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	<title>Rennmäuse - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T06:14:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rennm%C3%A4use&amp;diff=71205&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sebastian Wallroth: Säugende Mongolische Rennratte mit ihren wenige Wochen alten Jungtieren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Rennm%C3%A4use&amp;diff=71205&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-28T14:31:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Säugende Mongolische Rennratte mit ihren wenige Wochen alten Jungtieren&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Rennmäuse&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Gerbillinae&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[John Edward Gray|J. E. Gray]], 1825&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Langschwanzmäuse&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Muridae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Eumuroida&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Mäuseartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Muroidea&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Überfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Mäuseverwandte&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Myomorpha&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Nagetiere&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Rodentia&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Mongolische Wuestenrennmaus.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Mongolische Rennratte (&amp;#039;&amp;#039;Meriones unguiculatus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rennmäuse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Gerbillinae) bilden eine [[Unterfamilie]] der [[Langschwanzmäuse]] und bewohnen die Wüsten, Halbwüsten, Steppen und Savannen Afrikas und Asiens. Sie sind die größte Gruppe der [[Nagetiere]], die an ein Leben in trockener Umgebung angepasst ist. Einige Rennmäuse, insbesondere die [[Mongolische Rennratte]], werden häufig als Heimtier gehalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlitterAgren2004:652&amp;quot;&amp;gt;Schlitter und Ågren 2004 [2001] (S.&amp;amp;nbsp;652).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Körpermerkmale ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Körperbau und Körpermaße ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rennmäuse ähneln oft der vertrauten Mongolischen Rennratte, kommen jedoch in unterschiedlichen Größen von mausgroß und schlank bis größer und kompakt vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlitterAgren2004:652&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den ihnen äußerlich ähnlichen Ratten und Mäusen besitzen sie meist behaarte Schwänze und Fußsohlen sowie etwas verlängerte Hinterbeine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleinere Rennmausarten, wie die eigentlichen [[Echte Rennmäuse|Rennmäuse]] kommen mit einem Gewicht von 8 bis 11&amp;amp;nbsp;Gramm auf eine Körperlänge von 6,2 bis 7,5&amp;amp;nbsp;Zentimeter und eine Schwanzlänge von 7,2 bis 9,5&amp;amp;nbsp;Zentimeter. Die [[Indische Nacktsohlenrennmaus]] dagegen ist 115 bis 190&amp;amp;nbsp;Gramm schwer, Körper und Schwanz messen 15 bis 20&amp;amp;nbsp;Zentimeter und 16 bis 22&amp;amp;nbsp;Zentimeter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlitterAgren2004:653&amp;quot;&amp;gt;Schlitter und Ågren 2004 [2001] (S.&amp;amp;nbsp;653).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fell, Farbe und Schwanz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das weiche [[Fell]] der Rennmäuse verleiht ihnen ein mäuseähnliches Aussehen. Das der Oberseite ist meist hellgelb, hellbraun oder gräulich, das der Unterseite weiß oder cremefarben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlitterAgren2004:653&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Färbung verringert zum einen die Gefahr gefressen zu werden, da sie der Farbe des Bodens entspricht, auf der die Tiere leben. Sogar innerhalb einer Art passen sich regionale [[Population (Biologie)|Populationen]] der jeweiligen Farbe des Untergrundes an. So sind Tiere auf dunklen Böden dunkelbraun, solche auf roten Böden besitzen ein rötliches Fell.