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	<title>Repetundenverfahren - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T10:00:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Repetundenverfahren&amp;diff=1067535&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stephan Klage: kleiner Überarbeitung</title>
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		<updated>2025-01-14T15:36:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kleiner Überarbeitung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Repetundenprozess&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(actio de repetundis)&amp;#039;&amp;#039; war ein im [[Römisches Reich|antiken Rom]] praktiziertes Gerichtsverfahren, welches zugunsten der Einwohner der [[Römische Provinz|römischen Provinzen]] um ca. 200 v. Chr. eingeführt wurde. Auf diesem Wege konnten die Provinzialen gegen ausbeuterische [[Statthalter]] vorgehen und widerrechtlich konfiszierten Besitz zurückfordern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Der Begriff Repetundenverfahren (&amp;#039;&amp;#039;actio de repetundis&amp;#039;&amp;#039;) geht zurück auf das Gerundiv des Verbs &amp;#039;&amp;#039;repetere&amp;#039;&amp;#039; (lat. „zurückfordern“) und beschreibt den Zweck des Verfahrens: Zurückforderung der zu Unrecht entwendeten Dinge oder zu Unrecht eingeforderten Gelder. Im [[bereicherungsrecht]]lichen Sinne würde der „Prozess über Zurückzuforderndes“ geführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung zur Zeit der Republik ==&lt;br /&gt;
Die in den römischen Provinzen grundsätzlich für ein Jahr eingesetzten Statthalter beuteten diese zum eigenen Nutzen oft rücksichtslos aus. Dies trug entscheidend zum Verfall der politischen und geschäftlichen Moral in Rom bei. Seit dem frühen zweiten Jahrhundert v. Chr. wurde das Repetundenverfahren als Rückforderungsverfahren gegen ausbeuterische [[Magistratur|Magistrate]] zugelassen. Es ist zum ersten Mal für das Jahr 171 v. Chr. belegt, als [[Hispanien|hispanische]] [[Socii|Bundesgenossen]] mit Genehmigung des [[Römischer Senat|Senats]] ehemalige Statthalter in einem Zivilprozess anklagten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Titus Livius]] [http://www.thelatinlibrary.com/livy/liv.43.shtml#2 43, 2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ständiger Gerichtshof für Erpressungssachen &amp;#039;&amp;#039;(quaestio de repetundis)&amp;#039;&amp;#039; wurde 149 v. Chr. durch eine &amp;#039;&amp;#039;lex Calpurnia repetundarum&amp;#039;&amp;#039; eingerichtet und durch die &amp;#039;&amp;#039;lex Acilia repetundarum&amp;#039;&amp;#039; 123/122 v. Chr. weiter ausgestaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KlP|4|1379|1380|Repetundarum crimen|Dietrich V. Simon}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die durch die &amp;#039;&amp;#039;lex Acilia&amp;#039;&amp;#039; auf das Doppelte der erpressten Summe festgelegte Strafe wurde vermutlich unter [[Lucius Cornelius Sulla Felix|Sulla]] weiter erhöht. Weitere Änderungen am Repetundenprozess nahm [[Gaius Iulius Caesar]] in seinem ersten Konsulat 59 v. Chr. vor, als er die &amp;#039;&amp;#039;[[lex Iulia repetundarum]]&amp;#039;&amp;#039; schuf. Er führte zusätzliche Sanktionen (Straferhöhungen und Ehrverkürzungen) ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Repetundenverfahren nahm allmählich den Charakter eines politischen Kriminalprozesses an, wie der Repetundenprozess gegen [[Gaius Verres]], den [[Promagistrat|Proprätor]] der Provinz [[Sizilien]] von 73 bis 71 v. Chr., zeigt. Dieser Prozess im Jahr 70 v. Chr. ist uns durch die beiden Anklagereden [[Marcus Tullius Cicero]]s bekannt. Verres hatte während seiner Amtszeit in Sizilien Statuen, Teppiche, Schmuck, Gemälde und viele andere Kostbarkeiten sowohl aus privatem als auch aus öffentlichem Besitz geraubt.