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	<title>Residenzregeln - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Residenzregeln&amp;diff=1784944&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-01-28T13:05:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:MnongLonghouse.jpg|mini|[[Langhaus (Wohngebäude)|Langhaus]] der Mnong im [[Tây Nguyên|Zentralen Hochland]] (Vietnam 2000)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Residenzregeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS}} &amp;#039;&amp;#039;residere&amp;#039;&amp;#039; „sich niederlassen“), &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wohnsitzregeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wohnfolgeordnungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnen in der [[Ethnosoziologie]] diejenigen [[Soziale Norm|sozialen Normen]], die festlegen, wo ein Ehepaar nach der [[Ehe|Heirat]] seinen Wohnsitz einrichtet, ob und welcher Ehepartner den Wohnort wechseln muss und wohin er zieht. In einer [[Ethnie|ethnischen Gesellschaft]] bestimmt die Wohnsitzregel zusammen mit den geltenden [[Deszendenzregeln|Abstammungs-]] und [[Heiratsregeln]] die [[Verwandtschaftsbeziehung]]en und [[Soziale Gruppe|Gruppenzugehörigkeiten]], beispielsweise zu welchem Haushalt Kinder von Ehepaaren gerechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demgegenüber bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Residenzmuster&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die &amp;#039;&amp;#039;statistische&amp;#039;&amp;#039; Erfassung dessen, was Ehepaare tatsächlich tun – das kann von ihrer gewohnten Residenz&amp;#039;&amp;#039;[[Regel (Richtlinie)|regel]]&amp;#039;&amp;#039; abweichen; viele Paare aus [[tradition]]ellen Ethnien gründen in modernen Städten eigene neue Haushalte (neolokal), obwohl ihre Tradition eine andere Wohnfolgeregel vorgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eheliche Wohnfolge ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Treehouse at Milne Bay - Papua New Guinea - 1884-1885.jpg|mini|Konstruktion eines [[Baumhaus]]es in Papua-Neuguinea ([[Milne-Bucht]], 1885)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den weltweit 1300&amp;amp;nbsp;erfassten [[Ethnie|ethnischen Gruppen]] und [[Indigene Völker|indigenen Völkern]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Atlas&amp;quot; /&amp;gt; finden sich vier Gruppen von Residenzregeln, unterschieden danach, wo ein Ehepaar nach seiner Heirat den ehelichen Wohnsitz einrichtet:&lt;br /&gt;
* Ehepaare wohnen beim Ehemann oder seiner Familie&lt;br /&gt;
* Ehepaare wohnen bei der Ehefrau oder ihrer Familie&lt;br /&gt;
* Ehepaare haben freie Wahl&lt;br /&gt;
* Ehepartner wohnen unverändert bei ihrer eigenen Familie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wohnsitz beim Mann ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Patrilokalität}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Patrilokal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („am Ort des Vaters“): Der eheliche Wohnsitz liegt beim [[Vater]] des Ehemannes, die Ehefrau muss hinzuziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Virilokal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („am Ort des Mannes“): Der eheliche Wohnsitz liegt beim Ehemann, dessen Vater, [[Familie]], [[Clan]] oder am Ort seiner Abstammungsgruppe ([[Lineage]]), die Ehefrau zieht hinzu. &amp;#039;&amp;#039;Virilokal&amp;#039;&amp;#039; wird mit der Bedeutung „mit oder nahe der Familie des Mannes“ dem als missverständlich empfundenen &amp;#039;&amp;#039;patrilokal&amp;#039;&amp;#039; vorgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wohnsitz bei der Frau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Long House Iroquois Allen.jpg|mini|hochkant=1.6|[[Langhaus (Wohngebäude)|Langhaus]] der matrilinearen [[Irokesen]], Unterkunft für rund 500 Personen (USA 1885)]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Matrilokalität}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Matrilokal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („am Ort der Mutter“): Der eheliche Wohnsitz liegt bei oder nahe der Mutter der Ehefrau, der Mann zieht hinzu.