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	<title>Republikprinzip - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T18:26:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Republikprinzip&amp;diff=798420&amp;oldid=prev</id>
		<title>178.24.249.195: Rechtschreibfehler korrigiert</title>
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		<updated>2024-08-01T18:38:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rechtschreibfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Republikprinzip&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eines der in {{Art.|20|gg|juris}} Abs. 1 und {{Art.|28|gg|juris}} Abs. 1 GG [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetz]] (GG) festgelegten und gemäß Artikel {{Art.|79|gg|juris}} Abs. 3 GG unabänderlichen [[Staatsformmerkmal|Staatsstrukturprinzipien]] der [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]] (siehe [[Ewigkeitsklausel]]) und stellt klar, dass die Bundesrepublik Deutschland eine [[Republik]] ist. Auch für die Bundesländer schreibt das Grundgesetz die republikanische Staatsform fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip ist auch in [[Österreich]] bekannt. Dort bestimmt Artikel 1 des [[Bundes-Verfassungsgesetz]]es: „Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus.“ Das Prinzip gilt als Baugesetz im Sinne der [[Gesamtänderung der Bundesverfassung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung „Republik“ hat ihren Ursprung in der zweiten römischen Verfassung, der [[Römische Republik|Römischen Republik]]. Die [[latein]]ische Wortwurzel &amp;#039;&amp;#039;res publica&amp;#039;&amp;#039; steht für &amp;#039;&amp;#039;öffentliche Angelegenheit&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Gemein- und  Staatswesen&amp;#039;&amp;#039; auch &amp;#039;&amp;#039;Staatsgewalt&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Pfeifer (Etymologe)|Wolfgang Pfeifer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen&amp;#039;&amp;#039;, 3 Bände: Akademie Verlag, 1995, (digital: Bestandteil des [[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|DWDS]], beruhend auf der 2. Auflage der dreibändigen Fassung von 1993), S. 1117 s.&amp;amp;nbsp;v. Republik.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rolf Gröschner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Republik&amp;#039;&amp;#039;. In: Isensee/Kirchhof (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Staatsrechts der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Band II, Verfassungsstaat, 3. Aufl. 2004, § 23 Rn. 16 (bezugnehmend auf den griechischen Begriff: &amp;#039;&amp;#039;politeia&amp;#039;&amp;#039;, der ideengeschichtlich nicht hinweggedacht werden kann).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sich auf philosophisches Gedankengut der Griechen stützend, interpretierte [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]] in [[De re publica]] den Staat als Sache des Volkes: &amp;#039;&amp;#039;Res publica res populi&amp;#039;&amp;#039; – in der Übersetzung im Epanodos: &amp;#039;&amp;#039;öffentliche Sache; Sache des Volkes&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Marcus Tullius Cicero|Cicero]]: &amp;#039;&amp;#039;[[De re publica]]&amp;#039;&amp;#039; I, 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ralph Balzer: &amp;#039;&amp;#039;Republikprinzip und Berufsbeamtentum.&amp;#039;&amp;#039;, Schriften zum Öffentlichen Recht, Band 1120, Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 2008, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mitteleuropa nahm die Staatsform Ende des 18. Jahrhunderts Gestalt über die [[Französische Revolution]] an, entsprechend den Vorstellungen der Staatsdenker [[Jean-Jacques Rousseau|Rousseau]] und [[Charles de Secondat, Baron de Montesquieu|Montesquieu]], um über die zwei kurzweiligen [[Italienische Republik|Staatsgründungen]] in [[Oberitalien]] und die [[Weimarer Republik|Weimarer Zeit]] eine verstetigte Tradition zu repräsentieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralph Balzer: &amp;#039;&amp;#039;Republikprinzip und Berufsbeamtentum.