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	<title>Reptilien - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Reptilien&amp;diff=497621&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Haplochromis: Änderung 266176702 von ~2026-23164-41 rückgängig gemacht;</title>
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		<updated>2026-04-15T06:07:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/266176702&quot; title=&quot;Spezial:Diff/266176702&quot;&gt;266176702&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-23164-41&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-23164-41&quot;&gt;~2026-23164-41&lt;/a&gt; rückgängig gemacht;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Status     = paraphyletisch&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Reptilien&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Reptilia&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Klasse&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Josephus Nicolaus Laurenti|Laurenti]], 1768&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Landwirbeltiere&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Tetrapoda&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Reihe&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Kiefermäuler&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Gnathostomata&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Überklasse&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Wirbeltiere&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Vertebrata&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterstamm&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Chordatiere&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Chordata&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Stamm&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Neumünder&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Deuterostomia&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Überstamm&lt;br /&gt;
| Bild             = Extant reptilia.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Vertreter von vier [[rezent]]en Reptiliengroßgruppen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oben links: [[Grüne Meeresschildkröte]] (&amp;#039;&amp;#039;Chelonia mydas&amp;#039;&amp;#039;), eine der wenigen vollmarinen rezenten Reptilienarten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oben rechts: [[Brückenechse]] (&amp;#039;&amp;#039;Sphenodon punctatus&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unten links: [[Sinai-Agame]] (&amp;#039;&amp;#039;Pseudotrapelus sinaitus&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unten rechts: [[Nilkrokodil]] (&amp;#039;&amp;#039;Crocodylus niloticus&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reptilien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kriechtiere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Taxon: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reptilia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, [[Latein|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|reptilis}}&amp;#039;&amp;#039; „kriechend“) sind eine unterschiedlich definierte Gruppe von [[Landwirbeltiere]]n, die – je nach [[Systematik (Biologie)|Systematik]] ([[Klasse (Biologie)|Klasse]] oder [[Klade]]) – verschiedene Gruppen der [[Amnioten]] umfasst,&amp;lt;ref name=&amp;quot;modesto04&amp;quot;/&amp;gt; darunter als lebende Vertreter [[Schildkröten]], [[Echsen]], [[Schlangen]], [[Krokodile]] und die [[Brückenechse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach traditioneller Auffassung sind die Reptilien (Reptilia) eine [[Klasse (Biologie)|Klasse]] der [[Wirbeltiere]] am Übergang von den „niederen“ ([[Anamnia]]) zu den „höheren“ Wirbeltieren ([[Säugetiere]] und [[Vögel]]). Nach moderner Auffassung sind sie als solche jedoch keine natürliche Gruppe, sondern ein [[Kladistik#Verwandtschaftsverhältnisse|paraphyletisches Taxon]], weil sie nicht alle [[Nachkommen]] ihres [[Most recent common ancestor|letzten gemeinsamen Vorfahren]] enthalten, besonders nicht die Vögel und Säugetiere. Das klassische Taxon &amp;#039;&amp;#039;Reptilia&amp;#039;&amp;#039; gilt daher als veraltet und wird in der zoologischen und paläontologischen Systematik kaum noch verwendet. Der Taxonname dient heute meist als informelle Sammelbezeichnung für Landwirbeltiere mit ähnlicher [[Morphologie (Biologie)|Morphologie]] und [[Physiologie]] (siehe [[#Merkmale|Merkmale]]). In diesem Sinne werden aktuell 12.568&amp;lt;ref&amp;gt;Stand: März 2026. Quelle: [http://www.reptile-database.org/db-info/news.html &amp;#039;&amp;#039;The Reptile Database.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Rezent#Biologie|rezente]] Reptilienarten unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Traditional Reptilia.png|miniatur|hochkant=1.75|links|Umfang der Reptilien im traditionellen Verständnis (grüne Fläche), dargestellt in einem [[Kladogramm]]. Man beachte, dass die Vögel (Aves) ausgeklammert sind, hingegen aber zumindest in der traditionellen paläontologischen Systematik auch die ausgestorbenen frühen Vertreter der Linie, der die Säugetiere angehören (Synapsida), als Reptilien gelten.]]&lt;br /&gt;