&amp;lt;ref&amp;gt;Götz Waurick: &amp;#039;&amp;#039;Kunstraub der Römer. Untersuchungen zu seinen Anfängen anhand der Inschriften.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz]].&amp;#039;&amp;#039; Band 22, 1975, S. 1–46, hier S. 45 ([https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/jahrb-rgzm/article/view/47599 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Cicero stand als [[Praetur|Prätor]] im Jahre 66 v. Chr. dem Gerichtshof für Repetundenverfahren vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Besetzung der Richterkollegien im alten Rom vgl. Bleicken: &amp;#039;&amp;#039;Lex publica. Gesetz und Recht in der römischen Republik.&amp;#039;&amp;#039; 1975, S. 401–402, hier speziell Anm. 164.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Repetundenverfahren vermochten der Plünderung der Provinzen nicht wirksam abzuhelfen. Sie wurden vielmehr als politisches Instrument missbraucht, nämlich bei den [[Römische Bürgerkriege|innerrömischen Machtkämpfen]] zwischen [[Optimaten]] und [[Popularen]] und innerhalb des senatorischen Adels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kaiserzeit ==&lt;br /&gt;
Auch aus der [[Römische Kaiserzeit|römischen Kaiserzeit]] gibt es zahlreiche Berichte über Repetundenprozesse gegen bestechliche und erpresserische Statthalter. Diese Prozesse pflegten jetzt vor dem Senat oder – wenn es sich um kaiserliche Beamte handelte – vor dem Kaiser stattzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfahren ==&lt;br /&gt;
Da beim Repetundenprozess hochangesehene Persönlichkeiten um ihre Existenz kämpften und der Prozessstoff oft umfangreich war, musste er in Gänze zweimal verhandelt werden. Der Repetundenprozess war das erste und lange Zeit einzige Verfahren, für das seit der &amp;#039;&amp;#039;lex Calpurnia&amp;#039;&amp;#039; (149 v. Chr.) Richterlisten veranschlagt wurden. Eine Richterliste wurde für ein Amtsjahr aufgestellt. Aus ihr wurde – unter Mitwirkung von Kläger und Beklagtem – das Gericht bestimmt. Den Vorsitz im Repetundenprozess führte der Stadtprätor &amp;#039;&amp;#039;(praetor peregrinus)&amp;#039;&amp;#039;. Für alle anderen Gerichtsverfahren wurde in der republikanischen Zeit das Gericht von Fall zu Fall gebildet. Die Auswahl des Gerichts oblag dabei wohl entweder dem vorsitzenden Magistraten oder dem Senat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jochen Bleicken]]: &amp;#039;&amp;#039;Lex publica. Gesetz und Recht in der römischen Republik.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin u. a. 1975, ISBN 3-11-004584-2.&lt;br /&gt;
* [[Walter Eder]]: &amp;#039;&amp;#039;Das vorsullanische Repetundenverfahren.&amp;#039;&amp;#039; München 1969, (München, Universität, Dissertation, 1969).&lt;br /&gt;
* Gerhard Krüger: &amp;#039;&amp;#039;Nachwort.&amp;#039;&amp;#039; In: M. Tullius Cicero: &amp;#039;&amp;#039;Reden gegen Verres.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Zweite Rede gegen C. Verres. Erstes Buch. Lateinisch/Deutsch&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Reclams Universal-Bibliothek]].&amp;#039;&amp;#039; 4014). Übersetzt und herausgegeben von Gerhard Krüger. Reclam, Stuttgart 1986, ISBN 3-15-004014-0, S. 163–168.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Kunkel]], [[Martin Schermaier]]: &amp;#039;&amp;#039;Römische Rechtsgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Uni-Taschenbücher|UTB]].&amp;#039;&amp;#039; 2225). 14., durchgesehene Auflage. Böhlau, Köln u. a. 2005, ISBN 3-8252-2225-X.&lt;br /&gt;
* {{KlP|4|1379|1380|Repetundarum crimen|Dietrich V. Simon}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rechtswesen im antiken Rom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisches Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gericht (Antike)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stephan Klage</name></author>
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