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	<title>Republik Nowgorod - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Republik_Nowgorod&amp;diff=830573&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Amga: /* Außenbeziehungen */ 13. Jh. OK, aber nicht &quot;spätes&quot;, und sie &quot;versuchten&quot; es nicht nur... siehe isbd. Livland</title>
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		<updated>2026-02-14T13:05:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Außenbeziehungen: &lt;/span&gt; 13. Jh. OK, aber nicht &amp;quot;spätes&amp;quot;, und sie &amp;quot;versuchten&amp;quot; es nicht nur... siehe isbd. Livland&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Staat&lt;br /&gt;
|NAME-DEUTSCH       = Nowgoroder Republik&lt;br /&gt;
|NAME-AMTSSPRACHE   = Новгородская Республика&lt;br /&gt;
|TRANSKRIPTION      = Nowgorodskaja Respublika&lt;br /&gt;
|ZEITRAUM           = 1136–1478&lt;br /&gt;
|BILD-FLAGGE        = Banner of the Novgorod Republic (c. 1385).svg&lt;br /&gt;
|ARTIKEL-FLAGGE     = Flagge der Republik Nowgorod&lt;br /&gt;
|FLAGGE-OPT         = Flagge (ca. 1385)&lt;br /&gt;
|BILD-WAPPEN        = Coat of arms of the Novgorod Republic (c. 1385).svg&lt;br /&gt;
|ARTIKEL-WAPPEN     = Wappen der Republik Nowgorod&lt;br /&gt;
|WAPPEN-OPT         = Wappen (ca. 1385)&lt;br /&gt;
|WAHLSPRUCH         =&lt;br /&gt;
|AMTSSPRACHE        = [[Altnowgoroder Dialekt]], [[Altkirchenslawische Sprache]]&lt;br /&gt;
|HAUPTSTADT         = [[Nowgorod]]&lt;br /&gt;
|STAATS- UND REGIERUNGSFORM = [[Republik]]&lt;br /&gt;
|REGIERUNGSCHEF     = [[Liste der Statthalter von Nowgorod|Possadnik]]&lt;br /&gt;
|FLÄCHE             =&lt;br /&gt;
|EINWOHNER          =&lt;br /&gt;
|BEV-DICHTE         =&lt;br /&gt;
|GRÜNDUNG           = &lt;br /&gt;
|UNABHÄNGIGKEIT     = 1136&lt;br /&gt;
|AUFLÖSUNG          = 1478&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER          = &lt;br /&gt;
|NACHFOLGER         = &lt;br /&gt;
|BILD-LAGE          = Novgorod1400.png&lt;br /&gt;
|BILD-LAGE-BESCHREIBUNG = Nowgoroder Republik um 1400&lt;br /&gt;
|BILD1              = Rus de Kiev es 1237.svg&lt;br /&gt;
|BILD1-BESCHREIBUNG = Rus-Fürstentümer um 1237. Die Republik Nowgorod (grün) umfasste die Gebiete im Norden&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Nowogród.svg|rechts|mini|Siegel]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nowgoroder Republik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Новгородская республика}}, deutsch veraltet &amp;#039;&amp;#039;Republik Navgard/Naugard&amp;#039;&amp;#039;) war ein einflussreicher [[Russen|russischer]] Staat des [[Mittelalter]]s mit Zentrum in Nowgorod (heute [[Weliki Nowgorod]]). Sie existierte zwischen dem 12. und dem 15. Jahrhundert und erstreckte sich von der [[Ostsee]] bis zum [[Ural]]gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anfänge und Grundlagen der Unabhängigkeit ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Saint Sophia Cathedral in Novgorod.jpg|mini|links|Die Sophienkathedrale von Nowgorod]]&lt;br /&gt;
Das Nowgoroder Russland bzw. die Nowgoroder Rus entwickelte sich aus dem Siedlungsgebiet der dort lebenden Slawen ([[Ilmenslawen]] und [[Kriwitschen]]) und [[Finno-ugrische Völker|finnischen]] Stämme sowie der handelnden und der dort lebenden Skandinavier.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Brückner, Wilhelm Streitberg |Titel=Slavisch-Litauisch, Albanisch |Verlag=Karl J. Trübner |Ort=Strassburg |Datum=1917 |ISBN=3111446808 |Seiten=42}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nowgorod, das sie „Holmgard“ nannten,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Richard Pipes]]: &amp;#039;&amp;#039;Rußland vor der Revolution. Staat und Gesellschaft im Zarenreich.