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Uxorilokal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („am Ort der Ehefrau“): Der eheliche Wohnsitz liegt bei der Ehefrau, ihrer Mutter, Familie, ihrem Clan oder am Ort ihrer Abstammungsgruppe (Lineage), der Ehemann zieht hinzu. &amp;#039;&amp;#039;Uxorilokal&amp;#039;&amp;#039; wird aktuell mit der Bedeutung „mit oder nahe der Familie der Frau“ dem missverständlichen &amp;#039;&amp;#039;matrilokal&amp;#039;&amp;#039; vorgezogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Avunkulokal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („am Ort des Mutterbruders“): Der eheliche Wohnsitz liegt beim [[Verwandtschaftsbeziehung#Onkel und Tante|Onkel]] des Ehemannes, beim Bruder seiner Mutter (veraltet auch: [[Oheim]]). Avunkulokalität ist nicht direkt mit der [[Elternschaft#Soziale Elternschaft|sozialen Vaterschaft]] des &amp;#039;&amp;#039;[[Avunkulat]]s&amp;#039;&amp;#039; verbunden, die besonders bei der &amp;#039;&amp;#039;nato-&amp;#039;&amp;#039;lokalen Wohnfolge praktiziert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|neolokal}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wohnsitz wählbar ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--verlinkter Absatz, deshalb mit kompletter Definition + Verlinkungen:--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neolokal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]isch „am neuen Ort“) bezeichnet in der [[Ethnosoziologie]] eine Wohnfolgeordnung (Residenzregel), bei der ein Ehepaar nach seiner Heirat einen &amp;#039;&amp;#039;neuen&amp;#039;&amp;#039;, von den [[Familie]]n beider Partner unabhängigen Haushalt als [[Kernfamilie]] gründet. Das Paar nimmt seinen Wohnsitz an einem Ort, der weder mit dem Geburts- oder Herkunftsort des Ehemannes noch dem der Ehefrau übereinstimmt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rasuly-Paleczek 2006-231&amp;quot; /&amp;gt; Bei neolokaler Wohnfolge können sich keine zusammenwohnenden Abstammungsgruppen wie [[Lineage]]s oder [[Clan]]s bilden, oder bereits bestehende Gruppierungen lösen sich langfristig auf. Neolokalität ist besonders in den individualistisch orientierten, [[Industriegesellschaft|hochindustrialisierten]] westlichen Gesellschaften verbreitet und erweckt dadurch den Eindruck, die „normale“ und weltweit übliche Residenzregel zu sein; hierbei können aber ungünstige wirtschaftliche Situationen dazu führen, dass Ehepaare bei [[Verwandtschaftsbeziehung#Eltern|Eltern]] wohnen. Der [[Anthropologie|Anthropologe]] [[George P. Murdock]] fand 1957 in seiner Stichprobe &amp;#039;&amp;#039;World Ethnographic Sample&amp;#039;&amp;#039; nur bei 27&amp;amp;nbsp;der 565&amp;amp;nbsp;untersuchten [[Ethnie|ethnischen Gruppen]] und [[Indigene Völker|indigenen Völkern]] eine Neolokalität als vorherrschende Wohnsitzregel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Glossar-neoLokal&amp;quot; /&amp;gt; Bei ihnen war der [[Sozialer Status|soziale Status]] von Männern und Frauen relativ ausgeglichen. In einigen Fällen wurde der Übergang von Neo- und Bilokalität zu Matri- und Patrilokalität beobachtet, wie auch umgekehrt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wicker 2005-29&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bilokal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („an beiden Orten“): Diese Regel erlaubt einem Ehepaar, zeitweise mit den Eltern des