{{Absatz|links}}&lt;br /&gt;
Aus [[Kladistik|kladistischer]] Sicht, die heute wissenschaftlicher Standard ist, müssten die Reptilien als [[Kladistik#Verwandtschaftsverhältnisse|monophyletisches Taxon]], also als natürliche (vollständige) Abstammungsgruppe (&amp;#039;&amp;#039;Reptilia&amp;#039;&amp;#039; als Klade), mindestens auch die Vögel enthalten, unter Berücksichtigung bestimmter ausgestorbener Formen („säugetierähnliche Reptilien“ wie [[Dinocephalia]]) auch die Säugetiere. Um diese Verhältnisse abzubilden, wird das bereits 1866 eingeführte und heute als Klade definierte&amp;lt;ref&amp;gt;Michael S. Y. Lee, Patrick S. Spencer: &amp;#039;&amp;#039;Crown-clades, key characters and taxonomic stability: When is an amniote not an amniote?&amp;#039;&amp;#039; In: Stuart S. Sumida, Karen L. M. Martin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Amniote Origins – Completing the Transition to Land.&amp;#039;&amp;#039; Academic Press, 1997, ISBN 978-0-12-676460-4, S.&amp;amp;nbsp;61–84.&amp;lt;/ref&amp;gt; Taxon [[Amniota]] genutzt, das alle rezenten Reptilien einschließlich der Säuger und Vögel sowie alle mittlerweile ausgestorbenen Nachfahren ihres letzten gemeinsamen Vorfahren einschließt. Die 1864 eingeführten und heute ebenfalls als Klade definierten [[Sauropsida]] umfassen alle rezenten Reptilien einschließlich der Vögel sowie alle ausgestorbenen Formen, die näher mit den heutigen Reptilien und Vögeln verwandt sind als mit den Säugetieren. Tatsächlich sind alle rezenten Reptilien näher mit den Vögeln verwandt als mit den Säugetieren, d.&amp;amp;nbsp;h. alle Reptilien der Entwicklungslinie, die zu den Säugetieren führt, sind heute ausgestorben. Verschiedene Wissenschaftler versuchten sich ab Ende der 1980er Jahre an einer [[Phylogenetik|phylogenetischen]] Definition des Taxons &amp;#039;&amp;#039;Reptilia&amp;#039;&amp;#039;, um dieses wissenschaftlich weiter nutzbar zu machen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;modesto04&amp;quot;&amp;gt;Sean P. Modesto, Jason S. Anderson: &amp;#039;&amp;#039;The phylogenetic definition of Reptilia.&amp;#039;&amp;#039; Systematic Biology. Bd.&amp;amp;nbsp;53, Nr.&amp;amp;nbsp;5, 2004, S.&amp;amp;nbsp;815–821, {{DOI|10.1080/10635150490503026}} (alternativer Volltextzugriff: {{Webarchiv|url=http://www.iucn-tftsg.org/wp-content/uploads/file/Articles/Modesto_and%20Anderson_2004.pdf |wayback=20160705042416 |text=IUCN/SSC Tortoise and Freshwater Turtle Specialist Group }} PDF 552&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere in wissenschaftlichen Veröffentlichungen aus dem englischsprachigen Raum wird &amp;#039;&amp;#039;Reptilia&amp;#039;&amp;#039; heute teils synonym für die Klade Sauropsida verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;modesto04&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;P. Martin Sander: &amp;#039;&amp;#039;Reproduction in early amniotes.&amp;#039;&amp;#039; Science. Bd.&amp;amp;nbsp;337, Nr.&amp;amp;nbsp;6096, 2012, S.&amp;amp;nbsp;806–808, [[doi:10.1126/science.1224301]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Reptilien fällt in das Gebiet der [[Herpetologie]]. Das Wissen um ihre Pflege und Zucht in [[Terrarium|Terrarien]] bezeichnet man als [[Terraristik]] oder Terrarienkunde, die ein Teil der [[Vivaristik]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dorsal scale morphology in Plica species - ZooKeys-355-049-g008.jpg|mini|links|Großaufnahme der Hornschuppen auf dem Rücken von Vertretern verschiedener Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Plica&amp;#039;&amp;#039; (Familie [[Kielschwanzleguane]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Corn Snake eggs.jpg|mini|Eier der [[Kornnatter]] (&amp;#039;&amp;#039;Pantherophis guttatus&amp;#039;&amp;#039;) mit im Schlüpfen begriffenen Jungtieren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Ausführungen beziehen sich ausschließlich auf die Nicht-Vogel-Reptilien (d.&amp;amp;nbsp;h. Reptilien im klassischen Sinn, d.&amp;amp;nbsp;h. Sauropsiden unter Ausschluss der Vögel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Körperbedeckung ===&lt;br /&gt;