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlitterAgren2004:652&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum anderen reflektiert die helle Unterseite besser die Hitze des Untergrundes. Auch die behaarten [[Fußsohle]]n ermöglichen ihnen das Laufen auf heißen Böden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Schwanz]] dient den Rennmäusen als Gleichgewichtshilfe bei der Bewegung und sie können damit Sand über den Eingang ihres Baues fegen, um diesen zu verbergen. Er dient außerdem als Schutz vor Fressfeinden. Die [[Quaste]] an der Schwanzspitze lenkt vom Körper des Tieres ab und der Schwanz kann ganz oder teilweise abfallen, wenn er gefasst wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlitterAgren2004:652&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein behaarter Schwanz schützt die Tiere vor Austrocknung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sinnesorgane ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rennmäuse besitzen große, dunkle Augen, die weit oben am Kopf liegen und ihnen ein großes Gesichtsfeld verleihen. Typisch ist auch ihr großes [[Mittelohr]], besonders bei Arten in Wüstenlandschaften. Dies ermöglicht das Hören im Niedrigfrequenzbereich und sogar Geräusche wie der Flügelschlag von Eulen können wahrgenommen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlitterAgren2004:652&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schädel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:George&amp;#039;s skull1.jpg|200px|mini|[[Schädel]] einer Mongolischen Rennratte (ohne Unterkiefer und mit beschädigten [[Jochbogen|Jochbögen]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schallleitungsapparat ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Trommelfell]] der Rennmäuse ist entweder einfach und besteht lediglich aus einem Hauptteil, oder es ist mehrteilig mit zusätzlichem [[Tympanum accessorium|Nebentrommelfell]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;P2008:19-20,A8&amp;quot;&amp;gt;Pawlinow, 2008 (S.&amp;amp;nbsp;19–20, Abb.&amp;amp;nbsp;8)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Hauptteil bilden zwei Teile, die sich wie bei anderen Säugetieren im Aufbau des [[Gewebe (Biologie)|Gewebes]] voneinander unterscheiden: die große, gespannte &amp;#039;&amp;#039;Pars tensa&amp;#039;&amp;#039; und die kleine, schlaffe &amp;#039;&amp;#039;Pars flaccida&amp;#039;&amp;#039;. Das Gewebe des Nebentrommelfells gleicht dagegen wie bei den [[Springmäuse]]n dem der &amp;#039;&amp;#039;Pars tensa&amp;#039;&amp;#039;. Es liegt oberhalb von dieser und nimmt somit eine ähnliche Lage wie die &amp;#039;&amp;#039;Pars flaccida&amp;#039;&amp;#039; bei den meisten anderen Mäuseartigen ein. Von der &amp;#039;&amp;#039;Pars tensa&amp;#039;&amp;#039; ist es durch den [[Arcus terminalis|Grenzbogen]], ein dünnes Band aus Bindegewebe zwischen den vorderen und hinteren [[Spina tympanica|Knochenvorsprüngen]], getrennt. Die Knochenvorsprünge sind jedoch lediglich bei Rennmäusen mit Nebentrommelfell deutlich ausgeprägt. Bei der [[Kap-Kurzschwanz-Rennmaus]], der [[Brauer-Rennmaus]], der [[Somali-Rennmaus]] und der [[Fettschwanz-Rennmaus]] ist das Nebentrommelfell groß, außerdem kommt es bei einigen Arten der [[Eigentliche Rennmäuse|Eigentlichen Rennmäuse]] und der [[Rennratten]] vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;L1972:50-52,A19-23&amp;quot;&amp;gt;Lay, 1972 (S.&amp;amp;nbsp;50–52)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Rennmäusen ohne Nebentrommelfell wird die seitliche Wand des &amp;#039;&amp;#039;[[Recessus epitympanicus]]&amp;#039;&amp;#039; durch eine dünne Knochenplatte gebildet. Zwei Knochenblätter nähern sich vom vorderen und vom hinteren Schenkel des &amp;#039;&amp;#039;[[Anulus tympanicus]]&amp;#039;&amp;#039; an und sind gewöhnlich durch eine schmale, schlitzartige Öffnung voneinander getrennt. Diese Öffnung ist am freien, unteren Ende am breitesten und wird nach oben hin schmaler. Sie wird durch einen Teil der &amp;#039;&amp;#039;Pars flaccida&amp;#039;&amp;#039; überspannt. Gelegentlich sind die beiden Knochenblätter lückenlos miteinander verschmolzen. Bei der [[Aserische Rennratte|Aserischen Rennratte]] weist das Knochenblatt vor der Einkerbung in der Umrandung des Trommelfells, der &amp;#039;&amp;#039;Incisura tympanica&amp;#039;&amp;#039;, eine abgerundete Öffnung auf. Dagegen ist der Unterteil ihres Hinterrandes mit dieser Einkerbung verwachsen. Ist das Knochenblatt wie bei der [[Mongolische Rennratte|Mongolischen Rennratte]] und der [[Libysche Rennratte|Libyschen Rennratte]] vergrößert, verdrängt sein Hinterrand den Unterteil der Einkerbung und verringert somit deren vertikale Ausdehnung. Bei einer weiteren Vergrößerung des Knochenblatts, so bei einigen Arten der Eigentlichen Rennmäuse, der Fettschwanz-Rennmaus und der [[Brauer-Rennmaus]], werden die Einkerbung und die seitliche Wand des Recessus fast vollständig durch das Nebentrommelfell verdrängt. Die Einkerbung bleibt jedoch bei allen Rennmäusen zumindest als kleiner Spalt an der hinteren, oberen Kante der Umrandung des Nebentrommelfells erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;L1972:50-52,A19-23&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fehlt das Nebentrommelfell, wird der Kopf des [[Hammer (Anatomie)|Hammers]] durch die knöcherne Scheidewand verdeckt, die den oberen Teil des [[Gehörgang]]s ausfüllt. Bei vorhandenem Nebentrommelfell ist der Kopf dagegen von außen sichtbar. Er ist entweder leicht mit gerader Oberkante oder eher massiv und tränenförmig mit hervorstehender Oberkante. Der kleinere Hammergriff nimmt eine vertikale Lage ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;P2008:19-20,A8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kombination aus leichtem oder massivem Kopf und einfachem oder mehrteiligem Trommelfell ermöglicht die Rekonstruktion der stammesgeschichtlichen Beziehungen einiger Rennmausgruppen. Dabei kommt der Kenntnis über die ursprüngliche oder abgeleitete Natur von Nebentrommelfell und leichtem Kopf die wichtigste Bedeutung zu. Der [[Plesiomorphie|ursprüngliche Merkmalszustand]] der Mäuseartigen, ein Hammer mit leichtem Kopf und horizontalem Hammergriff, geht stets mit einem Nebentrommelfell einher. Er kommt bei bezüglich der Paukenblasen generalisierten Mäuseartigen und niemals bei den Rennmäusen vor. Die evolutionäre Umwandlung umfasst zunächst die Verlagerung des Hammergriffs von einer horizontalen in eine vertikale Lage und dann die Entwicklung vom leichten zum massiven Kopf sowie gelegentlich eine Rückentwicklung zum leichten Kopf. Bei [[Wühlmäuse]]n weist der vordere Teil des Hammers wie bei den Rennmäusen ein rippenförmiges Element auf, das beim Hammer mit horizontalem Hammergriff immer oben und beim Hammer mit massivem Kopf immer mittig verläuft. Für die Rennmäuse ist dementsprechend anzunehmen, dass beim Hammer mit leichtem Kopf eine oben verlaufende Rippe auf den ursprünglichen Merkmalszustand und eine mittig verlaufende Rippe auf ein abgeleitetes Merkmal hindeutet. So weisen einige Rennratten mit stark aufgeblähten Paukenblasen ein Nebentrommelfell und einen Hammer mit mittig verlaufender Rippe sowie leichtem Kopf auf. Die genannten Merkmalszustände des Hammers lassen Rückschlüsse auf die Untergliederung der [[Kurzschwanz-Rennmäuse]] sowie die Stellung der [[Buschschwanz-Rennmaus]] innerhalb der „[[Gerbillini|typischen Rennmäuse]]“ (Gerbillini) zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;P2008:19-20,A8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kauapparat ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rennmäuse weisen den für die Mäuseartigen typischen, [[Myomorpher Kauapparat|myomorphen Kauapparat]] auf. Jedoch dominieren anders als bei den diesbezüglich generalisierteren Vertretern der Mäuseartigen die vorderen Anteile des [[Musculus masseter|Kaumuskels]] den [[Musculus temporalis|Schläfenmuskel]]. Entsprechende Abwandlungen des knöchernen Kauapparats sind eine Vergrößerung der Jochbeinplatte und des vorderen Anteils des [[Jochbogen]]s, verbunden mit einer Verkleinerung der Temporalplatte des Hirnschädels und einer Verkleinerung des Muskelfortsatzes des Unterkiefers.&amp;lt;ref&amp;gt;Pawlinow, 2008 (S.&amp;amp;nbsp;9–10)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Gelenkfortsatz ist dagegen hoch, der aufsteigende Unterkieferast ist schmal, und die hintere Einwölbung zwischen dem Gelenkfortsatz und dem Winkelfortsatz ist groß. Der Kiefer ist somit vergleichsweise schwach. Das [[Foramen infraorbitale|Unteraugenloch]] ist häufig stark verschmälert und niemals groß.&amp;lt;ref&amp;gt;Ellerman, 1941 ([https://www.biodiversitylibrary.org/page/8410816 S.