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	<title>Republikanischer Club - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Willi Münzenberg: Fritz Teppich hinzugefügt</title>
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		<updated>2025-10-27T13:40:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fritz Teppich hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum ähnlich benannten Verein in Österreich siehe [[Republikanischer Club – Neues Österreich]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Briefbogen Republikanischer Club Berlin.jpg|rechts|400px|Briefbogen Republikanischer Club e.&amp;amp;nbsp;V. Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wielandstraße 27-28 (Berlin-Charlottenburg).JPG|mini|Wielandstraße 27–28 in [[Berlin-Charlottenburg]] (Foto: 2014)]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Republikanische Club&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (RC) war ein [[Politische Linke|linker]] Verein in [[West-Berlin]], der zur [[Außerparlamentarische Opposition|außerparlamentarischen Opposition]] (APO) gerechnet wird. Er wurde am 30. April 1967 in der Berliner Wielandstraße 27 (einer Seitenstraße des [[Kurfürstendamm|Kurfürstendamms]]) gegründet und unterhielt dort seine Club-Räume inklusive eines Cafés.&amp;lt;ref&amp;gt;Berliner Manuskripte, 1. Mai 1967, zitiert nach {{Internetquelle |url=http://www.glasnost.de/hist/apo/rc1.html |titel=Im Januar 1967 haben Dr. Johannes Agnoli, William Borm, Prof. Dr. Ossip K. Flechtheim, Hans Magnus Enzensberger, Prof. Dr. Wilfried Gottschalch, Dr. Ekkehart Krippendoirff, Dr. Klaus Meschkat, Nikolaus Neumann, Wolfgang Neuss, Lothar Pinkall, Manfred Rexin zur Gründung eines politischen Clubs eingeladen |werk=Glasnost Archiv – Dokumentationssystem für Gesellschaftstheorie, Geschichte und Politik |abruf=2023-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Berliner Vorbild wurden ähnliche Vereine auch an vielen anderen Orten der Bundesrepublik gegründet, zum Teil nannten diese sich auch [[Club Voltaire]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Mlynek]], Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Stadtlexikon Hannover]]. Von den Anfängen bis in die Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 611 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und politische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Keimzelle des RC Berlin war die „November-Gesellschaft“, die am 26. November 1966, als sich in Bonn die Bildung einer [[Kabinett Kiesinger|Großen Koalition]] abzeichnete, in Berlin von Angehörigen der „Alte-Keulen-Riege“, einer losen Gruppe ehemaliger [[Sozialistischer Deutscher Studentenbund|SDS]]-Mitglieder, gegründet wurde. Diese fassten zum einen die Gründung einer neuen Partei für den Fall ins Auge, dass sich die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] infolge der Großen Koalition spalten würde. Zum anderen fürchteten sie, der SDS würde sich unter dem Einfluss der antiautoritären Fraktion um die [[Kommune I]] in einen anarchistischen Studentenverband transformieren. Die Mitglieder der „November-Gesellschaft“ gründeten am 30. April 1967 den Republikanischen Club.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Tilman Fichter]], [[Siegward Lönnendonker]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte des SDS&amp;#039;&amp;#039;. Rotbuch–Verlag 1977, ISBN 3-88022-174-X, S. 92, 102, 178.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Siegward Lönnendonker |Titel=November-Gesellschaft versus &amp;quot;Polit-Clowns&amp;quot;. |Hrsg=Siegward Lönnendonker, Bernd Rabehl, Jochen Staadt |Sammelwerk=Die antiautoritäre Revolte. Der Sozialistische Deutsche Studentenbund nach der Trennung von der SPD. |Nummer=Schriften des Otto-Stammer-Zentrums im Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, Band 91. |Auflage=1 |Verlag=Westdeutscher Verlag |Ort=Wiesbaden |Datum=2002 |ISBN=3-531-13301-2 |Seiten=314-319}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Gründungsversammlung am 30. April 1967 in den Clubräumen waren rund 200 formale Mitglieder anwesend. Der Berliner RC hatte im Mai 1968 etwa 800 Mitglieder.