Ehemannes und zeitweise mit den Eltern der Ehefrau zu wohnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiner 1998-12&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ambilokal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („an einem von beiden Orten“): Das Ehepaar hat die frei Wahl zwischen &amp;#039;&amp;#039;viri-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;uxori-&amp;#039;&amp;#039;lokalem Wohnsitz bei den Eltern des einen oder des anderen Ehepartners, entsprechend der persönlichen Vorliebe des Paares oder ausgerichtet am relativen Reichtum und Einfluss der jeweiligen Elternfamilien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Glossar-ambiLokal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|natolokal}}&lt;br /&gt;
=== Wohnsitz unverändert ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--verlinkter Absatz, deshalb mit kompletter Definition + Verlinkungen:--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natolokal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]isch „am Geburtsort“)  bezeichnet in der [[Ethnosoziologie]] eine Wohnfolgeordnung (Residenzregel), bei der beide Ehepartner nach ihrer Heirat in ihrem jeweiligen Geburtshaushalt wohnen bleiben, die Ehe hat dann die Form einer [[Besuchsehe]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiner 1998-12&amp;quot; /&amp;gt; bei der zumeist der Ehemann die Ehefrau zeitweilig besucht, manchmal nur über Nacht&amp;lt;ref name=&amp;quot;Madeisky 1999&amp;quot; /&amp;gt; (siehe [[Mosuo]] in China, [[Khasi#matrilokal|Khasi]] in Indien). Beide Ehepartner bleiben nach ihrer Heirat weiterhin bei der eigenen Verwandtschaftsgruppe wohnen (selten langfristig praktiziert&amp;lt;ref name=&amp;quot;Glossar-natoLokal&amp;quot; /&amp;gt;). Die Wohnsitze beider Partner bleiben getrennt voneinander, gemeinsame Kinder gehören zur Familie der Ehefrau, oft verbunden mit einem &amp;#039;&amp;#039;[[Avunkulat]]&amp;#039;&amp;#039;, bei dem der Bruder der Ehefrau die [[Soziale Rolle|Rolle]] des [[Elternschaft#Soziale Elternschaft|sozialen Vaters]] für die Kinder seiner Schwester übernimmt (er wird ihr &amp;#039;&amp;#039;[[Oheim]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sambandham&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Sanskrit]]: „verbunden sein, Beziehung“), eine Art [[Besuchsehe]]: Eine bis ins 18. Jahrhundert in Süd[[indien]] praktizierte rituelle Verbindung zwischen Frauen der [[Matrilinearität|matrilinear]] organisierten [[Nayar]]-Kriegerkaste und Männern der [[Patrilinearität|patrilinearen]] [[Nambudiri]]-Brahmanenkaste, bei dem jeder Partner seinen eigenen Wohnort beibehält.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Glossar-Sambandham&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Verhältnis Residenz – Deszendenz}} Verhältnis von Residenz und unilinearer Deszendenz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dan toc hoc 19.jpg|mini|hochkant=1.4|[[Langhaus (Wohngebäude)|Langhaus]] der Ê Ðê im [[Tây Nguyên|Zentralen Hochland]] (Vietnam 2006)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auswertungen der Datensätze von rund 1200 Ethnien des &amp;#039;&amp;#039;Ethnographischen Atlas&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Atlas&amp;quot; /&amp;gt; ergaben folgende Verteilungswerte der Wohnfolgeregeln (Residenz) bei Gesellschaften mit einer &amp;#039;&amp;#039;patri-&amp;#039;&amp;#039;linearen oder &amp;#039;&amp;#039;matri-&amp;#039;&amp;#039;linearen [[Deszendenzregeln|Abstammungsregel]] (Deszendenz):&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gray 1998&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wicker 2005-13&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 46&amp;amp;nbsp;Prozent aller Ethnien ordnen ihre Abstammung rein [[Patrilinearität|patri-&amp;#039;&amp;#039;linear&amp;#039;&amp;#039;]], nach