&amp;amp;nbsp;497])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Jochbein]]platte besteht aus zwei deutlich unterscheidbaren Teilen. Der vordere Teil ist der einen Kiel bildende, verlängerte Auswuchs der Platte nach vorne. Er verläuft entlang der Schnauze und ist kennzeichnend für die Rennmäuse, tritt jedoch auch bei einigen anderen Mäuseartigen auf. Der hintere Teil ist für alle Mäuseartigen typisch und befindet sich nahe dem Ansatz der vorderen Jochbogenwurzel. Unter den [[Rezent (Biologie)|rezenten]] Rennmäusen sind die [[Brauer-Rennmaus]] und die [[Eigentliche Rennmäuse|Eigentlichen Rennmäuse]] durch die am wenigsten entwickelte Jochbeinplatte gekennzeichnet. Daneben können zwei wesentliche, wenn auch nicht gänzlich verschiedene Weiterentwicklungen festgestellt werden: Bei den [[Taterillini|Taterillinen]], insbesondere den [[Nacktsohlen-Rennmäuse]]n, ist der Kiel stark verlängert, bei den „[[Rhombomyina|höheren Rennmäusen]]“ (Rhombomyina), insbesondere bei der [[Große Rennmaus|Großen Rennmaus]], ist die Platte dagegen vertikal vergrößert. Bei einigen Gattungen, so bei der [[Somali-Rennmaus]], führt eine Ausdehnung des vorderen Anteils des Jochbogens nach oben zur Bildung eines auffälligen [[Orbita]]lschilds. Zwischen den stammesgeschichtlichen Gruppen können jedoch hinsichtlich dieser Merkmale keine klaren Unterschiede festgestellt werden. Lediglich die Verlängerung des Kiels kann möglicherweise als [[Synapomorphie|abgeleitete Gemeinsamkeit]] der Taterillinen aufgefasst werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Pawlinow, 2008 (S.&amp;amp;nbsp;10, Abb.&amp;amp;nbsp;1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit den beiden Entwicklungstrends der Jochbeinplatte hängt eine Umformung der oben durch Parasagittalleisten begrenzten [[Schläfenbein|Temporalplatte]] des Hirnschädels zusammen: Sie ist bei den Taterillinen mit zunehmender Kielverlängerung schmaler und dehnt sich bei den fortgeschrittensten „höheren Rennmäusen“ aus. Die Umformung der Temporalplatte spiegelt die [[Konvergenz (Biologie)|parallele Evolution]] des Kauapparats zwischen „höheren Rennmäusen“ und [[Wühlmäuse]]n wider und kann als [[Autapomorphie|abgeleitete Besonderheit]] der „höheren Rennmäuse“ gewertet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Pawlinow, 2008 (S.&amp;amp;nbsp;10)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veränderungen am [[Unterkiefer]] hängen teilweise mit der Entwicklung der Paukenblasen sowie der Änderung der Größenverhältnisse der [[Kaumuskulatur|Kaumuskeln]] zusammen. Es ist anzunehmen, dass die Aufblähung der Paukenblasen ursächlich für die Umformung des Kauapparats verantwortlich ist. Am auffälligsten ist dieser Zusammenhang im Vergleich zu Mäuseartigen mit generalisierten Paukenblasen: Der aufsteigende Ast des Unterkiefers nimmt bei den Rennmäusen eine vertikalere Lage ein und ist schmaler, die hintere Einwölbung zwischen Gelenkfortsatz und Winkelfortsatz ist tiefer, und der Winkelfortsatz verläuft weniger vertikal. Diese miteinander zusammenhängenden Merkmale wurden sogar bei Rennmäusen mit vergleichsweise kleinen Paukenblasen festgestellt und können als indirekter Hinweis auf eine Aufblähung der Paukenblasen dienen. Insbesondere scheinen die rezenten Rennmäuse dadurch von den fossilen [[Myocricetodontinae|Myocricetodontinen]], die einen für die Mäuseartigen typischen Unterkiefer aufweisen, unterscheidbar zu sein. Jedoch ist dieser Zusammenhang nicht besonders ausgeprägt und bei der [[Fettschwanz-Rennmaus]] mit ihren aufgeblähten Paukenblasen ist der aufsteigende Ast des Unterkiefers sehr breit, nimmt jedoch eine vertikalere Lage als bei den „[[Gerbillini|typischen Rennmäusen]]“ (Gerbillini) ein. Einige andere Rennmäuse weisen ebenfalls einen eigentümlichen, jeweils eine abgeleitete Besonderheit darstellenden Bau des Unterkiefers auf. Bei der Somali-Rennmaus fehlt der Muskelfortsatz vollständig. Dies ist ein innerhalb der Mäuseartigen einzigartiges Merkmal und geht mit der schmalsten Temporalplatte sowie dem größten Orbitalschild einher. Bei der Brauer-Rennmaus ist der Gelenkfortsatz lang und schmal und der Winkelfortsatz ist sehr breit. Einen ähnlichen Bau des Unterkiefers wie die Brauer-Rennmaus weist die [[Mauretanische Rennmaus]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Pawlinow, 2008 (S.&amp;amp;nbsp;10–11, Abb.