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hans Manfred Bock]] |Titel=Geschichte des „linken Radikalismus“ in Deutschland. Ein Versuch |Verlag=Suhrkamp |Ort=Frankfurt/M |Datum=1976 |ISBN=3-518-00645-2 |Seiten=214}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Vorstand wurden gewählt: [[Klaus Meschkat]] als Vorsitzender (SDS), Lothar Pinkall (IG Metall), [[Marianne Regensburger]] (Redakteurin beim Radiosender [[RIAS]] Berlin), [[Wilfried Gottschalch]], [[Ekkehart Krippendorff]], Nikolaus Neumann, [[Knut Nevermann]] (SPD), Rechtsanwalt [[Horst Mahler]], und [[Bernhard Blanke]] (SDS) als Geschäftsführer.&amp;lt;ref&amp;gt;Dokumentation FU Berlin – Freie Universität Berlin 1948–1973 – Hochschule im Umbruch (Teil IV 1964–1967 – Die Krise) Nr. 15/73 Herausgeber: Pressestelle der FU Berlin im Auftrag des Präsidenten der FU Berlin, Juni 1975, S. 159 Gründungsaufruf des RC.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Leitung des Club-Restaurants wurde der ehemalige Spanienkämpfer und Altkommunist [[Fritz Teppich]] engagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildung der „[[Große Koalition|Großen Koalition]]“ (SPD/CDU) erweiterte die APO und die kritische Bewegung an den Universitäten. Es entstand mit den Gründungen der RCs eine breitere gesellschaftliche Basis. „Die Clubs sind informelle Zentren, in denen die Theorien und Strategien, welche die Aktionen leiten, selbst erst entwickelt werden müssen“, schrieb [[Oskar Negt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Oskar Negt]] |Titel=Politik als Protest. Reden und Aufsätze zur antiautoritären Bewegung |Verlag=Agit-Buch-Vertrieb |Ort=Frankfurt/M |Datum=1971 |Seiten=131 |DNB=1003682022}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sollten sich als antibürokratische Organisationsformen der Vermittlung von Theorie und Praxis begreifen. Modelle der [[Rätedemokratie]] und der direkten Demokratie wurden diskutiert und es wurde versucht, sie in den RCs anzuwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Enteignet Springer 1969.jpg|mini|Pflasterstein und Anstecker „Enteignet Springer“, 1969 (Sammlung Kindheit und Jugend der [[Stiftung Stadtmuseum Berlin]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Demo für Deserteure.JPG|mini|hochkant=1.5|Demonstration für Deserteure im Jahr 1969 in Berlin]]&lt;br /&gt;
Bekannt wurde der West-Berliner RC durch Kampagnen, wie z. B. &amp;#039;&amp;#039;Enteignet [[Axel Springer AG|Springer]]&amp;#039;&amp;#039; (Idee: [[Walter Barthel (Journalist)|Walter Barthel]] 1967)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Springer enteignen? / [Hrsg.:] Presse-Arbeitskreis d. Republikan. Clubs e.&amp;amp;nbsp;V., Westberlin.&amp;#039;&amp;#039; Republikanischer Club &amp;lt;Berlin, West&amp;gt; / Presse-Arbeitskreis, 1967.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder für westdeutsche [[Deserteur]]e in West-Berlin (1969). Eine Kampagne bestand aus Publikationstätigkeit, Aktionen (z. B. [[Sit-in]]s oder Demonstrationen), [[Pressearbeit]] und Diskussionen ([[Teach-in]]s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Berliner [[Internationale der Kriegsdienstgegner]] verlegte 1967 ihre Beratung für [[Kriegsdienstverweigerer]] und Deserteure in die Räume des RC.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Wolfram Beyer (Politikwissenschaftler)|Wolfram Beyer]] |Hrsg=Wolfram Beyer |Titel=IDK – Beiträge zur Geschichte |Sammelwerk=Internationale der Kriegsdienstgegner/innen, 1947 – 2017 |Verlag=Verlag Edition AV |Ort=Lich/Hessen |Datum=2017 |ISBN=978-3-86841-187-4 |Seiten=10–24 |Fundstelle=hier S. 12 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die RC-Kampagne hatte zum Inhalt, dass „die Verhaftung von Bundeswehrdeserteuren in West-Berlin auf Grund westdeutscher Haftbefehle“ widerrechtlich sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Tagesspiegel, 4. Juli 1969.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demonstrationen und andere Protestaktionen wurden organisiert, bei denen u.&amp;amp;nbsp;a. auf dem Kurfürstendamm Fensterscheiben&amp;lt;ref&amp;gt;Der Tagesspiegel, 29. Juli 1969.&amp;lt;/ref&amp;gt; eingeworfen oder Brandsätze gegen das [[Rathaus Schöneberg]]&amp;lt;ref&amp;gt;Die Welt vom 31. August 1969.&amp;lt;/ref&amp;gt; geworfen wurden. Eine andere Aktion wurde organisiert „In Leihuniform zum Revier“&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zeit, 11. Juli 1969.&amp;lt;/ref&amp;gt;, es war nämlich verboten, in West-Berlin westdeutsche Militäruniformen zu tragen. Daraus wurde auch abgeleitet, dass Deserteure in West-Berlin frei seien. Der Erfolg war, wie die Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039; im August 1969 meldete, &amp;#039;&amp;#039;Wehrpflichtige können jetzt nicht mehr in Berlin einberufen werden.