herangezogen werden, eine [[ersitzung]]sähnliche Einrede zum Eigentumsschutz, die es in Rom so vormals nicht gab.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulrike Babusiaux]]: &amp;#039;&amp;#039;Römische Rechtsschichten.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrike Babusiaux, [[Christian Baldus]], [[Wolfgang Ernst (Rechtswissenschaftler)|Wolfgang Ernst]], [[Franz-Stefan Meissel]], [[Johannes Platschek]], [[Thomas Rüfner]]  (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des Römischen Privatrechts]].&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 2023, ISBN 978-3-16-152359-5. Band I, S.&amp;amp;nbsp;114–192, hier S.&amp;amp;nbsp;148 (Rn.&amp;amp;nbsp;115).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reskripte &amp;#039;&amp;#039;(rescripta)&amp;#039;&amp;#039; gehörten ihrem Ursprung nach zu den „Rechtsauskünften auf Anfragen“. Abzugrenzen waren die [[Mandat (Diplomatik)|Mandate]] &amp;#039;&amp;#039;(mandata)&amp;#039;&amp;#039;, die als „Befehle“ beziehungsweise „Dienstanweisungen an Beamte“ zu verstehen sind. [[Ulpian]] zählte &amp;#039;&amp;#039;mandata&amp;#039;&amp;#039; nicht zu den &amp;#039;&amp;#039;constitutiones&amp;#039;&amp;#039;, wenngleich sie Bedeutung für die Rechtsfindung hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dario Mantovani]]: &amp;#039;&amp;#039;Il „bonus praeses“ secondo Ulpiano. Studi su contenuto e forma del „de officio proconsulis“&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Bullettino dell&amp;#039;Istituto di Diritto Romano Vittorio Scialoja&amp;#039;&amp;#039; Band 35/36 (1993/94) S. 203–267.; Valerio Marotta: &amp;#039;&amp;#039;Mandata principium.&amp;#039;&amp;#039; 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders Edikte und Dekrete. Mit seinen Edikten &amp;#039;&amp;#039;(edicta)&amp;#039;&amp;#039; erließ der Kaiser [[Verordnung]]en, kaiserliche allgemeine Anordnungen und mit Dekreten &amp;#039;&amp;#039;(decreta)&amp;#039;&amp;#039;, Einzelfallanordnungen, auch kaiserlichen Gerichtsentscheidungen. Die Maßnahmen zählen in ihrer Gesamtheit zum unmittelbaren römischen [[Kaiserrecht]], das rechtliche Außenwirkung (Gesetzeskraft) von ihnen ausging.&amp;lt;ref&amp;gt;Für Reskripte: [[Ulpian]], &amp;#039;&amp;#039;libro primo institutionum&amp;#039;&amp;#039;, [[Pandekten|Digesten]] 1,4,1; für Edikte und Dekrete: [[Gaius (Jurist)|Gaius]], [[Institutiones Gai]], 1,5 &amp;#039;&amp;#039;(decreto vel edicto vel epistula)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die gesammelten Reskripte sind Bestandteil der [[Justinian I.|justinianischen]] Gesetzgebung. Erhalten geblieben sind sie im später so genannten [[Corpus iuris civilis]], das den umfangreichsten Teil des überlieferten römischen Rechts ausmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reskript selbst hatte reaktiven Charakter, denn es war die Antwort auf rechtliche Anfragen, die die kaiserliche Rechtskanzlei erreichten. Sie dienten gleichzeitig der Rechtsaufsicht und enthielten spätestens seit der severischen Zeit Vorgaben, die die Träger des Rechtsvollzugs – Richter, Beamte und Statthalter – zu berücksichtigen hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Tony Honoré]]: &amp;#039;&amp;#039;Emperors and Lawyers.&amp;#039;&amp;#039; Duckworth, 1994. S.&amp;amp;nbsp;37&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Praxis hielten die jeweiligen Entscheidungsträger Rücksprache mit der [[A libellis|kaiserlichen Kanzlei]], um die eigenen geplanten Maßnahmen abzusichern. Die Absicherung war notwendig, um nicht [[Supplik]]en &amp;#039;&amp;#039;(supplicationes)&amp;#039;&amp;#039; oder möglichen Berufungsverfahren &amp;#039;&amp;#039;(appellationes)&amp;#039;&amp;#039; ausgesetzt zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrike Babusiaux: &amp;#039;&amp;#039;Römische Rechtsschichten.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrike Babusiaux, Christian Baldus, Wolfgang Ernst, Franz-Stefan Meissel, Johannes Platschek, Thomas Rüfner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Römischen Privatrechts.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 2023, ISBN 978-3-16-152359-5. Band I, S. 114–192, hier S.&amp;amp;nbsp;147 (Rn.&amp;amp;nbsp;111).&amp;lt;/ref&amp;gt; Häufig waren Reskripte aber auch über den kurzen Dienstweg zum Kaiser zu erhalten, soweit sie über dessen hohe Funktionäre eingesteuert waren. Antworten der Kanzlei waren rechtlich bindend; das einzige Rechtsmittel bestand darin, zu behaupten, dass der Inhalt des Schreibens an die Kanzlei von Anfang an nicht korrekt war. Traditionell erging das Reskript entweder in Form eines Briefes &amp;#039;&amp;#039;(epistula)&amp;#039;&amp;#039;, oder die Antwort wurde unmittelbar unter den Text des Eingabeschreibens notiert &amp;#039;&amp;#039;([[Subscriptio (römische Jurisprudenz)|subscriptio]])&amp;#039;&amp;#039;. In dieser Form war das Institut nicht allein im [[Klassik (Jurisprudenz)|klassischen Recht]] gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Final klärungsbedürftig bleibt die Frage der Verfahrensweise zur Bekanntgabe der &amp;#039;&amp;#039;subscriptiones&amp;#039;&amp;#039;. Einerseits legen dokumentarische Quellen nahe, dass eine Ausfertigung an den Petenten erging, während ein weiteres Exemplar für Kontrollzwecke im Archiv verwahrt worden sein soll,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Dieter Nörr]], in: &amp;#039;&amp;#039;Historiae iuris antiqui. Gesammelte Schriften.