der Väterlinie (589&amp;amp;nbsp;Gesellschaften):&amp;lt;br /&amp;gt;{{0|000}}95,6&amp;amp;nbsp;Prozent wohnen [[Patrilokalität|&amp;#039;&amp;#039;viri/patri-&amp;#039;&amp;#039;lokal]] beim Ehemann, dessen Vater, Familie, Abstammungsgruppe ([[Lineage]]) oder [[Clan]]&amp;lt;br /&amp;gt;{{0|0000}}4,2&amp;amp;nbsp;Prozent wohnen vor allem &amp;#039;&amp;#039;neo-&amp;#039;&amp;#039;lokal (Wohnsitz „am neuen Ort“)&amp;lt;br /&amp;gt;{{0|0000}}0,2&amp;amp;nbsp;Prozent wohnt [[Matrilokalität|&amp;#039;&amp;#039;uxori/matri-&amp;#039;&amp;#039;lokal]] bei der Ehefrau, ihrer Mutter oder Familie (1&amp;amp;nbsp;Ethnie)&lt;br /&gt;
* 13&amp;amp;nbsp;Prozent aller Ethnien ordnen ihre Abstammung rein matri-&amp;#039;&amp;#039;linear&amp;#039;&amp;#039;, nach der [[Matrilinearität|Mütterlinie]] (164&amp;amp;nbsp;Gesellschaften):&amp;lt;br /&amp;gt;{{0|000}}37,8&amp;amp;nbsp;Prozent wohnen &amp;#039;&amp;#039;avunku-&amp;#039;&amp;#039;lokal beim Mutterbruder des Ehemannes&amp;lt;br /&amp;gt;{{0|000}}32,3&amp;amp;nbsp;Prozent wohnen &amp;#039;&amp;#039;uxori/matri-&amp;#039;&amp;#039;lokal bei der Ehefrau, ihrer Mutter, Familie, Lineage oder Clan&amp;lt;br /&amp;gt;{{0|000}}18,3&amp;amp;nbsp;Prozent wohnen &amp;#039;&amp;#039;viri/patri-&amp;#039;&amp;#039;lokal beim Ehemann oder seinem Vater&amp;lt;br /&amp;gt;{{0|000}}11,6&amp;amp;nbsp;Prozent wohnen vor allem &amp;#039;&amp;#039;nato-&amp;#039;&amp;#039;lokal (getrennt „am Geburtsort“ verbleibend) oder &amp;#039;&amp;#039;neo-&amp;#039;&amp;#039;lokal&lt;br /&gt;
* 28&amp;amp;nbsp;Prozent aller Ethnien leiten sich &amp;#039;&amp;#039;[[Deszendenzregeln #Kognatische, bilaterale Abstammung|kognatisch-bilateral]]&amp;#039;&amp;#039; von Vätern &amp;#039;&amp;#039;und&amp;#039;&amp;#039; Müttern ab, mit unterschiedlichen Wohnfolgen, oft &amp;#039;&amp;#039;neo-&amp;#039;&amp;#039;lokal&lt;br /&gt;
* {{0|0}}8&amp;amp;nbsp;Prozent aller Ethnien leiten sich in verschiedenen sozialen Zusammenhängen von Mutter oder Vater ab, mit unterschiedlichen Wohnfolgen&lt;br /&gt;
* {{0|0}}5&amp;amp;nbsp;Prozent uneindeutig oder fehlendes Datenmaterial&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutlich wird, dass nach der Väterlinie organisierte Völker den ehelichen Wohnsitz fast ausschließlich beim Mann einrichten, während sich bei matrilinearen Völkern alle Möglichkeiten der Residenzwahl finden lassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fox 1967-115&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf alle Ethnien weltweit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* rund 50&amp;amp;nbsp;Prozent wohnen &amp;#039;&amp;#039;viri-&amp;#039;&amp;#039;lokal und sind &amp;#039;&amp;#039;patri-&amp;#039;&amp;#039;linear&lt;br /&gt;
* rund {{0|0}}3&amp;amp;nbsp;Prozent wohnen &amp;#039;&amp;#039;viri-&amp;#039;&amp;#039;lokal – sind aber &amp;#039;&amp;#039;matri-&amp;#039;&amp;#039;linear&lt;br /&gt;
* rund {{0|0}}5&amp;amp;nbsp;Prozent wohnen &amp;#039;&amp;#039;avunku-&amp;#039;&amp;#039;lokal und sind &amp;#039;&amp;#039;matri-&amp;#039;&amp;#039;linear&lt;br /&gt;
* rund {{0|0}}5&amp;amp;nbsp;Prozent wohnen &amp;#039;&amp;#039;uxori-&amp;#039;&amp;#039;lokal und sind &amp;#039;&amp;#039;matri-&amp;#039;&amp;#039;linear&lt;br /&gt;