Das kennzeichnendste Merkmal der rezenten Reptilien ist ihre trockene, schleimlose, aus [[Hornschuppe]]n bestehende Körperbedeckung. Laut Fossilfunden aus der [[Goldlauter-Formation]] in Thüringen war diese bereits bei den [[Parareptilien]] wenigstens seit dem Unteren [[Perm (Geologie)|Perm]] vor 299 bis 296 Millionen Jahren ausgebildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marchetti et al. 2026&amp;quot;&amp;gt;Lorenzo Marchetti, Antoine Logghe, Michael Buchwitz, Mark J. MacDouga, Arnaud Rebillard, Thomas Martens und Jörg Fröbisch: &amp;#039;&amp;#039;The earliest reptile body impressions with scaly skin.&amp;#039;&amp;#039; Current Biology, 2026, [[doi:10.1016/j.cub.2026.01.036]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Vögeln und Säugetieren unterscheiden sich die Körperbedeckung durch das Fehlen von [[Feder]]n bzw. [[Haare]]n. Bei [[Schuppenkriechtiere]]n überlappen sich die Hornschuppen in der Regel dachziegelartig, bei [[Schildkröten]] und [[Krokodile]]n tun sie dies nicht. Eine „echte“ [[Häutung]] (Ecdysis), das periodische Abstreifen größerer zusammenhängender Partien der Oberhaut, tritt prinzipiell nur bei Schuppenkriechtieren und besonders ausgeprägt bei [[Schlangen]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;L. J. Vitt, J. P. Caldwell: &amp;#039;&amp;#039;Herpetology.&amp;#039;&amp;#039; 2014 (siehe [[#Quellen|oben]]), S.&amp;amp;nbsp;48&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Habitus ===&lt;br /&gt;
Die meisten heute lebenden Reptilien besitzen einen typischen [[echsen]]artigen [[Habitus (Biologie)|Habitus]], das heißt, sie haben einen langen [[Schwanz]], laufen auf vier [[Extremität|Beinen]] ([[Quadrupedie]]), und bewegen sich im Spreizgang. Dies ist der ursprüngliche Habitus der Landwirbeltiere, der bereits bei den Vorfahren der Reptilien vorhanden war. Alle [[Schlangen]] und einige [[Echsen]] weichen von diesem urtümlichen Bauplan ab, indem ihre Beine und Extremitätengürtel zurückgebildet sind und Hals, Rumpf und Schwanz ansatzlos ineinander übergehen. Ebenfalls relativ stark abgeleitete rezente Reptilien sind die [[Schildkröten]], bei denen der [[Rippenkorb]] und die Rumpfbeschuppung insbesondere bei den [[Landschildkröten]] eine Art Gehäuse bilden, in das sie sich zurückziehen können. Der echsenartige Habitus der [[Krokodile]] ist jedoch nicht von deren Vorfahren ererbt, sondern sekundär erworben (siehe [[#Abstammungsgeschichte|Abstammungsgeschichte]]). Dies zeigt sich u.&amp;amp;nbsp;a. daran, dass Krokodile, wenn sie schnell laufen, ihren Rumpf, anders als Echsen, nicht in der horizontalen Ebene winden und ihre Beine unter den Körper stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Physiologie ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den [[Amphibien]] sind alle Reptilien, wie auch Vögel und Säugetiere, Zeit ihres Lebens [[Lunge]]natmer, sie durchlaufen also kein aquatisches, [[kiemen]]atmendes [[Larve]]nstadium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rezenten Reptilien sind [[ektotherm]]e und [[wechselwarm]]e (poikilotherme) Tiere, die ihre Körpertemperatur so weit wie möglich durch [[Verhalten (Biologie)|Verhalten]] regulieren (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Sonnenbad]]en). Des Weiteren weist der [[Blutkreislauf]] aller rezenten Reptilien keine vollständige Trennung von Lungen- und Körperkreislauf auf. Bei den meisten Formen ist dies durch eine nicht durchgehende [[Herzscheidewand]] verwirklicht. Krokodile hingegen haben eine geschlossene Herzscheidewand und der Blutaustausch erfolgt im Aortenstamm über eine Öffnung in der Trennwand zwischen linker und rechter [[Aorta]] (&amp;#039;&amp;#039;Foramen Panizzae&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortpflanzung ===&lt;br /&gt;