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Frankfurter Rundschau, 14. August 1969.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Wehrpflicht in Deutschland|Wehrpflichtgesetz]] der Bundesrepublik hatte in West-Berlin bis zur [[Deutsche Wiedervereinigung|deutschen Vereinigung]] keine Rechtsgültigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Horst Mahler]], [[Ulrich K. Preuß]], Deserteurs-Kollektiv: &amp;#039;&amp;#039;Big Lift oder Freiheit für Deserteure – mit einer Ausarbeitung des [[Verband der Kriegsdienstverweigerer|Verbandes der Kriegsdienstverweigerer]] Frankfurt und einer Chronologie der Berliner Ereignisse&amp;#039;&amp;#039;; Edition Voltaire Berlin 1969.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso nutzte die SDS-nahe [[feministisch]]e Frauengruppe [[Aktionsrat zur Befreiung der Frauen]] seit 1968 die Clubräume für ihre häufigen Treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helke Sander]] in: Ute Kätzel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die 68erinnen. Porträt einer rebellischen Frauengeneration.&amp;#039;&amp;#039; [[Ulrike Helmer Verlag]], Königstein/Taunus 2008, ISBN 978-3-89741-274-3. S.&amp;amp;nbsp;166.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese gilt heute als Keimzelle der zweiten Welle der [[Frauenbewegung]] in [[Westdeutschland]] und ihre Forderungen wurden durch den [[Tomatenwurf]] der SDS-[[Aktivismus|Aktivistin]] [[Sigrid Rüger]] auf der Delegiertenkonferenz des SDS im September 1968 und die darauf folgende Berichterstattung durch [[Stern (Zeitschrift)|Stern]] und [[Der Spiegel|Spiegel]] schlagartig innerhalb der Studentenbewegung bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ilse Lenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Neue Frauenbewegung in Deutschland. Abschied vom kleinen Unterschied. Ausgewählte Quellen.&amp;#039;&amp;#039; 2., aktualisierte Auflage. [[VS Verlag für Sozialwissenschaften]], Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-17436-5, S.&amp;amp;nbsp;57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1968 hatte der RC zur Vorbereitung der &amp;#039;&amp;#039;Winterkampagne: 50 Jahre [[Konterrevolution]] sind genug&amp;#039;&amp;#039; acht Arbeitskreise eingerichtet:&amp;lt;ref&amp;gt;Berliner Extra-Dienst 60-II, 27. Juli 1968, S. 3. Zitiert nach {{Internetquelle |url=http://www.trend.infopartisan.net/1968/remember68_17.html |titel=Republikanischer Club: Acht Arbeitskreise konstituiert |werk=[[Trend Onlinezeitung]] – Das virtuelle Geschichtsbuch |abruf=2023-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Die Rolle der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und der Gewerkschaft in der [[Arbeiterbewegung]] in den letzten 50 Jahren&lt;br /&gt;
# Die revolutionäre Situation von 1918/19&lt;br /&gt;
# [[Agitation]] und [[Propaganda]] mit den Gruppen, Berufsausbildung und Demokratisierung der Schule&lt;br /&gt;
# Situation der Angestellten und der technischen Intelligenz – Automation&lt;br /&gt;
# Internationale Erfahrungen der Arbeiterbewegung, eventuell einschließlich der sozialistischen Länder&lt;br /&gt;
# Die Rolle der Industrie und der Industrieverbände&lt;br /&gt;
# Kirche und Revolution&lt;br /&gt;
# Gewerkschaftlicher Arbeitskreis mit den Gruppen zur Aufarbeitung der [[Mitbestimmung]]sdiskussion von 1918 bis 1968; Situation der Betriebsräte in der Gesellschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Debatten und Diskussionen der [[68er-Bewegung]] hatte der Republikanische Club in West-Berlin eine wichtige Bedeutung, wie z. B. im November 1968 bei der [[Schlacht am Tegeler Weg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Extra-Dienst v. 11. und 14. Dezember 1968, zitiert nach {{Internetquelle |url=http://www.infopartisan.net/archive/1967/266799.html |titel=Republikanischer Club über Demonstration und Gewalt |werk=[[infopartisan.net]] |abruf=2023-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Vorbild des RC in West-Berlin gründeten sich ähnliche Vereine auch an anderen Orten der Bundesrepublik. Der &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Extra-Dienst]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Berliner Extra-Dienst 80-II, 5. Oktober 1968, S. 8. Zitiert nach {{Internetquelle |url=http://www.trend.infopartisan.net/1968/remember68_22.html |titel=Republikanische Clubs: 42 Adressen bekannt |werk=[[Trend Onlinezeitung]] |abruf=2023-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; meldete im Jahr 1968 42 Adressen mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Republikanischer Club&amp;#039;&amp;#039;, einige trugen statt &amp;#039;&amp;#039;Republikanisch&amp;#039;&amp;#039; den Namen &amp;#039;&amp;#039;Voltaire&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1970 gab es – mit dem Übergang der Studentenbewegung in die „[[K-Gruppe]]n-Bewegung“ eine Art Selbstauflösung des Republikanischen Clubs und quasi als Folgeeinrichtung das „Sozialistische Zentrum“ in der Stephanstraße in [[Berlin-Moabit]]. Mit diesem neuen Zentrum, in dem einige der studentischen ‚Roten Zellen‘, das BUG-Info (Berliner Undogmatischer Gruppen)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://katalog.bibliothekderfreien.de/dadap/P0000824.html |titel=Info BUG |werk=[[Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus]] (DadA) |datum=2020-07-28 |abruf=2023-02-17 |kommentar=DadA-Periodika, Dok.-Nr.: P2-P0000824.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Internationale der Kriegsdienstgegner/innen|IDK]] (u.&amp;amp;nbsp;a.) aktiv waren, gab es den RC de facto nicht mehr. Der Verein RC (e.&amp;amp;nbsp;V.) existierte weiter – ohne Aktivität&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Barbara Görres Agnoli |Titel=Die Transformation des Johannes Agnoli Selbstauskünfte – ein Interview (1990) |Sammelwerk=Johannes Agnoli, eine biografische Skizze |Verlag=Konkret-Literatur-Verlag |Ort=Hamburg |Datum=2004 |ISBN=3-89458-233-2 |Seiten=86}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist nicht zu verwechseln mit dem seit 1986 in Wien existierenden [[Republikanischer Club – Neues Österreich|Republikanischen Club – Neues Österreich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhältnis zur DDR ==&lt;br /&gt;
Aufgrund der Tätigkeit mehrerer [[inoffizieller Mitarbeiter]] (IM) des [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministeriums für Staatssicherheit]] in der Gründungsphase des RC vertrat unter anderem [[Hubertus Knabe]] in seinem Buch „Die Unterwanderte Republik“ die These, der RC als ganzes sei von der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] beeinflusst oder gar gesteuert worden. Faktisch war das Verhältnis des RC zur DDR jedoch eher ablehnend, insbesondere verweigerte man sich einer Annäherung an die [[Sozialistische Einheitspartei Westberlins|SEW]], den West-Berliner Ableger der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]. Sie und die DDR galten als Hindernis für den angestrebten Neubeginn einer linken Bewegung. Neuere Forschungen aufgrund von Akten sowohl aus dem [[Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen|BStU]] als auch aus Nachlässen prominenter Mitglieder bestätigen, dass die Staatssicherheit in West-Berlin und auch im RC aktiv war. Sie zielte entgegen gängiger Annahmen jedoch gerade nicht auf eine Radikalisierung, sondern auf eine Mäßigung der Außerparlamentarischen Opposition, um diese in Form einer Parteigründung unter Einfluss der SEW kontrollieren zu können. Diese Strategie scheiterte jedoch, die Beeinflussungsversuche blieben ohne Ergebnis. Die Politisierung der Studierendenbewegung und die Entstehung der APO ist somit eine Entwicklung, die nicht von außen nach West-Berlin hineingetragen wurde, sondern auf innerer Unzufriedenheit beruhte.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Michael Hewener: &amp;#039;&amp;#039;Die Westberliner Neue Linke und die Stasi - Der Kampf um den &amp;quot;Republikanischen Club&amp;quot;.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Arbeit – Bewegung – Geschichte]], Heft I/2017, S. 22–441.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
Aus der Arbeit des Republikanischen Clubs wurden mehrere Publikationen herausgegeben:&lt;br /&gt;