* einzig 1&amp;amp;nbsp;patrilineare Ethnie wohnt &amp;#039;&amp;#039;uxori-&amp;#039;&amp;#039;lokal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein praktisches Beispiel verdeutlicht Unterschiede (siehe auch das [[Moiety|Moiety-Dualsystem]]):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kleine Volk der &amp;#039;&amp;#039;[[Ngaing#Soziale Organisation|Ngaing]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Papua-Neuguinea]] folgt einer doppelten, &amp;#039;&amp;#039;[[Deszendenzregeln#bilinear|bilinearen]]&amp;#039;&amp;#039; Abstammungsregel: In einem Dorf haben die patrilinearen Abstammungsgruppen (Patri-&amp;#039;&amp;#039;[[Lineage]]s&amp;#039;&amp;#039;) eine Tiefe von 3&amp;amp;nbsp;bis 5&amp;amp;nbsp;[[Generation]]en und bilden Patri-&amp;#039;&amp;#039;[[Clan]]s&amp;#039;&amp;#039;, welche die Grundeinheit der Siedlung ausmachen. Über sie werden die Regeln der [[Exogamie]] (wichtig für Heiraten), Landrechte (wichtig für Gartenbau und Jagd) und Ritualrechte (wichtig für Männerkult-Zeremonien) weitergegeben und vererbt. Ähnlich organisiert sind die parallel zu den Männern berechtigten matrilinearen Abstammungsgruppen (Matri-&amp;#039;&amp;#039;Lineages&amp;#039;&amp;#039;), die das [[Totem]]-Recht auf sich vereinen. Die Gruppen leben im Siedlungsgebiet verstreut, denn sie befolgen die eheliche Wohnfolgeregel der Patri-&amp;#039;&amp;#039;Lokalität:&amp;#039;&amp;#039; Der Wohnsitz eines verheirateten Paares wird beim Ehemann eingerichtet, der bei seinem Vater wohnt. Versammlungen zu gemeinsamen Aktivitäten finden nicht statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Heiratsregeln]] (Exogamie ↔ Endogamie)&lt;br /&gt;
* [[Patrilaterale und matrilaterale Verwandtschaft|Vater- und mutterseitige Verwandtschaft]] (patri- oder matrilateral)&lt;br /&gt;
* [[Deszendenzregeln|Abstammungsregeln]] (Deszendenz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Thomas Bargatzky]]: &amp;#039;&amp;#039;Ethnologie. Eine Einführung in die Wissenschaft von den urproduktiven Gesellschaften.&amp;#039;&amp;#039; Buske, Hamburg 1997, ISBN 3-87548-039-2, S. 112–113: Kapitel 5.2 &amp;#039;&amp;#039;Deszendenzgruppen und Lokalgruppen&amp;#039;&amp;#039; ({{Google Buch |BuchID=BO9L4J7ydfcC |Seite=112 |Linktext=Seitenvorschauen |Hervorhebung=Patrilokalität}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Wiktionary,WikiQuote,WikiSource,Commons,Commonscat ohne Ergebnis für &amp;quot;Residenzregel,Wohnfolge,residence rules&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Lukas, Schindler, Stockinger&lt;br /&gt;
   |url=https://www.univie.ac.at/Voelkerkunde/cometh/glossar/heirat/egp.htm&lt;br /&gt;
   |titel=Postnuptiale Residenz&lt;br /&gt;
   |werk=Interaktives Online-Glossar: Ehe, Heirat und Familie&lt;br /&gt;
   |hrsg=Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien&lt;br /&gt;
   |datum=1997&lt;br /&gt;
   |abruf=2020-03-13&lt;br /&gt;
   |abruf-verborgen=1&lt;br /&gt;
   |kommentar=vertiefende Anmerkungen zu Wohnfolge-Stichworten, mit Quellenangaben}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Gabriele Rasuly-Paleczek&lt;br /&gt;
   |url=http://www.univie.ac.at/voelkerkunde/html/inh/stud/studmate_files/Ethnosoziologie_06/2StudSkrEthnosozSS2006.pdf&lt;br /&gt;
   |titel=Darstellung der Residenzformen&lt;br /&gt;
   |werk=Einführung in die Ethnosoziologie&lt;br /&gt;
   |hrsg=Teil&amp;amp;nbsp;2/2, Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien&lt;br /&gt;
   |seiten=226–233&lt;br /&gt;
   |datum=2006&lt;br /&gt;
   |format=PDF; 705&amp;amp;nbsp;kB&lt;br /&gt;
   |offline=1&lt;br /&gt;
   |archiv-url=https://web.archive.org/web/20081001173446/http://www.univie.ac.at/voelkerkunde/html/inh/stud/studmate_files/Ethnosoziologie_06/2StudSkrEthnosozSS2006.pdf&lt;br /&gt;
   |archiv-datum=2008-10-01&lt;br /&gt;
   |abruf=2020-03-13&lt;br /&gt;
   |abruf-verborgen=1&lt;br /&gt;
   |kommentar=206&amp;amp;nbsp;Seiten; Unterlagen zu ihrer Vorlesung im Sommersemester 2006, besser als im Sommersemester 2011}}&lt;br /&gt;
* Hans-Rudolf Wicker: [https://boris.unibe.ch/101497/1/Leitfaden%20Sozialanthropologie.pdf &amp;#039;&amp;#039;Leitfaden für die Einführungsvorlesung in Sozialanthropologie, 1995–2012.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF: 387&amp;amp;nbsp;kB, 47&amp;amp;nbsp;S.) Institut für Sozialanthropologie, Universität Bern, 31. Juli 2012, S. 13/14 und 30/31 (überarbeitete Version).&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=[[Dieter Steiner]]&lt;br /&gt;