&amp;#039;&amp;#039;, Schriften zum Öffentlichen Recht, Band 1120, Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 2008, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weimarer Reichsverfassung verankerte das Prinzip 1919, festgeschrieben in Artikel 1 der [[Weimarer Reichsverfassung]]. Zum Ausdruck kam die Abkehr von der [[Monarchie]], gleichzeitig auch eine Absage an die [[Räterepublik]] sowjetischen Musters. Die Republik ist insoweit das Gegenmodell zur absoluten oder konstitutionellen Monarchie oder höherer Legitimation im Sinne eines [[Gottesgnadentum]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der Republik führt immer wieder zu Irritationen, da die unterschiedlichsten Staatsgebilde ihn im Namen tragen. Rückschlüsse auf das Staatsgebilde sind kaum möglich, denn dahinter können sich demokratische, kommunistische aber auch fundamental-islamistische Staatsverfassungen verbergen, etwa [[Frankreich]] (Republique Francaise), die [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] oder der [[Iran]] (islamische Republik Iran). Zumeist bedeutet Republik derzeit nur so viel wie Staat&amp;lt;ref&amp;gt;Ralph Balzer: &amp;#039;&amp;#039;Republikprinzip und Berufsbeamtentum.&amp;#039;&amp;#039;, Schriften zum Öffentlichen Recht, Band 1120, Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 2008, S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Gemeinwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition der Republik in der Bundesrepublik ==&lt;br /&gt;
Die Kommentatoren des Grundgesetzes erschöpften sich in der Ausführung der Negation des Begriffs, indem sie feststellten, dass der verfassungsrechtliche Begriff „republikanisch“ eine Absage an die Monarchie und das dynastische Prinzip enthalte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Stern (Rechtswissenschaftler)|Klaus Stern]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Staatsrecht der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039;, Band I, &amp;#039;&amp;#039;Grundbegriffe und Grundlagen des Staatsrechts, Strukturprinzipien der Verfassung&amp;#039;&amp;#039;, 2. Aufl. 1984, S. 581 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Roman Herzog, in Maunz-Dürig, &amp;#039;&amp;#039;Grundgesetz&amp;#039;&amp;#039;, Art. 20, Abschnitt III, Rn. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben wird der Begriff als Bezeichnung für eine freiheitliche und gemeinwohlorientierte Staatsform, die durch die Verankerung der Grundrechte und des Rechtsstaats- und Demokratieprinzips verwirklicht wurde, betrachtet, antimonarchisch, antidespotisch und daraus resultierend auch antitotalitär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahrzehnten wird dem staatsrechtlichen Begriff verhältnismäßig wenig Bedeutung zugemessen, was [[Josef Isensee]] zu der These veranlasste, ihn – trotz seiner zweitausendjährigen Geschichte – als leere, bedeutungslose Worthülse entlarvt zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Isensee: &amp;#039;&amp;#039;Republik – Sinnpotential eines Begriffs&amp;#039;&amp;#039; in [[JuristenZeitung|JZ]] 1981, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Republikprinzip im Grundgesetz ==&lt;br /&gt;
Die Rechtsgrundlagen für das Republikprinzip Deutschlands sind in {{Art.|20|gg|juris}} Abs. 1 und {{Art.|28|gg|juris}} Abs. 1 GG verankert. Der Begriff taucht bereits in der Überschrift des Grundgesetzes auf und war vor der [[Deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] Bestandteil der [[Präambel des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland|Präambel]] des westdeutschen Staates Bundesrepublik Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Köbler]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der europäischen Rechtsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 163, s.&amp;amp;nbsp;v. Freistaat.