* Peter Brockmeier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kapitalismus und Pressefreiheit: Am Beispiel Springer.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. im Auftrag des Republikanischen Clubs, Berlin. Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M.: Europäische Verlagsanstalt 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Scheitern die Gewerkschaften im Betrieb? Arbeitsmaterialien zur innerbetrieblichen Aktion.&amp;#039;&amp;#039; Republikanischer Club, Gewerkschaftlicher Arbeitskreis, Berlin 1968, {{DNB|57598628X}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der 9. November 1918: Materialien zur Ausgangslage der [[Novemberrevolution]].&amp;#039;&amp;#039; Republikanischer Club, Arbeitskreis „Die revolutionäre Situation v. 1918/19“, Berlin 1968, {{DNB|575272430}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Berlin, Wirtschaft und Politik, im Kern gesund? Vorgelegt vom Berlin-Arbeitskreis im Republikanischen Club, Westberlin.&amp;#039;&amp;#039; Republikanischer Club &amp;lt;Berlin, West&amp;gt; / Berlin-Arbeitskreis, 1968, {{DNB|456080864}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Springer enteignen?&amp;#039;&amp;#039; [Hrsg.:] Presse-Arbeitskreis des Republikanischen Clubs e.&amp;amp;nbsp;V., Westberlin. Republikanischer Club &amp;lt;Berlin, West&amp;gt; / Presse-Arbeitskreis, 1967, {{DNB|458198048}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Barbara Görres Agnoli&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Transformation des Johannes Agnoli Selbstauskünfte – ein Interview (1990)&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Johannes Agnoli, eine biografische Skizze&lt;br /&gt;
   |Verlag=Konkret-Literatur-Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Hamburg&lt;br /&gt;
   |Datum=2004&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-89458-233-2&lt;br /&gt;
   |Seiten=79–104}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Michael Hewener&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Westberliner Neue Linke und die Stasi – Der Kampf um den „Republikanischen Club“&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=[[Arbeit – Bewegung – Geschichte]]&lt;br /&gt;
   |Nummer=Heft I&lt;br /&gt;
   |Datum=2017&lt;br /&gt;
   |Seiten=22–44}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Oskar Negt]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Politik als Protest. Reden und Aufsätze zur antiautoritären Bewegung&lt;br /&gt;
   |Verlag=Agit-Buch-Vertrieb&lt;br /&gt;
   |Ort=Frankfurt/M&lt;br /&gt;
   |Datum=1971&lt;br /&gt;
   |DNB=1003682022}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Hans Manfred Bock]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Geschichte des „linken Radikalismus“ in Deutschland. Ein Versuch&lt;br /&gt;
   |Verlag=Suhrkamp&lt;br /&gt;
   |Ort=Frankfurt/M&lt;br /&gt;
   |Datum=1976&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-518-00645-2}}&lt;br /&gt;
* Dokumente vom RC online, wiedergegeben in {{Internetquelle |url=https://www.mao-projekt.de/BRD/ORG/RC/RC_Linkliste.shtml |titel=Republikanischer Club / Club Voltaire (Linkliste) |werk=[[infopartisan.net]] |datum=2019-11-27 |abruf=2023-02-17}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.glasnost.de/hist/apo/rc1.html Gründungsaufruf des RC]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.infopartisan.net/archive/1967/266759.html |titel=Nachrichten aus der Provinz – Die Gründung des Republikanischen Clubs in Nürnberg, Frühjahr 1968 |werk=[[infopartisan.net]] |abruf=2023-02-17 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.infopartisan.net/archive/1967/2667134.html |titel=Der Club der Linken |werk=[[infopartisan.net]] |abruf=2023-02-17 |abruf-verborgen=1 |kommentar=Wiedergabe eines Berichts über den RC Westberlin in Blickpunkt Nr. 165, 12/1967, S. 20 ff.}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.infopartisan.net/archive/1967/266799.html |titel=Republikanischer Club über Demonstration und Gewalt |werk=[[infopartisan.net]] |abruf=2023-02-17 |abruf-verborgen=1 |kommentar=Wiedergabe eines Berichts im Extra-Dienst v. 11. und 14. Dezember 1968}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=2018895-X|VIAF=124969931}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Verein (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaftsclub]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige politische Organisation (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:68er-Bewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vereinsgründung 1967]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berliner Verein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (West-Berlin)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Willi Münzenberg</name></author>
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