   |url=https://www.humanecology.ch/index.php?lng=de&amp;amp;pag=12&amp;amp;spg=188&amp;amp;nav=3&amp;amp;sub=9&amp;amp;scy=0&lt;br /&gt;
   |titel=Begriffsvokabular der Residenz- und Deszendenzregeln&lt;br /&gt;
   |werk=Soziales im engeren Sinne&lt;br /&gt;
   |hrsg=Eigene Homepage, Zürich&lt;br /&gt;
   |datum=1998&lt;br /&gt;
   |abruf=2020-03-13&lt;br /&gt;
   |abruf-verborgen=1&lt;br /&gt;
   |kommentar= emeritierter Professor für [[Humanökologie]]}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Brian Schwimmer&lt;br /&gt;
   |url=http://umanitoba.ca/faculties/arts/anthropology/tutor/residence/rules.html&lt;br /&gt;
   |titel=Household and Domestic Organization: Residence Rules&lt;br /&gt;
   |werk=Tutorial: Kinship and Social Organization; 1995–2003&lt;br /&gt;
   |hrsg=Department of Anthropology, Universität Manitoba, Kanada&lt;br /&gt;
   |sprache=en&lt;br /&gt;
   |abruf=2020-03-13&lt;br /&gt;
   |abruf-verborgen=1&lt;br /&gt;
   |kommentar=Teil eines umfangreichen Verwandtschaftstutorials}}&lt;br /&gt;
* Dennis O’Neil: [https://www2.palomar.edu/anthro/marriage/default.htm &amp;#039;&amp;#039;Sex and Marriage.&amp;#039;&amp;#039;] Behavioral Sciences Department, Palomar College, San Marcos California, 2009 (englisch, umfangreiches Studientutorial zur Heirat und ihrer Regulierung, mit anschaulichen Abbildungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Glossar-neoLokal&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=Lukas, Schindler, Stockinger&lt;br /&gt;
 |url=https://www.univie.ac.at/Voelkerkunde/cometh/glossar/heirat/egpf.htm&lt;br /&gt;
 |titel=neolokale Residenz&lt;br /&gt;
 |werk=Interaktives Online-Glossar: Ehe, Heirat und Familie&lt;br /&gt;
 |hrsg=Universität Wien&lt;br /&gt;
 |datum=1997&lt;br /&gt;
 |abruf=2020-03-13&lt;br /&gt;
 |zitat=neolokale Residenz, Definition: Die Aufnahme der postnuptialen Residenz an einem Ort, der werder mit dem Geburts- bzw. Herkunftsort des Ehemannes noch der der Ehefrau ident ist. Das Paar wählt daher nach der Heirat einen neuen, von den Eltern beider Ehegatten unabhängigen Wohnsitz. Diese Residenzpraxis führt zur Auflösung jeder potentiellen unilinearen Verwandtschaftsgruppe.}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Glossar-ambiLokal&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=Lukas, Schindler, Stockinger&lt;br /&gt;
 |url=https://www.univie.ac.at/Voelkerkunde/cometh/glossar/heirat/egpc.htm&lt;br /&gt;
 |titel=Ambilokale Residenz&lt;br /&gt;
 |werk=Interaktives Online-Glossar: Ehe, Heirat und Familie&lt;br /&gt;
 |hrsg=Universität Wien&lt;br /&gt;
 |datum=1997&lt;br /&gt;
 |abruf=2020-03-13}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Glossar-natoLokal&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=Lukas, Schindler, Stockinger&lt;br /&gt;
 |url=https://www.univie.ac.at/Voelkerkunde/cometh/glossar/heirat/egpg.htm&lt;br /&gt;
 |titel=Natolokale Residenz&lt;br /&gt;
 |werk=Interaktives Online-Glossar: Ehe, Heirat und Familie&lt;br /&gt;
 |hrsg=Universität Wien&lt;br /&gt;
 |datum=1997&lt;br /&gt;
 |abruf=2020-03-13}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Glossar-Sambandham&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=Lukas, Schindler, Stockinger&lt;br /&gt;
 |url=https://www.univie.ac.at/Voelkerkunde/cometh/glossar/heirat/ih1.htm&lt;br /&gt;
 |titel=Sambandham&lt;br /&gt;
 |werk=Interaktives Online-Glossar: Ehe, Heirat und Familie&lt;br /&gt;
 |hrsg=Universität Wien&lt;br /&gt;
 |datum=1997&lt;br /&gt;
 |abruf=2020-03-13}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steiner 1998-12&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=[[Dieter Steiner]]&lt;br /&gt;