&amp;amp;nbsp;2)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wasserhaushalt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wasser wird normalerweise über Haut, Atmung, Urin und Kot abgegeben. Die meisten Rennmäuse besiedeln Trockenregionen mit schwierigen Klimaverhältnissen und besitzen eine im Verhältnis zum Volumen ungünstig große Körperoberfläche. Sie haben daran angepasste Eigenschaften entwickelt, um den Wasserverlust so gering wie möglich zu halten und dadurch den Flüssigkeitsbedarf zu reduzieren. Sie [[Schweiß|schwitzen]] nicht und können deshalb Temperaturen über 45&amp;amp;nbsp;Grad Celsius nicht länger als zwei Stunden überleben. Die meisten Arten sind [[nachtaktiv]] und leben tagsüber in Bauen unter der Erde, deren Eingänge oft blockiert sind und die ihnen in etwa 50&amp;amp;nbsp;Zentimeter Tiefe konstante Temperaturen zwischen 20 und 25&amp;amp;nbsp;Grad Celsius bieten. Einige nördliche Arten kommen auch tagsüber an die Oberfläche, südlich lebende Sandmäuse auch im Winter. Nachts ist ihre Nahrung, oft lediglich trockene Samen und Blätter, mit Tau befeuchtet und erhöht die Feuchtigkeit im Bau, wenn sie zum Fressen hinein genommen wird. Das [[Verdauungssystem]] der Rennmäuse entzieht der Nahrung fast jegliches Wasser, der Kot ist trocken und die [[Niere]]n produzieren nur ein paar Tropfen konzentrierten Urin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlitterAgren2004:652&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rennmäuse ernähren sich vorwiegend von [[Pflanzen]]material wie Sämereien, Früchten, Blättern, Stängeln, Wurzeln und Knollen. Die nachtaktiven Arten der [[Eigentliche Rennmäuse|Eigentlichen Rennmäuse]] suchen in der Wüste nach vom Wind hergewehten Samen. Die [[Sandratten]] haben sich auf salzige, [[sukkulente]] Pflanzen spezialisiert und die [[Indische Nacktsohlenrennmaus]] benötigt das ganze Jahr über frisches Futter und lebt oft in der Nähe bewässerter Felder. Viele Arten nehmen jedoch, was sie bekommen können, und verzehren auch [[Insekten]], [[Schnecken]], [[Reptilien]] und sogar andere Nagetiere. Insbesondere Tiere in den äußerst trockenen Wüsten des südlichen Afrikas fangen vorwiegend Insekten, während sich vor den Bauen von &amp;#039;&amp;#039;Gerbillus dasyurus&amp;#039;&amp;#039; Berge leerer Schneckenhäuser bilden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlitterAgren2004:654&amp;quot;&amp;gt;Schlitter und Ågren 2004 [2001] (S.&amp;amp;nbsp;654).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nahrung wird aus Vorsicht meist im Bau verspeist. Arten in Gebieten mit kalten Wintern lagern im Bau große Vorräte ein, große Rennmäuse legen auch vor ihren Bauen bis zu 1&amp;amp;nbsp;Meter breite und 3&amp;amp;nbsp;Meter lange Vorratshaufen an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlitterAgren2004:654&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sozialverhalten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Rennmausarten in heißen Wüsten meist Einzelgänger sind, leben in Gebieten mit mehr Nahrung sozialere Arten mit dauerhafter Paarbildung und Familienstrukturen. Am komplexesten sind die sozialen Strukturen bei Tieren der Rhombomyina, die in Gegenden mit kalten Wintern leben. Insbesondere die [[Große Rennmaus]] und die Mongolische Rennratte leben in großen Kolonien, die aus zahlreichen Untergruppen bestehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlitterAgren2004:654&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortpflanzung und Lebenserwartung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mäusemutter stillt 2.jpg|mini|Säugende Mongolische Rennratte mit ihren wenige Wochen alten Jungtieren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Savannen lebende Rennmausarten werfen nach der Regenzeit. Dort, wo es immer frische Nahrung gibt, werfen die Weibchen das ganze Jahr über zwei- bis dreimal. Einige in Wüsten lebende Arten dagegen vermehren sich nur in den kälteren Monaten. Die [[Tragzeit]] beträgt 21 bis 28&amp;amp;nbsp;Tage und ein [[Wurf (Fortpflanzung)|Wurf]] besteht aus 1 bis 12 Jungtieren, meist drei bis fünf. Der Nachwuchs kommt hilflos, nackt und blind auf die Welt und ist zwei Wochen von der Mutter abhängig. Die [[Geschlechtsreife]] setzt im Alter zwischen zwei und sechs Monaten ein und richtet sich auch danach, ob die Tiere noch in der gleichen Saison zur Fortpflanzung kommen können.&amp;lt;ref&amp;gt;Schlitter und Ågren 2004 [2001] (S.&amp;amp;nbsp;654–655).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lebenserwartung in der Natur beträgt normalerweise ein bis zwei Jahre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlitterAgren2004:653&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wüstenrennmäuse sind in den trockenen und halbtrockenen Regionen Asiens und Afrikas weit verbreitet. Der gemeinsame Vorfahre der heutigen Wüstenrennmausarten stammt wahrscheinlich aus Asien oder Afrika.&amp;lt;ref&amp;gt;Smith, Andrew T., and Robert S. Hoffmann. &amp;quot;Meriones unguiculatus.&amp;quot; Mammalian Species, no. 893 (2012): 102-109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rennmäuse sind in drei Hauptregionen verbreitet:&lt;br /&gt;