Die meisten rezenten Formen legen Eier ([[Oviparie]]), nur einige wenige gebären lebende Junge ([[Viviparie]]) oder sind eierlebendgebärend ([[Ovoviviparie]]). Die Eier sind bei den meisten [[Schuppenkriechtiere]]n mit einer [[pergament]]&amp;amp;shy;artigen, flexiblen Schale umhüllt. Die Eier vieler Schildkröten und aller Krokodile besitzen hingegen eine relativ feste [[Calciumcarbonat|Kalk]]&amp;amp;shy;schale. Der Grad der Verkalkung gilt als Grad der Anpassung an schwankende Bedingungen hinsichtlich der Feuchtigkeit des Milieus, in dem die Eiablage erfolgt: Die Eier mit der am stärksten verkalkten Schale sind am besten sowohl gegen das Eindringen von Wasser als auch gegen Austrocknung geschützt.&amp;lt;ref&amp;gt;Mary J. Packard, Gary C. Packard, Thomas J. Boardman: &amp;#039;&amp;#039;Structure of eggshells and water relations of reptilian eggs.&amp;#039;&amp;#039; Herpetologica. Bd.&amp;amp;nbsp;38, Nr.&amp;amp;nbsp;1 (Sonderausgabe &amp;#039;&amp;#039;Reproductive Biology of Reptiles&amp;#039;&amp;#039;), 1982, S.&amp;amp;nbsp;136–155 ({{JSTOR|3892368}}, frei online lesbar).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Knut Schmidt-Nielsen: &amp;#039;&amp;#039;Animal Physiology: Adaptation and Environment.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge (UK) 1997, ISBN 0-521-57098-0, S.&amp;amp;nbsp;49.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Reptilien kommen auf allen Kontinenten – mit Ausnahme von [[Antarktika]] – von den [[Kaltgemäßigte Klimazone|kalt-gemäßigten]] bis in die [[Tropen|tropischen Zonen]] vor. In der [[Arktis]] findet sich in klimatisch begünstigten [[Tundra|Tundren]] insgesamt nur eine Art, die [[Waldeidechse]].&amp;lt;ref&amp;gt;Sergius L. Kuzmin, David F. Tessler: &amp;#039;&amp;#039;Amphibians and reptiles (Chapter 5).&amp;#039;&amp;#039; Im Report der Conservation of Arctic Flora and Fauna (CAFF): &amp;#039;&amp;#039;Arctic Biodiversity Assessment 2013&amp;#039;&amp;#039;, auf {{Webarchiv|url=https://www.arcticbiodiversity.is/index.php/the-report/chapters/amphibians-and-reptiles |wayback=20221215073121 |text=arcticbiodiversity.is }}, abgerufen am 15. Dezember 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie bei den meisten an Land vorkommenden Tiergruppen liegt der Verbreitungsschwerpunkt der Reptilien in den [[Tropischer Regenwald|tropischen Regenwäldern]]. Ihre [[Artenvielfalt]] ist dort „hoch“ bis „sehr hoch“, in den wechselfeuchten [[Savanne]]n und [[Trockenwald|Trockenwäldern]] kommt sie auf „geringe“ bis „mittlere“ Werte. In den [[Trockengebiet]]en der Erde sind die Artenzahlen „sehr gering“ bis „gering“; mit Ausnahme von [[Australien]], wo „mittlere“ Werte erreicht werden. Für die [[Subtropen]] gilt das analog, während die gesamten [[Gemäßigte Klimazone|Mittelbreiten]] mit wenigen Ausnahmen nur eine „sehr geringe“ Artenvielfalt der Reptilien zeigen.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Werte&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Artenvielfalt Reptilien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;auf 10 km²&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;1–44 = sehr gering&amp;lt;br /&amp;gt;45–88 = gering&amp;lt;br /&amp;gt;89–132 = mittel&amp;lt;br /&amp;gt;133–176 = hoch&amp;lt;br /&amp;gt;177–221 = sehr hoch&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Shai Meiri, Uri Roll, Richard Grenyer et al.: &amp;#039;&amp;#039;Data from: The global distribution of tetrapods reveals a need for targeted reptile conservation, Dryad, Dataset.&amp;#039;&amp;#039; 2017, [[doi:10.5061/dryad.83s7k]]. Auf den Daten beruhende Karte auf [http://shaimeirilab.weebly.com/research-interests.html shaimeirilab.weebly.com].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abstammungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Protorothyris.jpg|mini|Lebendrekonstruktion von &amp;#039;&amp;#039;[[Protorothyris]]&amp;#039;&amp;#039;, eines eidechsenähnlichen basalen Reptils aus dem frühen Perm von Texas.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Various dinosaurs-2.png|mini|Dinosaurier sind die wohl populärsten ausgestorbenen Reptilien.]]&lt;br /&gt;
Die [[Phylogenese|stammesgeschichtlich]] ersten Reptilien sind zugleich auch die stammesgeschichtlich ersten Amnioten bzw. sind die frühesten Amnioten durchweg reptilienartige Formen. Sie sind aus dem frühen [[Pennsylvanium|Oberkarbon]], einer Zeit vor etwa 315 Mio. Jahren, erstmals [[fossil]] überliefert. [[Palichnologie|Spurenfossilien]], die als [[Trittsiegel]] früher Sauropsiden gedeutet werden, sind sogar noch ca. 35 Millionen Jahre älter (frühes [[Mississippium|Unterkarbon]]).&amp;lt;ref&amp;gt;John A. Long, Grzegorz Niedźwiedzki, Jillian Garvey, Alice M. Clement, Aaron B. Camens, Craig A. Eury, John Eason, Per E. Ahlberg. &amp;#039;&amp;#039;Earliest amniote tracks recalibrate the timeline of tetrapod evolution&amp;#039;&amp;#039; Nature. Bd.&amp;amp;nbsp;641, Nr.&amp;amp;nbsp;8065, 2025, S.