&amp;lt;/ref&amp;gt; Art. 20 Abs. 1 GG erklärt den Staat mit Rechtswirkung zur [[Republik]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Henke (Rechtswissenschaftler)|Wilhelm Henke]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Republik&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Josef Isensee|Isensee]]/[[Paul Kirchhof|Kirchhof]] (Hrsg.), Handbuch des Staatsrechts der Bundesrepublik Deutschland, Band I, Grundlagen von Staat und Verfassung, 2. Aufl. 1995, § 21, S. 864 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und stellt neben das Republikprinzip&amp;lt;ref&amp;gt;[[Roman Herzog]] in [[Liste von Grundgesetz-Kommentaren#Dürig/Herzog/Scholz (ehem. Maunz/Dürig)|Maunz-Dürig]], &amp;#039;&amp;#039;Grundgesetz&amp;#039;&amp;#039;, Art. 20, Abschnitt III, Rn. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; die verfassungsmäßigen Prinzipien der [[Demokratie]] und des [[Sozialstaatsprinzip|Sozialstaats]]. Alle Prinzipien haben Verfassungsrang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Art. 28 GG beschreibt die Grundprinzipien für die [[Land (Deutschland)|Bundesländer]], die dem Vorbild des Bundesstaates folgen müssen (so genanntes [[Homogenitätsgebot]]). So muss auch jedes einzelne Land republikanisch organisiert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach {{Art.|21|gg|juris}} Abs. 2 Satz 1 GG sind [[Politische Partei|Parteien]] verfassungswidrig, wenn sie den Bestand der Bundes&amp;#039;&amp;#039;republik&amp;#039;&amp;#039; gefährden, denn der im Staatsnamen enthaltene Republikbegriff entfaltet normative Wirkung.&amp;lt;ref&amp;gt;Der [[Parlamentarischer Rat|Parlamentarische Rat]] 1948–1949, Akten und Protokolle, hrsg. vom [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] und vom [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]], Band V/2, 1993, 522.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Ewigkeitsklausel des {{Art.|79|gg|juris}} Absatz 3 GG verbrieft das Grundgesetz nach überwiegender Auffassung in der juristischen Literatur, dass das Republikprinzip eine unabänderliche Konstante sein soll. Es kommt zum Ausdruck, dass die Grundsatzentscheidung der bestehenden Verfassungsordnung unangetastet zu bleiben hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Badura]]: &amp;#039;&amp;#039;Staatsrecht. Systematische Erläuterung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039;, 3. Aufl. 2003, Rn. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das bedeutet nach überwiegender Literaturmeinung auch, dass in freier Willensabstimmung [[de lege lata]] keine andere Staatsform als die Republik geschaffen werden kann, etwa indem die Verfassung im Sinne des {{Art.|146|gg|juris}} GG aufgelöst wird. Die Grundentscheidung des Art. 79 Abs. 3 GG erfasst insoweit Verfassungsgesetze, die nach Art. 146 GG zustande kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Konrad Hesse]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge des Verfassungsrechts der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; 20. Auflage 1994, S. 707.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ralph Balzer: &amp;#039;&amp;#039;Republikprinzip und Berufsbeamtentum&amp;#039;&amp;#039;. Zugleich Dissertation an der Universität Erlangen-Nürnberg 2008, Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 2009, ISBN 978-3-428-12905-8.&lt;br /&gt;
* Karsten Nowrot: &amp;#039;&amp;#039;Das Republikprinzip in der Rechtsordnungengemeinschaft: methodische Annäherungen an die Normalität eines Verfassungsprinzips&amp;#039;&amp;#039;. Zugleich Habilitationsschrift an der Universität Halle-Wittenberg 2012, Mohr Siebeck, Tübingen 2014, ISBN 3-16-153114-0.&lt;br /&gt;
* [[Horst Dreier]]: &amp;#039;&amp;#039;Art. 20 (Republik)&amp;#039;&amp;#039;, in: Horst Dreier (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Grundgesetz-Kommentar&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2, 2. Auflage 2006 S. 11–25.&lt;br /&gt;
* [[Rolf Gröschner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Republik&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Josef Isensee|Isensee]]/[[Paul Kirchhof|Kirchhof]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Staatsrechts der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Band  II, 3. Aufl. 2004, S. 369–428.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsstaat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>178.24.249.195</name></author>
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