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	<title>Res - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>77.191.23.201: /* Siehe auch */</title>
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		<updated>2023-09-05T04:20:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Weitere Bedeutungen werden unter [[RES]] aufgeführt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lateinische Wort &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Res&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, das in der deutschen Sprache mit „[[Sache]], [[Gegenstand]], Ding“ oder „Wesen“ übersetzt wird,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Karl Ernst Georges]]|Titel=[[Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch]]|Verlag=Wissenschaftliche Buchgesellschaft|Ort=Darmstadt|Datum=1998 |OCLC=3735930|Kommentar=Reprint der Ausgabe Hannover: Hahnsche Buchhandlung, 1913/1918|Online= http://www.zeno.org/nid/20002183072}} Vgl. auch [[Galenos#Galens pathophysiologische Vorstellungen]].&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein bis heute wichtiger Begriff im [[Recht]] und in der [[Philosophie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff verweist im antiken lateinischen Raum zuerst grundsätzlich auf die äußere Realität, die unmittelbar wahrgenommen wird. Allgemein wurde Res in einem konkreten materiellen und ökonomischen Sinn verstanden.&amp;lt;ref name=Hiwöphi&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jean-François Courtine|Titel= Res|TitelErg= |Hrsg=[[Joachim Ritter]], [[Karlfried Gründer]], [[Gottfried Gabriel]] |Sammelwerk=[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]]|Band=8 |Verlag=Schwabe |Ort=Basel |Datum= 1992 |ISBN=978-3-7965-0115-9 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Res im Recht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Römisches Recht|römischen Recht]] war res ein zentraler Begriff.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Susanne Hähnchen]]|Titel=Rechtsgeschichte. Von der Römischen Antike bis zur Neuzeit |Auflage=4|Verlag=C. F. Müller|Ort=Heidelberg / München / Landsberg / Frechen / Hamburg |Datum=2012|Seiten=27|ISBN=978-3-8114-9842-6 |Online= {{Google Buch|BuchID  =k4oVuNdiS0AC|Seite=27}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im weitesten Sinn ist hier res der Gegensatz zur Person (persona) als Rechtsträger, der die Außenwelt als durch das Recht geschützter Bereich gegenübersteht. Deshalb umfasst res nicht nur greifbare Dinge, sondern den gesamten Bereich der Ereignisse, Zustände und rechtlichen Beziehungen.&amp;lt;ref name=RE/&amp;gt; Res bezeichnete in [[Rhetorik]] und Recht auch den Tatbestand oder Fall, der in einem Prozess verhandelt und beurteilt werden soll, also nicht nur die materielle und individuelle Realität, die unmittelbar gegeben ist. Deshalb kann res auch das bezeichnen, was durch ein Wort oder einen Satz gemeint ist, den Sinn oder Sachverhalt: Der Redner muss einen Fall oder Sachverhalt darlegen und klar erfassen, sonst wird Rhetorik zum leeren Sprechen über alles und nichts. Diese Verwendung von res im römischen Recht verläuft parallel zur Verwendung des Begriffs Pragma im antiken Griechenland ({{grcS|πρᾶγμα|de=Handlung, Sache}}), wie sie zum Beispiel bei [[Aristoteles]] zu finden ist.&amp;lt;ref name=Hiwöphi/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Res wurde im römischen Recht also sehr weit aufgefasst und umfasste körperliche und unkörperliche Sachen. Diesen weiten Sachbegriff übernahm das [[Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch|Allgemeine bürgerliche Gesetzbuch]] (Österreich). Auch im französischen Recht findet er sich.&lt;br /&gt;
Im [[Bürgerliches Gesetzbuch|Bürgerlichen Gesetzbuch]] (BGB) ist der Begriff der Sache dagegen auf körperliche Sachen beschränkt und bezieht sich nicht auf Rechte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Heinrich Honsell]]|Titel= Römisches Recht |Auflage=5|Verlag=Springer|Ort=Berlin / Heidelberg|Datum=2002|Seiten=49|ISBN=978-3-662-09781-6 |Online= {{Google Buch|BuchID  = JkYdBgAAQBAJ|Seite=49}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt aber ist in wichtigen Teilen des [[Recht]]s in Deutschland der Begriff der Sache aus dem römischen Recht abgeleitet.&amp;lt;ref name=RE&amp;gt;{{RE|I A,1|616|618|Res|[[Rudolf Leonhard (Jurist)|Rudolf Leonhard]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Res in der Philosophie ==&lt;br /&gt;