&amp;amp;nbsp;1193–1200, [[doi:10.1038/s41586-025-08884-5]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Amnioten und damit auch alle Reptilien stammen von ursprünglichen [[Landwirbeltiere]]n (Amphibien im weiteren Sinn) ab. Im Unterschied zu den Reptilien pflanzten sich diese Amphibien nicht über ein [[Amniota#Das amniotische Ei|amniotisches Ei]] fort, eine Art &amp;#039;&amp;#039;autonome Überlebenskapsel&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;auch „persönlicher Teich“ (engl. &amp;#039;&amp;#039;private pond&amp;#039;&amp;#039;) genannt, siehe Michael J. Benton: &amp;#039;&amp;#039;Vertebrate Paleontology.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Blackwell, Malden MA 2005, ISBN 0-632-05637-1, S.&amp;amp;nbsp;111.&amp;lt;/ref&amp;gt; die den sich entwickelnden Embryo bzw. Fötus mit Nährstoffen versorgt und vor Austrocknung schützt. Die Amnioten sind daher im Gegensatz zu den Amphibien zur Fortpflanzung nicht auf Gewässer angewiesen und damit generell besser an trockene Lebensräume angepasst. Mit den [[Lissamphibia|modernen Amphibien]] hat sich mindestens eine Linie der ursprünglichen Landwirbeltiere bis heute gehalten, jedoch sind diese überwiegend auf feuchte Lebensräume spezialisiert und mit den unmittelbaren Vorfahren der Amnioten bzw. Reptilien nicht zu vergleichen, die bereits relativ unabhängig vom Wasser gewesen sein müssen (siehe [[Reptiliomorpha]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Skelettreste des ersten „echten“ Reptils &amp;#039;&amp;#039;[[Hylonomus]]&amp;#039;&amp;#039; in einem fossilen tropischen Feuchtwald ([[Steinkohlenwald]]) überliefert sind,&amp;lt;ref&amp;gt;Robert L. Carroll: &amp;#039;&amp;#039;The earliest reptiles.&amp;#039;&amp;#039; Journal of the Linnean Society (Zoology). Bd.&amp;amp;nbsp;45, Nr.&amp;amp;nbsp;304, 1964, S.&amp;amp;nbsp;61–83, {{DOI|10.1111/j.1096-3642.1964.tb00488.x}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigen etwa gleich alte (ca. 315 Mio. Jahre) [[Spurenfossil]]ien die Existenz früher Amnioten in einer zumindest saisonal wasserarmen Umwelt, in der das amniotische Ei sehr wahrscheinlich einen Fortpflanzungsvorteil bedeutet hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Howard J. Falcon-Lang, Michael J. Benton, Matthew Stimson: &amp;#039;&amp;#039;Ecology of earliest reptiles inferred from basal Pennsylvanian trackways.&amp;#039;&amp;#039; Journal of the Geological Society. Bd.&amp;amp;nbsp;164, Nr.&amp;amp;nbsp;6, 2007, S.&amp;amp;nbsp;1113–1118, {{DOI|10.1144/0016-76492007-015}} (alternativer Volltextzugriff: {{Webarchiv |url=http://palaeo.gly.bris.ac.uk/Benton/reprints/2007FalconLang.pdf |text=The Palaeobiology Research Group |wayback=20151207144824}} PDF 394&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amniota waren schon im Oberkarbon in zwei Hauptlinien aufgespalten: Die eine, [[Synapsida]] genannte Linie (siehe [[#Systematik|Systematik]]) führte zu den Säugetieren und die andere, [[Sauropsida]] genannte Linie führte zu den rezenten Reptilien und den Vögeln. Im traditionellen paläontologischen Verständnis werden auch die frühen Vertreter der Synapsidenlinie ([[Pelycosaurier]] und frühe [[Therapsiden]]) zu den Reptilien gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sauropsiden waren wiederum bereits im Oberkarbon in zwei Hauptlinien gespalten: [[Parareptilien]] und [[Eureptilien]], wobei das älteste bekannte Parareptil aus dem [[Gzhelium|höchsten Oberkarbon]] stammt&amp;lt;ref&amp;gt;Sean P. Modesto, Diane M. Scott, Mark J. MacDougall, Hans-Dieter Sues, David C. Evans, Robert R. Reisz: &amp;#039;&amp;#039;The oldest parareptile and the early diversification of reptiles.&amp;#039;&amp;#039; Proceedings of the Royal Society B. Bd.&amp;amp;nbsp;282, Nr.&amp;amp;nbsp;1801, 2015, {{DOI|10.1098/rspb.2014.1912}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; und damit rund 15 Millionen Jahre jünger ist als &amp;#039;&amp;#039;Hylonomus&amp;#039;&amp;#039;, das erste Eureptil. Die Parareptilien haben keine rezenten Vertreter, denn mit den [[Procolophonida]] starb in der späten [[Trias (Geologie)|Trias]] die letzte ihrer Untergruppen aus. Zu den populärsten Parareptilien zählen die schon im [[Perm (Geologie)|Perm]] wieder ausgestorbenen [[Pareiasauria|Pareiasaurier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folglich sind die meisten postpermischen und alle rezenten Reptilien (sowie die Vögel) Vertreter der Eureptilia. Fast alle Eureptilien und alle rezenten Vertreter gehören einer Großgruppe an, die [[Diapsida]] (siehe [[#Systematik|Systematik]]) genannt wird. Zwar erscheinen deren früheste Vertreter ebenfalls schon im Oberkarbon, aber zur Blüte kommen sie erst im [[Mesozoikum]], was dieser erdgeschichtlichen Ära den Beinamen „Reptilienzeitalter“ einbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei vielen mesozoischen Diapsiden unterlag der ursprünglich echsenartige Habitus einem deutlichen Wandel: Die [[Dinosaurier]] gingen zu einer zweibeinigen Fortbewegung über, die [[Flugsaurier]] entwickelten Flügel, und mehrere Gruppen passten sich einem Leben im Meer an und bildeten ihre Gliedmaßen in Flossen um. Die dahingehend stärkste Anpassung erfolgte bei den [[Ichthyosaurier]]n, die einen fischartigen Habitus entwickelten, ähnlich wie die heutigen [[Delfine]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter der unter anderem zu den Dinosauriern und Flugsauriern führenden Diapsiden-Linie werden [[Archosaurier]] (Archosauria) genannt. Ihre Wurzeln liegen im Perm. Im Mesozoikum vollzieht sich bei ihnen eine Entwicklung, im Zuge derer diese Formen immer mehr Merkmale verlieren, die heute als typisch reptilienhaft angesehen werden. Sie entwickeln eine Trennung von Lungen- und Körperkreislauf, werden [[Endothermes Tier|endotherm]] und bedecken ihre Haut mit isolierendem Material, um die selbsterzeugte Körperwärme besser halten zu können (siehe auch [[gefiederte Dinosaurier]]). Während die Dinosaurier im traditionellen Verständnis einmal mehr eine paraphyletische Gruppe mit überwiegend reptilienartigen Vertretern und somit komplett ausgestorben sind, schließen sie nach moderner Auffassung als monophyletisches Taxon die Vögel, den aktuellen Endpunkt des beschriebenen „Entreptilisierungstrends“, mit ein. Eine ähnliche Entwicklung lief in Perm und Trias bereits bei den Synapsiden ab und führte letztlich zu den Säugetieren. In der Entwicklungslinie der Krokodile, einer weiteren Linie der Archosaurier, kehrt sich dieser Trend jedoch um und deren Vertreter werden im Vergleich zu ihren Vorfahren (siehe →&amp;amp;nbsp;[[Crocodylomorpha]]) wieder zunehmend reptilienhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Archosauriern gegenüber stehen die [[Schuppenechsen]] (Lepidosauria), die mit den [[Brückenechsen]], [[Eidechsen]], [[Warane]]n, [[Geckos]], [[Chamäleons]], [[Schlangen]] usw. den mit Abstand größten Teil der rezenten Reptilien umfassen. Obwohl sie viele „primitive“, das heißt die heute als reptilientypisch angesehenen, Merkmale aufweisen, sind die meisten rezenten Lepidosauriergruppen stammesgeschichtlich relativ jung und erscheinen frühestens in der [[Kreide (Geologie)|Kreidezeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange Zeit unklar war die systematische Stellung der [[Schildkröten]] (Testudinata): Ihr Schädel weist keine Schläfenfenster auf, weshalb diese Gruppe traditionell den [[Anapsiden]] (siehe [[#Systematik|Systematik]]) zugeordnet wird. Mittlerweile setzt sich jedoch zunehmend die Ansicht durch, dass die Schildkröten Nachfahren diapsider Reptilien sind, welche ihre Schläfenöffnungen sekundär verschlossen haben. Innerhalb der Diapsiden wird sowohl ein engeres Verwandtschaftsverhältnis mit den Archosauriern als auch ein engeres Verwandtschaftsverhältnis mit den Schuppenkriechtieren diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Rosemary E. Becker, Roldan A. Valverde, Brian I. Crother: &amp;#039;&amp;#039;Proopiomelanocortin (POMC) and testing the phylogenetic position of turtles (Testudines).&amp;#039;&amp;#039; Journal of Zoological Systematics and Evolutionary Research. Bd. 49, Nr. 2, 2011, S. 148–159, {{DOI|10.1111/j.1439-0469.2010.00589.x}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bislang ältesten bekannten Schildkrötenfossilien, die aus der Obertrias stammen, erlauben dahingehend keine Klärung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Systematik der Reptilien}}&lt;br /&gt;
=== Klassische Systematik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Skull comparison.png|miniatur|Nach der Anzahl der Schläfenfenster werden die Reptilien klassisch in drei systematische Gruppen eingeteilt: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;Anapsida, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;B&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;Synapsida, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;C&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;Diapsida.]]&lt;br /&gt;
Nach der charakteristischen Anzahl und Lage von Öffnungen im hinteren Teil des Schädeldachs, den [[Schädeltypen der Amnioten|Schläfen- oder Temporalfenstern]], werden innerhalb der Reptilia klassisch drei Großgruppen unterschieden:&lt;br /&gt;
* die [[Anapsida]] (kein Schläfenfenster), die im traditionellen Sinn als „Stammamnioten“ gelten und sowohl fensterlose Vertreter der [[Eureptilien|Eureptilia]] als auch zahlreiche Parareptilien sowie die Schildkröten einschließen&lt;br /&gt;