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 1977, ISBN 3-406-06720-4, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; war neben Kiew eines der beiden wichtigsten Zentren der frühen [[Rus]]. In Nowgorod begann die Herrschaft [[Rjurik|Ruriks]], dessen [[Rurikiden|Nachfolger]] aus der neuen Hauptstadt Kiew regierten. Immer wieder war es die Streitmacht Nowgorods, die den Anwärtern auf den Fürstenthron in Kiew zur Macht verhalf, so z. B. bei [[Oleg (Kiewer Rus)|Oleg dem Propheten]], [[Wladimir I.|Wladimir dem Großen]] und [[Jaroslaw der Weise|Jaroslaw dem Weisen]]. Die ersten Bestrebungen Nowgorods, sich von der [[Kiewer Rus]] abzuspalten, zeigten sich bereits im 11. Jahrhundert. Träger dieser Bestrebungen waren die Nowgoroder [[Bojaren]], unterstützt von der städtischen Bevölkerung, die Abgaben an Kiew bezahlen und Soldaten für dessen Feldzüge stellen musste. Seit dem frühen 12. Jahrhundert wählten die Nowgoroder wechselnde [[Fürst]]en zu Regenten, ohne die Großfürsten von Kiew zu konsultieren. Im Jahr 1136 erreichten die Bojaren und führenden Kaufleute die politische Unabhängigkeit Nowgorods. Städte wie [[Staraja Russa]], [[Staraja Ladoga]], [[Torschok]] und [[Oreschek]], in denen mächtige Statthalter, [[Posadnik]]s, herrschten, wurden zu [[Vasall]]en und hatten den Status von Nowgoroder Vorstädten. Auch [[Pskow]] war zunächst Teil der Nowgoroder Republik, begann sich aber Mitte des 13. Jahrhunderts aus der politischen Abhängigkeit zu lösen. Formell wurde die Unabhängigkeit der [[Republik Pskow]] jedoch erst 1348 im [[Vertrag von Bolotowo]] anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum 15. Jahrhundert expandierte Groß-Nowgorod nach Osten und Nordosten. Die Nowgoroder erforschten Gebiete um den [[Onegasee]], entlang der [[Nördliche Dwina|Nördlichen Dwina]] und der Küste des [[Weißes Meer|Weißen Meeres]] (siehe [[Pomoren]]). Im frühen 14. Jahrhundert erforschten sie das [[Nordpolarmeer]], die [[Barentssee]], die [[Karasee]] und den westsibirischen Strom [[Ob]]. Die [[Finno-ugrische Völker|ugrischen]] Stämme, die den nördlichen Ural bewohnten, mussten [[Tribut]]zahlungen leisten (siehe [[Jugorien]]). Die Gebiete nördlich der Stadt waren reich an [[Pelz]]tieren, Meeresfauna, [[Steinsalz|Salz]] und anderen Ressourcen. Diese waren von großer ökonomischer Bedeutung, da sie die Grundlage für den Handel der Nowgoroder Republik bildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Organisation ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Velikiy_Novgorod_Detinets_08.jpg|mini|links|Die Mauern des [[Nowgoroder Kreml]]]]&lt;br /&gt;
Das [[Wetsche]], eine auf altslawische Tradition zurückgehende Volksversammlung, war die höchste politische Autorität in der Republik während der Epoche der Zugehörigkeit zur Kiewer Rus. 40 Bojarenfamilien hatten im Wetsche das Sagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richard Pipes 45&amp;quot;&amp;gt;Richard Pipes: &amp;#039;&amp;#039;Rußland vor der Revolution. Staat und Gesellschaft im Zarenreich.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 1977, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Regierungsorgan hatte die Kompetenz, Possadniks, Militärführer und ab 1156 sogar [[Erzbischof|Erzbischöfe]] zu wählen. Diese entstammten meistens dem Bojarenstand. Der Erzbischof war das Oberhaupt der Exekutivgewalt der Regierung und der reichste Feudalherr Nowgorods, der die meisten Ländereien und Einkommensquellen besaß, die ihm vom [[Fürstentum Kiew|Kiewer Fürsten]] übertragen wurden. Der Erzbischof verwaltete die republikanische Staatskasse, leitete die Außenbeziehungen und hatte das Recht, Strafurteile zu fällen. Auch gewöhnliche Kaufleute und Handwerker nahmen am politischen Leben der Nowgoroder Republik teil. Sie bildeten ihre eigenen Verbände, die als Vorläufer politischer [[Politische