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	<title>Res publica literaria - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T23:37:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bartleby08: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-07-12T07:14:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|&amp;#039;&amp;#039;Res publica literarum&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Gelehrtenrepublik&amp;#039;&amp;#039;|Zur Fachzeitschrift siehe [[Res Publica Litterarum]], zum Roman von Arno Schmidt siehe [[Die Gelehrtenrepublik]].|mehrzahl=ja}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Res publica lit[t]eraria&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;res publica lit[t]erarum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sowie in den Varianten der Zusammenschreibung von &amp;#039;&amp;#039;respublica&amp;#039;&amp;#039;, englisch &amp;#039;&amp;#039;Republic of Letters&amp;#039;&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;i. die „Republik der Gelehrten“, „Gelehrtenrepublik“ oder „gelehrte Republik“, war bis in das 18. Jahrhundert hinein der Begriff für die Verbindung des internationalen [[Wissenschaftsbetrieb]]s – eine Begriffsfügung, die heute vor allem im Konzept der &amp;#039;&amp;#039;Scientific Community&amp;#039;&amp;#039; oder deutsch auch [[Wissenschaftsgemeinde]] fortlebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Res publica&amp;#039;&amp;#039; ist [[Latein]] und bedeutet „Staat“, mit &amp;#039;&amp;#039;res&amp;#039;&amp;#039; in der Bedeutung „Sache“ bzw. „Angelegenheit“ und &amp;#039;&amp;#039;publica&amp;#039;&amp;#039; für „zum Volk gehörig“, „öffentlich“ – &amp;#039;&amp;#039;res publica&amp;#039;&amp;#039; ist also wörtlich die „öffentliche Angelegenheit“; das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;lit[t]eraria&amp;#039;&amp;#039; ist mit „zum Lesen und Schreiben gehörig“ oder „schriftlich“ übersetzbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur &amp;#039;&amp;#039;res publica literaria&amp;#039;&amp;#039; gehörten bis in das 18. Jahrhundert alle wissenschaftlich Publizierenden und alle, die in wissenschaftlichem Austausch miteinander standen – [[Bibliothekar]]e, [[Archivar]]e, Universitätsprofessoren, [[Historiker]] in öffentlichen Positionen, [[Theologe]]n in kirchlichen Ämtern, [[Privatgelehrter|Privatgelehrte]]. Der Begriff war von der Vorstellung getragen, dass im Bereich der Wissenschaften weder Standesunterschiede noch Nationalität von Bedeutung waren. Während in Europa [[Monarchie]]n herrschten, bildeten die Gelehrten eine [[Republik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wichtigste Medium im Austausch der &amp;#039;&amp;#039;res publica literaria&amp;#039;&amp;#039; war bis in das 17. Jahrhundert hinein die briefliche [[Korrespondenz]] zwischen den Mitgliedern und der ausgedehnte Reiseverkehr. Es war üblich, dass Gelehrte auf Reisen durch Europa sich in Städten, in denen sie eintrafen, nach den Adressen von Fachkollegen erkundigten und sich bei diesen anmelden ließen (es war ebenso üblich, dass sie in Reisetagebüchern festhielten, welchen Eindruck der Besuchte auf sie machte – man kannte sich nur aus Publikationen und stand sich nun leibhaftig gegenüber, es sind oft schonungslose Charakterskizzen, die regelmäßig dann auch noch postum zur Freude der Gelehrtenrepublik veröffentlicht wurden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts kam das [[Literaturzeitschrift|literarische Journal]] als zentrales neues Medium hinzu. Die Entwicklung wurde maßgeblich unterstützt durch den niederländischen Buchmarkt französischer Sprache, der auf Europa ausgerichtet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;res publica literaria&amp;#039;&amp;#039; wurde mit dem 19. Jahrhundert ungebräuchlich. Dies hat vor allem mit dem [[Bedeutungswandel]] des Wortes &amp;#039;&amp;#039;[[Literatur]]&amp;#039;&amp;#039; und dem noch stärkeren von &amp;#039;&amp;#039;literarisch&amp;#039;&amp;#039; zu tun. &amp;#039;&amp;#039;Literatur&amp;#039;&amp;#039; war bis in das späte 18. Jahrhundert das Synonym für Gelehrsamkeit. &amp;#039;&amp;#039;Literarisch&amp;#039;&amp;#039;, wie es in &amp;#039;&amp;#039;res publica literaria&amp;#039;&amp;#039; vorkommt, bezeichnet dagegen heute Texte, in denen Sprache mit [[Künstlerische Freiheit|künstlerischer Freiheit]] benutzt wird (siehe auch &amp;#039;&amp;#039;[[Literarizität]]&amp;#039;&amp;#039;). Die alte Wortfügung bzw. die hinter derselben stehende Idee ließ sich mit dem neuen Literaturbegriff nicht mehr nachvollziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Gottlieb Klopstock]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Gelehrtenrepublik. Ihre Einrichtung. Ihre Geseze. Geschichte des lezten Landtags. Auf Befehl der Aldermänner durch Salogast und Wlemar.&amp;#039;&amp;#039; Erster Theil. [[Johann Joachim Christoph Bode]], Hamburg 1774 ([http://diglib.hab.de/drucke/wa-1636/start.htm?image=00005 Digitalisat] der [[Herzog August Bibliothek|HAB]]).&lt;br /&gt;
* [[Sebastian Neumeister]], [[Conrad Wiedemann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Res publica litteraria: Die Institutionen der Gelehrsamkeit in der frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Otto Harrassowitz, Wiesbaden 1987 (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Wolfenbütteler Arbeiten zur Barockforschung&amp;#039;&amp;#039;), ISBN 3-447-02727-4.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Bosse (Literaturwissenschaftler)|Heinrich Bosse]]: &amp;#039;&amp;#039;Die gelehrte Republik.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hans-Wolf Jäger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„[[Öffentlichkeit]]“ im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein, Göttingen 1997 (&amp;#039;&amp;#039;Das achtzehnte Jahrhundert. Supplementa.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;4), ISBN 3-89244-274-6, S.&amp;amp;nbsp;51–76.&lt;br /&gt;
* [[Anthony Grafton]]: &amp;#039;&amp;#039;Worlds Made by Words.&amp;#039;&amp;#039; Harvard University Press, Cambridge (MA) 2009 (Rez. Véronique Krings, [http://bmcr.brynmawr.edu/2009/2009-09-32.html Bryn Mawr Classical Review 2009.09.32]).&lt;br /&gt;
* Olaf Simons: &amp;quot;Von der Respublica Literaria zum Literaturstaat. Überlegungen zur Konstitution des Literarischen&amp;quot;, in: &amp;#039;&amp;#039;Aufklärung. Interdisziplinäres Jahrbuch zur Erforschung des 18. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 26. Jg. 2014 (Hamburg: Felix Meiner, 2015), S. 291–330.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftspraxis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bartleby08</name></author>
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