* die [[Synapsida]] (ein unteres Schläfenfenster), die im traditionellen Sinn nicht die Säugetiere mit einschließen und damit ein rein fossiles Taxon sind,&lt;br /&gt;
* sowie die [[Diapsida]] (zwei Schläfenfenster), die im traditionellen Sinn nicht die Vögel mit einschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird die Systematik der rezenten Reptilien nach klassischem Verständnis wiedergegeben.&lt;br /&gt;
* Unterklasse [[Schildkröten]] (Testudines) (→ [[Systematik der Schildkröten]])&lt;br /&gt;
* Unterklasse [[Diapsida]]&lt;br /&gt;
** Infraklasse [[Schuppenechsen]] (Lepidosauria)&lt;br /&gt;
*** Ordnung [[Brückenechsen]] (&amp;#039;&amp;#039;Sphenodon&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
*** Ordnung [[Schuppenkriechtiere]] (Squamata)&lt;br /&gt;
**** Unterordnung [[Echsen]] (Lacertilia, Sauria)&lt;br /&gt;
***** Infraordnung [[Leguanartige]] (Iguania)&lt;br /&gt;
***** Infraordnung [[Geckoartige]] (Gekkota)&lt;br /&gt;
***** Infraordnung [[Skinkartige]] (Scincomorpha)&lt;br /&gt;
***** Infraordnung [[Schleichenartige]] i.&amp;amp;nbsp;w.&amp;amp;nbsp;S. (Anguimorpha)&lt;br /&gt;
**** Unterordnung [[Schlangen]] (Serpentes) (→ [[Systematik der Schlangen]])&lt;br /&gt;
** Infraklasse [[Archosaurier]] (Archosauria)&lt;br /&gt;
*** Ordnung [[Krokodile]] (Crocodylia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moderne Systematik (Kladistik) ===&lt;br /&gt;
Das folgende [[Kladogramm]] stellt die Gruppe der Reptilien (Reptilia) gemäß der Definition von Modesto und Anderson (2004) vor&amp;lt;ref name=&amp;quot;modesto04&amp;quot;/&amp;gt; (Synonym mit [[Sauropsida]]) und umfasst die heutigen Reptiliengruppen (rezente Nicht-Vogel-Sauropsiden) sowie alle Tiere, die mit ihnen näher verwandt sind als mit den Säugetieren. Die Untergliederung der [[Parareptilien]] folgt Tsuji und Müller (2009),&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Müller, Linda A. Tsuji: &amp;#039;&amp;#039;Impedance-matching hearing in Paleozoic reptiles: evidence of advanced sensory perception at an early stage of amniote evolution.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[PLoS ONE]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2, Nr. 9, 2007, e889, {{DOI|10.1371/journal.pone.0000889}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Untergliederung der [[Eureptilien]] folgt Laurin und Reisz (1995).&amp;lt;ref&amp;gt;Michel Laurin, Robert R. Reisz: &amp;#039;&amp;#039;A reevaluation of early amniote phylogeny.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zoological Journal of the Linnean Society.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 113, Nr. 2, 1995, {{ISSN|0024-4082}}, S. 165–223, {{DOI|10.1111/j.1096-3642.1995.tb00932.x}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Klade| style=font-size:100%;line-height:100%&lt;br /&gt;
|label1=&amp;amp;nbsp;[[Amniota]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
  |1=&amp;amp;nbsp;[[Synapsida]] (einschließlich der [[Säugetiere]])&lt;br /&gt;
  |label2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reptilia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
  |2={{Klade&lt;br /&gt;
     |label1=&amp;amp;nbsp;[[Parareptilia]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
     |1={{Klade&lt;br /&gt;
        |1=&amp;amp;nbsp;[[Mesosauridae]]&lt;br /&gt;
        |2={{Klade&lt;br /&gt;
           |1={{Klade&lt;br /&gt;
              |1=&amp;amp;nbsp;[[Millerettidae]]&lt;br /&gt;
              |2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Eunotosaurus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
               }}&lt;br /&gt;
           |label2=&amp;amp;nbsp;[[Ankyramorpha]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
           |2={{Klade&lt;br /&gt;
              |1=&amp;amp;nbsp;[[Lanthanosuchoidea]]&lt;br /&gt;
              |2={{Klade&lt;br /&gt;
                 |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Nyctiphruretus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                 |2=&amp;amp;nbsp;[[Bolosauridae]]&lt;br /&gt;
                 |3={{Klade&lt;br /&gt;
                    |1=&amp;amp;nbsp;[[Procolophonoidea]]&lt;br /&gt;
                    |2={{Klade&lt;br /&gt;
                       |1=&amp;amp;nbsp;[[Pareiasauria]]&lt;br /&gt;
                       |2=&amp;amp;nbsp;„[[Nycteroleteridae]]“&lt;br /&gt;
                        }}&lt;br /&gt;
                     }}&lt;br /&gt;
                  }}&lt;br /&gt;
               }}&lt;br /&gt;