Partei|Parteien]] betrachtet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 12. Jahrhundert begannen die Verbandsführer ihre Rechte, die wichtigsten republikanischen Dokumente zu ratifizieren, auszuüben. Herrscher wurden vom Wetsche aus anderen Fürstentümern eingeladen, mit denen ein Vertrag namens Rjad unterzeichnet wurde. Dieser Vertrag schützte die Interessen der Nowgoroder Bojaren. Die politischen Spielräume eines Fürsten, den die Nowgoroder Republik sich verpflichtete, waren begrenzt. Wenn ein Fürst seinen Verpflichtungen nicht nachkam, vertrieben ihn die Bojaren aus der Stadt. So kam es, dass Nowgorod in 102 Jahren 38 Fürsten hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richard Pipes 45&amp;quot; /&amp;gt; Der Fürst wurde in erster Linie als militärischer Führer angesehen, konnte jedoch gegen niemanden Strafverfolgung ausüben. Das Leben in der Stadt wurde von gewählten Possadniks verwaltet, der auch als Vermittler zwischen der Stadtbevölkerung und dem Nowgoroder Fürsten fungierte. Die Residenz des Fürsten wurde aus dem [[Nowgoroder Kreml]] (genannt &amp;#039;&amp;#039;Detinez&amp;#039;&amp;#039;) in eine Vorstadt namens Gorodistsche verlegt. Angefangen mit [[Alexander Newski]] wurden die Nowgoroder Fürsten aus den Reihen der Fürsten von [[Wladimir-Susdal]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Haupthandelsroute Hanse.png|mini|links|Nowgorod im Hanse-System]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Novgorod torg.JPG|mini|links|Handelsplatz in Nowgorod. Eine Zeichnung von [[Apollinari Michailowitsch Wasnezow|Apollinari Wasnezow]]]]&lt;br /&gt;
Die Wirtschaft der Nowgoroder Republik basierte auf Landwirtschaft und Tierzucht (unter anderem Pferdezucht), Jagd, Bienenhaltung und Fischerei. An der Küste des [[Finnischer Meerbusen|Finnischen Meerbusens]] wurde Eisen gefördert. Städte wie [[Staraja Russa]] und andere Orte waren für ihre Salzgewinnung bekannt. Eine große Rolle, auch bei der Ausbreitung der Nowgoroder Siedler bis in den Ural, spielte aber vor allem die Pelzjagd. [[Alexander Abakumowitsch]] stieß mit einer Nowgoroder Truppe 1363 bis an den [[Ob]] vor, wo dann die ersten russischen Siedlungen jenseits des Urals entstanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bio1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Александр Аввакумович |Sammelwerk=[[Russisches biographisches Wörterbuch]] |Band=1 |Datum=1896 |Seiten=131}}, [[s:ru:РБС/ВТ/Александр Аввакумович|Wikisource]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nowgorod verfügte seit der Mitte des 13. Jahrhunderts über ein [[Hanse]]kontor, den [[Peterhof (Nowgorod)|Peterhof]], und exportierte Güter wie Pelze, Bienenwachs und Honig in den ganzen Ostseeraum. Eine strategische Bedeutung hatte daher Nowgorods kleiner Streifen der Ostseeküste, den viele andere Staaten, vor allem Schweden, zu erobern suchten, um den Handel Nowgorods zu kontrollieren. Bis ins 15. Jahrhundert blieb Nowgorod ein wichtiger Stützpunkt der Hanse.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Pipes: &amp;#039;&amp;#039;Rußland vor der Revolution. Staat und Gesellschaft im Zarenreich.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 1977, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Birch bark N109.jpg|mini|Beispiel einer Nowgoroder Birkenrindeurkunde (Nr. 109)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Архангел Гавриил (Ангел Златые Власы)2.jpg|mini|Der Engel mit dem goldenen Haar. Nowgoroder Ikone, zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