 |url=https://www.humanecology.ch/index.php?lng=de&amp;amp;pag=12&amp;amp;spg=188&amp;amp;nav=3&amp;amp;sub=9&amp;amp;scy=0&lt;br /&gt;
 |titel=Begriffsvokabular der Residenz- und Deszendenzregeln&lt;br /&gt;
 |werk=Soziales im engeren Sinne&lt;br /&gt;
 |hrsg=Eigene Homepage, Zürich&lt;br /&gt;
 |datum=1998&lt;br /&gt;
 |abruf=2020-03-13&lt;br /&gt;
 |kommentar= emeritierter Professor für [[Humanökologie]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rasuly-Paleczek 2006-231&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=Gabriele Rasuly-Paleczek&lt;br /&gt;
 |url=http://www.univie.ac.at/voelkerkunde/html/inh/stud/studmate_files/Ethnosoziologie_06/2StudSkrEthnosozSS2006.pdf&lt;br /&gt;
 |titel=ad. Neolokal&lt;br /&gt;
 |werk=Einführung in die Ethnosoziologie&lt;br /&gt;
 |hrsg=Teil&amp;amp;nbsp;2/2, Universität Wien&lt;br /&gt;
 |seiten=230–231&lt;br /&gt;
 |datum=2006&lt;br /&gt;
 |format=PDF; 705&amp;amp;nbsp;kB&lt;br /&gt;
 |offline=1&lt;br /&gt;
 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20081001173446/http://www.univie.ac.at/voelkerkunde/html/inh/stud/studmate_files/Ethnosoziologie_06/2StudSkrEthnosozSS2006.pdf&lt;br /&gt;
 |archiv-datum=2008-10-01&lt;br /&gt;
 |abruf=2020-03-13&lt;br /&gt;
 |zitat=neolokal: wörtlich »neuer Ort«. Neolokalität: Das neu verheiratete Paar zieht an einen Ort, der weder durch die Verwandten des Ehemannes noch durch die der Ehefrau vorgegeben ist, sondern gründet einen eigenen unabhängigen Hausstand. (vgl. SCHMITZ 1964:110, VIVELO 1981: S. 233 und BARGATZKY 1985: S. 61) Definition von neolokal nach BARNARD/SPENCER: »neolocal: Marriage involving a new place of residence. Neolocality involves a couple moving to a place which is the previous home of neither party.[«] (BARNARD/SPENCER 1997: S. 615) Ein neolokales Residenzmuster herrscht in unserer Gesellschaft vor (vgl. HARRIS 1971: S. 321), sowie in vielen außereuropäischen Gesellschaften infolge der Migration.}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Madeisky 1999&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Besuchsehe]] dokumentieren [[Uschi Madeisky]], Klaus Werner: &amp;#039;&amp;#039;Wo dem Gatten nur die Nacht gehört. Besuchsehe bei den Jaintia in Indien.&amp;#039;&amp;#039; Colorama Film für Norddeutscher Rundfunk (NDR), Deutschland 1999 (60 Minuten; [https://www.coloramafilm.de/de/index.htm?gatten.htm Info]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Atlas&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ende 2012 waren im [https://serc.carleton.edu/sp/carl_ltc/quantitative_writing/examples/38070.html &amp;#039;&amp;#039;Ethnographic Atlas&amp;#039;&amp;#039;] weltweit genau [https://web.archive.org/web/20180610021918/http://intersci.ss.uci.edu/wiki/index.php/Ethnographic_Atlas 1300&amp;amp;nbsp;Ethnien] erfasst, von denen oft nur Stichproben ausgewertet wurden, beispielsweise im internationalen [[Kulturvergleichende Sozialforschung#Das HRAF-Projekt|HRAF]]-Projekt. Begründet wurde der &amp;#039;&amp;#039;Ethnographic Atlas&amp;#039;&amp;#039; Anfang der 1950er vom US-amerikanischen Anthropologen [[George P. Murdock]] (1897–1985) zur standardisierten Daten-Erfassung sämtlicher Ethnien weltweit.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gray 1998&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