            }}&lt;br /&gt;
         }}&lt;br /&gt;
     |label2=&amp;amp;nbsp;[[Eureptilia]]&lt;br /&gt;
     |2={{Klade&lt;br /&gt;
        |1=&amp;amp;nbsp;[[Captorhinidae]]&lt;br /&gt;
        |2={{Klade&lt;br /&gt;
           |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Paleothyris]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
           |2=&amp;amp;nbsp;[[Diapsida]] (einschließlich der heutigen Reptiliengruppen und der [[Vögel]])&lt;br /&gt;
            }}&lt;br /&gt;
         }}&lt;br /&gt;
      }}&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung ==&lt;br /&gt;
Die [[IUCN]] stuft zurzeit (2024) von den gelisteten 10.393 Arten, 2 Arten als in der Natur ausgestorben (&amp;#039;&amp;#039;Extinct in the Wild&amp;#039;&amp;#039;), 430 Arten als vom Aussterben bedroht (&amp;#039;&amp;#039;Critically Endangered&amp;#039;&amp;#039;), 788 Arten als stark gefährdet (&amp;#039;&amp;#039;endangered&amp;#039;&amp;#039;) und 625 Arten als gefährdet (&amp;#039;&amp;#039;vulnerable&amp;#039;&amp;#039;), insgesamt 1.845 Arten. 32 Arten gelten bereits als ausgestorben (&amp;#039;&amp;#039;Extinct&amp;#039;&amp;#039;). 1.499 Arten können aktuell nicht bewertet werden (&amp;#039;&amp;#039;data deficient&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.iucnredlist.org/statistics Table 4a: number of animal species in class Reptilia (reptiles) in each IUCN Red List Category by order, abgerufen am 11. August 2024] (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klimawandel ===&lt;br /&gt;
Bei vielen Reptilien ist das Geschlecht der Nachkommen [[Temperaturabhängige Geschlechtsdetermination|temperaturgesteuert]]. Bei Geckos schlüpfen Männchen bei mittleren Temperaturen, bei niedrigen oder hohen Temperaturen nur Weibchen. Bei Krokodilen schlüpfen unter 30&amp;amp;nbsp;°C nur Weibchen, über 34&amp;amp;nbsp;°C nur Männchen, bei Schildkröten ist die Verteilung ähnlich, aber reziprok. Durch den Klimawandel besteht hier die Gefahr einer einseitigen Geschlechterausprägung, die letztlich zum Aussterben führen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterteilungen zur Artenvielfalt ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Werte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Reptilia|Reptilien}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Reptil}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4076664-0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dght.de/ Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT)]&lt;br /&gt;
* [https://www.herpetozoa.at/ Österreichische Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH)]&lt;br /&gt;
* [http://www.naturfilme.com/Reptilien.html naturfilme.com] – Videos von einigen Echsen und Schlangen&lt;br /&gt;
* [http://www.amphibien-reptilien.com/Aegaeischer-Nacktfinger-Mediodactylus-kotschyi.html amphibien-reptilien.com] – Fotos von europäischen Reptilien&lt;br /&gt;
* [https://www.herpetofauna.at/ herpetofauna.at] – Die Reptilien Österreichs&lt;br /&gt;
* [http://www.reptile-database.org/ reptile-database.org] – Umfangreiche Datenbank zur Systematik der Reptilien (engl.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Robert L. Carroll: &amp;#039;&amp;#039;Paläontologie und Evolution der Wirbeltiere&amp;#039;&amp;#039;. Thieme, Stuttgart (1993), ISBN 3-13-774401-6.&lt;br /&gt;
* Wilfried Westheide / Reinhard Rieger: &amp;#039;&amp;#039;Spezielle Zoologie Teil 2: Wirbel und Schädeltiere&amp;#039;&amp;#039;, 1. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg • Berlin, 2004, ISBN 3-8274-0307-3.&lt;br /&gt;
* Laurie J. Vitt, Janalee P. Caldwell: &amp;#039;&amp;#039;Herpetology – An Introductory Biology of Amphibians and Reptiles.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Academic Press (Elsevier), 2014, ISBN 978-0-12-386919-7.&lt;br /&gt;
* Michel Laurin, Jacques A. Gauthier: [http://tolweb.org/Amniota/14990/2012.01.30 &amp;#039;&amp;#039;Amniota. Mammals, reptiles (turtles, lizards, Sphenodon, crocodiles, birds) and their extinct relatives.&amp;#039;&amp;#039;] Version vom 30. Januar 2012 ([http://www.tolweb.org/ The Tree of Life Web Project]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4076664-0|LCCN=sh85112964|NDL=00563034}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alternatives Taxon (Reptil)| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Formtaxon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herpetologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Haplochromis</name></author>
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