* In den [[Savanne]]n [[Afrika]]s, aber auch der [[Namib (Wüste)|Namib]] und der [[Kalahari]], wo die Temperaturen im Winter oft unter den Gefrierpunkt fallen.&lt;br /&gt;
* In den heißen [[Wüste]]n und Halbwüsten [[Nordafrika]]s und [[Vorderasien]]s sowie dem trockenen [[Horn von Afrika]].&lt;br /&gt;
* In den Wüsten, Halbwüsten und [[Steppe]]n [[Zentralasien]]s, wo die Wintertemperaturen ebenfalls weit unter den Gefrierpunkt fallen.&lt;br /&gt;
Die einzelnen Gattungen sind üblicherweise einer dieser drei Regionen zuzuordnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlitterAgren2004:652&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Neben Wüsten, Steppen und Savannen besiedeln sie auch [[Kulturland]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlitterAgren2004:653&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Äußere Systematik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rennmäuse bilden eine zu den [[Langschwanzmäuse]]n gehörende [[Klade|Verwandtschaftsgruppe]] der [[Mäuseartige]]n. Von anderen Mäuseartigen lassen sie sich durch eine Reihe von [[Autapomorphie|abgeleiteten Besonderheiten]] [[Morphologie (Biologie)|morphologisch]] klar abgrenzen. [[Molekulargenetik|Molekulargenetische]] Untersuchungen mehrerer Gene der [[Mitochondrium|Mitochondrien]] sowie des [[Zellkern]]s bestätigen ihre Eigenständigkeit und weisen auf eine nähere Verwandtschaft mit den [[Altweltmäuse]]n sowie ein [[Schwestergruppe]]nverhältnis mit den [[Deomyinae|Deomyinen]] hin. Sie haben sich möglicherweise aus den fossilen [[Myocricetodontinae|Myocricetodontinen]] entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Musser und Carleton, 2005 („[https://www.departments.bucknell.edu/biology/resources/msw3/browse.asp?id=13001048 Gerbillinae]“, S.&amp;amp;nbsp;1211–1212)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In früheren [[Systematik (Biologie)|Systematiken]] wurden die Rennmäuse häufig in die Nähe altweltlicher [[Wühler]] mit ursprünglich einfachem, [[Cricetider Backenzahntyp|cricetidem Backenzahntyp]] gestellt oder als mit den [[Madagaskar-Ratten]] und anderen, in Afrika [[Endemit|endemischen]] Mäuseartigen verwandt angesehen. Die nähere Verwandtschaft mit den Myocricetodontinen, also Mäuseartigen mit komplizierterem, [[Murider Backenzahntyp|muridem Backenzahntyp]] wurde aufgrund der großen Ähnlichkeit hinsichtlich des Musters der Backenzahnkronen bei den generalisiertesten Rennmäusen und &amp;#039;&amp;#039;[[Myocricetodon]]&amp;#039;&amp;#039; vorgeschlagen. Jedoch waren die bei den meisten Myocricetodontinen vorhandenen, zusätzlichen Nebenhöcker der Unterkieferbackenzähne bei den Rennmäusen zunächst unbekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Pawlinow, 2008 (S.&amp;amp;nbsp;25)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innere Systematik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pachyuromys-duprasi PeterMaas.jpg|mini|Fettschwanz-Rennmäuse (&amp;#039;&amp;#039;Pachyuromys duprasi&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die innere Systematik der Rennmäuse folgt Chevret und Dobigny (2005) sowie Pawlinow (2008) und basiert auf molekulargenetischen Untersuchungen mehrerer mitochondrialer Gene sowie morphologischen Untersuchungen des Schädels und des Gebisses. Die Angaben zur Verbreitung folgen McKenna und Bell (1997) sowie Pawlinow (2008) und schließen Fossilfunde ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Tribus Desmodilliscini {{Person|Pavlinov, 1982}}&lt;br /&gt;
** [[Brauer-Rennmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Desmodilliscus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Wettstein, 1916}}), in Afrika&lt;br /&gt;
** [[Fettschwanz-Rennmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Pachyuromys&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Lataste, 1880}}), im Norden Afrikas&lt;br /&gt;
* Tribus [[Gerbillurini]] {{Person|Pavlinov, 1982}}&lt;br /&gt;