In der Philosophie bezeichnet res zunächst vor allem die materielle, dinghafte Sache und die [[Substanz]]. Die Bedeutung ist aber im Zusammenhang mit dem antiken Recht so weit, dass spezifische Bedeutungen in der Philosophie stark variieren.&amp;lt;ref name=MeLePhi&amp;gt;{{Literatur|Autor=Martin F. Meyer, Franz-Peter Burkard|Titel=Res|Hrsg=Peter Prechtl, Franz-Peter Burkard|Sammelwerk=Metzler Lexikon Philosophie|WerkErg=Begriffe und Definitionen|Auflage=3|Verlag=J.B. Metzler|Ort=Stuttgart|Datum=2015|Seiten=529|ISBN=978-3-476-05469-2|Online= {{Google Buch|BuchID  = T-5FDwAAQBAJ|Seite=529}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Augustinus von Hippo|Augustinus]] führt eine neue theologisch bestimmte Bedeutung von res ein im Zusammenhang mit der [[De Trinitate|Trinität]]. In Verbindung mit natura und universitas bezeichnet res dann bei [[Johannes Scottus Eriugena]] das All der Dinge und die Gesamtheit des Geschaffenen, worunter auch Menschen, Lebewesen und materielle Realitäten fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch [[Avicenna]], der in seiner [[Avicenna#Metaphysik|Metaphysik]] versucht, anzugeben, was das Seiende (ens) und das Ding (res) und weitere Einteilungen sind, wird die Bedeutung von res in der [[Ontologie]] stark beeinflusst. Für Avicenna steht res am Ursprung jeder Vorstellung. So kann man Aufmerksamkeit auf die res richten, aber sie nicht eigentlich erkennen, weil die Namen, die man für die Dinge verwendet, zweitrangiger oder unklarer wären, als sie selbst. Avicenna beschreibt res als dasjenige Ding, worauf sich eine Aussage bezieht. Dieses Ding muss nicht notwendigerweise als wirklicher Gegenstand existieren, es genügt, dass es seelisch vorgestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter anderem beeinflusst durch Avicenna führt die [[Algebra]] als Wissenschaft für das Unbekannte und das Ding den Begriff res ein, der, ohne zu unterscheiden, sowohl eine Zahl als auch eine geometrische Größe bezeichnen kann.&lt;br /&gt;
Durch diese Entwicklung kann in der Ontologie über ein Objekt ohne bestimmte Eigenschaften gesprochen werden, es auch als erkennbar gedacht werden, ohne es genau bezeichnen zu müssen. In den lateinischen Übersetzungen der arabischen Algebra, die zu Beginn des 13. Jh. einsetzen, wird dieser Begriff von res beibehalten.&amp;lt;ref name=Hiwöphi/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Scholastik]] entfalten sich unterschiedliche Bedeutungen von res. [[Bonaventura]] unterscheidet drei Verwendungsweisen: Res kann etwas sein, das im Denken ist, oder außerhalb. Im engeren Sinn bezeichnet res aber nur Etwas, das unabhängig vom Denken besteht. Ein weiteres, noch engeres Verständnis von res meint nur an sich Seiendes (Substanzen).&amp;lt;ref name=MeLePhi/&amp;gt; Seit [[Gerhard von Cremona]] wird res zu den [[Transzendentalien]] gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Scholastik#Neuzeitliche_Spätscholastik_und_Neuscholastik|Spätscholastik]] und der Metaphysik dieser Zeit wird res nicht mehr als einfache Übersetzung des griechischen pragma benutzt.&amp;lt;ref name=Hiwöphi/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[René Descartes]] (1596–1650) unterscheidet zwischen dem [[Geist|Mentalen]] (&amp;#039;&amp;#039;res cogitans&amp;#039;&amp;#039;) und dem Physischen (&amp;#039;&amp;#039;res extensa&amp;#039;&amp;#039;). Die sich aus dieser Unterscheidung ergebenden Fragestellungen werden in der neuzeitlichen Philosophie sehr wirkungsmächtig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Astrid Wagner|Titel=Res cogitans/res extensa|Hrsg=Peter Prechtl, Franz-Peter Burkard|Sammelwerk=Metzler Lexikon Philosophie|WerkErg=Begriffe und Definitionen|Auflage=3|Verlag=J.B. Metzler|Ort=Stuttgart|Datum=2015|Seiten=529|ISBN=978-3-476-05469-2|Online={{Google Buch|BuchID =T-5FDwAAQBAJ|Seite=529}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Sache (Recht)]]&lt;br /&gt;
*[[Latein im Recht]]&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|res}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ontologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.191.23.201</name></author>
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