Die Nowgoroder Republik gehörte zu den führenden Kulturstaaten Europas. Während in Westeuropa noch viele Monarchen Analphabeten waren, war die Bevölkerung Nowgorods durch die vergleichsweise sehr hohe [[Alphabetisierung (Lesefähigkeit)|Alphabetisierung]] bekannt. Die Bürger Nowgorods kommunizierten u.&amp;amp;nbsp;a. mithilfe von [[Birkenrindenurkunde]]n (russisch &amp;#039;&amp;#039;Берестяные грамоты&amp;#039;&amp;#039;), die heute oft bei archäologischen Ausgrabungen gefunden werden. Es handelt sich dabei meistens um private Briefe, Mitteilungen oder Rechnungen, die Einblicke in das Alltagsleben unterschiedlicher Bevölkerungsschichten bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nowgoroder waren für ihren eigenständigen Stil in der Architektur und [[Ikone]]nmalerei bekannt. Vorherrschende Religion war das [[Orthodoxe Kirche|orthodoxe Christentum]]. Die Sprache, die die Nowgoroder sprachen, wies Unterschiede zum Russischen im zentralrussischen Fürstentum Wladimir-Susdal auf und wird heute als [[Altnowgoroder Dialekt]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Außenbeziehungen ==&lt;br /&gt;
Traditionelle Feinde der Republik waren [[Schweden]] und der [[Deutscher Orden|Deutsche Orden]], die teils aus religiösen, teils aus wirtschaftlichen Motiven nach Osten drängten. Eine Reihe von Schwedisch-Nowgorodischen Kriegen wurde um Einflussgebiete in [[Finnland]] sowie um den für den Handel wichtigen Zugang Nowgorods zur [[Ostsee]] ausgetragen. Die Ritter des [[Deutscher Orden|Deutschen Ordens]] konnten im 13. Jahrhundert große Teile der baltischen Region unter ihre Kontrolle bringen. Insgesamt zog Nowgorod 26 Mal gegen Schweden und 11 Mal gegen den livländischen [[Schwertbrüderorden]] in den Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Ausnutzung der [[Mongolische Invasion der Rus|mongolischen Invasion in Russland]] versuchten die deutschen Ritter zusammen mit den Dänen und den Schweden vor allem in den Jahren 1240–1242 ihre militärischen Operationen auf das Gebiet Nowgorods zu verlagern. Ihre Feldzüge scheiterten jedoch in der [[Schlacht an der Newa]] und in der [[Schlacht auf dem Peipussee]]. Ein weiterer wichtiger Sieg für die Nowgoroder wurde in der [[Schlacht bei Wesenberg (1268)|Schlacht bei Wesenberg]] erzielt. Am 12. August 1323 wurde der [[Vertrag von Nöteborg]] zwischen Schweden und Nowgorod unterzeichnet, der zum ersten Mal den Grenzverlauf zwischen dem russischen und dem schwedischen Teil Finnlands regelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner Lage im äußersten Nordwesten Russlands entging Nowgorod den Schrecken der mongolischen Invasion, obgleich auch Nowgorod dem [[Khan]] der [[Goldene Horde|Goldenen Horde]] Tributleistungen entrichten musste, um die Unabhängigkeit zu bewahren.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Pipes: &amp;#039;&amp;#039;Rußland vor der Revolution. Staat und Gesellschaft im Zarenreich&amp;#039;&amp;#039;. C.H. Beck, München 1977, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 14. Jahrhundert reichten die Feldzüge der Nowgoroder Flussflotte (&amp;#039;&amp;#039;Uschkuiniki&amp;#039;&amp;#039;) bis nach [[Kasan]] und [[Astrachan]] und trugen zum Niedergang der Goldenen Horde bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niedergang der Republik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:The_Fall_of_Novgorod_by_Klaudii_Vasilievich_Lebedev%2C_1891%2C_oil_on_canvas_-_Chazen_Museum_of_Art_-_DSC02351.JPG|links|mini|Der Fall Nowgorods. [[Marfa Borezkaja]]. Gemälde von [[Klawdi Wassiljewitsch Lebedew|Klawdi Lebedew]], ca. 1891]]&lt;br /&gt;