** †&amp;#039;&amp;#039;[[Protatera]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Jaeger, 1977}}, im Norden Afrikas, im Südwesten Europas und im Süden Asiens&lt;br /&gt;
** †&amp;#039;&amp;#039;[[Debruijnimys]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Castillo &amp;amp; Agusti, 1996}}, im Südwesten Europas&lt;br /&gt;
** †&amp;#039;&amp;#039;[[Abudhabia]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|de Bruijn &amp;amp; Whybrow, 1994}}, im Süden Asiens&lt;br /&gt;
** [[Indische Nacktsohlenrennmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Tatera&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Lataste, 1882}}), im Süden Asiens&lt;br /&gt;
** [[Nacktsohlen-Rennmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Gerbilliscus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Thomas, 1897}}), in Afrika&lt;br /&gt;
** [[Namib-Rennmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Gerbillurus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Shortridge, 1942}}), im Süden Afrikas&lt;br /&gt;
** [[Kap-Kurzschwanz-Rennmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Desmodillus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Thomas &amp;amp; Schwann, 1904}}), im Süden Afrikas&lt;br /&gt;
* Tribus Ammodillini {{Person|Pavlinov, 1981}}&lt;br /&gt;
** [[Somali-Rennmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Ammodillus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Thomas, 1904}}), am Horn von Afrika&lt;br /&gt;
* Tribus Taterillini {{Person|Chaline, Mein &amp;amp; Petter, 1977}}&lt;br /&gt;
** [[Kleine Nacktsohlen-Rennmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Taterillus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Thomas, 1910}}), in Afrika&lt;br /&gt;
* Tribus [[Gerbillini]] {{Person|Gray, 1825}} („typische Rennmäuse“)&lt;br /&gt;
** Untertribus [[Gerbillina]] {{Person|Gray, 1825}} („niedere Rennmäuse“)&lt;br /&gt;
*** [[Kurzschwanz-Rennmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Dipodillus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Lataste, 1881}}), in Afrika&lt;br /&gt;
*** [[Eigentliche Rennmäuse]] (&amp;#039;&amp;#039;Gerbillus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Desmarest, 1804}}), in Asien und Afrika&lt;br /&gt;
*** [[Mauretanische Rennmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Monodia&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Heim de Balsac, 1943}}), in Mauretanien&lt;br /&gt;
*** [[Somali-Zwergrennmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Microdillus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Thomas, 1910}}), am Horn von Afrika&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[incertae sedis]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
*** [[Buschschwanz-Rennmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Sekeetamys&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Ellerman, 1947}}), in Ägypten und im Südwesten Asiens&lt;br /&gt;
** Untertribus [[Rhombomyina]] {{Person|Heptner, 1933}} („höhere Rennmäuse“)&lt;br /&gt;
*** †&amp;#039;&amp;#039;[[Mascaramys]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Tong, 1986}}, im Norden Afrikas&lt;br /&gt;
*** [[Sandratten]] (&amp;#039;&amp;#039;Psammomys&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Cretzschmar, 1828}}), im Westen Asiens und im Norden Afrikas&lt;br /&gt;
*** †&amp;#039;&amp;#039;[[Pliorhombomys]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Fokanov, 1976}}, in Turkmenistan&lt;br /&gt;
*** [[Große Rennmaus]] (&amp;#039;&amp;#039;Rhombomys&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Wagner, 1841}}), in Asien&lt;br /&gt;
*** [[Przewalski-Rennratte]] (&amp;#039;&amp;#039;Brachiones&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Thomas, 1925}}), in China&lt;br /&gt;
*** [[Rennratten]] (&amp;#039;&amp;#039;Meriones&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Illiger, 1811}}), im Norden Afrikas, im Westen Asiens und im Osten Europas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue Anzahl der [[Art (Biologie)|Arten]] ist noch unbekannt. Sichtbare Unterschiede innerhalb der [[Gattung (Biologie)|Gattungen]] sind oft sehr fein und äußern sich in der Fell- und Krallenfarbe, in der Schwanzlänge oder im Fehlen oder Vorhandensein einer Schwanzquaste. Selbst die Zuordnung einer Art zu einer Gattung ist ohne [[Chromosom]]en-, [[Protein]]- oder [[Molekül]]abgleich manchmal kaum möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlitterAgren2004:652&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rennmäuse und Mensch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Rennmausarten sind durch die Eingriffe des Menschen in ihren Lebensraum gefährdet, einige sogar vom [[Aussterben]] bedroht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlitterAgren2004:653&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die meisten Tiere leben in kaum bewohnten Gebieten, andere werden vom Menschen teilweise als [[Schädling]]e betrachtet, weil sie insbesondere im Winter die Felder plündern und durch ihre Grabtätigkeit Schäden an der Infrastruktur verursachen. Bauern bekämpfen die Tiere deshalb mit Giftgas oder pflügen ihre Bausysteme um. Als Wirt von [[Flöhe]]n verbreiten sie Krankheiten wie die [[Pest]] und sind selbst auch Träger der gefährlichen [[Leishmaniose]]. Ihr süßliches Fleisch dagegen gilt als Delikatesse. Viele Arten werden vom Menschen als [[Versuchstier]] in der Forschung genutzt oder als [[Heimtier]] gehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Schlitter und Ågren 2004 [2001] (S.&amp;amp;nbsp;655).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gerbillinae|Rennmäuse}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Rennmaus}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- hier keine Weblinks einfügen, die nur die Mongolische Rennratte betreffen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Verwendete Literatur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Pascale Chevret, Gauthier Dobigny&lt;br /&gt;
   |Titel=Systematics and evolution of the subfamily Gerbillinae (Mammalia, Rodentia, Muridae)&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Molecular Phylogenetics and Evolution&lt;br /&gt;
   |Band=35&lt;br /&gt;
   |Nummer=3&lt;br /&gt;
   |Datum=2005&lt;br /&gt;
   |ISSN=1055-7903&lt;br /&gt;
   |Seiten=674–688&lt;br /&gt;
   |DOI=10.1016/j.ympev.2005.01.001}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=John Reeves Ellerman&lt;br /&gt;
   |Titel=The Families and Genera of Living Rodents. Volume II. Family Muridae&lt;br /&gt;
   |Verlag=British Museum (Natural History)&lt;br /&gt;
   |Ort=London&lt;br /&gt;
   |Datum=1941&lt;br /&gt;
   |Umfang=690}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Douglas M. Lay&lt;br /&gt;
   |Titel=The anatomy, physiology, functional significance and evolution of specialized hearing organs of gerbilline rodents&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Journal of Morphology&lt;br /&gt;
   |Band=138&lt;br /&gt;
   |Datum=1972&lt;br /&gt;
   |ISSN=0362-2525&lt;br /&gt;
   |Seiten=41–120&lt;br /&gt;
   |DOI=10.1002/jmor.1051380103}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Malcolm C. McKenna, Susan K. Bell&lt;br /&gt;
   |Titel=Classification of Mammals Above the Species Level&lt;br /&gt;
   |Verlag=Columbia University Press&lt;br /&gt;
   |Ort=New York&lt;br /&gt;
   |Datum=1997&lt;br /&gt;
   |ISBN=0-231-11012-X&lt;br /&gt;
   |Umfang=631}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Guy G. Musser, Michael D. Carleton&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder&lt;br /&gt;
   |Titel=Superfamily Muroidea&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=[[Mammal Species of the World|Mammal Species of the World. A Taxonomic and Geographic Reference]]&lt;br /&gt;
   |Auflage=3.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Johns Hopkins University Press&lt;br /&gt;
   |Ort=Baltimore&lt;br /&gt;
   |Datum=2005&lt;br /&gt;
   |ISBN=0-8018-8221-4&lt;br /&gt;
   |Seiten=894–1531}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Igor Jakowlewitsch Pawlinow&lt;br /&gt;
   |Titel=A review of phylogeny and classification of Gerbillinae (Mammalia: Rodentia)&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Soologitscheskije issledowanija&lt;br /&gt;
   |Nummer=9&lt;br /&gt;
   |Datum=2008&lt;br /&gt;
   |ISSN=1025-532X&lt;br /&gt;
   |Seiten=1–68}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Duane A. Schlitter, Greta Ågren&lt;br /&gt;
   |Hrsg=David W. Macdonald&lt;br /&gt;
   |Titel=Rennmäuse&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Die große Enzyklopädie der Säugetiere&lt;br /&gt;
   |Verlag=Könemann (Tandem-Verlag)&lt;br /&gt;
   |Ort=Königswinter&lt;br /&gt;
   |Datum=2004&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-8331-1006-6&lt;br /&gt;
   |Seiten=652–655&lt;br /&gt;
   |Kommentar=deutsche Übersetzung der englischen Originalausgabe von 2001}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rennmause}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rennmäuse| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sebastian Wallroth</name></author>
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