J. Patrick Gray: &amp;#039;&amp;#039;Ethnographic Atlas Codebook.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;World Cultures.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;10, Nr.&amp;amp;nbsp;1, 1998, S.&amp;amp;nbsp;86–136, hier S.&amp;amp;nbsp;104: Tabelle&amp;amp;nbsp;43 &amp;#039;&amp;#039;Descent: Major Type&amp;#039;&amp;#039; (englisch; [https://web.archive.org/web/20180819081049/http://eclectic.ss.uci.edu/~drwhite/worldcul/Codebook4EthnoAtlas.pdf PDF: 2,4&amp;amp;nbsp;MB, 52&amp;amp;nbsp;Seiten ohne Seitenzahlen]; eine der wenigen Auswertungen aller damaligen 1267 Ethnien); Zitat: „584&amp;amp;nbsp;Patrilineal […] 160&amp;amp;nbsp;Matrilineal“ (46,1&amp;amp;#8201;%&amp;amp;nbsp;patrilinear; 12,6&amp;amp;#8201;%&amp;amp;nbsp;matrilinear).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wicker 2005-29&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hans-Rudolf Wicker: [https://boris.unibe.ch/101497/1/Leitfaden%20Sozialanthropologie.pdf &amp;#039;&amp;#039;Leitfaden für die Einführungsvorlesung in Sozialanthropologie, 1995–2012.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF: 387&amp;amp;nbsp;kB, 47&amp;amp;nbsp;S.) Institut für Sozialanthropologie, Universität Bern, 31. Juli 2012, S. 30/31; Zitat: {{&amp;quot; |Mit den Daten des HRAF konnte Murdock folgende Übergänge belegen: […] – Übergänge von Neo- zu Bilokalität wurden festgestellt; – Der Übergang von Unilokalität in Verbindung mit unilinearer Abstammung zu Neolokalität ist belegt. Ein solcher Wandel führt oft zum Zerfall von Clan- und Lineage-Systemen; – Der Übergang von Neo- und Bilokalität zu Matri- und Patrilokalität wurde ebenfalls beobachtet}}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wicker 2005-13&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hans-Rudolf Wicker: [https://boris.unibe.ch/101497/1/Leitfaden%20Sozialanthropologie.pdf &amp;#039;&amp;#039;Leitfaden für die Einführungsvorlesung in Sozialanthropologie, 1995–2012.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF: 387&amp;amp;nbsp;kB, 47&amp;amp;nbsp;S.) Institut für Sozialanthropologie, Universität Bern, 31. Juli 2012, S. 13/14 (Tabelle: &amp;#039;&amp;#039;Verhältnis zwischen Deszendenz und postmaritaler Residenz&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zahlen auf S.&amp;amp;nbsp;13/14:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
589 [[Patrilinearität|patrilineare]] Ethnien – ihr Wohnsitz nach der Heirat (Residenzregel):&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{0|000}}563 (95,6&amp;amp;#8201;%) wohnen [[Patrilokalität|viri/patri-lokal]] beim Ehemann oder seinem Vater&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{0|00000}}1 {{0}}(0,2&amp;amp;#8201;%) wohnt [[Matrilokalität|uxori/matri-lokal]] bei der Ehefrau oder ihrer Mutter&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{0|0000}}25 {{0}}(4,2&amp;amp;#8201;%) haben andere Wohnsitzregeln: neolokal, natolokal u.&amp;amp;nbsp;a.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
164 [[Matrilinearität|matrilineare]] Ethnien – ihr ehelicher Wohnsitz nach der Heirat:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{0|0000}}62 (37,8&amp;amp;#8201;%) wohnen avunkulokal beim Mutterbruder des Ehemannes oder Mutterbruder der Ehefrau&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{0|0000}}53 (32,3&amp;amp;#8201;%) wohnen uxori/matri-lokal bei der Ehefrau oder ihrer Mutter&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{0|0000}}30 (18,3&amp;amp;#8201;%) wohnen viri/patri-lokal beim Ehemann oder seinem Vater&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{0|0000}}19 (11,6&amp;amp;#8201;%) haben andere Wohnsitzregeln: neolokal, natolokal u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fox 1967-115&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Robin Fox: &amp;#039;&amp;#039;Kinship and Marriage. An Anthropological Perspective.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 1967, ISBN 0-521-27823-6, S.&amp;amp;nbsp;115 (englisch; {{Google Buch |BuchID=zr509w02h08C |Seite=115 |Linktext=Seitenvorschau}}).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Migrationssoziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnosoziologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
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