Die Fürstentümer [[Großfürstentum Twer|Twer]], [[Großfürstentum Moskau|Moskau]] und [[Großfürstentum Litauen|Litauen]] versuchten ab dem 14. Jahrhundert, ihren Einfluss auf Nowgorod zu vergrößern. Formal, aber nicht faktisch unterstand Nowgorod den Großfürsten von [[Fürstentum Wladimir-Susdal|Wladimir]]. Dieser Titel war zwischen den [[Rurikiden]]-Linien von Twer und Moskau umkämpft. Nach der Erlangung des Titels entsandte [[Michail Jaroslawitsch]] von Twer seine Gouverneure nach Nowgorod ohne vorherige Absprachen mit den Bürgern. Dieses Ereignis bewog Nowgorod zu engeren Beziehungen mit Moskau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Moskau als Sieger aus der scharfen Rivalität mit Twer hervorgegangen war und auch in der Folge der [[Schlacht von Kulikowo]] die führende politische Rolle in der nordöstlichen Rus eingenommen hatte, verfolgten seine Großfürsten mehr denn je die Politik der &amp;#039;&amp;#039;[[Sammlung der russischen Erde]]&amp;#039;&amp;#039;, um die feudale Spaltung des Landes zu beseitigen. Ein einflussreicher Teil der Nowgoroder Bojaren wünschte jedoch statt einer Vereinigung mit anderen russischen Gebieten die Erhaltung der Republik. Dies verursachte Spannungen mit Moskau und führte 1397 zu einem bewaffneten Konflikt, in dessen Zuge Moskau die Gebiete der Republik entlang der Nördlichen Dwina annektierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dem Druck Moskaus zu widerstehen, suchte Nowgorod eine Allianz mit Litauen. Eine prolitauische Partei, angeführt von der Statthalterin [[Marfa Borezkaja]], beeinflusste das Wetsche zu prolitauischen Schritten. Borezkaja lud den litauischen Fürstensohn nach Nowgorod ein, um sie zu heiraten und der Herrscher über Nowgorod zu werden. Sie schloss auch eine Allianz mit dem polnisch-litauischen Monarchen [[Kasimir IV. Jagiełło|Kasimir IV]]. Allerdings sah sich die Oberschicht Nowgorods dadurch mit massenhaften Unruhen der Bevölkerung konfrontiert, da diese die Ausbreitung des Katholizismus befürchtete, den sie strikt ablehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Moskauer Großfürst [[Iwan III. (Russland)|Iwan III. der Große]], nominell ohnehin Lehnsherr Nowgorods, erklärte die prolitauischen Nowgoroder Bojaren zu Verrätern Russlands und der Orthodoxie und unternahm seinen ersten Feldzug gegen die Republik. In der [[Schlacht an der Schelon]] im Jahr 1471 konnte das 10.000 Mann starke Moskauer Berufsheer ca. 35.000 Nowgoroder besiegen, wobei große Teile der aufgestellten Nowgoroder Landwehr nicht für die Bojaren kämpfen wollten. Die Schlacht legte die Grundlage für die konsequente Beseitigung der Nowgoroder Unabhängigkeit. 1478 entsandte Großfürst Iwan III. eine Armee zur Belagerung Nowgorods und annektierte schließlich die ganze Republik zugunsten eines zentralisierten russischen Staates. Die [[Wetsche-Glocke]] wurde symbolisch weggebracht, das widerspenstige Nowgoroder [[Patrizier|Patriziat]] wurde zur Umsiedlung nach Moskau gezwungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Possadniks von Nowgorod]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Novgorod Republic|Republik Nowgorod}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Порфиридов Н. Г. Древний Новгород. Очерки из истории русской культуры XI—XV вв.. — М.-Л.: Изд-во АН СССР, 1947. — Русский город (Архитектурно-краеведческая библиотека)&lt;br /&gt;
* Янин В. Л. Средневековый Новгород. — М.: Наука, 2004. — ISBN 5-02-009842-6.&lt;br /&gt;
* Фроянов И. Я. Древняя Русь IX-XIII веков. Народные движения. Княжеская и вечевая власть. — М.: Русский издательский центр, 2012. — ISBN 978-5-4249-0005-1.&lt;br /&gt;
* Тулупов В. Г. Русь Новгородская. — М.: Эскмо, 2009. — ISBN 978-5-699-36392-6.&lt;br /&gt;
* Selart Anti. Livonia, Rus’ and the Baltic Crusades in the Thirteenth Century. — Leiden: Brill, 2015. — P. 400. — ISBN 978-9-00-428474-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Republik Nowgorod| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fürstentum der Rus|Nowgorod]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hanse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsgründung in den 1130er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1478|Nowgorod]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Amga</name></author>
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