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von [[Tiziana J. Chiusi]], [[Wolfgang Kaiser (Rechtswissenschaftler)|Wolfgang Kaiser]] und [[Hans-Dieter Spengler (Rechtswissenschaftler)|Hans-Dieter Spengler]]. Keip, Goldbach bei Aschaffenburg 2003, ISBN 3-8051-0931-8. Band II, S.&amp;amp;nbsp;1333–1354.&amp;lt;/ref&amp;gt; andererseits soll die Auskunft seit [[Hadrian (Kaiser)|Hadrian]] (möglicherweise erst [[Antoninus Pius]]) aus Gründen der Verfahrensvereinfachung nur noch zur (allgemeinen) Kenntnisnahme ausgehängt worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrike Babusiaux: &amp;#039;&amp;#039;Römische Rechtsschichten.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrike Babusiaux, Christian Baldus, Wolfgang Ernst, Franz-Stefan Meissel, Johannes Platschek, Thomas Rüfner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Römischen Privatrechts.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 2023, ISBN 978-3-16-152359-5. Band I, S. 114–192, hier S. 146 (Rn.&amp;amp;nbsp;108).; vgl. zudem [[Rudolf Haensch]], in: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 100 (1994), S.&amp;amp;nbsp;487–546, hier 503&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch das [[Byzantinisches Recht|byzantinische Recht]] und das im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation]] gültige Recht bedienten sich der römischen Tradition. Später bedienten sich noch verschiedene deutsche [[Gliedstaat|Bundesstaaten]] und weitere Länder, die die römische Rechtstradition pflegten, dieser Bescheidungsform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bekanntes Beispiel für ein Reskript ist die Antwort von Kaiser [[Trajan]] auf die Anfrage des Statthalters [[Plinius der Jüngere|Plinius des Jüngeren]] im Jahr 112 n.&amp;amp;nbsp;Chr., wie er vorgehen soll, wenn Christen angezeigt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Plinius-Briefe 10.96 und&amp;amp;nbsp;97.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kanonisches Recht ==&lt;br /&gt;
Das [[Kanonisches Recht|römisch-katholische Kirchenrecht]] hat das Institut des Reskriptes im Prinzip unverändert aus dem römischen Verwaltungsrecht übernommen und als eine gängige Form der kanonischen Entscheidung von Einzelfällen durch die [[Ordinarius (Kirche)|hierarchischen Oberen]] ([[Bischof]], [[Papst]]) etabliert. Heute gehört das Reskript zu den im [[Codex Iuris Canonici]] geregelten Formen kirchlichen Verwaltungshandelns und bezieht sich auf Einzelfallentscheidungen des [[Heiliger Stuhl|Heiligen Stuhls]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Systematisch gehört das Reskript zusammen mit dem Präzept (Verwaltungsbefehl) zu den Dekreten für Einzelfälle. Per Reskript werden dem Begünstigten auf entsprechendes Ersuchen ([[Petition]]) Gnadenerweise ([[Indult (Kirchenrecht)|Indulte]]) wie [[Dispens]]en oder [[Privileg]]ien gewährt oder Erlaubnisse ([[Lizenz]]en) erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;Rescriptum ex Audientia SS.mi&amp;#039;&amp;#039; ist eine von einem Kurienmitarbeiter schriftlich fixierte mündliche Entscheidung des Papstes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.reli.ch/die-frage-nach-der-paepstlichen-interpretation-von-amoris-laetitia-8-das-rescriptum-ex-audientia-ss-mi-und-ein-apostolischer-brief-an-die-bischoefe-von-buenos-aires/|title=Die Frage nach der päpstlichen Interpretation von Amoris laetitia 8 – Das «Rescriptum ex audientia ss.mi» und ein apostolischer Brief an die Bischöfe von Buenos Aires|author=Martina Tollkühn}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://books.google.at/books?id=zYgGqeGzvBIC&amp;amp;lpg=PA97&amp;amp;ots=eR_N9FhB_h&amp;amp;dq=RESCRIPTUM%20EX%20AUDIENTIA%20SS.MI&amp;amp;pg=PA97#v=onepage&amp;amp;q=RESCRIPTUM%20EX%20AUDIENTIA%20SS.MI&amp;amp;f=false|title=Was verlautbart Rom wie? Eine Dokumentenkunde für die Praxis|author=Heiner Grote}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirchliche Verwaltungsakte nach CIC.svg|850px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[ius respondendi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisches Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanonisches Recht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-43990-67</name></author>
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